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"Alternative für Deutschland" will raus dem Euro
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koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 24 Apr 2017 - 09:51:40    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
cyrix42 hat folgendes geschrieben:
@Julius_Dolby: Wenn man das Ziel der Gleichberechtigung, wie es das GG fordert, verfolgt, dann muss man solang differenziert dem Status Quo entgegen wirken, wie es eben noch Unterschiede gibt

Nein, eben nicht. Wenn man "differenziert" wirkt, also unterschiedliche Behandlung von z.B. Männern und Frauen macht bzw. fordert, dann hat das mit Gleichberechtigung, also gleicher Berechtigung überhaupt nichts zu tun. Dann ist das eine Ungleichbehandlung. Und wenn diese gesetzlich gefordert bzw. gefördert wird, dann ist es schlicht eine Diskriminierung. So wie zum Beispiel die Frauenquoten, die dieses Ministerium Ministeriumfordert. Und selbst wenn es irgendwo, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt eine Diskriminierung gäbe, dann ersetzen Frauenquoten lediglich Diskriminierung durch andere Diskriminierung.


Den Unterschied zwischen Gleichheit (Gleichbehandlung) und Gerechtigkeit, also, wie Du sagtest, differenzierte Gleichmacherei, sollte man schon kennen. Hier mal eine Karikatur, die Dir vielleicht auf die Sprünge hilft.

https://www.google.de/search?q=karikatur+gleichheit+gerechtigkeit&tbm=isch&imgil=vyQw3iNZPbOQEM%253A%253Bj81x-r5gUOsRvM%253Bhttps%25253A%25252F%25252Farscommunication.wordpress.com%25252F2014%25252F04%25252F15%25252Fgleichheit-ist-keine-gleichmacherei%25252F&source=iu&pf=m&fir=vyQw3iNZPbOQEM%253A%252Cj81x-r5gUOsRvM%252C_&usg=__VoxHD49DEWbhri16sMNjLOWh53A%3D&biw=1775&bih=1122&ved=0ahUKEwiN8cSCzbzTAhVGVhQKHQvjBPwQyjcIMA&ei=eq39WI3MGcasUYvGk-AP#imgrc=0L0IK1i5X2XeSM:&spf=200
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24242

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2017 - 13:43:51    Titel:

Hallo Julius,

warum man durch Nichtstun keine vorhandenen Ungerechtigkeiten beseitigen kann, sollte dir klar sein, da sich dadurch am Status Quo eben nichts ändert. D.h., solang es diese gibt, muss man ihnen aktiv entgegenwirken. (Wenn denn einmal diese aus der Welt geschafft sind, dann geht das auch automatisch in die Gleichbehandlung aller über.)

Auf deine U-Boote ("die Statistiken sind ja falsch!") braucht man nicht weiter eingehen, solang du nicht bessere Datenerhebungen darstellen kannst. Klar kann man - wie du es tust - die Methodik einzelner Erhebungen kritisieren. Daraus aber abzuleiten, dass es den gemessenen Effekt aber gar nicht gäbe, ist nicht seriös.

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:

Arrow Könntest du evtl. (kurz) ausführen, weshalb der Ausdruck der "Gender-Clique" problematisch sein soll, bzw. an den Rand der FDGO führt, bzw. was du damit meintest Question


Du konstruierst in einer Verschwörungstheorie eine "Clique", die irgendwem irgendetwas überstülpen will. Eine derartige Zuschreibung ist jetzt - abgesehen von irgendwelchen rassistischen Untertönen, die du hier nicht anklingen lässt, aber auch nicht mehr weit von der des "Finanzjudentums" entfernt, welches als "Clique" alle anderen - so die Verschwörungstheorie der Nazis - kontrollieren wolle.

Die Zuschreibung, was mit "Clique" (nämlich sinngemäß "herrschende Oberschicht, die die Mehrheitsbevölkerung unterdrückt") gemeint ist, hat auch die AfD gerade in Köln diskutiert:

Zitat:

Antragsnummer: WP7
Antrag zu Kapitel 1.3
Antragstext:
Titel: Präzisere Wortwahl im Themenkomplex Volkssouveränität Der Bundesparteitag möge beschließen: Im Text bei 1.3 alle Erscheinungen des Wortes ,,Oligarchie" zu ,,Clique" grammatisch richtig abändern.
Begründung:
,,Oligarchie" ist ein schillernder Begriff aus der Staatenlehre, der landläufig und im Volksmund beispielsweise auch in Bezug auf korrupte Großindustrielle mit Kontakten in die Politik (vgl. Russland) verwendet wird. Darum geht es im Text aber erkennbar nicht, kritisiert wird die unverhältnismäßig starke Akkumulation politischer Macht in den Händen einer kleinen Politikkaste im Rahmen der Parteiendemokratie. Es würde dem Bürger merkwürdig erscheinen, wenn man Angela Merkel beispielsweise als ,,Oligarchin" bezeichnen würde. Um Missverständnisse zu vermeiden bietet es sich deshalb an, den Begriff ,,Oligarchie" durch ,,Clique" zu ersetzen - damit wird inhaltlich an den Aussagen nichts geändert, aber durch eine präzisere Wortwahl ein möglicher Angriffspunkt ausgeräumt.


(Quelle: Antragsbuch zum Bundesparteitag 2017 der AfD)

Ganz offensichtlich geht es - wie auch an so manch anderen Stellen in der Diskussion - um die "Abschaffung der Parteienherrschaft", um eine - siehe der Kapitel-Überschrift im Wahlprogramm - "Wiederherstellung der Demokratie"; was auch immer sich die AfD darunter vorstellt, wenn wir derzeit nicht in einer solchen leben... Ganz offenbar wird angestrebt, die parlamentarische Demokratie zu "überwinden".

Und ja, da spielt der Begriff "Clique", mit was für Zuschreibungen, was der politische Gegner (den die AfD übrigens in allem sieht, was nicht genau ihrer Meinung ist; so wird ein Bündnis konstruiert zwischen Großkonzernen, Finanzinstituten, Konservativen, "Linksfaschisten", wie sie die AfD nennt (aber selbst nicht klar als rechts eingeordnet werden will), Antifa und Umweltverbänden, welche sich alle gegen "den kleinen Mann", den die AfD meint zu vertreten, verschworen hätten. Also wer von einer solch breiten Masse abgelehnt wird, der sollte sich m.E. mal hinterfragen, ob man sich nicht selbst ins Abseits gestellt hat...) hier belegt wird, eine zentrale Rolle.

Übrrigens der Begriff "Altparteien" genauso. Es geht, wie es auch Hitler Ende der 1920er bis Anfang der 1930er klar formuliert hat, um eine "Überwindung des Parteienstaats"; also insbesondere die parlamentarische Demokratie. Ja, was genau soll denn stattdessen für ein System etabliert werden? (Nein, der Verweis auf die Forderungen nach mehr direkter Demokratie nach Schweizer Vorbild kann hier nicht weiterhelfen, da auch dort die absolut überwiegende Mehrheit der Gesetze durch die Parlamente beschlossen werden.) Nun, zumindest Höcke und sein Flügel machen da klare Aussagen, wenn sie eine Rückbesinnung auf das starke Deutschland fordern...


Willst du dich ernsthaft damit identifizieren?

Oh, übrigens gibt es offenbar auch in der AfD Menschen, die Machtkalkül über Anschauung stellen. Die nun neben Gauland ins Spitzenteam gewählte Weidel ist offen homosexuell. Das Programm, was sie nun nach außen vertritt, posaunt laut, dass sie sich dabei "widernatürlich" verhalte. Sie und ihre Partnerin dürfen sich nicht "Familie" nennen, sie dürfen (das ist der Status Quo) keine gemeinsamen Kinder adoptieren, sie dürfen nicht heiraten (und füreinander einstehen, denn genau dieses Versprechen ist die Ehe). Als junge Frau hätte sie nicht sich in ihrer Pubertät Rat holen können, denn schon allein der Gedanke, dass eine Frau eine andere Frau lieben könne, wird hier als "sowohl den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Biologie und der Entwicklungspsychologie als auch der lebenspraktischen Alltagserfahrung vieler Generationen" widersprechend charaktersiert; was natürlich völliger Blödsinn ist.

Wir haben da also eine Frau, die offen das Programm nach außen vertreten soll, was sie selbst in ihrer Persönlichkeit, ihrem Wesen massiv angreift... Das nennt man wohl Opportunismus.


Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11494
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2017 - 18:30:37    Titel:

oha illegale Parteienfinanzierung und dann noch aus dem Ausland also von Ausländern??? Gem. AfD kommt aus dem Ausland nur Schlechtes aber getreu dem Motto "Geld stinkt nicht" wird es schon irgendwie vereinbar sein, wie auch lesbische Wahlkämpferinnen gegen Genderisierung,Homowahn und Überfremdung.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/machen-auslaendische-nationalisten-werbung-fuer-die-afd-14983480.html
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3860

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2017 - 18:55:53    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Den Unterschied zwischen Gleichheit (Gleichbehandlung) und Gerechtigkeit, also, wie Du sagtest, differenzierte Gleichmacherei, sollte man schon kennen.

Kannte und kenne ich schon.
cyrix42 sprach von Gleichberechtigung und ich auch.

Gleichberechtigung heisst, dass Individuen oder Gruppen gleiche Rechte ggü. dem Staat (aber auch prospektiven Arbeitgebern gegenüber) geniessen - sprich von diesen "gleich" behandelt werden.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Hier mal eine Karikatur, die Dir vielleicht auf die Sprünge hilft.

https://www.google.de/search?q=karikatur+gleichheit+gerechtigkeit&tbm=isch&imgil=vyQw3iNZPbOQEM%253A%253Bj81x-r5gUOsRvM%253Bhttps%25253A%25252F%25252Farscommunication.wordpress.com%25252F2014%25252F04%25252F15%25252Fgleichheit-ist-keine-gleichmacherei%25252F&source=iu&pf=m&fir=vyQw3iNZPbOQEM%253A%252Cj81x-r5gUOsRvM%252C_&usg=__VoxHD49DEWbhri16sMNjLOWh53A%3D&biw=1775&bih=1122&ved=0ahUKEwiN8cSCzbzTAhVGVhQKHQvjBPwQyjcIMA&ei=eq39WI3MGcasUYvGk-AP#imgrc=0L0IK1i5X2XeSM:&spf=200

Nicht alles, was eine nette Karikatur ist, ist passend.

Hier wird jemand "gefördert", der persönlich, also physisch nicht in der Lage ist, das Baseballspiel zu verfolgen.
Nun ist es allerdings (längst!) nicht so, als seien Frauen von ihrer Person oder Physis unfähig, Führungspositionen oder sonstige Positionen zu bekleiden.

Im übrigen ist die Karikatur eine Win-Win-Situation ohne echte Verlierer.
So ist das im realen Leben nunmal nicht.

Um im Bilde zu bleiben: Wenn man unter dem Banner der "Kleinenförderung" mit unter Zwang seine Kiste wegnimmt, schaut ggf. auch der mittlere mittelgrosse Junge ggf. dann ohne Kiste nicht mehr über die Brüstung und verpasst das Spiel.

Und das vielleicht auch dann, obwohl er mehr für ihr sein Eintrittsticket bezahlt hat, und extra früher ins Stadion gekommen sind, um sich eine begehrte Kiste zum Draufstellen zu schnappen.

Gerechtigkeit?
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3860

BeitragVerfasst am: 24 Apr 2017 - 19:51:55    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
warum man durch Nichtstun keine vorhandenen Ungerechtigkeiten beseitigen kann, sollte dir klar sein, da sich dadurch am Status Quo eben nichts ändert.

Also deiner Meinung nach ist dann “Hauptsache, man tut was”?
Auch wenn dieser Aktionismus darin besteht, Menschen aufgrund ihres Geschlechts zu diskriminieren, also zu ungleichberechtigen - was ja, wie du ja selbst gestern meintest, grundgesetzwidrig sei.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Auf deine U-Boote ("die Statistiken sind ja falsch!") braucht man nicht weiter eingehen, solang du nicht bessere Datenerhebungen darstellen kannst. Klar kann man - wie du es tust - die Methodik einzelner Erhebungen kritisieren. Daraus aber abzuleiten, dass es den gemessenen Effekt aber gar nicht gäbe, ist nicht seriös.

Bei wem liegt die “Beweispflicht” hier?
Bei dem, der geschlechtliche Diskriminierung (in Form von Frauenquoten) vom Staat verordnen will, und mit staatlichem Zwang und staatlicher Gewalt durchsetzen will?

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Klar kann man - wie du es tust - die Methodik einzelner Erhebungen kritisieren.

Wenn die Erhebung “falsch” ist, dann ist sie falsch. Punkt.
Und wenn sie offensichtlich und massiv verzerrt ist, dann sollte man damit keine Politik machen.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Daraus aber abzuleiten, dass es den gemessenen Effekt aber gar nicht gäbe, ist nicht seriös.

Ich bestreite gar nicht, dass vereinzelt Organisationen oder von denen beschäftigte Autoritätspersonen das andere Geschlecht diskriminieren.

Nur muss man - und das ist meine Meinung - der Diskriminierung nicht mehr noch mehr Diskriminierung (nur unter umgekehrten Vorzeichen) entgegenwirken. So bekommen wir keine Gesellschaft, in der jeder die gleichen Chancen hat - und somit keine diskriminierungsfreie Gesellschaft.

Nicht “seriös” ist in diesem Zusammenhang die Forderung nach einer paritätischen Besetzung von Positionen in der Wirtschaft. Es gibt schlicht kaum irgendwo auf dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt ein Geschlechterverhältnis von 50/50. Weder bei Absolventen und Bewerbern, und bei der Arbeitsbelegschaft schon gar nicht! Weder bei Automechanikern, noch bei Ärzten oder Pflegepersonal, noch beim Verkauf von Brötchen und Blumen, und auch nicht bei der Müllabfuhr. Und auch nicht für bzw. in den Führungsspitzen von beispielsweise mittelständigen deutschen Maschinenbauunternehmen. Und dazu wird das auch noch massiv von Unternehmen zu Unternehmen, Ort zu Ort unterscheiden.

Es gibt keine seriöse Quantifizierung von Diskriminierung im Einstellungs- und Karriereprozess.
Eine paritätische Jobverteilung ist da ein reiner willkürlicher Schuss ins Blaue - genauso wie das Märchen, dass es sieben Zwerge sein müssen, und nicht sechs oder acht.
Das gilt aber auch für so ziemlich jede andere Quote.

Dafür müsste man, egal wo, massenhaft geeignete(re) Bewerber benachteiligen, indem sie einen Job nicht bekommen - und umgekehrte weniger geeignetere bevorzugen. Ein Irrsinn.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Du konstruierst in einer Verschwörungstheorie eine "Clique", die irgendwem irgendetwas überstülpen will. Eine derartige Zuschreibung ist jetzt - abgesehen von irgendwelchen rassistischen Untertönen, die du hier nicht anklingen lässt, aber auch nicht mehr weit von der des "Finanzjudentums" entfernt, welches als "Clique" alle anderen - so die Verschwörungstheorie der Nazis - kontrollieren wolle.

Jetzt mal langsam! Ich habe nicht von Finanzen, Juden oder Rassen geredet - sondern spezifisch nach “Gender-Clique”. Und zumindest auf dem Arbeitsmarkt findet ja genau das statt: Da wollen Cliquen, namentlich hauptsächlich Frauen, eine geschlechtliche Aufteilung von Jobs “überstülpen”, die die Chancengleichheit (unabhängig vom Geschlecht) ausser Kraft setzt.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Übrrigens der Begriff "Altparteien" genauso. Es geht, wie es auch Hitler Ende der 1920er bis Anfang der 1930er klar formuliert hat, um eine "Überwindung des Parteienstaats"; also insbesondere die parlamentarische Demokratie.

Das ist eine Verschwörungstheorie.
Wenn man “Altparteien” durch neue, inkl. seiner eigenen ergänzen oder gar “ersetzen” will, dann ist das zunächst mal politischer Wettbewerb.
Und hat noch nichts mit Abschaffung der parlamentarischen Demokratie zu tun.
Die Nicht-Einzug der (“Altpartei”) FDP in den Bundestag ist ja auch unter (“der”) Linken von vielen gefeiert worden - das hatte mit Abschaffung des Parteienstaats auch nichts zu tun.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
"Wiederherstellung der Demokratie"; was auch immer sich die AfD darunter vorstellt, wenn wir derzeit nicht in einer solchen leben...
(…)
Nein, der Verweis auf die Forderungen nach mehr direkter Demokratie nach Schweizer Vorbild kann hier nicht weiterhelfen, da auch dort die absolut überwiegende Mehrheit der Gesetze durch die Parlamente beschlossen werden.

Doch, der Hinweis auf die Schweizer Demokratie ist sehr berechtigt. Denn dort hat, zumindest wenn es “hart auf hart” kommt und “um die Wurst geht” das Volk das letzte (direktdemokratische) Wort - in freier, gleicher und geheimer Abstimmung für alle.

Deshalb ist die Schweiz nicht in der EU, nicht im EWR.
Und analog ist deswegen Grossbritannien gerade im Austritt aus der EU begriffen.

In Deutschland werden solche Abstimmungen von der politischen Klasse nach besten Kräften nicht zugelassen - sondern eben ein Beschluss dem Volk übergestülpt.
Siehe beispielsweise eine fehlende Abstimmung über den EURO - bei dem man mehr als ernsthaft daran zweifeln kann, ob dieser in Deutschland eine Mehrheit gefunden hätte.
Genauso wie die umstrittenen Griechenland-“Hilfen” gegen EU-Regelungen, die vom Bundestag mit Fraktionszwang beschlossen wurden.
Aber eben… das Volk darf in Deutschland ja nicht drüber abstimmen - schliesslich könnte ja das “falsche” Ergebnis rauskommen.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Oh, übrigens gibt es offenbar auch in der AfD Menschen, die Machtkalkül über Anschauung stellen. Die nun neben Gauland ins Spitzenteam gewählte Weidel ist offen homosexuell. Das Programm, was sie nun nach außen vertritt, posaunt laut, dass sie sich dabei "widernatürlich" verhalte. Sie und ihre Partnerin dürfen sich nicht "Familie" nennen, sie dürfen (das ist der Status Quo) keine gemeinsamen Kinder adoptieren, sie dürfen nicht heiraten (und füreinander einstehen, denn genau dieses Versprechen ist die Ehe). Als junge Frau hätte sie nicht sich in ihrer Pubertät Rat holen können, denn schon allein der Gedanke, dass eine Frau eine andere Frau lieben könne, wird hier als "sowohl den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Biologie und der Entwicklungspsychologie als auch der lebenspraktischen Alltagserfahrung vieler Generationen" widersprechend charaktersiert; was natürlich völliger Blödsinn ist.

Wir haben da also eine Frau, die offen das Programm nach außen vertreten soll, was sie selbst in ihrer Persönlichkeit, ihrem Wesen massiv angreift... Das nennt man wohl Opportunismus.

…oder Politik mit Blick für das grosse und ganze.

1. Welche Partei hat denn beispielsweise keine internen Streitigkeiten und Differenzen bzgl. einzelnen Politikfeldern? Das ist innerparteiliche Demokratie. Und in welcher Partei sind denn bitte alle Protagonisten mit ausnahmslos allem einverstanden, was ihre Basis fordert und umgekehrt?
2. Es gehört Mut, Grösse, Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit und kritisches, objektives Denken zu, eine Partei bzw. Politik zu vertreten, von der man vielleicht im persönlichen Einzelfall auch negativ betroffen wäre.

Wenn ich gegen die Erhöhung von Arbeitslosengeld und für strikte Sanktionen bei Nichtannahme eines Jobs bin, kann ich ja einfach überzeugt davon sein, dass es “obektiv und global gesehen” die “richtige” Politik ist - auch wenn es mich persönlich vielleicht als Arbeitsloser selbst treffen könnte oder aktuell trifft.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2017 - 11:26:02    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:

…oder Politik mit Blick für das grosse und ganze.


naja oder das einzige verbindende Element was Antisemiten, Rassisten, Homophobe, Genderkritiker, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Grundeinkommenfantasten und EU-Abschaffer eint, ist die Fremdenfeindlichkeit...Also das Große und Ganze wofür die AfD derzeit steht.
Julius_Dolby
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2017 - 18:01:42    Titel:

Ach was. Es ist sicher nicht so, als seien alle AfDler fremdenfeindlich.
Man muss auch nicht fremdenfeindlich sein, um homophob, gegen Genderpolitik oder für mehr direkte Demokratie und (damit) EU- oder EURO-kritisch zu sein - oder umgekehrt.

Solche Behauptungen dienen dazu, einfache Gemüter aufzuwiegeln - oder um im eigenen Kopf das Weltbild von anderen zu vereinfachen.
jo icke eben
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2017 - 21:49:27    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:

…oder Politik mit Blick für das grosse und ganze.


naja oder das einzige verbindende Element was Grundeinkommenfantasten eint, ist die Fremdenfeindlichkeit


Aha, also jeder, der für ein Grundeinkommen plädiert, ist ein Nazi und Rassist. Das sind interessante Erkenntnisse. Ist denn jeder, der für den Atomausstieg ist, auch automatisch ein ausländerhassender Nazi und Fremdenfeind? Sind Menschen, die für Umweltschutz sind, jetzt eigentlich auch braune Nazis und rassistische braune Hetzer?
Ach komm Ludwig, lass stecken. Von Dir kommt ne Menge Unsinn, aber diesmal hast Du echt den Vogel abgeschossen...dein "Grundeinkommenfantasten sind Fremdenfeinde" Unsinn ist bei weitem der größte Schwachsinn, den Du jemals in diesem Forum verzapft hast.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 25 Apr 2017 - 23:16:42    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
Ach was. Es ist sicher nicht so, als seien alle AfDler fremdenfeindlich.
Man muss auch nicht fremdenfeindlich sein, um homophob, gegen Genderpolitik oder für mehr direkte Demokratie und (damit) EU- oder EURO-kritisch zu sein - oder umgekehrt.

Solche Behauptungen dienen dazu, einfache Gemüter aufzuwiegeln - oder um im eigenen Kopf das Weltbild von anderen zu vereinfachen.


Nein aber im Großen und Ganzen trifft das auf die AfD zu, man könnte zwar auch ohne fremdenfeindlich zu agieren gegen den Euro sein aber man kann dann kein Amt mehr in dieser Partei bekleiden. Gab es am letzten Parteitag auch Reden, die ohne Hinweis auf negative Folgen der Zuwanderung, irgendein allgemeines Thema behandelten? Inzwischen wird ja sogar der Ariernachweis wieder von Euch aufgewärmt, was also willst Du da jetzt noch beweisen? Eure 50 Gründungsprofs habt Ihr rausgeworfen, zu unarisch, zu unrechts, zu gemäßigt, nicht fremdenfeindlich genug und somit für die breite Basis (das Große und Ganze) nicht mehr tragbar.
jo icke eben
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BeitragVerfasst am: 26 Apr 2017 - 17:46:14    Titel:

Oh Gott, die Mehrheit der teutschen sind Nazis, Rassisten und Fremdenhasser, wie eine neueste Umfrage zeigt:

Ein staatlich finanziertes, arbeitsunabhängiges Einkommen weit über Hartz-IV-Niveau? Die Mehrheit der Deutschen scheint das gut zu heißen, wie eine Umfrage zeigt.

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/umfrage-mehrheit-der-deutschen-fuer-bedingungsloses-grundeinkommen/19427282.html
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