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"Alternative für Deutschland" will raus dem Euro
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jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4272

BeitragVerfasst am: 12 März 2017 - 10:50:55    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Inwiefern wird die Menschlichkeit eingeschränkt/behindert, wenn wir den Menschen keinen Integrationskurs/Sprachkurs anbieten und sie nach 3 Jahren wieder zurückschicken? Es ist eine simple Kosten-Nutzung Rechnung.


Und wenn der Fluchtgrund nach 3 Jahren nicht weg ist? Dann nochmal 3 Jahre auf Steuerkosten rumsitzen lassen?


Natürlich gibt es Länder, in denen die Gefahrenlage auch nach 3 Jahren noch unsicher ist. Aber, wie gesagt, es gibt in jedem Land bereits wieder sichere Regionen. Das heisst, man sollte die Menschen nach bspw. maximal 5 Jahren wieder in die sicheren Regionen seines Heimatlandes zurückschicken.
Deine zweite Frage finde ich interessant und sinnlos. Spielen wir das Szenario doch einmal durch. Angenommen du hast einen 26-jährigen jungen Mann, nennen wir ihn Hamid, aus Afghanistan:
Nach deinem Modell würde er in nun das gesamte Programm absolvieren. Er hätte nun 6 sechs Jahre lang alle Kurse für viel Geld besucht, wäre aber noch immer chancenlos auf dem Arbeitsmarkt. Da du ihn dann, wenn ich dich richtig verstehe, überhaupt nicht zurückschicken willst, wird er die nächsten 30 Jahre im Sozialsystem verweilen und die Gesellschaft Geld kosten. Was ist der tiefere Sinn dahinter?
Deine Frage: "Dann nochmal 3 Jahre auf Steuerkosten rumsitzen lassen?" finde ich sinnlos und entbehrt jedweder Logik - er sitzt so oder so 3 Jahre auf Steuerkosten rum, das kann man drehen und wenden wie man will. Wenn er keine Aussichten auf einen Job hat, wird er das Geld, in Form von Steuergeldern, ohnehin nicht zurückzahlen können.

Frage dich auch bitter darüber hinaus, was wir derzeit mit arbeitslosen echten teutschen Teutonen machen, wie King Luis sagen würde? Sitzen die auch auf Steuerkosten rum? Ja sicher, manche sogar schon seit 30 Jahren. Das ist salopp gesagt, eine sch**** Situation, aber m.E. sehe ich keine Alternative. Bei dem 26-jährigen Hamid hingegen hast du eine Alternative. Entweder die nächsten 30 Jahre ALG II oder zurückschicken. Ich sehe hier nicht ein, warum wir Hamid auf Steuerkosten weiter durchfüttern sollen, wenn er längst wieder in seinem Heimatland als Bauer arbeiten könnte. Es sei denn, du erklärst mir den tieferen Sinn dieser Maßnahme?

Zitat:
Blöd, dabei könnte derjenige dann doch zumindest schon in eine Helfertätigkeit überführt sein und sich selbst finanzieren... statt zu vegetieren.


Wenn du richtig lesen würdest, dann wüsstest du, wie sinnbefreit dieser Einwand ist. In meiner Annahme spreche explizit von denjenigen, die keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Also noch einmal, explizit von denjenigen, die sich nicht selbst finanzieren können. Wie ich davor schon etliche Male schrieb, wäre es vollkommener Blödsinn diejenigen abzuschieben, die bereits in Ausbildung/Arbeit sind oder gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben und sich selbst finanzieren können. Du erkennst den Unterschied?

Zitat:
Und wie sieht eine menschenwürdige Unterbringung aus für dich? Was machen diese Menschen mit ihren 24hx365dx3a Freizeit?


Gut, an der Stelle würde ich dich bitten zu überlegen, was wir mit unseren teutschen Teutonen machen, die 24hx365dx3a Freizeit haben? Richtig, die sitzen auch rum. Das heisst, wir haben aktuell mindestens 2,6 Mio. deutsche arbeitslose, die schlichtweg rumsitzen und nix tun.
Aber, um deine Frage zu beantworten, was machen wir mit den jungen Männern, die nicht lesen und schreiben können? Ganz einfach, sie gehen in die Schule und lernen lesen und schreiben. Wenn Hamid nun 6 Jahre in die Schule geht, beherrscht er zumindest die Grundrechenarten und kann, wie gesagt, lesen und schreiben.
Was kann er noch tun? Die Bundesregierung hat 100.000 neue 1€ Jobs geschaffen. Das ist sicherlich nicht die tollste Arbeit, keine Frage, aber m.E. nach immer noch besser als rumsitzen. Ansonsten gibt es für Flüchtlinge noch genug Freizeitangebote, wie Fussball oder ähnliches.
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4272

BeitragVerfasst am: 12 März 2017 - 10:55:28    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Inwiefern wird die Menschlichkeit eingeschränkt/behindert, wenn wir den Menschen keinen Integrationskurs/Sprachkurs anbieten und sie nach 3 Jahren wieder zurückschicken? Es ist eine simple Kosten-Nutzung Rechnung.


3 Jahre oder 35, wie im Fall der Familie Miri. Einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Gut, hier hast Du eine.


Das liegt aber nur daran, weil das Heimatland, in dem Fall der Libanon, den Miris keine Papiere ausstellen wollte. Hier sollte das Vorbild Tunesien herangezogen werden. Abkommen schließen, mehr Entwicklungshilfe zahlen, den Miris Papiere ausstellen und zurückschicken.

Zitat:
Du und die AfD fordern gar keine Integration, sondern Ausgrenzung.


Was die AfD tut ist mir von Herzen egal. Darüber hinaus hatte ich bereits 850 Mal geschrieben, dass eine Ausbildung und Integration nur dann Sinn macht, wenn derjenige auch gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt hat. Es sei denn, du kannst mir den tieferen Sinn erklären, warum wir Menschen, die nächsten 30 Jahre auf Staatskosten durchfüttern sollen, statt sie einfach zurückzuschicken?
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 12 März 2017 - 12:56:05    Titel:

Weiter geht es: AfD-Wahlprogramm Teil 3:

*) Seite 38, linke Spalte, Zeilen 15-22: "Wir fordern die Abkehr von geschwätziger Kompetenzorientierung und die Rückkehr zur Vermittlung des Fachwissens als zentrales Anliegen der Schule. Die sogenannte „neue Lernkultur“, die den klassengeführten Unterricht durch selbstgesteuertes, kompetenzorientiertes Lernen ersetzt, hat zu massivem Leistungsabbau bei den Schülern geführt."

Sinngemäß: "Wir fordern, alle Erkenntnisse der modernen Didaktik und Entwicklungspsychologie zu vergessen und uns wieder wie vor 30 Jahren zu verhalten. Dass wir damit schlechtere Ergebnisse erzielen - etwas weil der Großteil des Faktenwissens schnell wieder vergessen wird, bzw. nie angewendet werden konnte - ist uns egal. Hauptsache wir haben ein Feindbild, auf das wir einschlagen können."


*) gleiche Seite, rechte Spalte, Zeilen 3-7: "Der schleichenden Abschaffung verschiedener Schulformen und der Entwicklung hin zur nivellierenden Einheitsschule muss Einhalt geboten werden. Effizientes Lehren und Lernen ist nur möglich, wenn die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern einer Schulform begrenzt bleiben."

Zum Einen ist Bildung Länderhoheit, hat also in dieser Form gar nichts im Bundestagswahlkampf zu suchen. Die Situation in den verschiedenen Bundesländern ist ja auch deutlich unterschiedlich. Im Bundesland der AfD-Bundessprecherin Petry - Sachsen - z.B., gibt es seit 1990 (und natürlich auch schon davor) ein nur zwei-gliedriges Schulsystem, in welcher die Formen der Haupt- und Realschule in einem Schultyp zusammengefasst waren bzw. sind. Also so "schleichend" ist da die Abkehr des hier zum Nonplusultra erklärte drei-gliedrige Schulsystem also nicht...

Mal davon abgesehen, dass hier offenbar keiner das Konzept einer Integrierten Gesamtschule, in welcher die Kinder in verschiedenen Profilkursen nach Leistung zusammengefasst unterrichtet werden, verstanden hat. Da kann man nämlich deutlich genauer differenzieren, als wenn man wie im drei-gliedrigen Schulsystem annimmt, dass jemand, der in Fach A zu den besten zählt, dies notwendigerweise auch in Fach B sein müsste (denn man geht ja nicht nur für Mathe ins Gymnasium und dann für Englisch in die Realschule; selbst wenn das dem eigenen Leistungsniveau entsprechen würde. Auf einer IGS könnte man die entsprechenden Kurs-Niveaus besuchen, sodass hier sogar homogenere Lestungs-Spektren erreichbar sind.)


*) Seite 39, rechte Spalte, Zeilen 7-9: "Integration heißt nicht, dass Deutschland sich Muslimen anpasst. Integration heißt, dass die Muslime sich Deutschland anpassen."

Zum Einen frage ich mich, was der Religionsbezug soll. Fordert die AfD auch etwa eine Anpassung der Christen an Deutschland? (Was genau ist eigentlich das Deutschland, an was sich hier angepasst werden soll? Wie passe ich mich als natürliche Person einem Bundesstaat an? Soll ich mich in 16 Gebiete zerlegen, die nur mittelbar zusammenarbeiten? Da passt doch schon der Typ der zu vergleichenden Objekte überhaupt nicht. Jeder sinnvolle Compiler würde hier eine Fehlermeldung werfen...)

Oder soll die obige Aussage für eine Zwangs-Konvertierung zum Christentum stehen? Was genau will man eigentlich aussagen?

Zum Anderen: "Jeder darf eine eigene Meinung haben, solange es die meine ist." Es gibt hier in Deutschland zum Glück kein Meinungs-Diktat irgendeiner Gruppierung. Wer Gleichschaltung fordert, tut dies ganz bewusst in der Kontinuität der NS-Ideologen.

Gesetze werden immer noch von den durch das Volk gewählten Vertretern erlassen. Diese regeln das Zusammenleben in diesem Staat, nicht die Ideologen der AfD, die festlegen, wer was denken und was tun darf...


Seite 42, linke Spalte, Zeilen 3-10: "Die AfD bekennt sich zur deutschen Leitkultur. Diese fußt auf den Werten des Christentums, der Antike, des Humanismus und der Aufklärung. Sie umfasst neben der deutschen Sprache auch unsere Bräuche und Traditionen, Geistes- und Kulturgeschichte. Unser liberaler Rechtsstaat, unsere Wertschätzung
von Bildung, Kunst und Wissenschaft und der sozialen Marktwirtschaft als Ausdruck menschlicher Kreativität und Schaffenskraft sind damit engstens verbunden."

Aha, die in konservativen Kreisen hochbeschworene "Leitkultur". Was diese genau aussieht, und wie man sich zu dieser bekennt, ist weiterhin völlig unklar. Interessant ist z.B. die "Bräuche und Traditionen". Welche sind das denn, die Deutschland -- und nicht nur eine Region in Deutschland -- ausmachen?!

Es gibt in Deutschland recht formal einen Grundkonsenz, was die zu respektierenden Werte angeht. Es nennt sich "Grundgesetz". Allerdings will die AfD sich ja nicht unbedingt an die darin verbürgten Rechte halten. Insofern stellt gerade sie sich außerhalb dessen, was diese Gesellschaft ausmacht.


*) gleiche Seite, rechte Spalte, Zeilen 4-9: "Die Nationalsprache ist das Herz einer Kulturnation.
Als zentrales Element deutscher Identität will die AfD die deutsche Sprache als Staatssprache im Grundgesetz festschreiben."

Also für Bundesbehörden (und damit reine Bundesangelegenheiten) ist das Verwaltungsverfahrensgesetz zuständig, in dessen §23 (1) es heißt "Die Amtssprache ist deutsch." Ansonsten liegt die Kultur-Hoheit, die auch für diese Frage relevant ist, bei den Ländern. Und ob sich etwa Schleswig-Holstein dazu bewegen lassen würde, das Niederdeutsche und Friesische, was in Teilen des Landes als Amtssprache neben dem Deutschen auch zugelassen ist, zu streichen, dürfte doch fraglich sein. Immerhin geht es um den "Schutz von Kulturgütern und Traditionen", die die AfD doch selbst noch knapp vorher so hochgehalten hat...


*) Seite 43, linke Seite, Zeilen 1-5: "Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiv identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte
mit umfasst."

Geschichts-Klitterung für Fortgeschrittene: 1933-1945, was war denn da? Bloß keine Lehren aus dieser Zeit ziehen...

Aber Konsequenz hat die Forderung schon: Wer sich mit dem Aufstieg der NS-Ideologie nicht auseinandergesetzt hat, der erkennt auch nicht, auf welchen Weg sich die AfD macht, und wehrt sich nicht dagegen.

Die Abschaffung der freiheitlichen, pluralistischen Gesellschaft, die Projektion des Hasses auf eine bestimmte Personengruppierung, die vorgebliche nationale, aber eher nationalistische Ausrichtung, die angedachte Meinungs-Diktatur, die nicht nur bewusst gesuchte sprachliche Nähe, ...

Wenn man AfD- und NPD- Programm, aber auch das der NSDAP aus den 1920ern, nebeneinander legt, erkennt man große Schnittmengen.

Ja, wer sich damit nicht beschäftigt, nicht beschäftigen darf, der sieht das natürlich nicht. Wie auch? Ist das das Ziel der AfD?


Natürlich gilt aber der generelle und formale Einwand, dass Bildung Ländersache ist, die Gestaltung des Schulunterrichts also rein gar nichts im Bundestagswahlkampf zu suchen hat...


*) Seite 46, linke Spalte, Zeilen 2-3: "Einfach, transparent und gerecht. Der progressive Anstieg der Steuer wird durch Steuerstufen abgelöst."

Da begeht die AfD den gleichen Fehler wie zuvor die FDP (oder auch die CDU mit März): Nicht etwa die Berechnung der zu zahlenden Steuern aus dem zu versteuernden Einkommen ist in irgendeiner Form kompliziert (dazu muss man den Flächeninhalt von Rechtecken und rechtwinkligen Dreiecken berechnen können; mit Anleitung sollte das also jeder Siebtklässler schaffen), sondern die Ermittlung eben jenes zu versteuernden Einkommens aus dem realen mit haufenweise Möglichkeiten, dies, das und jenes anrechnen zu lassen. Nicht der Sekundenbruchteil des letzten Berechnungsschritts ist hier kompliziert, sondern die Stunden und Tage Arbeit zuvor...

Nebenbei: Mit der "Reichensteuer" gibt es ja schon eine solche Stufe. Hat das jetzt für die Einkommensmillionäre die Steuererklärung maßgeblich vereinfacht, dass sie einen konstanten Grenzsteuersatz besitzen?!


*) gleiche Seite, gleiche Spalte, Zeile 20: "Die AfD ist für eine Abschaffung der Erbschaftsteuer"

Zur Abwechslung mal ist diese Forderung tatsächlich umsetzbar innerhalb der FDGO. Allerdings braucht sich die AfD hier nicht als "Beschützer des kleinen Mannes" aufzuspielen. Oder wer von denen vererbt schon mal über 400.000€/Kind an seinen Nachwuchs?! Denn das sind die aktuellen Freibeträge... (Und dabei wird in dieser Summe selbstgenutztes Wohneigentum nicht berücksichtigt.)


*) Seite 50, linke Seite, Zeilen 28-30: "Die AfD fordert, die Rente zukünftig bei Erreichen einer klar definierten anrechenbaren Lebensarbeitszeit statt, wie bisher vom Lebensalter abhängig, zu gewähren."

... und wer arbeitslos geworden ist, soll halt selbst sehen, wie er klar kommt. Vielleicht findet er ja als 70-Jähriger noch irgendwo nen Arbeitgeber, der ihn unterstützt. Oder man geht halt Flaschen-Sammeln.

Sozialpolitik a'la AfD!


Und jetzt wird es für alle Naturwissenschaftler besonders lustig: Die AfD versucht sich in der Physik! Realsatire vom feinsten. Smile

*) Seite 57, linke Spalte, Zeilen 3-5: "Das Spurengas Kohlenstoffdioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern eine unverzichtbare Voraussetzung für alles Leben."

Ach, was ihr nicht sagt. Eisen ist für unser Leben auch unverzichtbare Voraussetzung (z.B. um Hämoglobin zu bilden, was wichtig für den Gasaustausch durch die roten Blutkörperchen ist). Dennoch würde ich ungern Eisen in Form einer Kugel, die auf Schallgeschwindigkeit beschleunigt wurde, "aufnehmen" wollen. Wink

Merke: "Die Dosis macht das Gift." Very Happy

*) gleiche Seite, gleiche Saplte, Zeilen 7-13: "Die Aussagen des Weltklimarats (IPCC), dass Klimaänderungen vorwiegend menschengemacht seien, sind wissenschaftlich nicht gesichert. Sie basieren allein auf Rechenmodellen, die weder das vergangene noch das aktuelle Klima korrekt beschreiben können. Schon vor der Industrialisierung gab es Warm- und Kaltperioden, die sich nicht durch
die zugehörige CO2-Konzentration der Luft erklären lassen."

Der IPCC sammelt Daten, Studien, Auswertungen, Veröffentlichungen der gesamten Branche. Sowohl der Klimawandel als solcher als auch die Industrialisierung als wesentliche Ursache können als so stark gesichert gelten, wie dies in empirischen Wissenschaften nur möglich ist. Nein, dies basiert nicht nur auf Klima-Rechen-Modellen, sondern durchaus aus den einfachen Erkenntnissen, wie drei-atomige Moleküle mit elektromagnetischen Wellen verschiedener Wellenlängen interagieren (und somit als Treibhausgas wirken) oder den verschiedenen Kohlendioxid-Konzentrationen, die man über die Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende nachweisen kann sowie insbesondere der Geschwindigkeit der globalen Temperatur-Änderungen in diesen Zeiten. Natürlich gab es auch schon zuvor Warm- und Kalt-Phasen. Aber die Geschwindigkeit der Temperatur-Erhöhung, die ziemlich genau mit dem massiven Treibhausgas-Ausstoß seit Beginn der Industrialisierung zusammenfällt, ist ohne vorhergehendes Beispiel...

Und was die Klima-Modelle angeht: Tatsächlich gilt, dass diese auf den Klima-Verlauf der Vergangenheit getrimmt werden, dann die Test-Perioden ganz gut vorhersagen, die Zukunft aber natürlich ungewisse ist. Es scheint dagegen eher so zu sein, dass die Auswirkungen des Klimawandels intensiver [!] sind, als die Standard-Modelle vorhergesagt haben!


*) gleiche Seite, gleiche Spalte, Zeilen 20-22: "Wir wollen das Projekt der Dekarbonisierung über die „Große Transformation“ beenden und den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung aufheben."

Mit Vollgas (und -Kohle) Zurück in die Vergangenheit! Und hey, Mittelmeerklima an der Nordseeküste in Köln ist doch auch was Feines. Smile (Blöd nur, dass dann zig Millionen Klima-Flüchtlinge auf uns zukommen werden, einfach weil ihre Städte und Länder nun unter Wasser liegen, oder ihre Gegenden sich in Wüsten verwandelt haben. Aber hey, dafür fordert die AfD doch einen "effektiven Grenzschutz", der dann halt notfalls alle niederschießt. Da haben wir sogar noch was Gutes für die deutsche Waffenindustrie getan. Also eine Win-Win-Situation. Wink )


*) Seite 58, linke Spalte, Zeilen 8-9: "Die bestehenden Kernkraftwerke wollen wir deshalb nicht vor Ende ihrer Nutzungsdauer außer Betrieb nehmen."

Vorgestern wurden aufgrund eines Renegade-Vorarlarms für 22 Minuten 5 AKWs (davon zwei eh schon aufgrund des Atomausstiegs schon abgeschaltet, ein weiteres wegen Wartungsarbeiten nicht am Netz) in Norddeutschland vorsorglich evakuiert. Offenbar gibt es also ganz real die Bedrohungslage, dass man diese als Angriffsziele verwenden kann...

Über die verlängerte Laufzeit von AKWs freut man sich übrigens gerade in Aachen sehr. Mit Dole und Tihange sind zwei Pannen-Reaktoren nicht weit weg. Dafür hat die NRW-Regierung schon mal vorsorglich genügend Jod-Tabletten gekauft. Denn dass die Reaktorbehälter in den genannten belgischen AKWs rissig ist (und diese Risse größer geworden sind), ist bekannt. Dennoch hat die zuständige Regierung die Betriebserlaubnis weiter verlängert.

Wer Jahrzehnte alte AKWs solang weiterbetreiben will, bis irgendwas passiert, der spielt sehr bewusst mit genau diesem Risiko. (Es hieß in einer Untersuchung von Fachleuten, dass man mit einem GAU etwa alle 1.000-10.000 Betriebsjahren rechnen muss. Natürlich wird die Wahrscheinlichkeit steigen, je höher der Verschleiß schon war.)


Tja, das war's. Smile

Also, wer sich ausnahmsweise mal die Mühe macht, nachzulesen, wofür diese Partei steht, der kann sie bestenfalls als Erheiterung betrachten. Leider werden viele Wähler (und es sind ja weitestgehend nur männliche Personen, die sich etwa von der Fremdenfeindlichkeit und der von der AfD propagierten Unterdrückung der Frau angezogen fühlen) sich diesen Exkurs nicht antun, sondern auf ein paar flache Parolen reinfallen...


Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 12 März 2017 - 16:45:16    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Inwiefern wird die Menschlichkeit eingeschränkt/behindert, wenn wir den Menschen keinen Integrationskurs/Sprachkurs anbieten und sie nach 3 Jahren wieder zurückschicken? Es ist eine simple Kosten-Nutzung Rechnung.


3 Jahre oder 35, wie im Fall der Familie Miri. Einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Gut, hier hast Du eine.


Das liegt aber nur daran, weil das Heimatland, in dem Fall der Libanon, den Miris keine Papiere ausstellen wollte. Hier sollte das Vorbild Tunesien herangezogen werden. Abkommen schließen, mehr Entwicklungshilfe zahlen, den Miris Papiere ausstellen und zurückschicken.

Zitat:
Du und die AfD fordern gar keine Integration, sondern Ausgrenzung.


Was die AfD tut ist mir von Herzen egal. Darüber hinaus hatte ich bereits 850 Mal geschrieben, dass eine Ausbildung und Integration nur dann Sinn macht, wenn derjenige auch gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt hat. Es sei denn, du kannst mir den tieferen Sinn erklären, warum wir Menschen, die nächsten 30 Jahre auf Staatskosten durchfüttern sollen, statt sie einfach zurückzuschicken?


Das ist doch egal woran es liegt, dass sie nicht abgeschoben werden können. Die Miris sind das Ergebnis mangelhafter Integration. Die AfD und Du stellen jegliche Integration in Frage, aus Kostengründen. Jetzt hast Du eine einfache Kostenrechnung und ein Beispiel, dass einfach zurückschicken nicht so einfach ist, wie Du einfach tust.

Im Übrigen, wie erkennst Du ob Ali G. oder Ali F. die besseren Perspektiven hat? Ich würde das erst nach Beginn einer Ausbildung erkennen können. Du sagst aber der schlechtere dürfe schon keine Ausbildung beginnen...
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4272

BeitragVerfasst am: 12 März 2017 - 20:47:56    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Inwiefern wird die Menschlichkeit eingeschränkt/behindert, wenn wir den Menschen keinen Integrationskurs/Sprachkurs anbieten und sie nach 3 Jahren wieder zurückschicken? Es ist eine simple Kosten-Nutzung Rechnung.


3 Jahre oder 35, wie im Fall der Familie Miri. Einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Gut, hier hast Du eine.


Das liegt aber nur daran, weil das Heimatland, in dem Fall der Libanon, den Miris keine Papiere ausstellen wollte. Hier sollte das Vorbild Tunesien herangezogen werden. Abkommen schließen, mehr Entwicklungshilfe zahlen, den Miris Papiere ausstellen und zurückschicken.

Zitat:
Du und die AfD fordern gar keine Integration, sondern Ausgrenzung.


Was die AfD tut ist mir von Herzen egal. Darüber hinaus hatte ich bereits 850 Mal geschrieben, dass eine Ausbildung und Integration nur dann Sinn macht, wenn derjenige auch gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt hat. Es sei denn, du kannst mir den tieferen Sinn erklären, warum wir Menschen, die nächsten 30 Jahre auf Staatskosten durchfüttern sollen, statt sie einfach zurückzuschicken?


Das ist doch egal woran es liegt, dass sie nicht abgeschoben werden können. Die Miris sind das Ergebnis mangelhafter Integration.


...und du glaubst nun, wenn man den Miris statt der Duldung, nun eine Aufenthaltsgenehmigung geben würde, hören die 12-jährigen Jungs der Familie dann schlagfertig auf ihre Lehrer und Mitschüler zu bedrohen?

Zitat:
Die AfD und Du stellen jegliche Integration in Frage, aus Kostengründen. Jetzt hast Du eine einfache Kostenrechnung und ein Beispiel, dass einfach zurückschicken nicht so einfach ist, wie Du einfach tust.


Hätte man die Miris gleich in den Libanon zurückgeschickt, wären tausende von Straftaten verhindert worden. Diejenigen, die eh keine Chancen auf Integration in den Arbeitsmarkt haben, sollten zurückgeschickt werden, sobald das Heimatland wieder sicher ist.

Zitat:
Im Übrigen, wie erkennst Du ob Ali G. oder Ali F. die besseren Perspektiven hat?


Anhand seiner Qualifikation. Wenn Ali G. in Syrien Informatik studiert hat, hat er gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Wenn er eine Ausbildung angefangen hat und sich vernünftig anstellt, auch.
Wenn Ali F. keinerlei Qualifikation besitzt, kann er den freien Job als Entwickler nicht besetzten. Ob er für eine Ausbildung in Frage kommt, muss der Ausbildungsbetrieb entscheiden.
derTom
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Anmeldungsdatum: 02.11.2014
Beiträge: 1033

BeitragVerfasst am: 13 März 2017 - 17:53:45    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Anhand seiner Qualifikation. Wenn Ali G. in Syrien Informatik studiert hat, hat er gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Wenn er eine Ausbildung angefangen hat und sich vernünftig anstellt, auch.
Wenn Ali F. keinerlei Qualifikation besitzt, kann er den freien Job als Entwickler nicht besetzten. Ob er für eine Ausbildung in Frage kommt, muss der Ausbildungsbetrieb entscheiden.


Und wenn nun Ali erst 15 ist?
Was ist mit der Tochter des ungebildeten Bauern, darf sie hier einen Abschluss machen oder überhaupt zur Schule?
Was ist mit dem Sohn des Informatikers? Er hat keine Bildung, muss also weg?
Was ist mit Ali H., dem Tischler der hier einen Job bekommen würde, aber dessen Ausbildung nicht anerkannt wird?
Was mit Aishe, die keine Ausbildung hat, auch keine möchte, aber hier einen Job als Nanni oder Putzfrau bekommen könnte, wenn sie nur etwas ihr gebrochenes Deutsch verbessern dürfte?

Zitat:

Gut, an der Stelle würde ich dich bitten zu überlegen, was wir mit unseren teutschen Teutonen machen, die 24hx365dx3a Freizeit haben? Richtig, die sitzen auch rum. Das heisst, wir haben aktuell mindestens 2,6 Mio. deutsche arbeitslose, die schlichtweg rumsitzen und nix tun.


Ja nur können diese Menschen die Landessprache, können ins Kino, haben einen PC, Internet, Freunde, Familie...oftmals ein Auto, dürfen in den Urlaub, könnten sich weiterbilden, usw. usf.
Alles Dinge die du bei deiner "nur Unterbringen Lösung" nicht bieten kannst/willst.

Zitat:
Deine zweite Frage finde ich interessant und sinnlos. Spielen wir das Szenario doch einmal durch. Angenommen du hast einen 26-jährigen jungen Mann, nennen wir ihn Hamid, aus Afghanistan:
Nach deinem Modell würde er in nun das gesamte Programm absolvieren. Er hätte nun 6 sechs Jahre lang alle Kurse für viel Geld besucht, wäre aber noch immer chancenlos auf dem Arbeitsmarkt. Da du ihn dann, wenn ich dich richtig verstehe, überhaupt nicht zurückschicken willst, wird er die nächsten 30 Jahre im Sozialsystem verweilen und die Gesellschaft Geld kosten. Was ist der tiefere Sinn dahinter?


Wäre es schön wenn du mal lesen würdest...
Wieso 6 Jahre Kurse? Ausbildung dauert meines Wissens 2-3Jahre... ggf. + Sprachkurs wenn das nicht parallel machbar ist.
Woher weist du das er danach chancenlos ist? Hat dir das deine Glaskugel gesagt? Oder Der Führer ins Ohr geflüstert?
Wo steht das ich ihn nicht zurückschicken will? Wenn das Heimatland sicher ist kann er mit Hilfe der Ausbildung die er hier erhalten hat seine Heimat wieder mit aufbauen. Nur definiere ich Sicher anders wie du. Auch wenn er nur eine Angefangene Ausbildung, ein angefangenes Studium oder ähnliches hat, es wird für seine Heimat immer noch mehr Nutzen haben als wenn er 3Jahre wie ein Affe im Zoo gehalten wurde um die abstrusen paranoiden Angstvorstellungen der ewig gestrigen Klappspaten zu befriedigen.
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4272

BeitragVerfasst am: 14 März 2017 - 09:05:22    Titel:

[quote="koenig_ludwig73"]
jo icke eben hat folgendes geschrieben:
derTom hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Anhand seiner Qualifikation. Wenn Ali G. in Syrien Informatik studiert hat, hat er gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Wenn er eine Ausbildung angefangen hat und sich vernünftig anstellt, auch.
Wenn Ali F. keinerlei Qualifikation besitzt, kann er den freien Job als Entwickler nicht besetzten. Ob er für eine Ausbildung in Frage kommt, muss der Ausbildungsbetrieb entscheiden.


Und wenn nun Ali erst 15 ist?


Schule.

Zitat:
Was ist mit der Tochter des ungebildeten Bauern, darf sie hier einen Abschluss machen oder überhaupt zur Schule?


Jungs, ihr müsste schon aufmerksam lesen, ich wiederhole mich nun schon zum 500'sten Mal:
Grundsätzlich ja, aber nur für den Zeitraum, die sie in Deutschland sind. Sprich, wenn jemand 3 Jahre in Deutschland lebt soll er gerne in die Schule/Alphabetisierungskurs gehen/absolvieren, sobald das Heimatland wieder sicher, aber auch wieder zurückgehen.

Aber, um deine Frage zu beantworten, was machen wir mit den jungen Männern, die nicht lesen und schreiben können? Ganz einfach, sie gehen in die Schule und lernen lesen und schreiben. Wenn Hamid nun 6 Jahre in die Schule geht, beherrscht er zumindest die Grundrechenarten und kann, wie gesagt, lesen und schreiben.

Zitat:
Was ist mit dem Sohn des Informatikers? Er hat keine Bildung, muss also weg?


Schule. Ansonsten gilt:
Ob er für eine Ausbildung in Frage kommt, muss der Ausbildungsbetrieb entscheiden.

Zitat:
Was ist mit Ali H., dem Tischler der hier einen Job bekommen würde, aber dessen Ausbildung nicht anerkannt wird?


Das Problem ist ja nun schon seit gut 30 Jahren bekannt. Dann muss ein Weg gefunden werden, die Ausbildung in Deutschland anzuerkennen. Ob die Qualität der Ausbildung in Afghanistan oder Syrien mit der deutschen vergleichbar ist, darf bezweifelt werden.

Zitat:
Was mit Aishe, die keine Ausbildung hat, auch keine möchte, aber hier einen Job als Nanni oder Putzfrau bekommen könnte, wenn sie nur etwas ihr gebrochenes Deutsch verbessern dürfte?


Diejenigen, die gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, bleiben natürlich hier und können das Geld, in Form von Steuern, wieder zurückzahlen.

Integration nur für diejenigen, die auch eine reale Chance auf dem Arbeitsmarkt haben

Zitat:
Ja nur können diese Menschen die Landessprache, können ins Kino, haben einen PC, Internet, Freunde, Familie...oftmals ein Auto, dürfen in den Urlaub, könnten sich weiterbilden, usw. usf.
Alles Dinge die du bei deiner "nur Unterbringen Lösung" nicht bieten kannst/willst.


Wer hindert denn die Flüchtlinge daran, ins Kino zu gehen? Ich? Nö, ich hatte an keiner Stelle erwähnt das Asylbewerberleistungsgesetz abzuschaffen...
Das arbeitslose Deutsche ein Auto haben und in den Urlaub fahren wäre mir allderdings neu...du hast schon lustige Vorstellungen vom Leben der Hartz4 Empfänger.

Zitat:
Wieso 6 Jahre Kurse? Ausbildung dauert meines Wissens 2-3Jahre... ggf. + Sprachkurs wenn das nicht parallel machbar ist.


Ein Analphabet würd aber nicht in der Lage sein, eine Ausbildung zu beginnen. Das heisst, er muss erst einmal eine Schule besuchen. Verfügt er bereits über gute Kenntnisse -> Ausbildung.

Zitat:
Woher weist du das er danach chancenlos ist? Hat dir das deine Glaskugel gesagt? Oder Der Führer ins Ohr geflüstert?


Das hat mir deine Glaskugel gesagt....Ne Spaß beiseite. Ich weiss es, weil ich seine schulischen Leistungen objektiv beurteilen kann. Hat er gute Noten und der Lehrer schätzt seine Perspektiven gut ein, super. Hat er schlechte Noten und kommt nach 2-3 Schule immer noch für keine Ausbildung in Frage, hat er keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt. Im Zweifel entscheidet natürlich der Betrieb, ob derjenige geeignet ist.

Zitat:
Nur definiere ich Sicher anders wie du.


Wenn wir die Gutmenschen Maßstäbe anlegen, dann ist praktisch jedes Land außerhalb Europas unsicher.

Zitat:
Auch wenn er nur eine Angefangene Ausbildung, ein angefangenes Studium oder ähnliches hat, es wird für seine Heimat immer noch mehr Nutzen haben als wenn er 3Jahre wie ein Affe im Zoo gehalten wurde


Jo, zum 983'sten Mal: Wenn er gute Perspektiven hat, eine Ausbildung begonnen hat oder sogar bereits ein Job sicher hat, wäre eine Abschiebung Blödsinn. Also noch einmal, damit du es endlich verstehst: Wenn er gute Perspektiven hat oder in Ausbildung ist, nix abschieben. Geht er dennoch und baut sein Heimatland mit den hier gewonnenen Kenntnissen mit auf, umso besser. Hat er hingegen keine Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, macht eine Ausbildung doch null komma null Sinn? Oder erkläre mir bitte doch endlich mal, warum Hamid eine Ausbildung anfangen soll, wenn er nicht mal lesen kann?
Das "Affe im Zoo" ist dumm, übertrieben und Blödsinn. Er geht in die Schule, er erhält Geld vom Staat, er hat eine Unterkunft, kann sich frei bewegen, kann Kurse belegen, für ihn werden Fussballturniere organisiert und 1€ Jobs. Was das mit Affen im Zoo zu tun haben soll, weiss ich nicht.

Wink) all das was Du nun vorschlägst wird allgemeinhin als Integration verstanden...Du sparst also null.


Doch, denn nach deinem Vorschlag, geht Ali G. eben nicht nach Afghanistan zurück, sondern darf die nächsten 30 Jahre auf Kosten der Allgemeinheit in Deutschland bleiben. Bei dir darf Ali G., egal was er kann, egal welcher Perspektiven er hat oder was er angestellt hat, hier bleiben...oder hat sich deine Meinung nun geändert?
derTom
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Anmeldungsdatum: 02.11.2014
Beiträge: 1033

BeitragVerfasst am: 14 März 2017 - 09:20:09    Titel:

Das eine Rückkehr in ein sicheres Heimatland früher oder später kommt hat nie jemand bestritten, nur wolltest du bislang in Kriegsgebiete abschieben und nur jene Flüchtlinge ins Land lassen die eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben.

Aber jetzt wo du dir mal wieder selbst widersprochen hast da haben alle anderen natürlich was ganz anderes gesagt und du armer missverstandener abgehängter Patriot bist nur Opfer der bösen linken Gutmenschen... Rolling Eyes
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4272

BeitragVerfasst am: 14 März 2017 - 09:39:30    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:
Das eine Rückkehr in ein sicheres Heimatland früher oder später kommt hat nie jemand bestritten, nur wolltest du bislang in Kriegsgebiete abschieben und nur jene Flüchtlinge ins Land lassen die eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben.


Genau das bestreitet dein Busenfreund King Luis. Er will niemanden zurückschicken, sondern jeden in Ausbildung schicken, egal was derjenige kann oder was er bisher getan hat. Der Rest ist einfach nur falsch, blödsinnig und falsch, hatte ich auch schon x-Mal beschrieben. Afghanistan in in Teilen längst wieder sicher. Das heisst, es wird niemand in ein Kriegsgebiet abgeschoben. Ansonsten: Jeden Flüchtling aufnehmen, ja Tommy, jeden Flüchtling aufnehmen, egal welche Qualifikation er hat. Seine Qualifikation hat nix damit zu tun, ob sein Asylbescheid positiv oder negativ ausfällt. Aber wenn er in Deutschland bleiben will, dann müssen wir natürlich nach seiner Qualifikation schauen. Erst wenn er dauerhaft hierbleibt, erst dann, also noch einmal, erst dann, schauen wir was er eigentlich kann. Hat er keine Perspektive, gehts zurück wenn das Heimatland wieder sicher ist. Davor wurde er aufgenommen und über seinen Flüchtlingsantrag entschieden. Er hat nach wie vor das Recht, einen Asylantrag zu stellen...hast du es jetzt begriffen? Oder kommt nun wieder: Jo icke eben will Flüchtlinge im Meer ertrinken lassen?

Am besten noch einmal in einfacher Sprache, damit du es verstehst:
Ali kann Deutschland kommen. Ali können Antrag stellen und Ali bekommen Geld, Unterkunft, Bett, was zum essen, trinken und können Pipi machen in Deutschland. Hat Mann von Asyl gesagt, Ali können nix bleiben Deutschland, Ali gehen zurück. Mann aber sagen Ali können bleiben, Ali das finden gut.
Ali jetzt bleiben möchte Deutschland, denn Ali finden Land gut. Wenn Ali können gut lesen, schreiben, rechnen und Mann von Firma sagen Ali können machen Ausbildung, Ali machen Ausbildung. Wenn Ali nix können, Ali gehen Schule. Frau von Schule sagen Ali können gut lesen, schreiben, rechnen und Mann von Firma sagen Ali können machen Ausbildung, dann Ali können machen Ausbildung. Wenn Ali nix können lesen, schreiben, rechnen und Mann von Firma sagen, Ali nix Ausbildung, Ali gehen zurück in Land wo herkam, wenn Land wo herkam wieder gut.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11568
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 14 März 2017 - 10:04:14    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:

Doch, denn nach deinem Vorschlag, geht Ali G. eben nicht nach Afghanistan zurück, sondern darf die nächsten 30 Jahre auf Kosten der Allgemeinheit in Deutschland bleiben. Bei dir darf Ali G., egal was er kann, egal welcher Perspektiven er hat oder was er angestellt hat, hier bleiben...oder hat sich deine Meinung nun geändert?


Null, denn wie Dir nun schon mehrfach gesagt wurde möchte niemand der Anwesenden in Frage stellen, dass nach Wegfall des Asylgrundes eine Rückkehr erfolgt. Du und die anderen AfD-Fans sind sowieso die einzigen die hier ständig mit neuen Forderungen auftauchen, auch wenn sich diese als Luftnummern erweisen, wie man ja jetzt sieht.

Denn wie wir sehen, für die Dauer des Aufenthaltes soll nun auch nach Deinem Vorschlag jedem Asylanten die Integration in den Arbeitsmarkt ermöglicht werden, per Schulausbildung, per dualer Ausbildung. Selbst die Auswahl nach Chancen erfolgt nach deinem Vorschlag erst im Ausbildungsbetrieb. Bisher wolltest Du noch alle Kosten für die Integration und selbst die medizinische Versorgung, einsparen.

Schuldig bist Du ebenfalls noch die Antwort wie und warum eigentlich, Abschiebehemmnisse von der AfD überwunden werden sollen. Denn wenn wir schon für teures Geld in den Arbeitsmarkt integriert haben, würde es auch im Sinne Deiner einfachen Kosten-Nutzen-Rechnung Sinn ergeben die Steuern- und Sozialabgaben hier erwirtschaften und zahlen zu lassen. Allerdings, sind gut ausgebildete Rückkehrer für den Wiederaufbau und den Aufbau von Rechtsstaat und Demokratie viel wertvoller als Mrd an Wiederaufbauhilfe. Weshalb ich grundsätzlich überhaupt kein Problem mit Ausweisungen habe, wenn der Fluchtgrund entfällt. Ich bin nur dagegen hier völlig ohne Not über entsprechende Deportationsmodelle oder menschenunwürdige Bedingungen in diversen Pazifikinseln nachzudenken, wo dritte Welt Länder für staatlichen Menschenhandel bezahlt werden sollen. Am Ende haben wir dann nämlich seit 35 Jahren unintegrierte Miris, nur weil sich diverse Provinzfürsten Jahrzehntelang mit einer Abschiebung beschäftigen statt endlich, so wie Du ja nun auch vorschlägst, alle Energie und Kraft in die Integration zu investieren .

Übrigens sind in den mrd an Integrationskosten schon 7 mrd zur Beseitigung von Fluchtgründen in den Herkunftsländern vorgesehen, sind das die Euros die Du sparen möchtest?
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