Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt..;)
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt..;)
 
Autor Nachricht
Mecki999
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.02.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2013 - 16:12:04    Titel: Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt..;)

Hallo lieber Leser,
ich brauche einfach mal ein paar ganz unabhängige Ratschläge.
Mein Name ist Mira, 20 Jahre alt, im letzten Sommer habe ich mein Abitur (NC 1,2) gemacht. Jetzt bin ich für 1 Jahr in Tschechien (FSJ) und seit Monaten plagt mich die Frage: was soll ich studieren?

In der Schule war ich eigentlich überall gut, wo ich es wollte, so doof das klingt. Einzig allein Chemie war so gar nicht meins, alles andere war sehr gut machbar. Sehr gut war ich vor allem in Latein/Deutsch/Französisch (Sprachen allg.) und Geisteswissenschaften. Besonders schwierige Texte mochte ich gerne und im diskutieren und argumentieren war ich selten unterlegen. Mit Mathe hatte ich im Unterricht manchmal meine Schwierigkeiten, in den Klausuren war ich dann aber doch immer über dem Durchschnitt. Neben der Schule hab ich viel Sport gemacht(teilw. auf Leistungsebene), im Orchester gespielt, Jugendarbeit in der Gemeinde und im Verein sowie Streitschlichtung. Recht breit gefächert alles also..

Nun ist es so, dass ich dank meinem Schnitt nahezu alles machen könnte.

Meine Interessensfelder liegen so irgendwie zwischen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Recht und Sprachen. Ich möchte später mal etwas machen, was irgendwie nicht total sinnlos ist (könnte mir nicht vorstellen, nur für den Profit eines einzelnen Konzerns zu arbeiten; natürlich kann man nie unbedingt was "großes" ändern, aber ich möchte das Gefühl haben, dass meine Arbeit irgendeinen Sinn für zumindest einzelne Menschen hat). Außerdem möchte ich mal mehr oder weniger gute Jobaussichten haben (würde daher nie auf die Idee kommen, Germanistik o.Ä. zu studieren) Natürlich wäre es schön, wenn ich dabei nicht nur am Schreibtisch sitzen müsste. Aber die meisten Berufe sind vermutlich nunmal so..

Ursprünglich hatte ich mir mal überlegt, mich für den deutsch-französischen Studiengang Science Politique Vorstellung B.A. Angewandte Politikwissenschaften — Seminar für Wissenschaftliche Politik oder Wirtschaftswissenschaftencchttp://wiwi.uni-mainz.de/paris/34.php zu bewerben. Vorallem Sciences Po für mich eine interessante Mischung aus Politik, Sprachen, aber auch BWL/Recht.
Nun ist es aber so, dass ich durch das tschechische viel Französisch verloren haben und pro Jahr nur 10 Studenten genommen werden. Außerdem würde man sich in Freiburg für 5 Jahre festlegen und ständig umziehen. Vielleicht also lieber nur einen deutsch-französischen Master machen später.
Auf der Suche nach etwas ähnlichem ist mir dann der Studiengang "Politik und Wirtschaft" in Münster begegnet: BaSIC, Universität Münster. Finde die Kombi gut, außerdem kann man danach sowohl seinen Master in VWL als auch in PoWi machen. Habe nur etwas Angst, dass das nichts halbes und nichts ganzes ist, was denkt Ihr? Zumal ich finde, dass Sprachen zu wenig mit einbezogen werden, es gibt keine Vorlesungen auf englisch! Und gerade bei Politik und Wirtschaft ist das doch eigentlich unerlässlich?
Außerdem - ich interessiere mich schon für Politik, war aber nie in einer Partei, bei einer Stiftung o.Ä. Ich weiß von einer Freundin, dass viele Studenten in dem Studiengang sehr "drin" im Thema sind. Vielleicht wäre das ein Nachteil für mich.
Eine andere Alternative wäre vielleicht VWL mit Beifach Politik?
Zum Beispiel in Köln? Volkswirtschaftslehre.
Hatte allerdings kein Mathe-LK, nur Grundkurs und da war ich auch ganz gut, es hat mich aber nie "fasziniert", es sei denn es ging um Aufgaben des logischen Denkens. Mich interessieren Wirtschaftsbeziehungen/internationale Zusammenhänge(~Globalisierung) wie z.B. der Zusammenhang von Altkleidersammlung in DE und fehlender Textilindustrie in vielen Ländern Afrikas oder eben nachhaltige Entwicklung etc. , Richtung BMZ oder BMU, möchte allerdings später nicht unbedingt dauerhaft im Ausland arbeiten.

Meine dritte Idee wäre Jura. Ich bin mir relativ sicher (auch wenn das doof klingt), dass Jura für mich ein relativ dankbares Studienfach wäre und ich -natürlich mit Mühen, aber ohne Sorgen - gute Leistungen erreichen könnte. Leider habe ich auf Sachen wie Immobilienrecht etc. mal so gar keine Lust, während ich zum Beispiel Umweltrecht, Europarecht, Völkerrecht (internat. Recht) oder auch Teilgebiete des Strafrechts sehr interessant fände. Ich konnte schon immer gut analysieren und mich gut ausdrücken. Aber es raten einem super viele vom Jura-Studium ab und auch ich finde die Juristen-Ausbildung etwas einspurig,"klassisch", mir würden Komponenten des aktuellen Tagesgeschehen/ Sprache/Wirtschaft/ Politik vermutlich fehlen.Außerdem dauert es eben echt lange und wenn man dann am Schluss das Examen verkackt..das wäre schon echt blöde.
Um die Sprache wieder mitzunehmen, fände ich den deutsch-französischen Studiengang der Rechtwissenschaften in Köln/Paris Deutsch-Französischen Studiengänge Rechtswissenschaften: Bachelor super. Aber die dort gelehrten Rechtgebiete reichen mir nicht aus (s.o.), zumindest wenn ich das richtig verstehe. Außerdem wäre das eben nur ein Bachelor.
Und Umweltrecht ist ja noch relativ selten.

Früher dachte ich mal an Umweltmanagement. Ich habe diesen Studiengang aber nur an sehr wenigen Universitäten gefunden und die haben dann einen ganz klar naturwissenschaftlichen Fokus. Klar, muss man darüber was erfahren. Aber NW liegt mir nunmal nicht so, ich würde lieber den Schwerpunkt auf der BWL-Seite haben.

Soweit von mir, das war jetzt auch alles etwas durcheinander.
Was mir also wichtig ist: Zumindest teilweise Abdeckung meiner Interessen, relativ gute Jobaussichten, Sprachausbildung. Dafür kann der Lehraufwand auch ruhig etwas höher sein.
Meine konkreten Fragen:
1. Kennt vielleicht jemand noch für mich relevante Studiengänge?
2. Kennt jemand einen der mir genannten Studiengänge und kann mir
etwas (ab)raten/empfehlen?
3. Welcher meiner Ideen hat eurer Meinung nach die beste Perspektive?
4. Hab ich vielleicht etwas nicht bedacht?

Ich danke euch schonmal ganz herzlich. Natürlich habe ich schon mit Lehrern, Eltern etc. gesprochen, aber manchmal braucht man einfach noch eine "fremde" Meinung!
Beste Grüße aus Prag,

Mira
Mecki999
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.02.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2013 - 16:13:46    Titel:

..Nachtrag:
Habe auch immer so viele Zweifel, irgendetwas nicht zu können, obwohl immer alle sagen "du kannst".
Ich hab viel ehrenamtlich gemacht, aber war nie in politischen Gruppen, Verbänden, Umweltgruppen..habe Angst, damit einen Nachteil zu haben. Meine Mutter rät mir übrigens zur "Schriftstellerin" Very Happy
würde ich aber aus Sicherheitsgründen niemals wagen.
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2013 - 16:32:12    Titel: Re: Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt..;)

Mecki999 hat folgendes geschrieben:
Hallo lieber Leser,
ich brauche einfach mal ein paar ganz unabhängige Ratschläge.
Mein Name ist Mira, 20 Jahre alt, im letzten Sommer habe ich mein Abitur (NC 1,2) gemacht. Jetzt bin ich für 1 Jahr in Tschechien (FSJ) und seit Monaten plagt mich die Frage: was soll ich studieren?

Erst einmal, Du hast kein Abi mit einem NC von 1,2 sondern mit der Durchschnittsnote von 1,2 - ein NC ist etwas völlig anderes.

Hallo Mira!

Zitat:
In der Schule war ich eigentlich überall gut, wo ich es wollte, so doof das klingt.

Was mir bei einem Schnitt von 1,2 nicht schwer fällt zu glauben.

[quote]Einzig allein Chemie war so gar nicht meins, alles andere war sehr gut machbar. Sehr gut war ich vor allem in Latein/Deutsch/Französisch (Sprachen allg.) und Geisteswissenschaften. Besonders schwierige Texte mochte ich gerne und im diskutieren und argumentieren war ich selten unterlegen. Mit Mathe hatte ich im Unterricht manchmal meine Schwierigkeiten, in den Klausuren war ich dann aber doch immer über dem Durchschnitt. Neben der Schule hab ich viel Sport gemacht(teilw. auf Leistungsebene), im Orchester gespielt, Jugendarbeit in der Gemeinde und im Verein sowie Streitschlichtung. Recht breit gefächert alles also..

Nun ist es so, dass ich dank meinem Schnitt nahezu alles machen könnte.

Zitat:
Meine Interessensfelder liegen so irgendwie zwischen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Recht und Sprachen. Ich möchte später mal etwas machen, was irgendwie nicht total sinnlos ist (könnte mir nicht vorstellen, nur für den Profit eines einzelnen Konzerns zu arbeiten; natürlich kann man nie unbedingt was "großes" ändern, aber ich möchte das Gefühl haben, dass meine Arbeit irgendeinen Sinn für zumindest einzelne Menschen hat). Außerdem möchte ich mal mehr oder weniger gute Jobaussichten haben (würde daher nie auf die Idee kommen, Germanistik o.Ä. zu studieren) Natürlich wäre es schön, wenn ich dabei nicht nur am Schreibtisch sitzen müsste. Aber die meisten Berufe sind vermutlich nunmal so..

Du musst Dir schon überlegen was Du letztlich willst. Wirklich alles unter einen Hut zu bekommen ist durchaus schwierig. Aber nichts spricht dagegen sich verschiedene Dinge mal unter obigen Aspekten anzugucken um für Dich dann zu entscheiden, wo Du welche Abstriche machen willst/kannst oder eben auch nicht.

Zitat:
Ursprünglich hatte ich mir mal überlegt, mich für den deutsch-französischen Studiengang Science Politique Vorstellung B.A. Angewandte Politikwissenschaften — Seminar für Wissenschaftliche Politik oder Wirtschaftswissenschaftencchttp://wiwi.uni-mainz.de/paris/34.php zu bewerben. Vorallem Sciences Po für mich eine interessante Mischung aus Politik, Sprachen, aber auch BWL/Recht.
Nun ist es aber so, dass ich durch das tschechische viel Französisch verloren haben und pro Jahr nur 10 Studenten genommen werden. Außerdem würde man sich in Freiburg für 5 Jahre festlegen und ständig umziehen. Vielleicht also lieber nur einen deutsch-französischen Master machen später.
Auf der Suche nach etwas ähnlichem ist mir dann der Studiengang "Politik und Wirtschaft" in Münster begegnet: BaSIC, Universität Münster. Finde die Kombi gut, außerdem kann man danach sowohl seinen Master in VWL als auch in PoWi machen. Habe nur etwas Angst, dass das nichts halbes und nichts ganzes ist, was denkt Ihr? Zumal ich finde, dass Sprachen zu wenig mit einbezogen werden, es gibt keine Vorlesungen auf englisch! Und gerade bei Politik und Wirtschaft ist das doch eigentlich unerlässlich?
Außerdem - ich interessiere mich schon für Politik, war aber nie in einer Partei, bei einer Stiftung o.Ä. Ich weiß von einer Freundin, dass viele Studenten in dem Studiengang sehr "drin" im Thema sind. Vielleicht wäre das ein Nachteil für mich.
Eine andere Alternative wäre vielleicht VWL mit Beifach Politik?
Zum Beispiel in Köln? Volkswirtschaftslehre.
Hatte allerdings kein Mathe-LK, nur Grundkurs und da war ich auch ganz gut, es hat mich aber nie "fasziniert", es sei denn es ging um Aufgaben des logischen Denkens. Mich interessieren Wirtschaftsbeziehungen/internationale Zusammenhänge(~Globalisierung) wie z.B. der Zusammenhang von Altkleidersammlung in DE und fehlender Textilindustrie in vielen Ländern Afrikas oder eben nachhaltige Entwicklung etc. , Richtung BMZ oder BMU, möchte allerdings später nicht unbedingt dauerhaft im Ausland arbeiten.

Vielleicht solltest Du Dir erst einmal klar werden, als was oder in welchen Bereichen Du später tätig sein möchtest. Was Du Dir vorstellen kannst, was nicht. Daraus kann man dann meist schon recht genau abschätzen, wie der Weg dorthin ist und was potentiell eine Möglichkeit wäre.

Anders gesagt: Wenn Du Urlaub machst, suchst Du Dir doch meist auch erst das Ziel und überlegst dann, wie Du dahin kommst und wälzt nicht x-Transportmöglichkeiten um dann zum Flughafen zu gehen um in einen Flieger zu steigen wo Du nicht einmal den Kontinent kennst auf dem Du landest. Mag sicherlich aus reizvoll sein, wenn einem dieser spezielle Flieger so interessiert, letztlich bringt es aber nichts, wenn Du mit Shorts in der Arktis landest.

Zitat:
Meine dritte Idee wäre Jura. Ich bin mir relativ sicher (auch wenn das doof klingt), dass Jura für mich ein relativ dankbares Studienfach wäre und ich -natürlich mit Mühen, aber ohne Sorgen - gute Leistungen erreichen könnte. Leider habe ich auf Sachen wie Immobilienrecht etc. mal so gar keine Lust, während ich zum Beispiel Umweltrecht, Europarecht, Völkerrecht (internat. Recht) oder auch Teilgebiete des Strafrechts sehr interessant fände. Ich konnte schon immer gut analysieren und mich gut ausdrücken. Aber es raten einem super viele vom Jura-Studium ab und auch ich finde die Juristen-Ausbildung etwas einspurig,"klassisch", mir würden Komponenten des aktuellen Tagesgeschehen/ Sprache/Wirtschaft/ Politik vermutlich fehlen.Außerdem dauert es eben echt lange und wenn man dann am Schluss das Examen verkackt..das wäre schon echt blöde.

Bedenke auch mal, was ein Studium überhaupt ist. Ein Studium soll Dir die Grundlagen beibringen aber nicht das Geschäft später. Ohne die wesentlichen Grundlagen in Jura wird es nichts (gleiches gilt auch für VWL, BWL, Chemie, Biologie etc.) aber nicht selten kann man später das Studium auch durchaus in die interessanteren Richtungen lenken.


Zitat:
Früher dachte ich mal an Umweltmanagement. Ich habe diesen Studiengang aber nur an sehr wenigen Universitäten gefunden und die haben dann einen ganz klar naturwissenschaftlichen Fokus. Klar, muss man darüber was erfahren. Aber NW liegt mir nunmal nicht so, ich würde lieber den Schwerpunkt auf der BWL-Seite haben.

Der Haken ist folgender: BWL kann man schnell und unkompliziert in der meist nötigen Tiefe lernen, wenn man es nicht auf akademischen sondern praktischem Niveau benötigt. Bei Naturwissenschaften sieht das schon ganz anders aus.

Aber nichts desto trotz gibt es vereinzelt BWL-Studiengänge die später im Umweltmanagement einen Schwerpunkt haben. Die FH Mainz hat so etwas angeboten. Ob die das heute noch machen weiß ich nicht. Das hing damals stark an einem recht alten Prof und der dürfte mittlerweile nicht mehr sein.

Zitat:
Soweit von mir, das war jetzt auch alles etwas durcheinander.
Ja...so könnte man es auch ausdrücken.

Ich würde eher fragen, ob Du das FSJ auch deswegen gemacht hast, weil Du nicht wusstest was Du studieren sollst und in dem Jahr im Grunde keinen cm weiter gekommen bist? Erinnert mich sehr an eine Freundin mit ähnlichen Problemen.

Zitat:
Was mir also wichtig ist: Zumindest teilweise Abdeckung meiner Interessen, relativ gute Jobaussichten, Sprachausbildung. Dafür kann der Lehraufwand auch ruhig etwas höher sein.
Kurz: Eierlegende Wollmilchsau der biologisch und nachhaltig erzeugten Art?

Zitat:
Meine konkreten Fragen:
1. Kennt vielleicht jemand noch für mich relevante Studiengänge?

Viele Studiengänge könnten für Dich relevant werden, weil Du nicht an der Bezeichnung oder Spezialisierung direkt erkennen kannst, was für Wahl- und Schwerpunktmöglichkeiten sie Dir evtl. bieten.
Auch, dass überhaupt nicht klar ist, was Du für eine halbwegs berufliche Zielrichtung hast, ist es ausgesprochen schwer Dir etwas zu nennen.

Zitat:
4. Hab ich vielleicht etwas nicht bedacht?

Ja. Mit Dir ins reine zu kommen, was Du überhaupt willst. Du bist so verzweifelt auf der Suche nach dem Weg, dass Du Dir überhaupt noch keine Gedanken gemacht hast, wohin die Reise überhaupt gehen soll.

Grüße
Gozo
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2013 - 16:37:14    Titel:

Mecki999 hat folgendes geschrieben:
..Nachtrag:
Habe auch immer so viele Zweifel, irgendetwas nicht zu können, obwohl immer alle sagen "du kannst".

Es ist richtig, dass nicht jeder sehr gute Abiturient auch eine Leuchte im Studium ist, aber in der Regel korreliert das schon.

Mach Dir mal darüber nicht soviele Gedanken. Studieren ist leichter als manche Leute sich vorstellen.

Zitat:
Ich hab viel ehrenamtlich gemacht, aber war nie in politischen Gruppen, Verbänden, Umweltgruppen..habe Angst, damit einen Nachteil zu haben.

Völliger Irrsinn. Ganz im Gegenteil, manchmal ist es wichtig auch Farbe zu bekennen als "nirgendwo" anzuecken. Es ist für Leute, Deine Gegenüber, auch wichtig zu wissen, auf welcher Seite Du stehst um Dich einzuschätzen. Ist vielen lieber als nicht zu wissen, was Du evtl. tust.
Ist zumindest meine eigene Erfahrung mit jahrelanger politischer Tätigkeit.

Zitat:
Meine Mutter rät mir übrigens zur "Schriftstellerin" Very Happy
würde ich aber aus Sicherheitsgründen niemals wagen.

Warum nicht? Wenn Du gut bist kann es ein sehr sicherer Job sein. Wenn Du unterdurchschnittlich bist, hilft Dir es auch nicht BWL, VWL und Jura studiert zu haben.
Mecki999
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.02.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2013 - 18:13:05    Titel:

Lieber Gozo,
vielen Dank für deine schnelle und kritische Antwort.
Zur FSJ-Frage: Hätte ich schon zu 100% gewusst, was ich machen will, hätte ich vielleicht eher gezögert, ein Jahr ins Ausland zu gehen. Mir ging es aber vor allem darum, nochmal über den Tellerrand zu schauen, eine neue Lebensweise und Sprache zu erlernen und nicht sofort von Abi ins Studium zu fallen. War mehr so eine Art "Selbstfindung" und weg vom pur rationalem, wenn man das so nennen kann. Hat super geklappt, wie du ja siehst Wink

Für später könnte ich mir beispielsweise gut vorstellen, in einem Bundesministerium (z.B BMU oÄ) zu arbeiten...Zu einem bestimmten Thema Informationen erarbeiten, aufarbeiten,präsentieren. Projektmanagement. Beratende Tätigkeit. Irgendwas, wo ich argumentieren muss, denn das kann ich, aber auch Menschenkontakt wäre mir wichtig.
Ist vielleicht immer noch etwas seicht, aber vielleicht wenigstens ein bisschen konkreter.
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2013 - 17:43:58    Titel:

Mecki999 hat folgendes geschrieben:
Hat super geklappt, wie du ja siehst Wink

Wenn Du die einzige wärst, der so etwas passiert - geritzt...nur leider sind es die meisten die ich kenne, die danach genausoviel wussten wie vorher.

Zitat:
Für später könnte ich mir beispielsweise gut vorstellen, in einem Bundesministerium (z.B BMU oÄ) zu arbeiten...Zu einem bestimmten Thema Informationen erarbeiten, aufarbeiten,präsentieren. Projektmanagement. Beratende Tätigkeit. Irgendwas, wo ich argumentieren muss, denn das kann ich, aber auch Menschenkontakt wäre mir wichtig.
Ist vielleicht immer noch etwas seicht, aber vielleicht wenigstens ein bisschen konkreter.

Nö.

BMU, BMF, BMV? Bundesministerien sind nicht das einzige. NGO oder Länderministerien könnten auch spannend sein. Darüber hinaus, je nach Richtung auch noch vieles andere - GTZ bspw.. Das schränkt die Sache nicht weiter ein, weil auch dort ganz unterschiedliche Typen gebraucht werden. Bspw. wirst Du im BMU Naturwissenschaftler genauso finden wie Ingenieure sämtlicher Richtungen, Juristen, BWL, Volkswirte usw.

Überleg Dir mehr, was Du denn verargumentieren möchtest, wodrin Du Leute beraten willst etc.


Grüße
Gozo

PS: Gerade in den Ministerien, egal ob Bund oder Land, ist es ab einer gewissen Ebene schon ratsam eine gewisse Farbe zu bekennen. Es ist und bleibt ein politisches Umfeld, wo man auch durchaus Positionen beziehen kann und sollte. Dabei kann es natürlich auch sein, dass Dein Arbeitgeber letztlich eine andere Wertung haben möchte, als Du es willst.
Mecki999
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.02.2013
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2013 - 18:35:48    Titel:

Hm. Beispiel:
Wenn wir in DE unsere Kleindung in den Altkleidercontainer werfen,
entsteht daraus ein neuer Wirtschaftskreislauf, allerdings ohne Wertschöpfung.
Was die Leute in DE aber oft nicht wissen. "Caritas" oÄ-Zeichen auf Altkleiderbehälter sind oft von einem Unternehmen gegen Geld abgekauft worden, um den Menschen den caritativen Hintergrund vorzutäuschen.
De facto werden die Altkleider aber gesammelt und sortiert, gute Ware noch in DE oder Europa verkauft, mittlere in viele Drittwelt-Länder oder Schwellenländer verschickt und dort zu Kilopreisen verkauft. Diese Kleider werden dann dort auf Märkten zum Verkauft angeboten - für Geld (obwohl der Otto-Normalbürger ja dachte, es sei verschenkt..). Und zwar so viel Geld, dass es für die Leute immer noch ein finanzieller Aufwand darstellt, aber so wenig Geld, dass die dortige Textilindustrie keine Möglichkeit hat, auf die Beine zu kommen.

Solche Zusammenhänge interessieren mich eben...
Später könnte ich mir vorstellen, solche Kreisläufe zu untersuchen und für die (hiesige) Bevölkerung darzustellen und aufzuklären.
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2013 - 15:27:59    Titel:

Mecki999 hat folgendes geschrieben:
Hm. Beispiel:
Wenn wir in DE unsere Kleindung in den Altkleidercontainer werfen,
entsteht daraus ein neuer Wirtschaftskreislauf, allerdings ohne Wertschöpfung.

Sicher, dass daraus keine neue Wertschöpfung entsteht?

Zitat:
Was die Leute in DE aber oft nicht wissen. "Caritas" oÄ-Zeichen auf Altkleiderbehälter sind oft von einem Unternehmen gegen Geld abgekauft worden, um den Menschen den caritativen Hintergrund vorzutäuschen.
De facto werden die Altkleider aber gesammelt und sortiert, gute Ware noch in DE oder Europa verkauft, mittlere in viele Drittwelt-Länder oder Schwellenländer verschickt und dort zu Kilopreisen verkauft. Diese Kleider werden dann dort auf Märkten zum Verkauft angeboten - für Geld (obwohl der Otto-Normalbürger ja dachte, es sei verschenkt..). Und zwar so viel Geld, dass es für die Leute immer noch ein finanzieller Aufwand darstellt, aber so wenig Geld, dass die dortige Textilindustrie keine Möglichkeit hat, auf die Beine zu kommen.

Solche Zusammenhänge interessieren mich eben...

Na ja, da könnten auch gleich mehrere Studienrichtungen in Frage kommen - aber reines Interesse an so etwas ist ja nicht an eine bestimmte Ausbildung gebunden.
Jura, BWL, VWL, Sozialwissenschaften, Journalismus, Politik usw. wären sicherlich nicht falsch...

Zitat:
Später könnte ich mir vorstellen, solche Kreisläufe zu untersuchen und für die (hiesige) Bevölkerung darzustellen und aufzuklären.

Dito...
KiraIsJustice
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 19.12.2012
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2013 - 21:56:22    Titel:

Hallo Mira,

ich stehe ebenfalls vor der Entscheidung, mich für einen Studiengang zu entscheiden und obwohl ich Entscheidungen weitgehend allein treffe, bin ich auch schon an den Punkt gekommen, an dem ich irgendwelche Leute im Internet frag
insofern denke ich, dass ich deine Ausgangssituation gut nachempfinden kann.

Meine Noten sind auch so gut, dass ich prinzipiell alles studieren kann, sprich es gehen bei mir keine besonderen Stärken oder Schwächen hervor, die mir die Entscheidung erleichtern könnten, ich denke diesen Aspekt teilen wir auch.

Wir sind uns, denke ich mal, beide bewusst, dass die Entscheidung bezüglich des Studiengangs sitzen muss, über eine Fehlentscheidung würde man sich noch lang ärgern, außerdem hat man ein unangenehmes "Loch" im Lebenslauf, in dem man "sozusagen" Zeit verschwendet hat, um es mal ein wenig übertrieben auszudrücken.

Ich hab mich schon mit gefühlt 200 verschiedenen Studiengängen beschäftigt, aus diesem Repertoire versuche ich mal auf Grundlage deiner Angaben ein paar Studiengänge auszusuchen, die dir eventuell liegen könnten (auch auf lange Sicht).

Zitat:

Ich möchte später mal etwas machen, was irgendwie nicht total sinnlos ist
Zitat Zitat von Mecki999 Beitrag anzeigen
An Wirtschaft interessieren mich vor allem internat. Wirtschaftsbeziehungen/internationale Zusammenhänge(~Globalisierung)



Zitat:
Sehr gut war ich vor allem in Latein/Deutsch/Französisch (Sprachen allg.)
Zumal ich finde, dass Sprachen zu wenig mit einbezogen werden


Spontan würde mir zu diesen Angaben der Studiengang Wirtschaft und Politik Ostasien an der Ruhr-Universität zu Bochum einfallen. Du kannst, in dem Studiengang, die Module je nach Interesse nach Wirtschaft oder Politik bzw. auf China oder Japan als Schwerpunkt legen, ein Sprachkurs in Japanisch oder Chinesisch ist Pflicht. Gerade China als aufstrebende Wirtschaftsweltmacht und als der Gewinner der Globalisierung würde auch deinen Punkt des "Nicht sinnlosseins" erfüllen, da in der Zukunft von China politisch wie wirtschaftlich noch einiges erwartet wird und die deutsch-chinesischen Beziehungen dazu proportional ebenfalls signifikant an Bedeutung gewinnen werden.
Mit deutsch-chinesischen Beziehung meine ich nicht nur die politische Dimension, sondern auch vor allem die unternehmerische Dimension, diese ganzen Großkonzerne suchen Leute die zwischen den verschiedenen (Wirtschafts-)Kulturen vermitteln können.
Eine Tätigkeit in einer deutschen Botschaft in China hört sich ebenfalls interessant an.
In dem Studiengang ist ein Auslandssemester integriert, von daher kannst du da schon erste Praxiserfahrungen sammeln, welche in 0815-BWL und -VWL-Studiengängen eher unterrepräsentiert sind.

Wirtschaft und Politik Ostasiens B.A. (1) - Studienfächer - Ruhr-Universität Bochum


Zitat:
Meine dritte Idee wäre Jura.


Mit diesem Gedanken habe ich auch schon geliebäugelt, falls mir wirklich garnichts mehr einfällt Smile

Das Contra-Argument für Jura ist für mich ganz klar der Zwang ein Prädikatsexamen abzulegen, wenn man nicht nach seinem Jurastudium mit einer Karriere als Taxifahrer durchstarten möchte Razz
Aber mal ehrlich, ohne Prädikatsexamen sind die Chancen ein gutes Stück vom Kuchen abzubekommen eher mau.
(Quelle: Etliche Erfahrungsberichte, zwei Jurastudenten im Freundeskreis)

Ein weiteres Contra-Argument ist die lange Studienzeit (bis zu 13 Semestern, Referendariat miteingerechnet).

Außerdem fordert das Jura-Studium überhaupt keine Kreativität und deine persönliche Meinung spielt in dem Studiengang praktisch keine Rolle, da du die Meinung des deutschen Gesetzes vertrittst, von daher, falls du gern debattierst, diskutierst und Dinge hinterfrägst wäre ein Jurastudium eher kontraproduktiv.


Naja bevor ich mir hier noch einen Kater schreib, ich hoffe ich konnte dich einigermaßen verständlich durch meine Gedankengänge führen und bin gespannt auf deine Antwort und deine Gedanken zu meinem Vorschlag.
Falls dich meine vorläufige Studiengangswahl interessiert, kann ich dazu gerne auch noch ein paar Worte verlieren (geht jedoch eher Richtung Informatik).

Grüße,

kiraisjustice
Maluues
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 26.11.2008
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 29 Mai 2013 - 13:24:40    Titel:

Wenn man den Modulplan anschaut, handelt es sich um ein bisschen BWL Studium kombiniert mit etwas Japanisch und Chinesisch.

Welche Firma sollte sich für dich interessieren, mit einem solchen Profil?
Letztlich willst du später doch auch Geld verdienen...?

Wenn du etwas sinnvolles in die Richtung machen möchtest, wären wohl Jura/WiMa + mehrere Jahre Auslandsaufenthalt in dem Land, dass dich interessiert sinnvoll.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Was studieren? Politik/Wirtschaft/Recht/Umwelt..;)
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum