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"Alternative für Deutschland" will raus dem Euro
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Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2699

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 12:28:43    Titel:

Zitat:
Schweden hat doch kürzlich komplett auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umgestellt.Oder?


Echt? Ich war schon ein halbes Jahr nicht mehr dort, damals gabs aber noch Bargeld. Richtig ist zumindest, dass in meisten anderen Ländern deutlich weniger Bar gezahlt wird, als in Deutschland. Wir sind da extremst rückständig, teilweise nehmen hier manche kleineren Geschäfte ja nichtmal Kreditkarten. In den USA zahle ich selbst Briefmarken für 50 Cent oder so nur mit KK... und in vielen anderen Ländern sind Bustickets per Smartphone usw. deutlich verbreiteter als hier. Der Deutsche ist halt wohl zu konservativ, was sowas angeht. Ich bräuchte kein Bargeld mehr... immer dieses lästige Wechselgeld, besonders die gammligen braunen Münzen, und dann immer diese Gebühren beim Geld wechseln, wo man nur übers Ohr gehauen wird. Amex, Visa und Mastercard sind genug.
Bounty315
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Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 332

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 13:38:21    Titel:

Am Wochenende konnte man in Schweden noch mit SEK bezahlen. Aber so wirklich notwendig war es schon in den vergangenen Jahren nicht mehr Bargeld mit sich zu führen.

Was den Euro angeht stimme ich Dir absolut zu Justav. Es gibt im Endeffekt nur zwei tragfähige Lösungen: Eine gemeinsame Geld- und Fiskalpolitik (was dann mehr oder weniger die Vereinigten Europäischen Staaten wären) oder eben der Schritt zurück zu landeseigenen Währungen. Das haben die meisten Volkswirte schon vor der Einführung des Euros gepredigt und bis heute Recht behalten.
Merkel und Co. bewegen sich dabei klar Richtung Option 1. Ob das die Bürger mitmachen ist allerdings mehr als fraglich. Die Zustimmung so einem solchen Projekt wird wohl in keinem Land über 50% liegen.
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 16:31:10    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Higher_Consciousness hat folgendes geschrieben:
Es ist zu müßig, hier gegen die offenkundige Unkenntnis Aufklärungsarbeit zu leisten. Verbleiben wir lieber beim Threadthema, also reaktionären Rechtspopulismus.


Wie geil. Laughing

Jede aber auch jede "Alternative" zu den mitte-links Blockparteien=alternativlos gilt jetzt schon als "reaktionärer Rechtspopulismus".

Damit haben wir hoffentlich die Endzeitphase der linken Meinungsherrschaft erreicht. Cool

Weil steigerbar ist das nicht mehr.

Zitat:
Eigenartig ist es schon, dass der neue Higher_Consciousness mir nicht beantworten will, wie er zur Identität des alten Higher_Consciousness gelangt ist, der doch ganz andere Ansichten vertrat. Rolling Eyes


Wikipedia hat folgendes geschrieben:
Reaktion war im 19. Jahrhundert der Sammelbegriff für diejenigen Kräfte, die sich der Fortführung der Französischen Revolution und der Übernahme ihrer Ideen (code civil, Parlamentarismus, Grundrechte und Verfassung, Republik usw.) in anderen Ländern widersetzten.
Seitdem ist Reaktion die Bezeichnung für antidemokratische und gegen den gesellschaftlichen Fortschritt eingestellte Kräfte bzw. eine Haltung, die rückwärtsgewandt ist.


http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktion_(Politik)

Wikipedia hat folgendes geschrieben:
Der Rechtspopulismus ist eine politische Strömung in mehreren europäischen Staaten, die sich ab den späten 1970er Jahren in Westeuropa herausbildete und in den 1990ern auch in den Staaten Osteuropas Fuß fasste. Die Vertreter dieser Strömung verbinden zugespitzte Positionen der politischen Rechten mit einem Bekenntnis zur Demokratie und wenden sich in populistischer Manier etwa gegen Einwanderer, die Europäische Union und die etablierten Parteien. Stattdessen fordern sie unter anderem eine leistungsorientierte Gesellschaftsordnung, ein Bekenntnis zu „Christlichem Abendland“ und nationaler Kultur, häufig verbunden mit Islamfeindlichkeit und der Forderung einer „Law-and-Order-Politik“ gegen für die eigene Nation als schädlich oder bedrohlich wahrgenommene Personen und Organisationen und als zu liberal und unflexibel wahrgenommene bestehende Strukturen in Staat, Verwaltung und politischen Entscheidungsprozessen.

Rechtspopulisten sehen sich als Sprachrohr einer schweigenden Mehrheit, deren Interessen die etablierten Parteien ignorieren würden und die gegenüber Migranten oder ethnischen Minderheiten benachteiligt sei. Damit richtet sich der Rechtspopulismus in seinem Selbstverständnis gegen gesellschaftliche Minderheiten und die politische Klasse, die er als korrupt, machtbesessen und zu wenig volksnah ansieht. Der „Appell an das Volk“ soll dabei suggerieren, dass es einen genuinen Volkswillen gebe, der in seinem latenten Wahrheitsgehalt nur zutage gebracht werden müsse.[1]

Anders als die neofaschistisch und revisionistisch gesinnten Rechtsparteien der Nachkriegszeit verzichtet er aber auf ein völkisch geprägtes Weltbild; an Stelle des klassischen Rassismus tritt in rechtspopulistischen Programmatiken der Kulturalismus. Auch lehnt der Rechtspopulismus das demokratische System nicht rundweg ab, sondern wendet sich gegen einzelne Elemente wie den Pluralismus, den Minderheitenschutz oder die Religionsfreiheit. Rechtspopulistische Parteien und Organisationen handeln meist aus der Opposition heraus und formulieren öffentlichkeitswirksame und plakative Maximalforderungen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtspopulismus



Ich war schon immer ein glühender Verfechter der europäischen Einigung. Nach dem OB stellt sich für mich die Frage nicht, sondern nach dem WIE.

Dass es keinen Staat ohne einheitliche Währung (und damit auch Fiskalpolitik) geben kann, sollte wohl selbstverständlich sein. Insofern handelt es sich vorliegend um keine gestaltende Alternative, sondern um eine reaktionäre populistische Bewegung, die aus diffusen Ängsten den bis dato erzielten Fortschritt im europäischen Einigungs- und Friedenssicherungsprozess rückgängig machen will.
steak2
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 447

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 16:46:38    Titel:

War ja klar, dass da wieder Wikipedia kommt. Nicht wahr, nein_abgelehnt?
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 16:48:44    Titel:

steak2 hat folgendes geschrieben:
War ja klar, dass da wieder Wikipedia kommt. Nicht wahr, nein_abgelehnt?


Hast du etwas gegen wissenschaftliche Forschungsergebnisse gebündelt dargestellt in Enzyklopädien?

Was wäre dir lieber? Gottesbeweise?
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2699

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 16:56:26    Titel:

Die dargestellten Wirtschaftspolitischen Ansätze haben rein gar nichts mit Rechtspopulismus zu tun. Wie kommt man auf so einen Unfug? Und wie kommst du auf die Idee, dass Rechtspopulismus in diesem Thema eine Rolle spielt, nur weil du hinter jeder Ecke Geister siehst? Du kannst gerne woanders über reaktionären Rechtspopulismis diskutieren, mit der Fiskal- und Währungspolitik hat das nichts am Hut.
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
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BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 16:57:26    Titel:

Wenn ich mir allein die Schaufenstermodelle anschaue, mit denen diese rechtspopulistische Bewegung wirbt, so entdecke ich auffallend viel C-Prominenz.

Da wollen sich ein paar stockkonservativ verkrustete VWLer und Juristen ein bisschen profilieren, um persönlichem Erfolg etwas auf die Beine zu helfen. Als Aufhänger schüren sie antieuropäische Ressentiments. Juhu, was für Helden! Rolling Eyes
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 17:16:03    Titel:

Justav hat folgendes geschrieben:
Die dargestellten Wirtschaftspolitischen Ansätze haben rein gar nichts mit Rechtspopulismus zu tun. Wie kommt man auf so einen Unfug? Und wie kommst du auf die Idee, dass Rechtspopulismus in diesem Thema eine Rolle spielt, nur weil du hinter jeder Ecke Geister siehst? Du kannst gerne woanders über reaktionären Rechtspopulismis diskutieren, mit der Fiskal- und Währungspolitik hat das nichts am Hut.


Natürlich, sie sind im Kern eine Globalisierungs- und Neoliberalismus-Kritik. Der große Aufhänger ist hier der Euro. Wikipedia referiert dazu wie folgt:

Zitat:
Die rechtspopulistische Sicht auf Neoliberalismus und Globalisierung ist gemischt: Einerseits befürwortet der Rechtspopulismus den staatskritischen Charakter des Neoliberalismus und fordert etwa niedrigere Steuern, vorrangig für die Mittelschicht, letztendlich aber für die gesamte Wirtschaft. Der Rechtspopulismus tritt für eine Privatisierung von Staatsbetrieben ein, da er der Macht der Regierung über wirtschaftliche Kernbereiche misstraut und setzt sich für die finanzielle Entlohnung von Leistung und vor allem ökonomisch starken Schichten ein; „Leistungsverweigerern“ sollen die Zuwendungen entzogen werden. Dem Wähler wird suggeriert, das existierende System trage die Schuld an seinem tatsächlichen oder befürchteten sozialen oder wirtschaftlichen Abstieg, weil es seine erbrachten Leistungen – Bildung, Arbeit oder Talente – nicht entlohne. Stattdessen finanziere der Staat den Missbrauch der Sozialsysteme und protektioniere gesellschaftliche Randgruppen und die herrschende Klasse.[20]
Andererseits befürwortet der Rechtspopulismus aber auch eine finanzielle Förderung von Familien und der nationalen Wirtschaft und plädiert für protektionistische Maßnahmen, um die heimischen Märkte gegen Importe aus Billiglohnländern zu schützen und umgekehrt die eigenen Exporte zu stärken. Damit spricht der Rechtspopulismus den Wohlstandschauvinismus in Teilen der Bevölkerung an: Nur die Aspekte von Globalisierung und Neoliberalismus werden akzeptiert, die den eigenen Interessen dienen. Die Teilaspekte, die für die eigene Person oder Bevölkerung Nachteile mit sich bringen, werden hingegen verworfen.[21] Diese Haltung ist unter anderem eine Folge des Drucks auf die Sozialsysteme durch Modernisierungsprozesse. Die dadurch aufgeworfene Frage nach einem zeitgemäßen Wohlfahrtsstaat und sozialer Gerechtigkeit beantwortet der Rechtspopulismus mit einer nationalistischen Sichtweise: Gefördert werden soll zuallererst die eigene Bevölkerung und die heimische Wirtschaft; gegen Wirtschaftsflüchtlinge, Billigimporte oder Finanzabgaben an die EU will er entschieden vorgehen.
Rechtspopulisten verzichten auf eine konsistente Haltung zu Neoliberalismus und Globalisierung: einerseits weil sich viele ihrer Forderungen schlussendlich widersprechen, andererseits weil sie ein breites Wählerklientel ansprechen möchten, das keine einheitlichen wirtschaftlichen Interessen hat.[20] Zwar lehnen sie Interventionismus vordergründig ab, gehen jedoch nie so weit, der heimischen Wirtschaft die Unterstützung zu versagen. Marktradikal treten Rechtspopulisten vor allem auf, wenn sie sich damit positiv von der etablierten Politik abgrenzen können. Wo Sozialabbau große Teile der Bevölkerung betreffen würde, stellen sie sich dagegen. Die Unterschiede sind dabei innerhalb des Rechtspopulismus relativ groß. Das liegt zum einen an den verschiedenen nationalen Gegebenheiten, zum anderen an der ideologischen Positionierung. Vertreter des Rechtspopulismus, die dem Rechtsextremismus näher stehen, etwa der französische Front National, favorisieren eher protektionistische Modelle und orientieren sich stärker am Sozialstaat. Parteien wie die niederländische Partij voor de Vrijheid, die sich bewusst vom Rechtsextremismus abgrenzen wollen, greifen oft stärker auf neoliberale Argumentationsmuster zurück.


http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtspopulismus#Zielgruppe.2C_Rhetorik_und_Ideologie

Mit dem Euro-Ausstieg soll eigene Wirtschaft vermeintlich gefördert werden, die EU soll ihrer Wirtschaftskompetenzen beschnitten werden ("BuT soll wieder über Gurkenkrümmung bestimmen dürfen" Rolling Eyes), vermeintliche Einwanderung in die Sozialsysteme wird mal wieder thematisiert, dann noch Familie, Steuern und Renten (witzigerweise in Verbindung zur Euro-Krise, welch ein Spagat!) usw. usf.

Also: weg mit der EU, weg mit internationaler Arbeitsteilung, weg mit Freiheit und Offenheit. Cui bono? Dem Gemeinwohl? Dem Michel? Dass ich nicht lache!



PS: Bezeichnenderweise haben Populisten bei Wahlerfolgen bereits in der Antike Diktaturen installiert. Beim römischen Kampf zwischen Optimaten (Anhänger der Republik und des Senats) und Popularen (Mobilisatoren der Volksmassen) war es u.a. der Popular (=Populist!) Caesar, der mit seiner Diktatur die Republik bis in die Grundfeste erschütterte. Danach folgte ihre endgültige Beerdigung durch Augustus (ebenfalls ein Freund der Masse, der "stillschweigenden Mehrheit").
steak2
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 447

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 18:37:29    Titel:

steak2 hat folgendes geschrieben:
War ja klar, dass da wieder Wikipedia kommt. Nicht wahr, nein_abgelehnt?


Was auf Wikipedia steht ist kein Forschungsergebnis sondern eine Meinung. Und deine Interpretation gewisse Ansichten in der VWL als rechtspolulistisch zu brandmarken ist einfach nur billig. Sind bei dir schon Osterferien, oder was? Grow up.
Higher_Consciousness
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Anmeldungsdatum: 12.03.2013
Beiträge: 1684
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14 März 2013 - 18:45:39    Titel:

steak2 hat folgendes geschrieben:

Was auf Wikipedia steht ist kein Forschungsergebnis sondern eine Meinung.


*gähn*

Siehe Fußnoten zur Fachliteratur.

Zitat:
Und deine Interpretation gewisse Ansichten in der VWL als rechtspolulistisch zu brandmarken ist einfach nur billig. Sind bei dir schon Osterferien, oder was? Grow up.


VWL und Jura sind klassische strukturkonservative Wissenschaften, das tut aber nicht viel zur Sache. Viel wichtiger ist, dass die vorliegend vorgestellte Partei eine reaktionäre rechtspopulistische Bewegung ist, ihre Motive und Aktionen vorhersehbar.

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