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Die Freude am Leben komplett verloren...
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Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Die Freude am Leben komplett verloren...
 
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Kitana
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Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 19:24:09    Titel:

Zitat:
Zum Thema Studium: Sicher ich könnte das Abi nachholen, aber es wird mittlerweile für ein solches Studium ein einer halbwegs gescheiten Uni ein dermaßen hoher NC verlangt..und ich glaube nicht dass ich dann nach sagen wir mal drei Jahren aus der Schule hinaus, ein Einser Abi aus dem Ärmel schüttele...


Ich war früher grottenschlecht in der Schule, hab auch nie dafür gelernt und dachte ich sei wohl einfach zu dumm, weil mir nicht alles in den Schoß gefallen ist. Dann habe ich die Schule krankheitsbedingt abgebrochen... Mit 20 habe ich mich wieder aufgerafft, bin wieder zur Schule gegangen und habe jetzt das beste Abi des Jahrgangs mit 1,3 gemacht. .. und ich hatte SOLCHE Angst gehabt, dass ich das nicht schaffen könnte bevor ich wieder eingestiegen bin Laughing Schau dir doch mal ein paar Schulen an und melde dich an einer an, wenn du denkst, dass du dich da wohlfühlen könntest. Ich hab das keinen Tag lang bereut. Mir hat die Schule richtig Spaß gemacht; vielleicht weil man ganz anders rangeht, wenn man es freiwillig tut.

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Zuletzt bearbeitet von Kitana am 08 Jul 2005 - 19:32:30, insgesamt einmal bearbeitet
krille
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 404

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 19:30:18    Titel:

Kitana hat folgendes geschrieben:
Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Manchen hilft es nicht, anderen aber umso mehr, zB Menschen, die sonst niemanden haben mit dem sie darüber sprechen könnten.


Wir führen hier aber keine Grundsatzdiskusion sondern dies ist ein Thread von Makilaa. Und wenn Makilaa mit Ihren Freunden oder Eltern darüber nicht sprachen KANN und WILL, kann ich mir nicht vorstellen das ein Psychologe der geeignete Gesprächspartner ist.

Kitana hat folgendes geschrieben:
Jemand, der depressiv ist, hat nicht zwingend andere Störungen. Manche werden einfach so, aus heiterem Himmel, depressiv, andere kommen mit ihrer Lebenslage/Stress/Beziehung/Familie nicht zurecht, wieder andere erkranken daran, weil sie etwas schlimmes erlebt haben.


Nix anderes habe ich gesagt:

krille hat folgendes geschrieben:
Ein Großteil der Volkskrankheit "Depression" ist einfach nur eine Verstimmung, natürlich nicht weniger gefährlich trotzdem eine Krankheit die man selbst besser analysieren und bekämpfen kann als es ein externer könnte.


Kitana hat folgendes geschrieben:
Jemand, der erkrankt ist, tut von früh bis spät nichts anderes mehr als sich selbst zu analysieren und es führt nirgends hin, weil man irgendwann das Gefühl hat im Kreisverkehr gelandet zu sein


Dazu habe ich ja gesagt: Analysieren und handeln ist ok, grübeln ohne Taten macht alles nur noch schlimmer.

Kitana hat folgendes geschrieben:
wenn ich mir die ganze Zeit einrede, was für ein Versager ich doch bin, meinst du ich bringe dann noch genug Selbstbewusstsein auf für mich selbst einzutreten?


Die Kenntnis das man sich etwas einredet ist schon die Lösung. Ebenso mit dem Weinen, wenn man während des Weinen merkt das es sinnlos ist kann man auch lachen. Dazu habe ich bereits was geschrieben.

Kitana hat folgendes geschrieben:
Ich gebe dir aber recht, wenn du sagst, dass die meisten lediglich unter einer 'Verstimmung' leiden: die sollte man aber ebenso wenig kleinreden oder verleugnen und das, was Makilaa geschildert hat klingt nicht so als sei sie bloß ein bisschen 'schlecht drauf'.


Nix anderes habe ich gesagt:

krille hat folgendes geschrieben:
Ein Großteil der Volkskrankheit "Depression" ist einfach nur eine Verstimmung, natürlich nicht weniger gefährlich trotzdem eine Krankheit die man selbst besser analysieren und bekämpfen kann als es ein externer könnte.


Kitana hat folgendes geschrieben:
Bis die Betroffenen wissen, was Sache ist, ist meistens ein halbes Jahrhundert ins Land gezogen und wenn sie es wissen, sind sie meistens auch nicht viel schlauer als vorher - zumindest bezüglich der Frage wie sie damit umgehen sollen.


Dazu habe ich was bezüglich der Entwicklung geschrieben. Es macht keinen Sinn wenn man 2 Jahre lang grübelt, man muss sich einen Abend Gedanken machen und was verändern.

Kitana hat folgendes geschrieben:
Im Optimalfall findet man jemanden, der mit einem auf einer Wellenlänge ist und einem Mittel und Wege zeigt sich ein Stück Lebensqualität zurück zu gewinnen, der einem vielleicht auch einfach nur zuhört, der einen auch mal auf unangenehme Dinge stößt und einen trainiert Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten.


Herrlich klingt das schön...

http://de.wikipedia.org/wiki/Freunde
krille
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 404

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 19:47:22    Titel:

Makilaa hat folgendes geschrieben:
@krille: zum Thema Heulen..es wäre schön wenn man es einfach abstellen kann, aber es geht nicht...Hast du etwas noch nie etwas gemacht, weil du nicht anders kannst und obwohl du es garnicht willst???


Ich habe selber eine Reihe Gefühle durchgelebt und habe meinen besten Freund 1 Jahr in einer Nervenheilanstalt besucht. Warum? Weil er mit Stress im Job und familiären Problemen zu einem Psychater gegangen ist. Die Pillen durfte er übrigens 3 Jahre nehmen.
Will damit sagen: Stimmungsschwankungen sind normal, viele Psychater erkennen auch bei einem gesunden Mensch alle möglichen Anzeichen von Krankheiten. Es war eine strategische Kunst die Klinik zu verlassen denn jeder Hinweis das sich sein Empfinden verbessert hat erhöhte die Skepsis und Dosis.
Man kann weinen ohne einen Grund. Dabei aber die Erkenntnis zu haben "komisch, ich weine ohne Grund.. warum nur?". Du kannst nicht aufhören? Dann schalte bei deinem nächsten Heulkrampf mal den Fernseher ein oder geh dein Gesicht kalt waschen. Oder macht das die so intensive Gefühle kaputt vor denen man Respekt haben muss?

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Nur weil es etliche Menschen auf der Welt schlechter haben als ich, darf ich nicht meine Träume haben, die mich wenigstens mal kurz von all dem hier ablenken und an denen ich mich erfreuen kann???


Du darfst an alles denken was du willst. Je Größer aber die Kluft zwischen Wunsch und Realität desto größer die Unzufriedenheit.

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Zum Thema recht machen: Klar sollte man an erster Stelle an sich denken, aber soll ich die Menschen die mir all die Jahre unterstütz haben und mir alles gegeben haben einfach so vor den Kopf stossen???Als ob sie mir egal wären?


Gibt es für dich nur
1. Ihnen alles recht machen
oder
2. Ihnen vor den Kopf stoßen ?

Wo ist das gesunde Mittelmaß?

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Ich weiss auch nicht was du machst wenn du krank bist...evtl. Geht eine Grippe bei dir durch gutes Zureden wieder weg...ich muss dann schon mal zum Arzt gehen, wie die meisten Leute auch...


Wenn ich krank bin kümmer ich mich um mich. Wenn ein Freund anruft sag ich das ich leider keine Zeit habe weil ich krank bin. Auf der anderen Seite versuche ich arbeiten zu gehen. Letztendlich läuft es auf den Willen hinaus, nur wenn man diesen unterdrückt können wirklich nur noch Pharmazeutika helfen.

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Es stimmt schon, dass man sich eigentlich selbst nur mit allem was man macht fertig macht..aber wenn es nicht anders geht???


So wie du dich gegen mich verteidigst solltest du dich gegen deine Laune verteidigen. Tu mir bitte einmal den Gefallen und höre typische gute Laune-Musik. Was empfindest du dabei?

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Ich gehe ja raus mit Leuten und unternehme sachen..aber meist obwohl ich keine lust habe...Ich bin nicht glücklich und es ist als ob irgendwas fehlt in meinem Leben-nur leider weiss ich nicht was es ist...


Es ist weder ein Freund, noch ein Traumhaus auf der Karibik.

Fang an zu kämpfen und lerne über dich selbst:

Dies, ist die edle Wahrheit von der Entstehung des Leidens: es ist der erzeugende Durst, begleitet von Wohlgefallen und Begier, der hier und dort seine Freude findet: nämlich der Durst nach Lust, der Durst nach Werden und Dasein, der Durst nach Vergänglichkeit.
Dies, ist die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens: Die Aufhebung dieses Durstes durch restlose Vernichtung des Begehrens, ihn fahren lassen, sich seiner entäußern, sich von ihm lösen, ihm keine Stätte gewähren.
Kitana
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Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 19:52:39    Titel:

Wenn es dir Spaß macht, kannst du mir natürlich gern die Worte im Mund herumdrehen und meine Texte auch weiterhin so zerpflücken, dass sie keinen in sich geschlossenen Sinn mehr ergeben.

Äußern möchte ich mich daher nur hierzu:

Zitat:
Kitana hat folgendes geschrieben:
Bis die Betroffenen wissen, was Sache ist, ist meistens ein halbes Jahrhundert ins Land gezogen und wenn sie es wissen, sind sie meistens auch nicht viel schlauer als vorher - zumindest bezüglich der Frage wie sie damit umgehen sollen.


Dazu habe ich was bezüglich der Entwicklung geschrieben. Es macht keinen Sinn wenn man 2 Jahre lang grübelt, man muss sich einen Abend Gedanken machen und was verändern.


Ich meine damit nicht, dass sie 2 Jahre damit verbringen zu grübeln, wobei das natürlich der Fall sein kann. Hinaus wollte ich darauf, dass die meisten anfangs einfach überhaupt nicht wissen, was mit ihnen los ist oder die Wahrheit so gut es eben möglich ist verleugnen. Es ist nicht unbedingt 'schön' zu erkennen und zu akzeptieren, dass man nicht so tickt wie man nach allgemeiner Ansicht sollte.

Zitat:
Kitana hat folgendes geschrieben:
Im Optimalfall findet man jemanden, der mit einem auf einer Wellenlänge ist und einem Mittel und Wege zeigt sich ein Stück Lebensqualität zurück zu gewinnen, der einem vielleicht auch einfach nur zuhört, der einen auch mal auf unangenehme Dinge stößt und einen trainiert Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten.


Herrlich klingt das schön...

http://de.wikipedia.org/wiki/Freunde


Wenn deine Freunde all das erfüllen.. Hut ab. Die meisten Freunde haben aber auch noch eigene, egoistische Interessen oder reagieren viel zu sensibel, so dass man sich (aus gutem Grund?) nicht traut offen mit ihnen zu sprechen. Es ist für Angehörige und Freunde nicht gerade leicht, mit einem Depressiven umzugehen und das letzte, was man möchte als Depressiver, ist es anderen zur Last zu fallen, weil man sich dann noch mieser fühlt.

Zitat:
Gibt es für dich nur
1. Ihnen alles recht machen
oder
2. Ihnen vor den Kopf stoßen ?

Wo ist das gesunde Mittelmaß?


Das ist, glaub ich, der einzige Punkt, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann. Aber vielleicht ist sie einfach noch nicht so weit. Sie muss sich doch erstmal selbst kennen lernen und in Anbetracht ihres jetzigen Befindens und der äußeren Umstände, die sie genannt hat, fängt sie doch gerade damit an Smile Ich kanns nur nochmal sagen: auch wenn der Gedanke nicht wirklich tröstlich sein dürfte, ist eine Depression immer eine Chance für einen Neubeginn und eine Aufforderung mit sich selbst anders umzugehen und eine neue Position im Leben zu finden. Insofern kann ihr eigentlich niemand raten wie sie sich zu verhalten hat. Auch ein (guter) Therapeut würde versuchen sie auf ihre eigene Spur zu führen ohne ihr irgendwelche Vorhaltungen zu machen und Appelle schon gar keine.
Deshalb sollte man sich auch hüten irgendwelche Pauschal-Ratschläge zu 'verabreichen'. Was für den eigenen ganz richtig ist, kann beim anderen ganz verkehrt sein.
Kleine Wolke
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Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 38
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 20:40:30    Titel:

Hmm..als ich die ersten Beiträge gelesen hatte dachte ich noch..hmm, hier wird ja echt n bissel geholfen und es gibt wirklich noch Menschen die solche Gefühlsregungen verstehen..

Das was Makilaa durchmacht versteht kann ich voll nachvollziehen..ich denke nicht dass dies was mit verrückt sein oder dergleichen zu tun hat.
Mag sein dass es Melancholie oder Depression ist..was es ist ist egal : Fakt ist das *solche Menschen* wie viele einen so bezeichnen sehr sensibel sind, immer offen für anderesind, für einen da sein wollen und sich total in den Hintergrund stellen..das geht meist so lange gut bis alles platzt..schlimmer ist dann noch wenn man als melancholischer/depressiver Mensch wie alle sagen einen Menschen an der Seite hat der an Selbstmord und dergleichen denkt..selber mit seinem Leben nicht klar kommt..dann versucht man erst mal diesem Menschen zu helfen, schlimmsten Falls liebt man ihn noch..man kann ihm aber nicht helfen, weil er einen nicht an sich ranlässt..man selber macht sich nur noch Gedanken wie man dem Menschen helfen kann und zieht sich damit -meist am Anfang noch unbewusst- mit hinein...wenn man sich dessen dann bewusst ist, sagt man sich..ich kann doch nicht gehen dann rutscht dieser Mensch noch weiter ab..

Es ist ein Teufelskreis aus dem man selber dann nicht mehr rauskommt..und es wird immer schlimmer..
Bei mir war es so..ich weiß nicht mehr wie es dazu kam..aber ich kann mich nur noch an dies erinnern: jeder wusste ich mache alles für einen, besuche alte Leute, helfen jedem in Not- weil es mir einfach auch Spass gemacht hat Leute zu überraschen denen was gutes zu tun und habe dabei immer mich ausser Acht gelassen...dann kam ich 8 Monate zur Kur, weit weg nach Bayern an den Königssee weil ich auch noch unter Adipostas litt (schönes Wort für Fettleibigkeit)..dort gab es Gruppengespräche die nix brachten, auch Einzelgespräche mit einer Psychologin oder auch im Beisein der Eltern (je nachdem wie ich es wollte..war damals 15)..
Diese Zeit tat mir sehr gut, denn ich bekam Abstand zu allem..meine Familie, meine Freunde etc..konnte über alles nachdenken hatte Unterstützung und vorallem Menschen die mich verstanden haben..(ich finde dass ist das wichtigste um aus diesem Sumpf wieder rauszukommen)...
Nach dieser Zeit kam ich in *meinem* Leben auch wieder besser klar, hatte wieder mehr Spass am Leben, meine Noten gingen rapide nach oben (Abschlusszeugnis 3x die 1, 3x die 2)..seit da wurden dann unter anderem auch wieder immer gute Noten erwartet, wenn man dann nicht mehr eine 1-2 schrieb akm nur..was ist denn mit Dir los? Und als man dann erklären wollte wurde entweder nicht zugehört oder es wurde stur gesagt: nun stell Dich man nicht so an..dann kam wie gesagt mein Exmann mit seinen ganzen Problemen die ich dann unterbewusst zu meinen machte..und der Teufelskreis wurde immer enger: ich weinte wieder mehr, fühlte mich von Tag zu Tag unverstandener, ausgenutzt, rastete immer öfter aus- da reichte dann schon die Fliege an der Wand-
Dann wurd ich noch schwanger (war ein Wunschkind von beiden Seiten)..dachte wohl auch das hilft der Beziehung..ich hab keine Ahnung, denn ich wollte nie schwanger werden oder heiraten und auf einmal war der Wunsch da..der immer stärker wurde..ist ja auch egal..es ist Makilaas Forum..(ich hoffe nur damit zu zeigen das es Menschen gibt die sie voll verstehen können)..
Um es zu verkürzen: ich habe mich nach 2 Versuchen endlich trennen können, weil mir endlich klar war das ich und mein Sohn untergehen, wenn wir in diesem *Leben* bleiben..ich zog weg..der Liebe wegen 150Km Entfernung zum Exmann, nicht viel aber es reichte..
3 Jahre war ich mit meinem Freund glücklich..oder auch nicht immer..ich weiß es nicht genau..meine Gefühle sind leider nicht mehr da..und ich machte mir die ganze Zeit Gedanken: wie kannst Du ihm am wenigsten weh tun..wie kannst Du ihm sagen dass Du gehen willst..wie..immer wieder Gedanken..ich weiß nicht ob sowas nur wenige verstehen..mittlerweile ist es soweit das meine Prüfung im September sehr gefährdet ist weil ich mich einfach nicht auf die Schule konzentrieren kann, mein Sohn auch des öfteren krank ist..und durch die unverlässlichkeit meines Exmannes und meinem nicht glücklich sein mit dem was ich hab (mein Freund macht fast alles für mich, raucht nicht, trinkt nicht, seine Eltern helfen wo es geht, passen auf Ihren *nicht biologischen* Enkel auf..aber ich bin nicht glücklich in diesem Leben...es gibt viele Gründe die ich nennen kann, aber dann gibt es auch die Tage wo man einfach nicht mehr kann, wo man einfach nur dasitzt, vor sich hinstarrt, über Kopfhörer laut Musik hört -um die *anderen* nicht zu belästigen und heult..amn rauft sich die Haare, fühlt sich wieder unverstanden..oder es ist einfach nur eine große Leere im Kopf..

Bevor gleich keiner mehr liest oder schimpft das es nicht *mein* Forum ist beende ich meinen Lebensbericht hier..ich hoffe, ich habe Dir ein wenig Verständnis geben können Makilaa..Tipps hab ich leider nicht..nur meine Leben wo Du vielleicht ein paar Parallelen ziehen kannst und..ich weiß auch nicht..
Alles gute weiterhin..Melli
URML
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Anmeldungsdatum: 09.07.2005
Beiträge: 1
Wohnort: Nähe Berlin

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2005 - 13:39:05    Titel:

Hallo ihr alle....habe diese Seite gefunden, als ich im Internet nach einer Seite gesucht hab die mir helfen kann....ich kenne all das was hier beschrieben wird nur zu genau...und ich bin gerade mal 16 Jahre alt. Ich kann mir absolut nicht mehr helfen und ich glaube, dass auch kein anderer mir mehr helfen kann! Bei mir kommt noch dazu, dass ich vor nem halben Jahr ne Herz OP hatte und seit dem nicht mehr ordentlich Leben kann, weil immerzu irgendwelche Symtome auftauchen wie Atemnot, Herzrasen und die ganze Palette...Ich traue mich nicht aus dem Haus, jedenfalls nicht allein, Disco und der ganze Spaß fällt völig flach! Ich habe solche Angst zu sterben und keiner versteht das...Meine Freunde sind alles Ideoten und mit meinen Eltern komm ich auch nich mehr klar! Ich habe an überhaupt nicht mehr Spaß und kein Antrieb für irgendwas! Ich bin einfach nurverzweifelt. Das was du beschrieben hast kann ich nur 100%tig bestätigen und jeder der sagt, dass man selbst daran Schuld ist, weis nicht was es bedeutet unter solch einer Scheiße zu leiden. Man will ja raus und was machen...aber die einern trauen sich nich mal mehr(so wie ich aus angst zu sterben) die anderen haben gar keine Lust irgendwas zu machen und ärgern sich hinterher wenn sie allein zu Hause sitzen. Ich sitze auch allein zu Hause weil ich niemanden habe...vielleicht bin ich zu weit für den Rest und brauche ältere Menschen...Ich könnte auch Hoilfe gebrauchen falls jemand nen Tipp hat....Ich kann dir nur sagen, dass du nicht allein bist, hilft dir sicher nicht aber ich hoffe für dich und alle anderen denen es so geht, dass es bald aufhört, auch wenn ich selbst nicht daran glaube...aber bleib einfach stark
Lissi Lu
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Anmeldungsdatum: 13.07.2005
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2005 - 19:36:45    Titel:

Hallo an Alle,

da mein Hausarzt bei mir eine mittelschwere Depression diagnostiziert hat und ich auf sein Anraten hin eine Verhaltenstherapie in Angriff nehmen werde, wollte ich mir aus dem Internet Informationen über diese Krankheit holen und bin dabei auf euer Forum gestoßen.

Ich habe mir eure Diskussion gerade sehr aufmerksam durchgelesen und bei all euren Einträgen den ein oder anderen 'Aha'-Effekt erfahren. Danke euch allen hier, denn ich möchte jedem von euch in seiner Meinung zustimmen (so gegensätzlich sie sich auch anhören) aufgrund meiner eigenen Erfahrungen:

Durch meine grundsätzlich positive Lebenseinstellung konnte ich schon vielen Leuten in schlimmen Lebenslagen sehr einfühlsam helfen, ihre Situation zu begreifen und die Gedanken wieder in die ‚richtige’ Richtung zu lenken. Nur bei einer Freundin funktionierte mein System nicht. Sie meinte, dass eine Depressionskranke nur noch tiefer sinken würde, wenn man sie mit guten Ratschlägen zudröhnt. Ich konnte das damals gar nicht nachvollziehen, aber ich tat zu diesem Zeitpunkt wohl das einzig Richtige, um wenigstens ihre Freundschaft nicht zu verlieren: Ich war einfach da, hörte ihr zu und behielt meine Kommentare für mich – mehr konnte ich nicht tun. Es tat mir leid, sie leiden zu sehen, aber sie musste bereit sein, sich selbst zu helfen oder fachliche Hilfe anzunehmen. Sie hat es bis heute nicht geschafft, aus diesem düsteren Loch der Depression herauszukommen. Bei ihr bin ich nur Zuschauer und Begleiter geblieben.

Ganz schleichend aber geriet ich (und das hatte nichts mit meiner Freundin zu tun!) selbst unmerklich in düstere Gedanken – plötzlich halfen meine eigenen guten Rezepte gegen das Unglücklichsein nicht mehr. Heute kann ich sogar ganz genau sagen, wann es soweit war, aber damals, nach meinem Jobwechsel vor ca. 2 Jahren, war ich nicht in der Lage, die Situation (Mobbing / Bossing in der neuen Firma) richtig einzuschätzen.

Ich hab/hatte – wie viele andere Menschen auch - ein starkes Rechenschaftsbedürfnis und fand auch immer wieder plausibel nachvollziehbare Gründe für mein Verhalten; schaffte es sogar lange Zeit, mein Umfeld zu überzeugen. Die Maske, die ich trug und es selbst nicht einmal merkte, fiel erst, als ich nach einem bösen Ereignis einen Nervenzusammenbruch erlitt und alle besorgt fragten: "Wieso denn DU? Du bist doch die starke selbstbewusste Frau, die immer für alle und jeden einen klugen Spruch parat hat, die Menschen aus ihren Lebenskrisen hilft ..."

Mein Arzt erklärte mir, dass der Zusammenbruch ein Warnsignal des Körpers sei, denn ich hatte nicht auf mein Bauchgefühl gehört, das mir sagte, ich solle kündigen.
Ich sollte mein Leben überdenken, ja und das tat ich. Es ging nicht von heute auf morgen, es war ein langer Weg mit vielen Umwegen über kleine und größere Depressionsschübe. Dabei kam mir die Ehrlichkeit, die ich irgendwann endlich mir selbst gegenüber einstehen konnte, sehr zu Hilfe. Und so kann ich bestätigen, dass die Aussagen von Krille tatsächlich stimmen – aber ... in meinen düsteren Momenten hätten sie bei mir eine innere Abwehr erzeugt; genau wie bei meiner oben erwähnten Freundin – nur hatte ich das Glück, dass meine Lebensgrundeinstellung halt eine sehr positive ist und ich merkte, dass ich mich durch mein verschobenes Weltbild (ausgelöst durch die bösen Vorkommnisse mit meinem Chef) in die falsche Richtung bewegt hatte.

Ich kam nicht von allein dahinter, aber bereits im Vorgespräch mit dem 1. Psychologen wurde mir klargemacht (und ich war zu diesem Zeitpunkt sehr einsichtig und bereit, Lösungen zu finden), dass ich mit meiner Denkweise wieder auf dem richtigen Weg bin. Aber – und das hab ich auch festgestellt: Ich bin noch längst nicht gefestigt. Wenn ich nur den Namen oder seine Stimme höre, dann kocht es in mir und alle guten Vorsätze sind dahin. Zu sehr ist mein Verhaltensmuster von meinen negativen Erfahrungen geprägt und drängt sich immer wieder auf, aber ich spüre, dass es immer schwächer wird, je mehr ich mich mit den Zusammenhängen der Krankheit und den Umständen befasse.

Und so muss ich mögliche Situationen trainieren. Ich stelle mir vor, dass es so ist wie bei einer Tanzfigur, die ich unbedingt können will. Wenn sie vom Profi vorgeführt wird, dann ist einem klar, welche Schritte man nacheinander machen muss. Aber beim Nachmachen muss man üben, üben, üben – solange, bis man die Figur im Schlaf beherrscht. Und erst dann kann einen auch nichts mehr so leicht aus der Ruhe bringen.

Klar, wegen einer Erkältung geht man nicht unbedingt zum Arzt, wenn es aber eine hartnäckige Grippe ist, dann holt man sich doch ärztliche Hilfe. Und genau so verhält es sich bei einer Depression: Bei einer miesen Stimmung belästigt man keinen Fachmann, wenn aber die Symptome immer schlimmer werden, dann ist Psychologenrat schon sehr angebracht.

Ich scheue mich nicht, eine Verhaltenstherapie zu machen, sondern erhoffe mir davon eine Begleitung, die mir hilft, wieder die selbstbewusste und starke Frau zu werden, die ich schon mal war.

Ich habe tatsächlich das Glück, dass bei mir die Ursache so klar auf der Hand liegt und verspreche mir von einem erneuten Stellenwechsel, wieder das innere Gleichgewicht zu finden. Und selbst, wenn ich noch einmal einer so bösen Person begegnen sollte, werde ich nicht wieder in die gleichen Fallen tappen und die Signale rechtzeitig genug erkennen, um gegenzusteuern.

Und selbst wenn neue Probleme auftauchen sollten, werde ich ihnen selbstbewusster entgegentreten. Denn durch die Depression und die Beschäftigung mit diesem Thema hab ich eine mir sehr wichtige Person schon ganz gut kennen gelernt: MICH SELBST! Und ich lerne immer weiter ...

Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, bei denen die Ursache nicht so leicht erkannt werden kann, oder die viel viel tiefer im dunklen Loch stecken. Vielleicht ist mein Weg auch nicht für alle der richtige, da gibt es sicher noch einige andere. Aber ... ein Versuch ist es doch wert, ihn mal auszuprobieren. Genau wie ich muss kein Mensch einem anderen (Psychologen oder hier im Forum) irgendetwas erklären, wichtig ist allein, sich selbst seine geheimsten Wünsche/Ängste einzugestehen. Dann ist man schon einen ganzen Schritt weiter. Man kann nur kämpfen, wenn man den Gegner kennt.

Mir ist so einiges klar geworden: Jeder kann in eine Depression verfallen, dabei können die am stärksten wirkenden Menschen sich ganz ganz klein fühlen.
Es gibt kein Patentrezept. das für jeden gilt.
Niemand weiß, ob man je als geheilt gelten kann, ich hoffe aber, dass man trainieren kann, dass jeder evtl. Rückschlag nur noch halb so tief sinken lässt wie sein Vorgänger.

Übrigens: Dadurch dass meine Freundin meine Entwicklung mitbekommen hat, und ich sie auch über meine weitere Vorgehensweise unterrichtet habe, ist sie neugierig geworden und will, dass ich ihr von meinen Sitzungen detailliert berichte. Mal sehen, vielleicht wird sie auch ein bisschen mutiger, wenn sie sieht, dass es mir hilft...

Ich wünsche allen einen schönen entspannten Abend und hoffe, dass ich mit diesem 1. Beitrag von mir nicht schon Ärger bekomme, weil ich mich (und auch noch so ausführlich) in eure Diskussion eingemischt habe. Alles Gute wünscht
gentlemandd
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Anmeldungsdatum: 02.06.2005
Beiträge: 74

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2005 - 15:14:52    Titel:

ein kleines wort an krille:

ich habe diesen thread aufmerksam gelesen. und auch deine beiträge die mich schockieren. vor allem schockieren mich deine meinungen zum thema psychologe. stellst du dir vor, dass psychologen immer sofort zu antidepressiva greifen und gut? nein. sicher es gibt schwarze schafe und im bereich der psychologie mehr als genug. aber eine gute behandlung, die letztendlich vom psychiater genauso wie vom betroffenen (ich mag das wort "patient" nicht) selbst ab. der psychiater kann antidepressiva einsetzen um vielleicht erst einmal einen zugang zu dem ihm gegenübersitzenden menschen zu bekommen. sicher hast du recht wer depressionen hat kann sie nur allein bekämpfen. vollkommen richtig. aber dieses kleine wortspiel mit dem kreisverkehr von dem kitana schrieb trifft es eigentlich ganz gut. depressive sitzen irgendwo im loch und sehen um sich herum nur wände... sicher müssen sie alleine rausklettern, aber ein guter psychiater ist in der lage ihnen die leiter zu zeigen...
deine tritt in den hintern methode ist eine variante davon, aber die funktioniert erst wenn der betroffene die leiter bereits in den händen hat. und die muss der psychologe oder freund oder wer auch immer dem betroffenen zeigen. dann kann er gerne sagen verdammt, nun lauf endlich los...
Makilaa
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 - 10:53:23    Titel:

soo..ich habe ja schon länger nichts mehr ins forum geschrieben..habe eigentlich gedacht das es mir nach all den lieben tipps und ratschlägen besser geht..so war es ja auch...bis mich dann in meinem wohlverdienten jahresurlaub ein mir ebenfalls bekanntes problem über den weg gelaufen ist...*ichundbeziehungen*jaja..ein thema für sich...

ich weiss nicht warum...aber folgendes oder zumindest ähnliche erlebnisse sind mir schon desöfteren passiert...
ich war mit bekannten im urlaub und habe dort jemanden kennengelernt...naja was heisst kennengelernt..eigentlich unsere gruppe gemeinsam..*superhüsch*nett*..einziges manko...er war ein einheimischer..haben uns auch gut verstanden..
naja so weit so gut...habe eh eher an eine nette urlaubsbekanntschaft gedach, nichts fürr die ewigkeit aber halt eine sache an die man sich gerne mal errinert..aber wie es natürlich kommen musste..fande derjenige meine mitgereiste freundin natürlich viel interessanter wie mich..
*leider passiert mir das nur allzu oft* die beiden stehen auch nach dem urlaub noch in kontakt..was mich tierisch nervt...obwohl es ja eigentlich schwachsinnig ist..da wir denjenigen ja eh nie wieder sehen werden...

naja dieses erlebnis hat natürlich wieder richtig schön in alten wunden gebohrt...ich bin schon wieder gut dabei ständig an mir selbst zu zweifeln und alles zu analysieren und in frage zu stellen...so nach dem motto: “seh ich denn so scheiße aus z.b” (obwohl mir freunde bestätigt haben das ich doch hübsch wäre ect.) warum sind es immer die anderen...die etwas bekommen was man selbst so gerne haben möchte????
grade jetzt im moment sitze ich hier auch schon wieder mit tränen in den augen weil mich das alles schon wieder total fertig macht..hab keine ahnung was ich machen soll...

es wäre schön wenn mir mal wieder jemand schreiben würde..
krille
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 404

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2005 - 11:05:35    Titel:

gentlemandd hat folgendes geschrieben:
sicher hast du recht wer depressionen hat kann sie nur allein bekämpfen. vollkommen richtig. aber dieses kleine wortspiel mit dem kreisverkehr von dem kitana schrieb trifft es eigentlich ganz gut. depressive sitzen irgendwo im loch und sehen um sich herum nur wände... sicher müssen sie alleine rausklettern, aber ein guter psychiater ist in der lage ihnen die leiter zu zeigen...


Dann überlege mal was dir lieber wäre: Ein unbekannter Arzt der dir von oben eine Leiter in das Loch schiebt oder ein Freund der zu dir herunterklettert und doch nach einer gewissen Zeit langsam mit nach oben nimmt...

Makilaa hat folgendes geschrieben:
habe eh eher an eine nette urlaubsbekanntschaft gedach, nichts fürr die ewigkeit


Genau, nur ein lockerer Flirt. Für den Typen konnte es ja auch nix ernstes sein, schließlich ist er ein Einheimischer, Einheimische sind zum Vergnügen der Urlauber da. Sehr lockere Einstellung, du suchst Spaß mit Fremden obwohl du noch nichtmal weißt was dir an deinem eigenen Leben Spaß macht...
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