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Biologie oder Physik studieren?
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ukulelee
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Anmeldungsdatum: 08.02.2013
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2013 - 19:46:24    Titel:

Ich freu mich immer, wenn ich sehe, dass du geantwortet hast, supernova85.

Für Biophysik ist es zu spät, beworben hab ich mich nicht (nur noch für Biochemie, für die ich noch keine Zusage erhalten habe) und ich stecke auch schon mitten in der Organisation meines Umzugs. Es wär auch ärgerlich, nach ein paar wenigen Semestern erneut so weit wegzuziehen. Physik klingt nach wie vor nicht unvernünftig, weil die Absolventen ja echt gefragt zu sein scheinen. Als hätte man mit dem Studium Back-up-Qualifikationen (hohe Mathematik, schwierige/komplexe Problemstellungen, die zu lösen sind), die es einem ermöglichen, überall sonst angestellt zu werden, falls es mit der Forschung im Wunschgebiet nicht klappen sollte. Es klingt auch spannend, dass man als Physiker reelle Chancen hat, an fachfernen Forschungsinstituten tätig zu sein. Die, die du kennst, sind dann wohl auch alles Leute, die sich darüber geärgert haben viel Stoff nachholen zu müssen? Oder sind die eher nur für den technischen Kram zuständig?

Hmmm bei den Biologen sieht das sicher anders aus. Die interessanten Stellen sind rar, Zahl der Mitbewerber groß und Alternativen aus anderen Fachbereichen nicht gerade auf Biologen zugeschnitten. Ob ich das ignorieren soll? Ich hab echt Angst, nach dem Studium keine Arbeit zu finden. Schätze mich nämlich nicht gerade als jemanden ein, der imstande ist, früh Kontakte zu knüpfen, die einem eine Stelle sichern. Andererseits kann die Lage unmöglich soo schlimm sein, wie ich sie mir zusammenreime (ich warte regelrecht darauf, dass mir jemand meine Bedenken nimmt Very Happy).

@supernova85, darf ich noch persönlich werden und fragen, was dich an deinem Studium begeistert hat? Ich schätze mal, dass du Physiker bist.
ukulelee
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Anmeldungsdatum: 08.02.2013
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2013 - 08:35:29    Titel:

Ah, eine dringende Frage noch (ich muss mich morgen entscheiden Sad ):
Glaubt ihr, Physiker sind im Vorteil , wenn es ums Verstehen von molekularbiologischen Vorgängen geht? Bzw. Zellbiologie, Biochemie?
Oder reicht das physikalische Wissen, das im Biologiestudium vermittelt wird, vollkommen aus, um die Bereiche wirklich zu verstehen?
Ich frage mich, inwieweit etwa die Atom- oder Quantenphysik von Bedeutung ist, um dort wirklich wissenschaftlich arbeiten zu können oder umgekehrt, inwieweit es Atom- oder Quantenphysikern möglich ist, Erkenntnisse, die für die Biologie von Bedeutung sind, zu erbringen?

Ich würde mich soo sehr auf Antwort freuen, weil ich immer noch so hin- und hergerissen bin. Confused
LucLeBuc
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Anmeldungsdatum: 06.07.2013
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2013 - 12:44:11    Titel:

ukulelee hat folgendes geschrieben:
Glaubt ihr, Physiker sind im Vorteil , wenn es ums Verstehen von molekularbiologischen Vorgängen geht? Bzw. Zellbiologie, Biochemie?

Schwierig. Soweit ich weiß, ist das Bachelorstudium schon noch recht allgemein gehalten, so dass eine spätere Spezialisierung möglich ist.
Allerdings würde ich sagen, dass die von Dir genannten Punkte ohnehin eher von Biologen/Chemikern behandelt werden, wie von den Physikern.

Zitat:
Oder reicht das physikalische Wissen, das im Biologiestudium vermittelt wird, vollkommen aus, um die Bereiche wirklich zu verstehen?

Naja, MolBio/BioChem sind ja sogar eigenständige Studiengänge. Um die Bereiche wirklich zu verstehen, sind die Studiengänge wie Bio,Chemie oder Physik zu allgemein gehalten (Im Vergleich zu den spezifischen Studiengängen).
Allerdings wird auch in den allgemeinen Studiengängen versucht, dir eine Grundlage zu schaffen, auf die Du später bauen kannst.

Zitat:
Ich frage mich, inwieweit etwa die Atom- oder Quantenphysik von Bedeutung ist, um dort wirklich wissenschaftlich arbeiten zu können oder umgekehrt, inwieweit es Atom- oder Quantenphysikern möglich ist, Erkenntnisse, die für die Biologie von Bedeutung sind, zu erbringen?

Das ist glaube ich immer schwierig. Es gibt sicher Leute die das anders sehen, aber ich denke, dass ein Biologe die Vorgänge nicht so detalliert verstehen muss, wie ein Physiker, um biologisch wissenschaftlich arbeiten zu können und umgekehrt.

Allgemein: Geh noch einmal in dich, lass dich nicht beeinflussen und entscheide, was dein Bauch dir sagt. Sollte es wirklich der falsche Studiengang sein, kannst du wenn's wirklich nicht anders geht, immer noch versuchen, zum nächsten Semester umzusiedeln Wink

PS: Ich bin zwar selbst für das Biostudium erst eingeschrieben, war aber lange bei Beratungsgesprächen und habe den Weg gewählt, der von vielen als "spätere totale Bruchlandung" bezeichnet wird. Ist aber in allen reinen NaWis so (sagen die zumindest). Ich mach's trotzdem Razz
Wo hast du eigentlich vor, dich einzuschreiben?
ukulelee
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Anmeldungsdatum: 08.02.2013
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2013 - 00:22:10    Titel:

Biologen und Physiker in einem Labor. Fand ich ganz interessant zu lesen.
LucLeBuc hat folgendes geschrieben:

... war aber lange bei Beratungsgesprächen und habe den Weg gewählt, der von vielen als "spätere totale Bruchlandung" bezeichnet wird.

Dir wurde bei den Beratungsgesprächen von dem Biostudium abgeraten?
"Totale Bruchlandung" klingt ja mächtig motivierend.

LucLeBuc hat folgendes geschrieben:
Wo hast du eigentlich vor, dich einzuschreiben?

Siehe PN. Razz
supernova85
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Anmeldungsdatum: 13.03.2013
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2013 - 00:49:32    Titel:

Zitat:
Die, die du kennst, sind dann wohl auch alles Leute, die sich darüber geärgert haben viel Stoff nachholen zu müssen? Oder sind die eher nur für den technischen Kram zuständig?


Bei einigen habe ich den Eindruck, dass sie erst später Interesse für andere Bereiche entwickelt haben. Sie sind nicht nur für den technischen Kram zuständig. Z.B. einer war der Inhaber eines mathematischen Lehrstuhls. Der Physiker Prof. Dr. Dr. Lippert, den ich allerdings nicht persönlich kenne, ist der Direktor des größten Supercomputering Centre (JSC) in Europa.

Zitat:
Hmmm bei den Biologen sieht das sicher anders aus. Die interessanten Stellen sind rar, Zahl der Mitbewerber groß und Alternativen aus anderen Fachbereichen nicht gerade auf Biologen zugeschnitten. Ob ich das ignorieren soll? Ich hab echt Angst, nach dem Studium keine Arbeit zu finden. Schätze mich nämlich nicht gerade als jemanden ein, der imstande ist, früh Kontakte zu knüpfen, die einem eine Stelle sichern. Andererseits kann die Lage unmöglich soo schlimm sein, wie ich sie mir zusammenreime


Man sollte sich nicht allzu viele Gedanken über die künftige Lage des Arbeitsmarkts machen. Z.B. nach der Kalten Krieg hat die Lage des Arbeitsmarkts für Physiker, die zahlreich im Bereich der Rüstungstechnologie und Kerntechnik tätig waren, sich verschlechtert. In USA hat die Zahl der Studienanfänger in Physik sich fast halbiert. Seit einiger Zeit hat sich die Lage allerdings etwas verbessert. Man fragt sich wie lange noch? Über die Lage des deutschen Arbeitsmarkts für Biologen kenne ich mich nicht gut aus. Sie kann sich in der Zukunft genauso verbessern oder verschlechtern. Vielleicht wird in ein paar Jahren die Arbeitsmarktlage für Biologen besser als für Physiker Question

Zitat:

@supernova85, darf ich noch persönlich werden und fragen, was dich an deinem Studium begeistert hat? Ich schätze mal, dass du Physiker bist.


Ich antworte dir später darauf per PN.


Zitat:
Glaubt ihr, Physiker sind im Vorteil , wenn es ums Verstehen von molekularbiologischen Vorgängen geht? Bzw. Zellbiologie, Biochemie?
Oder reicht das physikalische Wissen, das im Biologiestudium vermittelt wird, vollkommen aus, um die Bereiche wirklich zu verstehen?
Ich frage mich, inwieweit etwa die Atom- oder Quantenphysik von Bedeutung ist, um dort wirklich wissenschaftlich arbeiten zu können oder umgekehrt, inwieweit es Atom- oder Quantenphysikern möglich ist, Erkenntnisse, die für die Biologie von Bedeutung sind, zu erbringen?


Auf quantenmechanischer Basis kann man z.B. die Struktur der Makromoleküle (Röntgen- , Neutronenstreuung, ...) untersuchen. Ich glaube aber nicht, dass eine exakte analytische Beschreibung aller molekularbiologischen Vorgänge bis auf Details möglich ist. Biologische Systeme sind oft so komplex, dass eine exakte mathematische Beschreibung entweder zu aufwendig oder analytisch unmöglich ist.
LucLeBuc
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Anmeldungsdatum: 06.07.2013
Beiträge: 51

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2013 - 13:32:41    Titel:

ukulelee hat folgendes geschrieben:
LucLeBuc hat folgendes geschrieben:

... war aber lange bei Beratungsgesprächen und habe den Weg gewählt, der von vielen als "spätere totale Bruchlandung" bezeichnet wird.

Dir wurde bei den Beratungsgesprächen von dem Biostudium abgeraten?
"Totale Bruchlandung" klingt ja mächtig motivierend.


Abraten. Sowas würde man doch nie direkt machen Very Happy
Klar haben die mir da irgendwas von einem "Fachkräftemangel" runtergebetet. Gleichzeitig aber, zwischen den Zeilen war das übliche "Promotion ist unerlässllich" und "Jaja, auch nach der Promotion ist es Glückssache was zu finden (aber in allen NaWis)"

Ich hab dann gesagt, dass ich zu Bio, Französisch und evtl. Deutsch auf Lehramt tendiere, dann haben sie mir wieder eher zum Biostudium geraten, da es im BW momentan keine Lehrer (zumindest nicht in meiner Fächerkombi) braucht.

Im Nachhinein bin ich einfach nur froh, dass das von der Schule aus war und nichts gekostet hat Very Happy
punktt
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Anmeldungsdatum: 28.01.2015
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2018 - 14:35:51    Titel:

Also, ich persönlich bin mehr für Biologie. Erstens, weil es viel besser ist und zweitens, weil ich mich da bereits weitergebildet hab. Um genauer zu sein, habe ich eine Ausbildung im Bereich Neurophysiologie gemacht und konnte damit sehr gut zurechtkommen.

Es war nicht leicht, doch zum Glück hat man heutzutage Internet und man kann all die Sachen da locker lernen. Außerdem war mir diese Website sehr hilfreich und deswegen, kann ich sowas nur weiterempfehlen.
Biologie ist für mich viel interessanter und ich mag es, doch nicht jeder hat die gleiche Meinung.

Schönen Grüß!
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