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"Alternative für Deutschland" will raus dem Euro
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> "Alternative für Deutschland" will raus dem Euro
 
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Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 13 März 2013 - 17:04:00    Titel: "Alternative für Deutschland" will raus dem Euro

Die "Alternative für Deutschland" möchte mit einem eurokritischen Programm zur Bundestagswahl antreten. Unter anderem fordert die Partei folgendes:

Zitat:

- Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro.

- Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Die Wiedereinführung der DM darf kein Tabu sein.

-Wir fordern eine Änderung der Europäischen Verträge, um jedem Staat ein Ausscheiden aus dem Euro zu ermöglichen. Jedes Volk muss demokratisch über seine Währung entscheiden dürfen.

-Wir fordern dass Deutschland dieses Austrittsrecht aus dem Euro erzwingt, indem es weitere Hilfskredite des ESM mit seinem Veto blockiert.

-Wir fordern dass die Kosten der sogenannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, Hedge-Fonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik. Sie müssen zuerst dafür geradestehen.

https://www.alternativefuer.de/


Das sind doch mal konträre Ansichten zum ESM und anderen Rettungstaten der supergroßen Koalition aus CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP.

Erstaunlich ist die lange Liste der Unterstützer, darunter sind sehr viele Wirtschaftsprofessoren von Universitäten. Ich habe mal eine kleine Auswahl von den Leuten erstellt, die man durch die Medien schon kennt oder die politisch schon mal aktiv waren:

• Dr. Konrad Adam, Journalist (FAZ, Die Welt) und Publizist.
• Prof. Dr. Ulrich Blum, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle a. D.
• Prof. Dr. Ursula Braun–Moser, Mitglied des Europäischen Parlaments (CDU) 1984–1994.
• Peter Christ, vormals Leiter der Wirtschaftsredaktion "Die Zeit" und Chefredakteur von Stuttgarter Zeitung, Manager Magazin, Sächsische Zeitung u. a., Luzern.
• Wolfgang von Eichborn, Richter, vormals Referent der SPD–Bundestagsfraktion, Ebersberg.
• Dr. Alexander Gauland, Staatssekretär a. D., Potsdam.
• Prof. Dr. Ing. E.h. Hans–Olaf Henkel, Praesident der IBM Europa, des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Leibniz–Gemeinschaft a.D.
• Prof. Dr. Stefan Homburg, Volkswirtschaftslehre, Hannover.
• Dr. Klaus–Peter Last, freiberuflicher Softwarespezialist, 1991–1998 Landesschatzmeister von Bündnis90/Die Grünen Mecklenburg–Vorpommern.
• Prof. Dr. Bernd Lucke, Hochschullehrer, Universität Hamburg.
• Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, Öffentliches Recht, Hamburg.
• Dr. Dieter Spethmann, Vorstandsvorsitzender Thyssen AG a. D.
• Prof. Dr. Joachim Starbatty, Volkswirtschaftslehre, Tübingen.

Hinzu kommen noch etliche weitere Professoren und andere Unterstützer. Die Frage ist jetzt: Was kann die Alternative für Deutschland denn wirklich erreichen? Es sind noch sechs Monate bis zur Bundestagswahl, die Zeit ist sehr knapp. Es müssten noch Landeslisten und 299 Direktkandidaten aufgestellt werden.

Das Potential ist da, um einen Achtungserfolg zu landen. Laut Emnid-Umfrage können sich 26% der Wähler vorstellen, eine eurokritische Partei zu wählen. So viele werden es nicht sein, aber vielleicht kommt sie ja auf 2-3 Prozent oder doch über die 5-Prozent-Hürde? Dazu müsste sie noch bekannter werden. Vermutlich wird sie von den Mainstream-Medien weitgehend ignoriert, denn so populistische Störenfriede sind ja unerwünscht. Bestimmt kommt dann auch wieder die "rechte Keule" der etablierten Parteien und Medien.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5960

BeitragVerfasst am: 13 März 2013 - 17:37:48    Titel:

mir gefällt das programm gut, ausser die rückkehr zur dm. ich würde es eher begrüßen, wenn für die kriselnden staaten und für den einstieg in die währungsunion eine zweite währung geschaffen wird.
die rückkehr zur dm würde doch viel zeit und noch mehr geld beanspruchen. inwiefern man jetzt noch von den ganzen zusagen der letzten jahre zurücktreten kann, müsste auch bedacht werden. wäre irgendwie dämlich auszutreten, wenn man schon fast über dem berg ist.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 13 März 2013 - 18:36:30    Titel:

Wenn man einen Nord- und einen Süd-Euro einführt, kann man auch gleich zurück zur DM gehen. Was wird passieren?

Im Nord-Euro werden die BeNeLux sein und Finnland, vielleicht noch Österreich. Frankreich nicht, Italien nicht, Spanien nicht, usw.

Der Nord-Euro wird also massiv aufwerten (noch massiver als die DM allein, denn es fallen mit Deutschland noch weitere zahlungskräftige Länder raus), wohingegen der oder die Süd-Euros (vielleicht gründen Frankreich, Italien und Spanien ihren eigenen Euro) abwerten...

Das Ergebnis ist:
Wir verkaufen in Europa fast gar nichts mehr, weil sich unsere Produkte keiner mehr leisten kann... wegen des sehr starken Nord-Euro verkaufen wir als "Ausgleich" Laughing aber auch weniger nach China, in die USA, nach Russland, usw.

Wenn man sich mal vergegenwärtigt, dass wir keine Staaten retten, sondern nur unsere Banken und unsere Exportwirtschaft, die dahin geliefert hat und noch auf Geld wartet... dann ist der Austritt aus dem EUR bzw. die Schaffung zweier oder mehr neuer EUR-Währungen nicht nur ein Schuss ins eigene Knie, sondern ein Schuss in den eigenen Bauch... ein langsamer aber fast sicherer Tod...

Im oberen Wahlprogramm fehlt im Grunde nur noch die Forderung nach einem autarken Deutschland Rolling Eyes
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 13 März 2013 - 19:23:22    Titel:

Während sich die Welt Gedanken um eine Weltwährung macht, möchten geltungsbedürftige und reaktionäre Populisten eine Riesenrolle rückwärts machen.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5960

BeitragVerfasst am: 13 März 2013 - 19:48:15    Titel:

das dachte ich auch, xmisterDx, aber deutsche produkte waren noch nie günstig und die schweiz bleibt auch von den erwarteten problemen verschont. da wurde einiges prophezeit.
da finde ich die zuvor von mir genannten gründe entscheidener für einen verbleib im euro bzw. der derzeitigen "strategie".
FH-Spacken
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 1766

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2013 - 17:12:51    Titel:

Zitat:
Das gleiche gilt für den generellen EU Beitritt Griechenlands. Der fand 1981 statt. Kohl wurde 1982 zum Kanzler gewählt!


Und Kohl der völlig verblendete Euro-Ideologe und Schwerverbrecher hätte sicher was dagegen gehabt... Rolling Eyes Kohl hätte alles duchgewunken, was seinem Eurowahn nach richtig gewesen. Wäre er heute Kanzler, wäre die deutsche Geldbörse schon meilenweit für die Krisenstaaten zum Reingreifen geöffnet. Kann nicht dein Ernst sein, Ludwig oder wie ich zu meinen Rekruten sagen würde: "Kamerad Ludwig, Gehirn einschalten!!!!"
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2013 - 17:18:12    Titel:

Die Einführung des EUR als Gemeinschaftswährung bzw. Deutschlands Beitritt dazu, war der Preis für das "Ja" zur Wiedervereinigung. Und die hat Kohl durchgeführt bzw. das Versprechen dazu hat Kohl gegeben... dafür wird er ja dauernd gefeiert, da ist also Widerspruch zwecklos...
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2015 - 02:35:22    Titel:

Die AfD will raus aus dem Euro? So das Thema.

Hat sie recht?

Will nicht Greece raus?

Die haben recht!
derTom
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Anmeldungsdatum: 02.11.2014
Beiträge: 1033

BeitragVerfasst am: 13 März 2017 - 08:23:44    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Anhand seiner Qualifikation. Wenn Ali G. in Syrien Informatik studiert hat, hat er gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Wenn er eine Ausbildung angefangen hat und sich vernünftig anstellt, auch.
Wenn Ali F. keinerlei Qualifikation besitzt, kann er den freien Job als Entwickler nicht besetzten. Ob er für eine Ausbildung in Frage kommt, muss der Ausbildungsbetrieb entscheiden.


Und wenn nun Ali erst 15 ist?
Was ist mit der Tochter des ungebildeten Bauern, darf sie hier einen Abschluss machen oder überhaupt zur Schule?
Was ist mit dem Sohn des Informatikers? Er hat keine Bildung, muss also weg?
Was ist mit Ali H., dem Tischler der hier einen Job bekommen würde, aber dessen Ausbildung nicht anerkannt wird?
Was mit Aishe, die keine Ausbildung hat, auch keine möchte, aber hier einen Job als Nanni oder Putzfrau bekommen könnte, wenn sie nur etwas ihr gebrochenes Deutsch verbessern dürfte?

Zitat:

Gut, an der Stelle würde ich dich bitten zu überlegen, was wir mit unseren teutschen Teutonen machen, die 24hx365dx3a Freizeit haben? Richtig, die sitzen auch rum. Das heisst, wir haben aktuell mindestens 2,6 Mio. deutsche arbeitslose, die schlichtweg rumsitzen und nix tun.


Ja nur können diese Menschen die Landessprache, können ins Kino, haben einen PC, Internet, Freunde, Familie...oftmals ein Auto, dürfen in den Urlaub, könnten sich weiterbilden, usw. usf.
Alles Dinge die du bei deiner "nur Unterbringen Lösung" nicht bieten kannst/willst.

Zitat:
Deine zweite Frage finde ich interessant und sinnlos. Spielen wir das Szenario doch einmal durch. Angenommen du hast einen 26-jährigen jungen Mann, nennen wir ihn Hamid, aus Afghanistan:
Nach deinem Modell würde er in nun das gesamte Programm absolvieren. Er hätte nun 6 sechs Jahre lang alle Kurse für viel Geld besucht, wäre aber noch immer chancenlos auf dem Arbeitsmarkt. Da du ihn dann, wenn ich dich richtig verstehe, überhaupt nicht zurückschicken willst, wird er die nächsten 30 Jahre im Sozialsystem verweilen und die Gesellschaft Geld kosten. Was ist der tiefere Sinn dahinter?


Wäre es schön wenn du mal lesen würdest...
Wieso 6 Jahre Kurse? Ausbildung dauert meines Wissens 2-3Jahre... ggf. + Sprachkurs wenn das nicht parallel machbar ist.
Woher weist du das er danach chancenlos ist? Hat dir das deine Glaskugel gesagt? Oder Der Führer ins Ohr geflüstert?
Wo steht das ich ihn nicht zurückschicken will? Wenn das Heimatland sicher ist kann er mit Hilfe der Ausbildung die er hier erhalten hat seine Heimat wieder mit aufbauen. Nur definiere ich Sicher anders wie du. Auch wenn er nur eine Angefangene Ausbildung, ein angefangenes Studium oder ähnliches hat, es wird für seine Heimat immer noch mehr Nutzen haben als wenn er 3Jahre wie ein Affe im Zoo gehalten wurde um die abstrusen paranoiden Angstvorstellungen der ewig gestrigen Klappspaten zu befriedigen.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11328
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 13 März 2017 - 11:00:05    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Hätte man die Miris gleich in den Libanon zurückgeschickt, wären tausende von Straftaten verhindert worden.


Das hatte man ja nun schon 35 Jahre lang versucht...Generationen an besorgten Politikern haben sich daran nun schon die Zähne ausgebissen. Denn die Miris kommen ja gar nicht aus dem Libanon, sie kommen eigentlich aus der Türkei aus der die ersten Miris noch im Rahmen des 1. Weltkrieges flohen. Alles hier schon x Mal dargestellt. Die Türkei vernichtete alle Meldeunterlagen oder schrieb diese auf türkische Namen um, so das heute einfach gar kein Land so wirklich als deren Heimatland gilt, dafür wächst in Deutschland schon die 3. Generation heran und wartet auf irgendeine Abschiebung. "Hätte hätte Fahrradkette" löst aber kein Problem. Fakt ist, Deine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung geht im Falle der Miris voll nach hinten los und dort hat man um 1 Euro zu sparen 10 Euro ausgegeben. Und wer hat den 1. Weltkrieg zu verantworten?
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