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Mittelbare Täterschaft prüfung
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goldirs
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Anmeldungsdatum: 21.03.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21 März 2013 - 20:33:29    Titel: Mittelbare Täterschaft prüfung

hallo an alle:

folgendes Problem:

ich finde einfach keinen Aufbau zur mittelbaren Täterschaft, wenn in der fallfrage nicht nach dem tätnächsten gefragt istalso der strafbarkeit des werkzeugs. also dieser garnicht zu prüfen ist kann ich diesen ja nicht vor dem Hintermann prüfen , ich müsste seine Tathandlung dann ja inzident in die prüfung des Hintermanns einbauen ??? oh gott ich weiss gerade echt nicht mehr weiter wäre super , wenn mir jemand helfen kann, geht um ne richtig wichtige arbeit von mir danke schon mal im voraus Rolling Eyes
.rOYAL
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Anmeldungsdatum: 12.12.2012
Beiträge: 325
Wohnort: FFM

BeitragVerfasst am: 21 März 2013 - 21:45:28    Titel:

Ja, dann prüfst du ihn halt inzident.
.rOYAL
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Anmeldungsdatum: 12.12.2012
Beiträge: 325
Wohnort: FFM

BeitragVerfasst am: 21 März 2013 - 21:45:41    Titel:

Ja, dann prüfst du ihn halt inzident.
goldirs
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Anmeldungsdatum: 21.03.2013
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21 März 2013 - 22:02:32    Titel:

Danke erstmal für die schnelle antwort,

Genau das ist mein Problem ich weiss nicht wie man eine solche inzident Prüfung ausbaut.

würde die Prüfung dann folgendermaßen aussehen :

A. § 267 I , 25 I alt. 2

I. Tatbestand

1. objektiver Tb

a ) verwirklichung des objektiven Tatbestand durch das Werkzeug

und hier runter müsste ich dann die komplette prüfung der Urkundenfälschung prüfen ??
Shocked

könnte man nicht als vorprüfung quasi die strafbarkeit des werkzeugs prüfen auch wenn nach dieser nicht gefragt ist ?
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 22 März 2013 - 00:08:47    Titel:

MT kann sich nach §§ xxx, 25 I Alt. 2 StGB strafbar gemacht haben.

Objektiver Tatbestand

Die mittelbare Täterschaft setzt eine aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen überlegene Position einer Person voraus, die es dieser (dem mittelbaren Täter) ermöglicht, das Handeln einer anderen Person(des menschlichen Werkzeugs/Tatmittlers) in einer den objektiven Tatbestand verwirklichenden Weise zu lenken.

(Überlegene Stellung des MT und Defizit des TM thematisieren)
MT wußte, dass TM davon ausging, dass sich ein völlig harmloses Medikament in der Spritze befand. Er erkannte, das TM aufgrund dieses Umstandes keinen Anlass dazu hatte, der Bitte des Oberarztes MT zur Verabreichung des Medikamentes an den O nicht zu folgen.
Da MT auch der Vorgesetze des Krankenpfleger TM war, hatte er insoweit eine beherrschende Einfluss auf den TM; dieser rechtfertigt es, MT die Handlungen des TM, namentlich die Verabreichung der Spritze mit einem tödlichen Medikament, als wahren Urheber zuzuschreiben.

O ist zudem tot; der Erfolg eingetreten.


(Argumentativ aufwendiger ist es, wenn der Tatmittler selbst deliktisch handelt. Das heißt aber nicht, dass es einer vollständigen Prüfung des Tatmittlers bedarf, es muss vielmehr herausgestellt werden, dass dem mittelbaren Täter trotz des Umstandes, dass der Tatmittler deliktisch handelt, noch ein mehr an tatbeherrschender Stellung verbleibt. Bspw. wenn der Vordermann wissen und willentlich einen Grundtatbestand verwirklicht, aber nicht mitkriegt, dass er in objektiver Hinsicht eine Qualifikation verwirklicht. Der Hintermann aber dahingehend einen bestimmenden Einfluss hat.
Übrigens gehören Täter hinter dem Täter Konstellationen zu den umstrittensten Konstellationen. An guter Argumentation kommt man nicht drumrum).


Subjektiver Tatbestand

Wissen und Wollen um die tatbeherrschende Stellung im Hinblick auf die Verwirklichung des objektiven Tatbestands mittels des menschlichen Werkzeuges.

RW

Schuld


----

Beim Versuch wirst de auch noch thematisieren können, wann der dieser für den mittelbaren Täter anfängt. Da gibt auch mehrere Theorien.
Leipziger oder Münchner Kommentar zu §25 I Alt. 2 geben Aufschluss.
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