Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Kunstpädagogik und Japanologie
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Kunstpädagogik und Japanologie
 
Autor Nachricht
konstantin87
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 00:11:16    Titel:

App_consulting hat folgendes geschrieben:
du Konstantin siehst den Arbeitsmarkt etwas sehr positiv. Du sagtest ja in einem anderen Thread dass du aus der Gegend um Wolfsburg kommst, wo es VW und viele gut zahlende Zulieferer gibt. Klar das dort ist ein Arbeiterparadies, dieses und letzes Jahr fette Prämien für alle Mitarbeiter, Techniker die mit 48 k im Jahr einsteigen und Ings die nix drauf haben und im "schlimmsten" Fall bei 50 - 60 k liegen bleiben, Arbeiter die auch teilweise schon mit 50 k heim gehen. Das ist aber nicht die Realität in Deutschland, nicht mal in Bayern oder Baden-Württemberg, zumindest nicht überall da.

Wenn einem die Gegend um Wolfsburg gefällt und man dort einen Auto Job mit VW ( oder ähnlicher Bezahlung ) hat, dann hat man deutschlandweit die aller höchste Kaufkraft überhaupt. WOB direkt ist zwar nicht so billig, aber das Umland, während das bei München auch nicht so sehr der Fall ist ( klar billiger als die City, aber das Gefälle ist nicht so sehr )

zumal die Dame hier ja von Leipzig spricht, wo selbst echte Fachkräfte mit Niedriglohn und Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben.

Mit so einem Studium sehe ich entweder nur eine Tätigkeit als Dolmetscher oder halt irgendeinen Quereinstieg oder ggf. Selbständigkeit, z.B. etwas mit Japan. Aber da muss man sich halt auch erstmal durchbeissen. Das ist nicht wie ein 35 h Job bei VW.


ich komme aus einer kleinstadt mit einer hohen arbeitslosigkeit und unterdurchschnittlichen löhnen. darum sehe ich den arbeitsmarkt auch nicht positiver als er ist. habe ich denn irgendwo behauptet, dass die jobperspektive nach einem solchen studium gigantisch sein werden? nein. auf der anderen seite bleibt es blödsinn zu behaupten, dass die jobchancen gegen null gehen oder so realistisch wie ein hoher lottogewinn sind. das trifft nicht einmal für journalisten oder germanisten zu, da sieht es mit kunstpädagogik und japanologie meiner einschätzung nach besser aus.

und mit leipzig irrst du dich. nicht nur porsche hat ein werk in leipzig, sondern auch genug andere zulieferer im raum dresden, leipzig, chemnitz, so auch vw, conti oder mein arbeitgeber, und da bundeseinheitlich nach tarif bezahlt wird, verdienen die techniker dort auch über 48k.

hier ein thread, der sarah vielleicht mehr hilft als übertreibungen. das es schwierig sein wird, habe ich nie angezweifelt: http://www.japanisch-netzwerk.de/Thread-Japanologie-hat-keine-Zukunft

und bei vw muss man auch erst mal reinkommen...
Sarah..
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 04.03.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 00:41:05    Titel:

danke für die schnellen und zahlreichen antworten. ich hab schon fast mit sowas gerechnet. bwl würde mich an sich auch interessieren, das große problem hierbei: MATHE
so gern wie ich es beherrschen würde, ich us nich und ich zweifle daran dass sich das in den nächsten jahren bessern wird. kunst liegt mir genau wie der umgang mi kindern
Ingo30
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2095

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 01:25:36    Titel:

Hi Sarah,

dann kommst Du aber immer wieder bei den klassischen Frauenberufen raus: Grundschullehramt, Erzieherin.

Wie wärs dann mit Jura?
konstantin87
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 01:27:38    Titel:

viele in meinem freundeskreis mögen mathe überhaupt nicht und ziehen ihr bwl-studium durch bzw. haben es durchgezogen. wer abi schafft, packt mit genügend fleiß auch mathe1 und 2 sowie statistik. natürlich wird es nicht angenehm und wahrscheinlich auch keine 1 oder 2, aber 50 % reichen doch schon. danach wars das mit mathe in den meisten bwl-studiengängen, wenn deine vertiefungen auf bereiche wie personal, marketing usw. liegen.
dann gibt es noch studiengänge wie öffentliche verwaltung. meiner meinung perfekt für frauen, die eine familie gründen, trotzdem gutes geld verdienen und einen sicheren job wollen. aber das gilt natürlich auch für lehrer.

trotzdem scheinst du von bwl nicht so sehr überzeugt zu sein. alternativ kannst du natürlich auch etwas wie grundschullehramt machen, wenn du mit kleinen kindern arbeiten willst.

eine weitere option wäre sicher auch "moderne fremdsprachen, kulturen und wirtschaft" an der uni gießen. da kann zwischen mehreren sprachen und variationen gewählt werden. eine freundin hatte sehr positiv darüber berichtet, aber es wird sicher auch ähnliche kombinationen an anderen unis geben. vielleicht findest du etwas in der richtung auch mit japanisch. an der hochschule heilbronn gibt es international business mit spezialisierung auf osteuropa (englisch natürlich trotzdem).
Ingo30
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2095

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 01:57:39    Titel:

Zitat:
dann gibt es noch studiengänge wie öffentliche verwaltung. meiner meinung perfekt für frauen, die eine familie gründen, trotzdem gutes geld verdienen und einen sicheren job wollen. aber das gilt natürlich auch für lehrer.


Kann ich Konstantin nur zustimmen. Schaut man sich das mal im gehobenen Dienst an: Nach dem Abi 3 Jahre Anwärter, dann mit 23-24 Jahren A9 (ca. 2000 Euro netto). Damit bereits weit über den "typischen" Frauenlöhnen von 1200 Euro netto (Gastro/Kita/ Verkauf etc.). Dann kommt auch schon meist die spannende Frage, Familiengründung ja / nein (meist Ende 20). Besser abgesichert kann man dann kaum sein bzw. hat auch viele Möglichkeiten in Teilzeit wieder in den Beruf einzusteigen.

Nachteil: Du kannst heute schon ausrechnen, was Du in 10 Jahren mal verdienen wirst. Wer von den großen Reichtümern träumt ist im öD nicht richtig aufgehoben.
steak2
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 446

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 09:12:00    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
lottospieler werden ist tatsächlich nicht unmöglich, kauf dir einen schein und schon ist es geschehen Wink

ja du hast recht, mit einem solchen studium einen job zu finden ist genau so unrealistisch und geht gegen null. den studiengang gibt es eh nur um die jeweiligen profs zu beschäftigen, damit nicht auch noch die arbeitslos werden, und ansonsten werden so bloß gebildete hartzer geschaffen Rolling Eyes


Willkommen in der Realität.
jh8979
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2207

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 09:40:43    Titel:

Hi Sarah (und alle anderen),

Wenn Du mich fragen würdest: Wenn dies Deine Traumfächer sind, studier sie, egal was irgendwer hier sagt oder was die Jobaussichten sind!

Ja, man muss irgendwie einen Job finden und leben können davon. Ja, man sollte nicht komplett weltvergessen sein und so etwas ignorieren. Aber es gibt mehr im Leben als Geld verdienen. Und ich glaube als Person geht es Dir sehr viel besser, wenn Du etwas studierst das Dir gefällt und mit dem Du Dich identifizieren kannst, als wenn Du es nur nach Jobaussichten und einem möglichst sicheren und hohem Gehalt ausrichtest... selbst wenn die Jobsuche schwierig ist und der Job danach eventuell nicht direkt was mit den Fächern zu tun hat.

Ich selbst habe ein Fach studiert das allgemein als recht jobsicher gilt, mich aber entschieden in eine Richtung zu gehen, in der es alles andere als einfach ist eine (feste) Stelle zu kriegen. Und ja, das ist unheimlich schwer und sch***e, aber es ist meine eigene Entscheidung und ich wuerde den Job gegen keinen der Welt eintauschen, weil es einfach etwas ist, das ich liebe zu tun und nicht missen möchte...

PS: An alle BWLer, Juristen, Unternehmensberater, Ingenieure, Physiker, Mathematiker, VWLer, Mediziner,... wer auch immer hier vorher geantwortet hat oder sich angesprochen fühlt: Das ist keinesfalls gegen euch im Allgemeinen gerichtet. Wenn das der Job ist der euch Spass macht, ausfüllt und interessiert, dann ist es auch gut dass ihr ihn macht. Und hoffentlich respektiert ihr auch andere, deren Wunsch es ist etwas anderes und unter Umständen "wirtschaftlich unsinnvolles" zu tun... Kunstpädagogik und Japanologie mag nicht lukrativ sein und mag auch nicht jedem zusagen/gefallen, aber in einer Welt ohne diesen Fächern, sollte keiner von uns leben müssen (und hoffentlich auch nicht wollen)...
CarlosII
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.11.2008
Beiträge: 558

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 10:38:54    Titel:

jh8979 hat folgendes geschrieben:
Hi Sarah (und alle anderen),

Wenn Du mich fragen würdest: Wenn dies Deine Traumfächer sind, studier sie, egal was irgendwer hier sagt oder was die Jobaussichten sind!


Aus Interesse - bist du männlichen oder weiblichen Geschlechts?
jh8979
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2207

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 10:54:03    Titel:

CarlosII hat folgendes geschrieben:

Aus Interesse - bist du männlichen oder weiblichen Geschlechts?

Männlich und -wie meine anderen Posts hier im Forum vermutlich schon zeigen- Naturwissenschaftler. Nicht das das irgendeine Rolle spielen würde... eigentlich ist schon die Tatsache, dass Du fragst ein Zeichen dafür, dass hier einiges falsch läuft (siehe auch die Antworten anderer weiter oben).

Ich habe hauptsächlich geantwortet, weil ich dieses unsägliche Geisteswissenschaften-bashing aus der NaWi- oder WiWi-Ecke ziemlich furchtbar finde.
Justav
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 05 März 2013 - 11:38:37    Titel:

Wichtig ist vor allem, dass man gut in dem ist, was man tut. Als schlechter Ingenieur oder Betriebswirt, der sich so gerade durchs Studium mit 3,0 gequält hat und der Perspektive die nächsten 45 Jahre in einem Job zu arbeiten, der einem keinen Spaß macht, ist doch grauenhaft.

Wenn dich asiatische Kulturen interessieren, dann kann auch sowas wie Ostasienwirtschaft interessant sein, an unserer Uni gibts das mit Schwerpunkt Japan und Korea soweit ich weiß. Das hätte mich persönlich sogar auch interessiert, aber neben dem Ingenieur und BWL-Kram schaffe ich das einfach nicht....

Zitat:
PS: An alle BWLer, Juristen, Unternehmensberater, Ingenieure, Physiker, Mathematiker, VWLer, Mediziner,... wer auch immer hier vorher geantwortet hat oder sich angesprochen fühlt: Das ist keinesfalls gegen euch im Allgemeinen gerichtet. Wenn das der Job ist der euch Spass macht, ausfüllt und interessiert, dann ist es auch gut dass ihr ihn macht. Und hoffentlich respektiert ihr auch andere, deren Wunsch es ist etwas anderes und unter Umständen "wirtschaftlich unsinnvolles" zu tun... Kunstpädagogik und Japanologie mag nicht lukrativ sein und mag auch nicht jedem zusagen/gefallen, aber in einer Welt ohne diesen Fächern, sollte keiner von uns leben müssen (und hoffentlich auch nicht wollen)...


Ich habe vollen Respekt für Kunst und Japanologie, die Frage die ich mir dabei nur immer stelle, muss man "wirtschaftlich unsinnvolles" wie du es so schön nennst als Hauptberuf ausüben, oder reicht es, wenn ich mich damit in der Freizeit beschäftige? Ich denke jeder hier hat Hobbies und bestimmte Interessensgebiete, aber in wie weit können und sollten die dazu dienen, den Lebensunterhalt zu bestreiten? Ich wäre vielleicht auch lieber Fluggesellschafts- und Hoteltester Laughing, aber im Ernst, wie groß ist der Markt, wie kann man sich von anderen abgrenzen, welche Einkommensperspektive bietet sich an? Diese Fragen stellen sich angehende Studenten leider viel zu selten.

Die Frage die sich mir bei Fächern wie Japanologie auch stellt, ist welche Wettbewerbsfähigkeit man damit hat und wie man den Stand der Wissenschaft weiterschreibt? Welche Forschungsergebnisse kann ich erzielen, die irgendeinem japanischen Professor nicht schon lange klar sind? Ich nehme immer an, egal was man macht, irgendein Japaner hat es schon gemacht und ist besser darin. Ich werde weder die Sprache noch die Kultur besser beherrschen als ein Japaner. Eine größere Chance sehe ich immer da, wenn es um Schnittstellen zwischen Deutschland/Europa und Japan geht, Geschäftskontakte, Niederlassungen Deutscher Unternehmen oder Zusammenarbeit hier in Deutschland. Nur muss man das dafür studiert haben, oder reicht ein gesundes Maß interkultureller Kompetenz dafür aus?
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Kunstpädagogik und Japanologie
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 2 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum