Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Komplizierte Studienortswahl - wo hin?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Komplizierte Studienortswahl - wo hin?
 
Autor Nachricht
tengal
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.03.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2013 - 17:58:44    Titel: Komplizierte Studienortswahl - wo hin?

Moin,

wie viele andere auch "kämpfe" ich grade mit meinen Unibewerbungen.

Kurz zu mir: ich bin grade 20 geworden, hab mein Abi letztes Jahr mit 2,2 gemacht, LKs waren PGW (Politik/Gesellschaft/Wirtschaft) Englisch und Deutsch, Mathe war GK. Bin danach für 5 Monate nach Australien, hab dort mein CAE gemacht (grade B) und mache momentan zwei Monate ein Praktikum bei einer Finanzzeitschrift in der Redaktion.
Ich interessiere mich seit 5 Jahren für die Börse, habe schon einige Praxiserfahrung, aus verschiedenen Gründen leider keinen durchgehenden Trackrecord.

Beruflich soll es definitiv auch in diesen Bereich gehen, Sales&Trading, Private Banking oder was bei nem kleineren Prop Shop wären fein. Mir ist bewusst dass es für die großen IBs (GS, JPM, MS etc.) sehr wahrscheinlich nicht reichen wird. M&A, Consulting o.ä. ist glaube ich eher nicht so mein Ding, wobei ich es mangels genauem Einblick nicht ausschließend kann und will.

Beworben habe ich mich für:

BWL (Uni Hamburg, Leuphana in Lüneburg und LMU) und WiWi bzw. Management&Economics (Goethe Uni bzw. Bochum). Habe von Bochum und Lüneburg eine Zusage, in Bochum wegen der Frist auch schon angenommen, aber das heißt ja noch nicht viel. FFM ist mein Favorit, mit nem NC von 1,9 im Hauptverfahren könnte das aber knapp werden.

Nun die Optionen:
-> nach Bochum gehen

-> nach Lüneburg gehen. Problem hier: es ist "nur" ein B.A. also könnten einige Scheine fehlen wenns später an den Master geht. Außerdem gibt es da noch ein sog. Komplementärstudium, wo man quasi "seinen Horizont" erweitern soll um nicht zum Fachidioten zu werden. Das kostet auch nochmal CPs in den eigentlichen BWL Fächern. Für Lüneburg spräche hingegen die Nähe zu Hamburg (wohne da) und die schöne Stadt und schöne Uni. Wohlfühlfaktor ist auf jedenfall da, was ja nicht ganz unwichtig ist.

Auf Frankfurt würde ich in beiden Fällen natürlich parallel warten und ggf. nach dem 2. Nachrückverfahren wechseln.

-> Letzte Option: bis zum SoSe14 warten, dann wird Frankfurt wohl klappen. Letztes Jahr war der NC 2,6... Problem ist natürlich, dass ich dann schon 20 1/2 bin und 1,5 Jahre nach dem Abi "Pause" hatte. Könnte die Zeit sinnvoll nutzen, bspw. will ich programmieren lernen und auch auf das Studium könnte ich mich inhaltlich vorbereiten. Würde natürlich zu besseren Noten bzw. mehr Wissen führen (je nachdem was ich mache). Würde das auch 6-7h/Tag machen, also nicht so wischi-waschi. Andererseits wirkt so ein Selbststudium (egal welcher Inhalt) natürlich etwas schwammig bei späteren Bewerbungen.

Was würdet ihr also raten bzw. was scheint euch das sinnvollste zu sein?

Das Ziel für den Master sind nicht die Top Unis (LSE, WHU und Consorten), aber quasi Tier2 Unis (Frankfurt, Münster, evtl. gute in USA/UK). Für reine Finance-Master dürfte meine mathematische Begabung realistisch betrachtet nicht reichen, was sich während des Bachelors theoretisch noch ändern kann.

Viele Grüße
konstantin87
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 22 Aug 2013 - 19:33:40    Titel:

du bringst es doch gut auf den punkt. wenn münster und frankfurt das ziel sind, würde ich keine zeit verlieren, sondern einfach in lüneburg oder bochum gute noten hinlegen. dann stehen deine chancen gut. in bwl-master kommen ja sogar wirtschaftsingenieure, also mach dir keinen kopf wegen ein paar veranstaltungen.

in hamburgnähe sollte göttingen nicht fehlen: http://www.uni-goettingen.de/de/304859.html
tengal
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.03.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2013 - 13:33:39    Titel:

Danke für deine Antwort.

Göttingen ist jetzt natürlich zu spät, hatte ich - warum auch immer - gar nicht so drüber nachgedacht.

Das "Problem" hat sich jetzt eh gelöst, habe gestern von der LMU eine Zusage bekommen. Werde dort hingehen und höchstens noch kurzfristig wechseln, wenn FFM im Nachrückverfahren auch klappen sollte.

Mal eine generelle Frage (ich weiß, wurde schon oft diskutiert): ist es besser aus einer etwas "leichteren" Uni wie bspw. Lüneburg mit guten Noten rauszukommen, oder auf einer "schwereren" wie der LMU mit etwas durchschnittlicheren Noten?

Und sind die Schwierigkeitsgrade zwischen den größeren Unis (mal von Fällen wie HSG, WHU etc.) abgesehen wirklich so unterschiedlich?

Viele Grüße
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5732
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2013 - 14:17:25    Titel: Re: Komplizierte Studienortswahl - wo hin?

tengal hat folgendes geschrieben:

Mal eine generelle Frage (ich weiß, wurde schon oft diskutiert): ist es besser aus einer etwas "leichteren" Uni wie bspw. Lüneburg mit guten Noten rauszukommen, oder auf einer "schwereren" wie der LMU mit etwas durchschnittlicheren Noten?

Eine generelle Antwort, weil es schon so oft diskutiert wurde:
a) Kommt drauf an.
b) Es ist überhaupt nicht festgemacht ob jemand von Uni A auf Uni B überhaupt bessere Noten schreibt. Kann auch sein, dass Uni B, trotz geringerer quantitativer Anforderungen, im qualitativen Bereich die Person über Gebühr fordert.

Nein, ernsthaft: Es gibt keine "leichten" oder "schweren" HS, schon gar nicht, wenn man auf manchen Notenschnitt guckt. Dann wäre die FernUni Hagen eine der schwersten Unis Deutschlands vom Niveau her und andere große Namen würden zu den leichteren gehören.

Was sicherlich richtig ist, dass Du in bestimmten Bereichen und bestimmten Arbeitgebern mit dem LMU-Abschluß einen leichten Vorteil eher ein Praktikum etc. zu bekommen als jemand mit gleicher Note oder nur leicht besserer Note von der Leuphana. Letztlich spielen aber soviele Aspekte bei einer Bewerbung eine Rolle, neben den Durchschnittsnoten und der Uni, dass es lediglich ein Aspekt unter vielen ist, woher man kommt. Allerdings sollte man nicht unterschätzen, dass einige AG schon unterscheiden können, was eine 2,0 aus der ebs ggü. einer 2,0 aus der TUM bedeuted.

Für den späteren Master ist das hingegen schon ein Punkt. Manchmal ist es leichter mit einem FH Bachelor in einen Uni-Master zu kommen als mit einem Bachelor der gleichen Uni. Hier bleibt aber die sehr schwierige Frage übrig, ob DU überhaupt an einer anderen HS wirklich besser abschneidest.

PS: für den Bachelor BWL war 2010 die Durchschnittsnote in Lüneburg bei 2,6 bei der LMU 2,4.

Zitat:
Und sind die Schwierigkeitsgrade zwischen den größeren Unis (mal von Fällen wie HSG, WHU etc.) abgesehen wirklich so unterschiedlich?

Nein, nicht mal bei denen ist der Schwierigkeitsgrad so groß anders als bei anderen. Wasser ist Wasser und kocht immer noch bei 100 Grad C (bei Normaldruck). Nur die Art das Wasser zum kochen zu bringen ist vielleicht etwas anders.
Was Du bei den großen Namen nur bedenken musst ist, dass sie aufgrund des Rufes aus einem ganz, ganz anderen Kandidatenkreis auswählen können. Wer vornehmlich hellste Köpfe einsammeln kann, kann natürlich damit auch mehr glänzen als eine HS, die den Durchschnitt der akademischen Bevölkerung abbildet.
Um beim Wasserbeispiel zu bleiben - es ist schon etwas anderes, wenn man mit den Studenten damit anfangen kann, den Topf auf´s Feuer zu stellen anstatt erst noch zu erklären wie man Feuer macht.
tengal
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.03.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2013 - 12:44:29    Titel: Re: Komplizierte Studienortswahl - wo hin?

Gozo hat folgendes geschrieben:


Nein, ernsthaft: Es gibt keine "leichten" oder "schweren" HS, schon gar nicht, wenn man auf manchen Notenschnitt guckt. Dann wäre die FernUni Hagen eine der schwersten Unis Deutschlands vom Niveau her und andere große Namen würden zu den leichteren gehören.


Zitat:
Was Du bei den großen Namen nur bedenken musst ist, dass sie aufgrund des Rufes aus einem ganz, ganz anderen Kandidatenkreis auswählen können. Wer vornehmlich hellste Köpfe einsammeln kann, kann natürlich damit auch mehr glänzen als eine HS, die den Durchschnitt der akademischen Bevölkerung abbildet.
Um beim Wasserbeispiel zu bleiben - es ist schon etwas anderes, wenn man mit den Studenten damit anfangen kann, den Topf auf´s Feuer zu stellen anstatt erst noch zu erklären wie man Feuer macht.


Das ist doch eine interessante Sache.
Wenn der Stoff an den meisten Unis insgesamt etwa gleich schwer ist (egal ob qualitativ oder quantitativ), dann müsste sich das - besonders dem zweiten Zitat nach - ja auch in den Noten widerspiegeln. Denn die hellen Köpfchen von den "Elite"-Unis sollten damit im Schnitt ja deutlich weniger Probleme haben als der gemeine Durchschnittsstudent der Uni Greifswald, was logisch gesehen zu (deutlich) besseren Noten führen würde.

Fiel mir nur auf beim Lesen...
PorQpine
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 16.01.2013
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2013 - 18:32:36    Titel: Re: Komplizierte Studienortswahl - wo hin?

tengal hat folgendes geschrieben:
Gozo hat folgendes geschrieben:


Nein, ernsthaft: Es gibt keine "leichten" oder "schweren" HS, schon gar nicht, wenn man auf manchen Notenschnitt guckt. Dann wäre die FernUni Hagen eine der schwersten Unis Deutschlands vom Niveau her und andere große Namen würden zu den leichteren gehören.


Zitat:
Was Du bei den großen Namen nur bedenken musst ist, dass sie aufgrund des Rufes aus einem ganz, ganz anderen Kandidatenkreis auswählen können. Wer vornehmlich hellste Köpfe einsammeln kann, kann natürlich damit auch mehr glänzen als eine HS, die den Durchschnitt der akademischen Bevölkerung abbildet.



Besonders viele helle Köpfe findet man auch bei den Mannheimer Betriebswirten nicht. Die findet man nämlich überwiegend in vollkommen anderen Studiengängen.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Komplizierte Studienortswahl - wo hin?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum