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Lohnen sich die Kosten für Cambridge Engineering?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Lohnen sich die Kosten für Cambridge Engineering?
 
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RushHourable
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Anmeldungsdatum: 27.02.2013
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2013 - 17:52:04    Titel: Lohnen sich die Kosten für Cambridge Engineering?

Hey Forum,

ich habe jetzt die 11te Klasse im Prinzip abgeschlossen (Noten stehen schon fest) und stehe momentan auf einem Schnitt von 1.1. Da ich vor dem Anfang der 11ten Klasse eher mit einem Schnitt wie 2.1 oder sogar höher gerechnet hatte, habe ich mir diese Frage damals noch nicht gestellt. Doch jetzt, besonders nach vielen Recherchen würde ich sehr gerne in Cambridge studieren. Auf Grund des stimulierenden Lernumfeldes, dem Colleges-System und insgesamt wegen der vorhandenen Resourccen im Sinne von Tutoren, Professoren und Forschungsprojekten.
Das Gebiet der Ingenieurswissenschaften steht für mich definitf fest und mir gefällt am MEng in Cambridge, dass man sich erst nach 2 Jahren festlegen muss für welche Fachrichtung man sich festlegen muss, auch wenn ich mich schon im Prinzip auf Elektrotechnik festgelegt habe.

Jetzt meine Frage lohnen sich die Kosten für das Studium? Kosten wären 10800€ pro Jahr Studiengebühren, obwohl man die als Kredit aufnimmt und erst zurückzahlen muss wenn man mehr als 25k€ pro Jahr verdient und dann zahlt man immer 9% seines Gehalts zurück. Wobei es so ist, dass ein Cambridge MEng Absolvent eine weitaus höheres Starteinkommen bekommt als 25k. Die anderen Ausgaben sind alle zusammen ungefähr 9000€ (je nach Lifestyle) also von der Unterbringung in einer der Colleges über Essen bis hin zum Feiern. Es wären also insgesamt ~80k für den 4 Jahr Master Kurs.

Insgesamt ist ein Studium in Cambridge natürlich eine einmalige Gelegenheit und ich bin mir auch nur zu so 75% sicher, dass ich rein komme, aber neben der einmaligen Studienerfahrung würde ich die Mehrkosten im Vergleich zu Deutschland wieder reinkriegen? Ist in Deutschland/China/Australien/USA ein Oxbridge Studium eine ich sag mal VIP-Karte?

Danke
Florian

P.S. Ich bin mir noch nicht vollkommen sicher, aber wahrscheinlich würde ich nach dem MEng noch einen PhD machen.
just_phil
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Anmeldungsdatum: 23.08.2008
Beiträge: 1006

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2013 - 19:00:17    Titel: Re: Lohnen sich die Kosten für Cambridge Engineering?

Hallo,

RushHourable hat folgendes geschrieben:
und ich bin mir auch nur zu so 75% sicher, dass ich rein komme

Woher kommt diese ja schon relativ sichere Annahme? Vom Abi mit der prognostizierten Durchschnittsnote von 1,0?

RushHourable hat folgendes geschrieben:
Ich bin mir noch nicht vollkommen sicher, aber wahrscheinlich würde ich nach dem MEng noch einen PhD machen.

Auch das scheint mir momentan eher rein spekulativ oder hast Du da schon Türen im Voraus geöffnet?
supernova85
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Anmeldungsdatum: 13.03.2013
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2013 - 19:31:35    Titel:

Zitat:
Jetzt meine Frage lohnen sich die Kosten für das Studium? Kosten wären 10800€ pro Jahr Studiengebühren


Meiner Meinung nach, es lohnt sich. Cambridge ist eine der besten Universitäten in der Welt.

Zitat:

Es wären also insgesamt ~80k für den 4 Jahr Master Kurs.


Ein 4 jähriges Programm für Master kommt mir extrem kurz vor. Wie viele ETCS beinhaltet das Programm? Z.B. in USA -so weit ich weiß- bekommt man nach 4 Jahren normalerweise seinen Bachelor.
ein_versuch
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Anmeldungsdatum: 27.01.2011
Beiträge: 277

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2013 - 19:36:06    Titel:

4 Jahre Master im UK sind nicht so ungewoehnlich, 3 Jahre Bachelor und dann je nach Master 1 oder 2 Jahre dazu.
gelber_hamster
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 284

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2013 - 22:09:00    Titel:

supernova85 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Jetzt meine Frage lohnen sich die Kosten für das Studium? Kosten wären 10800€ pro Jahr Studiengebühren


Meiner Meinung nach, es lohnt sich. Cambridge ist eine der besten Universitäten in der Welt.


Das kannst du nicht allgemein für alle Fächer sagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Ing(!)-Studium aus Cambridge so viele Vorteile im Vergleich zu einem Ing-Studium von der RWTH oder TUM bringt. Gerade Ingeneieursstudiengänge sind ja noch die, bei denen deutsche Unis auch in internationalen Rankings (die für deutsche Unis aufgrund der Methodik generell schlecht aussehen lassen) gut dastehen lassen. Und die RWTH ist auch international ein Begriff, wenn der Threadstarter nach dem Studium ins Ausland gehen möchte.

Generell hat ein Studium in Cambridge sicher auch seinen Reiz, Frage ist nur, ob das so viel Geld wert ist. Aus finanzieller Sicht denke ich nicht.

Und zum Thema PhD: Hast du schon mal studiert oder warum bist du dir so sicher, dass du einen machen wirst? Warte doch erstmal das erste Jahr ab, was glaubste, wie viele sich da umentschieden haben. Very Happy

Der klassische Master ist im angelsächsichen Raum doch ohnehin nicht so verbeitet, wie es das Diplom bei uns war (und der Master noch momentan ist). Daher kamen ja auch die Einschätzungen der Politik, dass wir so wenige Masterplätze brauchen.
Manchmal kriegt man den ja auch "geschenkt", wenn man zwei Jahre von nem PhD-Programm rum hat.
supernova85
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Anmeldungsdatum: 13.03.2013
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2013 - 05:35:24    Titel:

Zitat:
Das kannst du nicht allgemein für alle Fächer sagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Ing(!)-Studium aus Cambridge so viele Vorteile im Vergleich zu einem Ing-Studium von der RWTH oder TUM bringt.


Willst du mit einer Annahme eine Aussage widerlegen?!

Zitat:
Gerade Ingeneieursstudiengänge sind ja noch die, bei denen deutsche Unis auch in internationalen Rankings (die für deutsche Unis aufgrund der Methodik generell schlecht aussehen lassen) gut dastehen lassen.


Welche Rankings meinst du denn konkret? Hast du auch gesehen an welcher Stelle Cambridge war? Anscheinend nicht, denn MINT-Fächer gehören zu den Stärken von Cambridge.

Zitat:
Und die RWTH ist auch international ein Begriff, wenn der Threadstarter nach dem Studium ins Ausland gehen möchte.


RWTH mag im Ausland ein Begriff sein. Cambridge ist aber im Ausland als ein Qualitätssiegel längst bekannt.

Streng genommen gibt es keine spitze deutsche Universitäten im internationalen Vergleich (im Gegensatz zu Cambridge). Sowohl in QS-Ranking als auch in THE university ranking steht Cambridge weit vorne ( auch in Engineering). RWTH und TUM sind gute Universitäten im Vergleich zu den anderen deutschen Universitäten. In den internationalen Rankings kommen sie -wie alle anderen deutschen Unis- kaum in Top50 (in MINT-Fächer vielleicht gerade noch). Man kann einfach das Budget/Student der Topunis mit denen von RWTH und TUM vergleichen, da sieht man, wieso sie im internationalen Vergleich keine spitzen Plätze haben.

Forschung und Qualität brauchen sehr viel Geld! Wie viele amerikanische, englische oder japanische Studenten hast du an RWTH oder TUM gesehen? Trotz fehlenden Studiengebühren würde kaum ein ausländischer Student RWTH oder TUM gegenüber Cambridge oder MIT bevorzugen (es sei denn er ist nicht gut oder reich genug). Noch schlechter sind die deutschen Unis bei der Konkurrenz um die besten Wissenschaftler und Spitzenforscher (ein wichtiger Qualitätsindikator für Unis). Ausländische Spitzenforscher und weltbekannte Wissenschaftler in Deutschland habe ich bis jetzt nur an den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie Helmholtz oder MPI gesehen aber nicht an den Unis. Dank der fehlenden Studiengebühren, die die deutschen Unis auf der internationalen Bühne konkurrenzfähig machen könnten, ist mit einer baldigen Verbesserung der Zustände nicht zu rechnen.

Zitat:
Generell hat ein Studium in Cambridge sicher auch seinen Reiz, Frage ist nur, ob das so viel Geld wert ist. Aus finanzieller Sicht denke ich nicht.


Lieber sollte man das Geld (ca. 40000 € Studiengebühren für 4 Jahre) für ein erstklassiges Studium ausgeben als später für eine Proletenkarre.
gelber_hamster
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 284

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2013 - 12:59:32    Titel:

Ich wollte keine Aussage direkt widerlegen, sondern nur eine andere Perspektive liefern. Meine Antwort ist genauso wenig mit Fakten untermauert wie die vorangegangene Behauptung.

Wie viele von den "der Horde an renommierten Profs sind denn im Bereich Maschbau in Cambridge tätig? Vier, fünf? Wenn es hoch kommt. Ohne mich in Aachen auszukennen denke ich, dass die im Maschinenbau auch vier sehr gestandene Profs zustande kriegen. Und ob dann noch Top-Profs in Biologie oder Psychologie nebenan sind, ist für einen Studenten zwar schön (deswegen sagte ich reizvoll, man guckt ja auch gerne über den Tellerrand und redet mit Studenten anderer Fächer), aber kostet eben auch 40000 Pfund. Für die Forschung an sich bringt das relativ wenig, die wirklich interdisziplinären uniinternen Projekte kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen. Ganz anders sehe das natürlich mit einem Stipendium aus, das dürfte aber als Deutscher UG utopisch sein.

Nochmal, ich fände es auch spannend, in Cambridge zu studieren und es hat sicher Vorteile. Die Frage ist nur, ob es für dich so große Vorteile hat, dass du 40000 Pfung dafür bezahlen möchtest. Das hängt dann auch von deiner Einkommenssituation ab etc. Dafür habe ich ein paar Denkanreize gegeben, entscheiden kann das sowieso nur jeder für sich.

Aber erstmal musst du sowieso die formellen Aufnahmekriterien erfüllen, bis dahin brauchst du dir ja noch keine Gedanken zu machen. Und wenn für die 40k Pfund fürs Studium denkbar sind, dann macht auch die Bewerbungsgebühr den Kohl nicht fett.
pa1n
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Anmeldungsdatum: 06.12.2006
Beiträge: 374

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2013 - 23:56:51    Titel:

Ich frage mich gerade, wer als Student 40k auf der hohen Kante hat - sei es fuer eine "Proletenkarre" oder fuer die Studiengebuehren einer renomierten Topadresse wie Cambridge. Confused
gelber_hamster
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 284

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2013 - 06:48:05    Titel:

pa1n hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich gerade, wer als Student 40k auf der hohen Kante hat - sei es fuer eine "Proletenkarre" oder fuer die Studiengebuehren einer renomierten Topadresse wie Cambridge. Confused


RushHourable hat folgendes geschrieben:

Jetzt meine Frage lohnen sich die Kosten für das Studium? Kosten wären 10800€ pro Jahr Studiengebühren, obwohl man die als Kredit aufnimmt und erst zurückzahlen muss wenn man mehr als 25k€ pro Jahr verdient und dann zahlt man immer 9% seines Gehalts zurück.


Falls du die (mMn ziemlich knapp bemessenen) 9000€ pro Jahr zum Leben meinst: die müsstest du auch für jedes Studium in Deutschland bezahlen, wenn du nicht zu hause wohnen bleibst.
supernova85
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Anmeldungsdatum: 13.03.2013
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2013 - 08:47:03    Titel:

gelber_hamster hat folgendes geschrieben:
Meine Antwort ist genauso wenig mit Fakten untermauert wie die vorangegangene Behauptung.


Das ist deine Meinung. Meiner Meinung nach haben ein paar internationale Rankings, die ich schon erwähnt habe, etwas mehr Aussagekraft als dein Gefühl.

gelber_hamster hat folgendes geschrieben:
Wie viele von den "der Horde an renommierten Profs sind denn im Bereich Maschbau in Cambridge tätig? Vier, fünf? Wenn es hoch kommt. Ohne mich in Aachen auszukennen denke ich, dass die im Maschinenbau auch vier sehr gestandene Profs zustande kriegen. Und ob dann noch Top-Profs in Biologie oder Psychologie nebenan sind, ist für einen Studenten zwar schön (deswegen sagte ich reizvoll, man guckt ja auch gerne über den Tellerrand und redet mit Studenten anderer Fächer), aber kostet eben auch 40000 Pfund. Für die Forschung an sich bringt das relativ wenig, die wirklich interdisziplinären uniinternen Projekte kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen.


1-Es gibt viele Faktoren die eine gute Uni ausmachen. Nur einer davon sind die Lehrkräfte und Professoren.
2-Ein Maschinenbaustudent hat auch andere Fächer wie Thermo, Numerik, ... die von den Physik- und Matheprofs unterrichtet werden.
3-Ich habe zwar keine Statistik über die Anzahl der interdisziplinären Forschungsprojekte an allen Unis aber mit deiner Schätzung liegst du bei vielen Unis stark daneben. Bspw. an RWTH dürfen die Anzahl der interdisziplinären Forschungsprojekte ca. eine Größenordnung über deine Schätzung liegen. Es gibt sogar ganze Institute, die sich mit interdisziplinären Forschungsthemen beschäftigen (das kenne ich aus eigener Erfahrung, weil ich an so einem Institut für eine kurze Zeit für meine Dip. gearbeitet habe). An vielen solchen Projekten können auch Maschinenbauer teilnehmen: Lasertechnik, CES/Scientific Computing, Biotechnologie, ... (um ein paar Oberbegriffe zu nennen)

pa1n hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich gerade, wer als Student 40k auf der hohen Kante hat - sei es fuer eine "Proletenkarre" oder fuer die Studiengebuehren einer renomierten Topadresse wie Cambridge.


Natürlich denke ich nicht, dass viele 18-20 jährige so viel Geld haben. Sollte der angehende Student das Geld nicht durch seine Eltern, ein Stipendium oder einen Kredit bekommen, dann ist eine notwendige Bedingung für das Studium an Cambridge nicht erfüllt und damit ist die Sache gegessen. Mit dem Gedankenexperiment meinte ich, dass der Student das Geld nach dem Studium -nachdem er einen Job hat- z.B. für ein teures Auto ausgeben könnte, falls er statt Cambridge an einer deutschen Uni ohne entsprechende Studiengebühren studiert hätte. In diesem Fall finde ich ein erstklassiges Studium an Cambridge wertvoller als ein bedeutungsloses Gegenstand (nach dem Motto: Geist über Materie Wink).
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