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Längere Erkrankung im Studium - Urlaubssemester nehmen?
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Markus_T
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Anmeldungsdatum: 26.03.2013
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 27 März 2013 - 01:54:08    Titel: Längere Erkrankung im Studium - Urlaubssemester nehmen?

Hallo,

stehe vor der Frage, ob ich mich wegen Erkrankung vom Studium beurlauben lassen soll oder nicht, habe dazu ein wenig im Netz recherchiert und würde mich freuen wenn ihr mir eure Einschätzung zu folgenden Punkten geben würdet:

Würdet ihr sagen dass eine längere Erkrankung während des Studiums (1 Jahr oder länger) schon mal ein deutliches Manko ist bei späteren Bewerbungen ist? Und zwar ein größeres, als Lücken, die aus anderen Gründen entstanden sind?

Mein Eindruck ist, dass man mit so etwas nicht mehr so grundsätzlich positiv wahrgenommen wird, wie jemand der durchgehend gesund war. Und zwar relativ unabhängig von der Art der Erkrankung (es sei denn es war z.B. ein Unfall), und ob diese vollständig vorüber ist. Vielleicht wird dem Personaler seine Wahrnehmung gar nicht mal so bewusst, aber denke man wird schnell als weniger stabil und potentiell weniger leistungsfähig wahrgenommen.

Wie seht ihr das? Sorgt eine längere Krankheit dafür, dass die Person als labiler wahrgenommen wird und schlechtere Jobchancen hat?

Zweites Szenario:
Eine Beurlaubung wegen Erkrankung über 1-2 Semester - ok, ist nicht schön, wird wie oben geschildert eventuell schon mal negativ wahrgenommen aber ist in den meisten Fällen wahrscheinlich kein K.O-Kriterium.
Wie sieht es allerdings aus wenn jemand eine wirklich lange Erkrankung durchmacht und dafür 4 oder mehr Semester beurlaubt ist?
Im Bewerbungsgespräch wird sicher nach der langen Studiendauer gefragt. Hat man sich beurlauben lassen und kommt die Frage nach eventuellen Urlaubssemestern, wäre man gezwungen dies zu bejahen und als Grund die längere Erkrankung zu erwähnen.
Wenn man dann nicht von sich aus auf die genauen Krankheitsgründe eingeht (was ich erst mal nicht wollen würde), vermutet der Arbeitgeber dann nicht schnell dass es sich da wohl um eine psychische Erkrankung gehandelt hat? Denn welche "normale/körperliche" Krankheit dauert derart lange? Und wird man dann nicht ganz schnell als jemand gesehen, der vermutlich nicht verlässlich leistungsfähig, labil, in Krisenzeiten nicht belastbar und mit dem Risiko für zukünftige (psychische) Probleme behaftet ist? Und ist damit raus aus jedem Bewerbungsprozess?

Frage 2: Würdet ihr ebenfalls diesen Gedankengang beim Arbeitgeber erwarten?

Für eine Einschätzung der Lage würde mir allein schon eure Meinung zu diesen beiden Punkten helfen.

Die Frage ist ansonsten einfach: Lieber trotz Erkrankung keine weiteren Urlaubssemester nehmen wenn dies nicht unbedingt nötig ist, um später nicht gezwungen zu sein, diese Urlaubssemester und damit auch den Grund dafür zu erwähnen? Sondern die Option haben diese Fehlzeiten wenn möglich anderweitig zu erklären? Habe eh bereits Lücken im Studium die ich mit anderen Aktivitäten verbracht habe - unabhängig von Erkrankung. Von daher wäre es eigentlich egal ob ich weitere Lücken im Studienverlauf im Nachhinein einer Erkrankung oder anderen Aktivitäten zuordne.

Oder sollte man sich auf jeden Fall beurlauben lassen, eben um diesen Nachweis für spätere Bewerbungen zu haben?

Wo muss man Urlaubssemester überhaupt in Zukunft angeben?
(Hiwi-Stellen, Promotion, Jobs...?)

Sonstige zwingende Gründe für eine Beurlaubung (Fristen für Studienverlauf, Finanzierung etc.) gibt es keine.

Dass ein lückenhafter Studienverlauf schon mal schlecht ist, ist mir ganz klar, darum soll es hier nicht gehen, bitte deswegen keine Belehrungen.
Ich denke einfach es gilt die folgende Reihenfolge:
- Lücken sind schlecht
- aber Lücken wegen Erkrankung (und erst recht wegen einer - auch nur vermuteten - psychischer Erkr.) sind noch schlechter.

Der Krankheitsgrund ist bei mir kein typisch psychischer (keine Depression, Zusammenbruch, Burn-Out etc.) hat aber auch irgendwo eine psychische Komponente. Es ist aber zu erwarten, dass ich vollständig genese und danach wieder voll leistungsfähig bin.

Würde mich über eure Einschätzung - besonders zu den ersten beiden Fragen - freuen!
showcase
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Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 27 März 2013 - 19:42:08    Titel:

Genau das gleiche Problem habe ich auch Very Happy
Und ich weiss auch nicht,was richtig ist.

Meine Idee war es z.B bei den Firmen einfach mal anfragen.
Ich habe auch etwas psychisches mit sicherer Genesung,kein direktes Burnout o.Ä.

Ich wollte die nächsten Tage einfach mal fragen...mal schauen ob ichs hinkrieg....
Ruhrgebietstramp
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Anmeldungsdatum: 12.04.2013
Beiträge: 101
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2013 - 11:15:57    Titel:

Hallo Ihr Beiden,

ich kann Euch beruhigen. Eine Erkrankung KANN und MUSS kein Ko-Kriterium sein. Personalverantwortliche wissen, dass es nicht den perfekten Bewerber mit dem perfekten Lebenslauf gibt. Jeder Bewerber hat Ecken und Kanten und regelmäßig unrunde Lebensläufe.

In erster Linie kommt es den Personalverantwortlichen auf die Aussagekraft und Individualität der Bewerbung an. Ist diese gegeben, ist der Personalverantwortliche durchaus bereit, Unwuchtungen im Lebenslauf zu akzeptieren. Und wenn er dann noch die Botschft liest, dass der Bewerber sich auf die Position UND die Mitarbeit im Unternehmen freut, auch bereit, sich diesen einmal näher anzusehen.

Bewerber, die nach einer längeren Krankheit und Reha dem Personalverantwortlichen überzeugend signalisiert haben, dass sie wieder fit sind, sind zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden und haben anschließend auch den Vertrag bekommen.

Und da Ihr Euch ja nicht aus der Krankheit heraus bewerbt, sondern nach dem Abschluss des Studiums, ist ja offensichtlich, dass Ihr wieder fit seid.

Wichtig ist halt nur: die Aussagekraft und Individualitä der Bewerbung gepaart mit der passenden Werbbotschaft; und ds ganze in einem interessant zu lesenden Schribstil, also nicht nur sachlich-nüchtern, sondern dem zu Euch passenden jungen, dynmischen Stil.

Und solltet Ihr das nicht selber hinbekommen, so kommt es mittlerweile die verschiedensten kompetenten Unterstützungsmöglichkeiten; vergleichbar den Marketingsagenturen, denen sich die Unternehmen bedienen, wenn es um die Werbung geht.

Viele Grüße aus Duisburg
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