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Geschenk des Himmels?
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Bamlee
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Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 12:39:25    Titel: Geschenk des Himmels?

Es geht um folgenden Sachverhalt:
Ein Kumpel, studiert an einer Hochschule im schönen Osten des Landes und er sollte eigentlich in diesem Sem. mit seinem Studium fertig werden. Leider hat es mit einer unbenoteten Klausur nicht geklappt und das Studium wird sich für ihn in die Länge ziehen. Die Folgen kennt ja ein jeder von euch, kein Bafög, Zeitverlust etc.

Na ja bis hierhin, eigentlich das Übliche an Hochschulen. Jetzt kommt aber bei ihm ein interessanter Punkt.

Er hat aufgrund eines Irrtums des Prüfungsamt zuviele Credit Points in seinem Konto. Nun die Verlockung ist natürlich groß, das Zeugnis zu beantragen. Interessant ist der strafrechtliche bzw. hochschulrechtliche Aspekt.

Ist ein Antrag auf das Zeugnis ein Täuschungsversuch der geahndet werden kann?
Was meint ihr geht so etw. durch? wird am Ende nicht alles akribisch kontrolliert?
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 12:43:31    Titel:

Naja ein Täuschungsversuch ist das bestimmt nicht, die könnten es höchstens bei einer entsprechenden Prüfung ablehnen. Mir wäre aber die Gefahr zu groß, dass es bei einer nachträglichen Prüfung auffällt und dann der Titel wieder aberkannt wird oder so...

Wieso kann man denn da überhaupt sein Zeugnis beantragen? Bei uns wird das, wenn alle Module samt Abschlussarbeit erfüllt sind, automatisch ausgestellt.

Wenn es wirklich nur an einer Klausur hängen sollte, würde ich eher mal mit dem Prüfer sprechen. Normalerweise machen sie da zumindest bei uns eine Ausnahme durch eine mündliche Prüfung oder ähnliches, damit sich eben das ganze Studium nicht wegen einer einzigen Sache verzögert.
Bamlee
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Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 12:53:31    Titel:

Bei einer nachträglichen Prüfung kann das Zeugnis im nachhinein doch entzogen werden, wenn bekannt wird, dass derjenige getäuscht und nicht wenn man selber verschlampt hat?

Der Prof. ist in Sachen Vernunft nicht ansprechbar Shocked
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 14:47:30    Titel:

Was das entziehen des Zeugnisses betrifft, so ist das eine etwas kniffelige Sache. Es handelt sich dabei um einen (begünstigenden) Verwaltungsakts, und der kann Widerrufen werden. Wann genau, ist nicht ganz so einfach. Aber pauschal sagen, dass das nicht geht, kann man auch nicht.
Andere Frage: Geht das mit dem Zeugnis überhaupt? Wenn ihm eine Pflichtleistung fehlt, nützen die Credits normalerweise gar nichts. Credits sammeln kann man ja durch beliebige Veranstaltungen, deswegen muss man trotzdem die Pflichtleistungen erbringen. Sonst könnte ja jeder 300 CPs in irgendwelchen Pillepalle-Prüfungen machen und hätte dann den Master. Das geht normalerweise nicht.
Bamlee
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Anmeldungsdatum: 19.05.2006
Beiträge: 296

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 19:10:18    Titel:

Also ich denk mal, dass man ueberhaupt keine Punkte angerechnet bekommt, wenn man sich in irgendwelchen fachfremden Veranstaltungen prüfen lässt. Aber ja, mal abwarten.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 19:16:51    Titel:

wenn er stillschweigen bewahren kann und es nicht direkt in ein online-forum trägt, warum nicht?

warum oder wie sollte etwas derartiges denn geprüft werden? dazu müsste die klausur wieder ausgegraben werden. die werden doch bestimmt auch nicht ewig aufbewahrt, oder?
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 19:50:42    Titel:

Warum oder wann irgendwas mal geprüft wird, spielt dabei keine Rolle. Auch Flugzeuge fallen höchst selten vom Himmel. Wenn man aber genau in dem Flugzeug sitzt, welches nun gerade brennend vom Himmel fällt, nützt einem das überhaupt nichts...

Soll heissen:
Wenn er das so machen will, dann bitte. Die Gefahr entdeckt zu werden, dürfte in der Tat nicht besonders groß sein.
Sollte es dennoch pasieren, ist die Karriere zu Ende...

Man muss nun wissen, ob man für ein halbes Jahr Zeitersparnis seine Zukunft aufs Spiel setzen will und womöglich die nächsten Monate und Jahre nicht mehr ruhig schlafen kann...

MIr wärs das nicht wert, aber das sieht ja jeder anders...
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2013 - 21:50:41    Titel:

würde denn jedes unternehmen einen beispielsweise hervorragenden mitarbeiter entlassen, weil rauskommt, dass der einen derartigen zufall ausnutzte?
natürlich ist es betrug, auch wenn kein aktiver, aber die qualifikation für den job wurde doch mehr als bewiesen und wer scheitert schon am letzten offenen schein? damit will ich das verhalten nicht verteidigen, sondern interessiere mich bloß dafür, weil ich so einen fall noch nicht erlebt habe. bei uns waren jedenfalls viele ingenieure gegen den rücktritt von schavan. ich könnte mir durchaus vorstellen, dass manche unternehmen auf einen wichtigen mitarbeiter wegen etwas für den job nicht relevanten nicht verzichten würden.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2013 - 09:43:26    Titel:

Ist Ansichtssache bzw. wie in einer Beziehung. Zwischen Chef und Mitarbeiter besteht ejn Vertrauensverhältnis. Du kannst noch so gute Arbeit leisten, wenn der Betrug rauskommt, kann das für deine Chef ein Grund für die fristlose Kündigung sein. Du hast ihm nämlich all die Jahre was vorgelogen. Und mak ganz nebenbei auch allen Kollegen,allen Kunden, usw.

Ist dasselbe wie mit dem Arzt, der gar keiner ist. Der mag 10 Jahre unfallfrei operiert haben. Aber würdest du dich von so nem Hochstapler operieren lassen, wenn du wüsstester ist kein Arzt? Wink

Bei uns würdest du rausfliegen. Eben wegen dem zerstörten Vertrauensverhältnis. Da kannst du noch so gut sein. Fachliches Können ist niemals wichtiger als das Sozialverhalten und die persönliche Vertrauensebene in einem Team...
Schlange
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Anmeldungsdatum: 15.04.2011
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2013 - 03:17:13    Titel:

Mein Gott er soll halt das halbe Jahr noch gehen und dann hat er seinen Abschluss legal erworben. Andere Leute bleiben in der Schule mehrfach sitzen und verlieren so noch mehr Lebens/Arbeitszeit als er.
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