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Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt/Sprachen..;)
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Mecki999
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Anmeldungsdatum: 19.02.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03 März 2013 - 16:44:52    Titel: Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt/Sprachen..;)

Hallo lieber Leser,
ich brauche einfach mal ein paar ganz unabhängige Ratschläge.
Mein Name ist Mira, 20 Jahre alt, im letzten Sommer habe ich mein Abitur (NC 1,2) gemacht. Jetzt bin ich für 1 Jahr in Tschechien (FSJ) und seit Monaten plagt mich die Frage: was soll ich studieren?

In der Schule war ich eigentlich überall gut, wo ich es wollte, so doof das klingt. Einzig allein Chemie war so gar nicht meins, alles andere war sehr gut machbar. Sehr gut war ich vor allem in Latein/Deutsch/Französisch (Sprachen allg.) und Geisteswissenschaften. Besonders schwierige Texte mochte ich gerne und im diskutieren und argumentieren war ich selten unterlegen. Mit Mathe hatte ich im Unterricht manchmal meine Schwierigkeiten, in den Klausuren war ich dann aber doch immer über dem Durchschnitt. Neben der Schule hab ich viel Sport gemacht(teilw. auf Leistungsebene), im Orchester gespielt, Jugendarbeit in der Gemeinde und im Verein sowie Streitschlichtung. Recht breit gefächert alles also..

Nun ist es so, dass ich dank meinem Schnitt nahezu alles machen könnte.

Meine Interessensfelder liegen so irgendwie zwischen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Recht und Sprachen. Ich möchte später mal etwas machen, was irgendwie nicht total sinnlos ist (könnte mir nicht vorstellen, nur für den Profit eines einzelnen Konzerns zu arbeiten; natürlich kann man nie unbedingt was "großes" ändern, aber ich möchte das Gefühl haben, dass meine Arbeit irgendeinen Sinn für zumindest einzelne Menschen hat). Außerdem möchte ich mal mehr oder weniger gute Jobaussichten haben (würde daher nie auf die Idee kommen, Germanistik o.Ä. zu studieren) Natürlich wäre es schön, wenn ich dabei nicht nur am Schreibtisch sitzen müsste. Aber die meisten Berufe sind vermutlich nunmal so..

Ursprünglich hatte ich mir mal überlegt, mich für den deutsch-französischen Studiengang Science Politique http://portal.uni-freiburg.de/politik/studium/studiengange/b-a-angewandte-politikwissenschaft-dt-franz oder Wirtschaftswissenschaftencchttp://wiwi.uni-mainz.de/paris/34.php zu bewerben. Vorallem Sciences Po für mich eine interessante Mischung aus Politik, Sprachen, aber auch BWL/Recht.
Nun ist es aber so, dass ich durch das tschechische viel Französisch verloren haben und pro Jahr nur 10 Studenten genommen werden. Außerdem würde man sich in Freiburg für 5 Jahre festlegen und ständig umziehen. Vielleicht also lieber nur einen deutsch-französischen Master machen später.
Auf der Suche nach etwas ähnlichem ist mir dann der Studiengang "Politik und Wirtschaft" in Münster begegnet: http://www.wiwi.uni-muenster.de/basic/studieren/bapw/index.html. Finde die Kombi gut, außerdem kann man danach sowohl seinen Master in VWL als auch in PoWi machen. Habe nur etwas Angst, dass das nichts halbes und nichts ganzes ist, was denkt Ihr? Zumal ich finde, dass Sprachen zu wenig mit einbezogen werden, es gibt keine Vorlesungen auf englisch! Und gerade bei Politik und Wirtschaft ist das doch eigentlich unerlässlich?
Außerdem - ich interessiere mich schon für Politik, war aber nie in einer Partei, bei einer Stiftung o.Ä. Ich weiß von einer Freundin, dass viele Studenten in dem Studiengang sehr "drin" im Thema sind. Vielleicht wäre das ein Nachteil für mich.
Eine andere Alternative wäre vielleicht VWL mit Beifach Politik?
Zum Beispiel in Köln? http://verwaltung.uni-koeln.de/abteilung21/content/e77/e83/e454/e13850/index_ger.html.
Aber das sieht irgendwie auch ziemlich Wischi-Waschi aus. An Wirtschaft interessieren mich vor allem internat. Wirtschaftsbeziehungen/internationale Zusammenhänge(~Globalisierung) wie z.B. der Zusammenhang von Altkleidersammlung in DE und fehlender Textilindustrie in vielen Ländern Afrikas oder eben nachhaltige Entwicklung etc. (Richtung BMZ/GIZ, wobei ich später nicht unbedingt im Ausland arbeiten möchte).

Meine dritte Idee wäre Jura. Ich bin mir relativ sicher (auch wenn das doof klingt), dass Jura für mich ein relativ dankbares Studienfach wäre und ich -natürlich mit Mühen, aber ohne Sorgen - gute Leistungen erreichen könnte. Leider habe ich auf Sachen wie Immobilienrecht etc. mal so gar keine Lust, während ich zum Beispiel Umweltrecht, Europarecht, Völkerrecht (internat. Recht) oder auch Teilgebiete des Strafrechts sehr interessant fände. Ich konnte schon immer gut analysieren und mich gut ausdrücken. Aber es raten einem super viele vom Jura-Studium ab und auch ich finde die Juristen-Ausbildung etwas einspurig, mir würden Komponenten des aktuellen Tagesgeschehen/ Sprache/Wirtschaft/ Politik vermutlich fehlen. Außerdem: Staatsexamen oder Bachelor?
Um die Sprache wieder mitzunehmen, fände ich den deutsch-französischen Studiengang der Rechtwissenschaften in Köln/Paris http://www.jura.uni-koeln.de/bachelor.html?&L=0 super. Aber die dort gelehrten Rechtgebiete reichen mir nicht aus (s.o.), zumindest wenn ich das richtig verstehe. Außerdem wäre das eben nur ein Bachelor.
Und Umweltrecht ist ja noch relativ selten.

Früher dachte ich mal an Umweltmanagement. Ich habe diesen Studiengang aber nur an sehr wenigen Universitäten gefunden und die haben dann einen ganz klar naturwissenschaftlichen Fokus. Klar, muss man darüber was erfahren. Aber NW liegt mir nunmal nicht so, ich würde lieber den Schwerpunkt auf der BWL-Seite haben.

Soweit von mir, das war jetzt auch alles etwas durcheinander.
Was mir also wichtig ist: Zumindest teilweise Abdeckung meiner Interessen, relativ gute Jobaussichten, Sprachausbildung. Dafür kann der Lehraufwand auch ruhig etwas höher sein.
Meine konkreten Fragen:
1. Kennt vielleicht jemand noch für mich relevante Studiengänge?
2. Kennt jemand einen der mir genannten Studiengänge und kann mir
etwas (ab)raten/empfehlen?
3. Welcher meiner Ideen hat eurer Meinung nach die beste Perspektive?
4. Hab ich vielleicht etwas nicht bedacht?Wink

Ich danke euch schonmal ganz herzlich. Natürlich habe ich schon mit Lehrern, Eltern etc. gesprochen, aber manchmal braucht man einfach noch eine "fremde" Meinung!
Beste Grüße aus Prag,

Mira
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 03 März 2013 - 17:00:49    Titel:

wie wäre es mit "unternehmensjurist" an der uni mannheim? der ruf der uni ist top und der studiengang lässt dir offen, ob du einen master in bwl/wiwi dranhängst oder doch noch eine volljuristin wirst.

noch besser sollte allerdings "moderne fremdsprachen, kulturen und wirtschaft" an der uni gießen passen.
anschließend könntest du beispielsweise als dolmetscherin oder eu-beamtin was bewirken. die verdienen auch noch ganz gut. deine noten könnten dir das jedenfalls ermöglichen http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gehaelter-tausende-eu-beamte-verdienen-mehr-als-merkel-12049957.html
Rafael HB
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Anmeldungsdatum: 28.07.2012
Beiträge: 175

BeitragVerfasst am: 03 März 2013 - 17:04:19    Titel: Re: Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt/Sprachen.

Wenn du bei Zwei-Fach-Bachelors zu viel "Wischi-Waschi" befürchtest, könntest du dir auch überlegen, mehrere Studiengänge parallel zu studieren, siehe hier.
Saphira
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Anmeldungsdatum: 31.12.2004
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 04 März 2013 - 14:41:01    Titel:

Ich weiß nicht, ob das überhaupt was für dich wäre (mag ja nicht jeder Beamter sein), aber von den Interessen her könnte es passen: Hast du dir mal überlegt beim Auswärtigen Amt zu arbeiten? (FH-Studium/Ausbildung mit Sprachen, Recht und Wirtschaft)
Ingo30
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Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2095

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 01:39:09    Titel:

Hi Mira,

da ich selber Pol studiert habe: Ja, es ist ein sehr interessanter Studiengang. Und nein, Du brauchst dafür in keiner Stitfung oder Partei sein. Du musst streng genommen. noch nicht mal eine Tageszeitung dafür lesen. Denn darum geht es im Studium nicht. Du erarbeitest Dir die Grundlagen, die Theorien und arbeitest zum Großteil mit Fachliteratur zu Deinen Themen.

Da es aber kein festes Berufsbild für Politologen gibt, würde ich den Studiengang so heute nicht mehr empfehlen.

Ich sehe Dich auch eher in der Juraschiene oder in der Laufbahn gehobener Dienst (mit FH-Studium). Da fühlen sich auch Politolgen wohl, da in der Laufbahnausbildung von Jura (60 Prozent) über BWL bis Kommunikationstraining alles dabei ist.

Vielen Bewerbern ist auch nicht klar, wo sie sich überall für den gehobenen Dienst bewerben können. Sei es beim Bund (Sozialversicherungsträger, AA etc), beim Land (Landesbehörden, Rechtspfleger, etc) oder bei einer Stadt (Stadtinspektor). Da Du zu Ausbildungsbeginn zum Beamten ernannt wirst, verdienst Du auch während des Studiums Anwärterbezüge.

Beispiel FH-Bund:
http://www.youtube.com/watch?v=YarD1tBlpMY

Zitat:
Natürlich wäre es schön, wenn ich dabei nicht nur am Schreibtisch sitzen müsste. Aber die meisten Berufe sind vermutlich nunmal so..

Nicht alle. Sie sind aber anspruchsvoll bzw. erfordern auch hohes Interesse und Motviation. Hier ist die Offizierausbildung beim Bund zu nennen, da es kaum etwas abwechslungreicheres gibt (Wissenschaft / Büro / Draußen):
http://www.youtube.com/watch?v=x6QmEr1nAAE
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