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Unternehmensgröße bei der Abschlussarbeit
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wasp
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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 2718

BeitragVerfasst am: 25 Jun 2013 - 22:59:02    Titel: Unternehmensgröße bei der Abschlussarbeit

Hallo,

mal eine Frage an die praxiserfahrenen, alten Hasen hier:

Für meine Abschlussarbeit habe ich in nächster Zeit Vorstellungsgespräche bei eher kleineren Familienunternehmen (ca. 2000 Mitarbeiter) und bei größeren Konzernen ( mehr als 20 000 Mitarbeiter, z. T. eingegliedert in Konzerne mit mehr als 100 000 Mitarbeitern).

Jetzt denke ich generell erst einmal über das Für und Wider größerer Unternehmen nach. Bisher kenne ich nur mittelständige (Familien-)Unternehmen mit maximal 10 000 Mitarbeitern.
Diese habe ich aus folgenden Gründen in sehr positiver Erinnerung:

- Sie waren nicht zu groß und nicht zu klein
- Das Betriebsklima war stets sehr gut und oft wirklich familiär
- Die Mitarbeiter identifizierten sich z. T. sehr stark mit dem Unternehmen
- Man hatte selbst als Praktikant/Bachelorand nicht das Gefühl nur eine kleine Nummer
zu sein
- Man kannte in den zwar großen, aber noch überschaubaren, Produktionsstandorten
nach kurzer Zeit sehr viele Personen aus dem Unternehmen; auch aus den
Leitungsebenen. Beim Mittagessen in der Kantine musste man daher nie alleine
essen, sondern findet immer jemanden, den man kennt

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Diese Unternehmen sind genau richtig für mich. Dennoch haben die großen Konzerne natürlich auch ihren Reiz.
Die Vorteile wären für mich:

- Es sieht im Lebenslauf sehr gut aus und ist sicherlich ein gutes Sprungbrett für den
ersten Job
- Das Unternehmensklima und die Anforderungen stelle ich mir härter vor (große
Unternehmen können sich die besten Bewerber heraussuchen). Daher sieht eine
Abschlussarbeit bei einem solchen Unternehmen vielleicht deswegen auch gut aus,
wenn man das Ganze gut überstanden hat
- Große Unternehmen zahlen höhere Einstiegsgehälter (stimmt das?)
- Große Unternehmen sind technologisch sehr modern (in meinem Falle z. B.
Produktionstechnik). Das ist für einen Ingenieur bestimmt sehr interessant, allerdings
kann man das sicherlich nicht pauschal behaupten


Nachteile sehe ich Folgende:

- man ist ein kleinstes Zahnrad im Getriebe und kommt sich wie eine kleine Nummer vor
- Das Arbeitsklima ist weniger "familiär", sondern rauher
- Die Anforderungen sind höher (wobei das ja kein Nachteil sein sollte)


Kommilitonen, die z. B. bei großen Automobilherstellern waren, bestätigen mir oft den Eindruck der "kleinen unwichtigen Nummer im großen Ganzen". Generell habe ich auf Grund deren Erzählungen den Eindruck, dass alle Mitarbeiter bei den großen Unternehmen nur Stress haben.

Vermutlich sind die genannten Vor- und Nachteile nicht alle richtig und basieren auf gewissen Vorurteilen.
Im Falle eines positiv verlaufenden Vorstellungsgespräches hätte ich trotzdem gewisse Hemmungen dort anzufangen, weil ich die kleineren Unternehmen für mich als passender empfinde. Auf der anderen Seite möchte ich auch keine Chancen ungenutzt lassen und mich später ärgern wollen.

Wie denkt ihr darüber und welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?

Ist die Betreuung bei Abschlussarbeiten in großen Unternehmen eher schlechter?
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2013 - 08:50:07    Titel:

Über das Für und Wider von großen, mittleren, kleinen Arbeitgebern kann man trefflich streiten, wobei ich persönlich es für eine sehr persönliche Frage halte, was einem selbst mehr liegt. Es gibt genügend, die eine KMU einem Großkonzern vorziehen und umgekehrt.

Den Nachteil, dass im Großkonzern die Anforderungen höher sind, würde ich persönlich aus eigener Erfahrung übrigens nicht unterschreiben. Richtig ist allerdings, dass man meist in größeren Unternehmen sehr viel spezialisierter ist, während in kleineren Unternehmen mehr Aufgaben auf einem lasten. Der Anforderung kann dabei auch höher liegen generalistischer zu arbeiten...

Kommen wir aber zum Thema Betreuung Abschlussarbeit. Hier gibt es nämlich eigentlich keinen Unterschied. Die Qualität der Betreuung hängt entscheidend davon ab, wieviel Zeit und Muße sich der jeweilige verantwortliche Mitarbeiter dafür nimmt. Das widerum ist meiner Erfahrung nach keine Frag ob KMU oder Großkonzern, sondern eine Frage der Einstellung des MA. Ich kenne viele herausragende Betreuer in großen Unternehmen sowie viele, die ich nie empfehlen würde...in kleinen und mittleren sieht das nicht anders aus.

Grüße
Gozo
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