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Wing gescheitert, mi, wi, ti oder pi?
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Foren-Übersicht -> Informatik-Forum -> Wing gescheitert, mi, wi, ti oder pi?
 
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ruther
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Anmeldungsdatum: 22.09.2009
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 23 März 2013 - 13:24:56    Titel: Wing gescheitert, mi, wi, ti oder pi?

Hallo!
Habe wahrscheinlich zum dritten mal Physik nicht bestanden (Ergebnisse sind noch nicht raus, einen Versuch habe ich quasi verschenkt..), weshalb ich Wing wohl nicht mehr weiter studieren darf..

Ich mache mir nun Gedanken wie es weiter gehen soll.
Einen rein-Wirtschaftlichen Studiengang (BWL, VWL) kann ich mir eher nicht vorstellen, auch wenn der wirtschaftliche Teil des Wing mir immer Spaß gemacht hat und ich auch durchwegs gute Noten hatte (Projektmanagement, BWL usw).

Da mich Informatik ebenfalls interessiert, bin ich zunächst auf WiInf gestoßen. Habe dann aber gesehen, dass die Westfälische Hochschule (an der ich auch gern bleiben würde) neben Wirtschaftsinformatik, auch noch Praktische Informatik, Technische Informatik und Medieninformatik anbietet.
Habe hier zum Überblick mal die Studienverlaufspläne gegenübergestellt:
http://i.imgur.com/l8izUcf.jpg

Da die FH allgemein sehr technisch ausgerichtet ist, mache ich mir eigentlich keine Gedanken darüber, dass der Informatikteil zu kurz kommt.
Außerdem ist es anscheinend laut FH-Seite möglich, zwischen den einzelnen Studiengängen zu wechseln und alle berechtigen zum Studieren der gleichen Master-Studiengänge (MI, WI, PI, TI, Internet-Sicherheit und International Software Engineering).

So, nun frage ich mich, was sollte ich machen?

Technische Informatik:
Habe gehört, soll wohl sehr E-Technik lastig sein, was ich eigentlich nicht so toll fände.

Medieninformatik
Anscheinend als "Mädcheninformatik" verschrien, würde mich aber ebenfalls interessieren, da ich selber gerne Fotografiere und Videos bearbeite. Mache mir hier nur etwas Gedanken um die zukünftigen Jobchancen, will auch hinterher nicht unbedingt in der "Web-Schiene" gefangen sein.

Wirtschaftsinformatik
Wäre nach dem versauten Wing für mich wohl das Logischste. Habe allerdings trotz allem ein wenig Angst, dass man hinterher nur BWLer mit ein bisschen IT-Verständnis ist. Jobchancen bin ich mir auch nicht so sicher.

Praktische Informatik
Würde mich ebenfalls interessieren, da man hier wohl am "gründlichsten" programmieren lernt, ich will allerdings auch nicht unbedingt eine reine "Arbeitskraft als Software-Entwickler" werden welcher nur Code raushaut und zudem noch mit Fachinformatikern konkurieren muss.

Ich hoffe ich bin hier niemandem auf die Füße getreten, wäre natürlich super wenn sich hier Leute äußern würden die vlt. die eine oder die andere Richtung gewählt haben. Smile

Danke fürs lesen!

mfG,
Tim
maze77
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Anmeldungsdatum: 28.09.2012
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 23 März 2013 - 13:45:53    Titel:

Mir kommt es so vor, wie wenn du hier einfach zahlreiche Klischees zu jedem Studiengang auflistest.
Oder was soll die Aussage "Medieninformatik ist als Mädcheninformatik verschrien"? Wäre es nicht viel wichtiger für dich zu wissen, was die Studieninhalte und Anforderungen und Perspektiven sind?
Bist du z.B. sicher, dass es ausreicht, gerne Videos zu bearbeiten, um in Medieninformatik erfolgreich zu sein?

Wirtschaftsinformatik: Ich denke, die WiInfs findet man meist als Informatik-Projektleiter, wo sie die sehr wichtigen "Scharnierfunktionen" zwischen Business und der Informatik übernehmen. Ich denke, das ist letztlich das Profil dieser Leute. Wenn man das will, dann ist dieses Studium das richtige, ansonsten eher nicht.

Zu deiner Beurteilung des Studiengangs "Praktische Informatik".
Nun ich bin selber "reine Arbeitskraft als SW-Entwickler" und das seit fast 15 Jahren. Du glaubst, das sei einfach? Das sei "nur Code raushauen"?

Und was das "Konkurrieren mit Fach-Informatikern" angeht:
Willkommen im Kapitalismus! Du stehst ständig und jederzeit in Konkurrenz, in jedem Beruf.

Mein Tip an dich:
Werd dir klar, was genau du willst. Was möchtest du später einmal täglich tun, was treibt dich an? Gibt es eine angemessene Nachfrage für die Leistung, die du erbringen würdest?
Wenn du das weisst, dann such dir einen Studiengang, der dich deinem Ziel näherbringt.
ruther
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Anmeldungsdatum: 22.09.2009
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 23 März 2013 - 14:21:44    Titel:

maze77 hat folgendes geschrieben:
Mir kommt es so vor, wie wenn du hier einfach zahlreiche Klischees zu jedem Studiengang auflistest.
Oder was soll die Aussage "Medieninformatik ist als Mädcheninformatik verschrien"?

Ja, das stimmt - ganz bewusst Wink Ich gebe halt nur das wieder was ich in den letzten Tagen in diesem und in anderen Foren aufgeschnappt habe. ICH denke nicht so - musste mir von den "richtigen" Rolling Eyes Ingenieuren auch schon genug spott anhören Wink

Zitat:

Wäre es nicht viel wichtiger für dich zu wissen, was die Studieninhalte und Anforderungen und Perspektiven sind?

Natürlich, deshalb dieser Thread. Smile


Zitat:

Bist du z.B. sicher, dass es ausreicht, gerne Videos zu bearbeiten, um in Medieninformatik erfolgreich zu sein?

Natürlich nicht, allerdings weiß ich als langjähriger Anwender solcher Software was man als eben solcher für Ansprüche an diese hat. Dass ein Medieninformatik Studium kein Photoshop/Flash-Intensivkurs ist, dem bin ich mir bewusst.


Zitat:

Wirtschaftsinformatik: Ich denke, die WiInfs findet man meist als Informatik-Projektleiter, wo sie die sehr wichtigen "Scharnierfunktionen" zwischen Business und der Informatik übernehmen. Ich denke, das ist letztlich das Profil dieser Leute. Wenn man das will, dann ist dieses Studium das richtige, ansonsten eher nicht.

Auf solche Infos hatte ich gehofft. Smile

Zitat:

Zu deiner Beurteilung des Studiengangs "Praktische Informatik".
Nun ich bin selber "reine Arbeitskraft als SW-Entwickler" und das seit fast 15 Jahren. Du glaubst, das sei einfach? Das sei "nur Code raushauen"?

Nein, einfach sicher nicht. Praktische Informatik wird zusammen mit Technischer Informatik von den genannten Studiengängen sicherlich das schwierigste sein (Je nachdem, was einem eher liegt). Es geht eher darum, dass ich mich eher nicht als reinen Programmierer sehe.

Zitat:

Und was das "Konkurrieren mit Fach-Informatikern" angeht:
Willkommen im Kapitalismus! Du stehst ständig und jederzeit in Konkurrenz, in jedem Beruf.

Klar. Smile
Es fragt sich halt nur wann es für ein Unternehmen wirtschaftlicher jemanden mit Bachelor anstatt einen Fachinformatiker einzugestellen (oder das ganze direkt nach Fernost auszulagern).

Zitat:

Mein Tip an dich:
Werd dir klar, was genau du willst. Was möchtest du später einmal täglich tun, was treibt dich an? Gibt es eine angemessene Nachfrage für die Leistung, die du erbringen würdest?
Wenn du das weisst, dann such dir einen Studiengang, der dich deinem Ziel näherbringt.

Genau das fällt mir momentan leider noch ein wenig schwer!

Danke soweit für deine Antwort!
maze77
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Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 23 März 2013 - 15:28:19    Titel:

Also dann frage ich anders: wieso genau willst du Informatik studieren?

Du sagst, du interessierst dich für Informatik - was genau interessiert dich daran?

Ich habe mir den verlinkten Plan mal genauer angeschaut.
Für mich stellt sich das etwa so dar:

- WI: das altbekannte.
- PI: das deckt sich weitgehend mit dem Studium, welches ich selber absolviert habe (hiess "Allgemeine Informatik"). Es ist von den Inhalten her das "reinste".
- Medieninformatik: unklares Konzept, welches Berufsbild wird da anvisiert?
- TI: die Frage hier ist, ob du nicht jedem Elektrotechniker am Ende unterlegen bist?

Ich verstehe durchaus deine Unruhe betreffend WI.
Jede dieser "Weder-Fisch-noch-Vogel" Studiengänge hat ja dieses Problem. Der WI ist aber schon recht etabliert, beim MI und TI wäre ich mir da nicht so sicher. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.

Der PI wirkt auf mich nicht wie eine reine Programmierausbildung.
Eher wie das Standard-Studium, wogegen die anderen Studiengänge
Abwandlungen sind.
konstantin87
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Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 23 März 2013 - 18:21:11    Titel:

der genannte TI-studiengang ist mir persönlich zu wenig etechnik-lastig. alle mir bisher bekannten technische informatik-studiengänge (auch informationstechnik genannt) waren deutlich etechnik-lastiger. den kannst du aber direkt streichen, wenn dir etechnik nicht gefällt.
PI hast du auch schon ausgeschlossen. bleiben letztlich noch MI und WI. da würde ich zu WI tendieren, denn mit WI kann man heutzutage nichts falsch machen und hält sich auch die restlichen master-programme offen, falls man noch neue interessen feststellen sollte.
meine bisherigen abteilungsleiter (dipl.-ing.) waren alle der meinung, dass man heutzutage eher wing oder winf als grundlage studieren sollte. du brauchst den großteil der studienkenntnisse im job eh nicht, musst dir neues wissen selbstaneignen und gerade dann sind solche studiengänge hilfreich. spezialisieren kannst du dich im master immer noch. ausserdem kannst du dir in winf die bwl-veranstaltungen rechnen lassen. die möglichkeit zu wechseln besteht ja auch.
maze77
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Anmeldungsdatum: 28.09.2012
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 24 März 2013 - 13:51:56    Titel:

Konstantin87:

Zitat:
du brauchst den großteil der studienkenntnisse im job eh nicht


Das sehe ich ganz anders.
Wenn ich schaue, wie komplex Informatikprojekte sind, braucht es Wirtschaftsinformatiker, welche einerseits die Anforderungen verstehen und andererseits technisches Verständnis haben.
Hierzu braucht es ganz konkretes Informatik-Fachwissen.
Und dieses Fachwissen lernt man im Studium.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 24 März 2013 - 14:27:36    Titel:

natürlich ist dann die eine oder andere veranstaltung hilfreich, aber doch nicht das gesamte studium. ein großteil bedeutet nicht, dass er das ganze studium nicht gebrauchen kann. ich habe jedenfalls noch niemanden getroffen, der mehr als 20% seiner studieninhalte im job braucht. viel vergisst man im laufe des studiums wieder.

und selbst bei 20% muss beachtet werden, dass man das bisschen an programmier-kenntnissen, was in einem semester durchgenommen wird, sich in vollzeit sehr schnell beibringen kann, wenn man nicht noch in 4-5 weiteren veranstaltungen wissenslücken schließen muss.
maze77
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Anmeldungsdatum: 28.09.2012
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 24 März 2013 - 14:44:42    Titel:

Würdest du jemanden einstellen als Projektleiter in einem Elektrotechnik-Projekt, der nicht Elektrotechnik studiert hat?

Selbstverständlich hat diese Person ihr vertieftes Fachwissen aus dem Studium - woher denn sonst?
Natürlich hat sie sich vieles on-the-job nachträglich angeeignet, aber die Grundlagen nicht - dafür ist im Job keine Zeit und auch nicht der geeignete Ort.

Das Wissen im Studium ist ja nichts, was man 1:1 im Job benutzen kann. Wenn man so etwas sucht, sollte man einen Produktekurs besuchen, z.B. von Microsoft oder Oracle.
Es geht doch um die tieferen Zusammenhänge, und davon sollte schon etwas hängenbleiben, auch wenn man sich verständlicherweise später einmal nicht mehr daran erinnern kann, warum genau nun das Halteproblem nicht entscheidbar ist...
Und was das Programmieren angeht: also zumindest bei uns gab es dazu folgende Module:
- OOP1
- OOP2
- Logisches & Funktionales Programmieren
- Mikroprozessorprogrammierung
- Software-Engineering
- Eine Projektarbeit, bei der konkret programmiert werden musste.
Dazu hätte es noch Wahlmodule gegeben (die ich nicht besucht habe) zum Thema SW-Engineering.
Ich sehe es eher umgekehrt wie du: ein Grossteil des Studiums kann man gebrauchen, es gibt immer ein paar Fächer die man nie benötigen wird.
Aber es ist klar, wenn jemand eh nur wegen des Titels studiert, um möglichst rasch an eine reine Management-Position zu kommen, dann
spielen wahrscheinlich tatsächlich die Studieninhalte keine so grosse Rolle.
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