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Arbeitszeiten im Investment Banking
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aristokrates
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Anmeldungsdatum: 20.04.2010
Beiträge: 1358

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2013 - 18:34:20    Titel: Arbeitszeiten im Investment Banking

xx


Zuletzt bearbeitet von aristokrates am 20 Nov 2014 - 02:06:47, insgesamt einmal bearbeitet
Controller2013
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Anmeldungsdatum: 16.08.2013
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2013 - 18:52:15    Titel:

Ich habe keine Ahnung bzgl. dieses Themas, da ich noch nie eine Investmentbank von innen gesehen habe. Ich habe nur aus Interesse eine Frage:

Haben denn auch Investmentbankenabteilung der kleineren Banken - wie zB SEB - auch so lange Arbeitszeiten, wie die US-amerikanischen Investmentbanken?

Grüße
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5978

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2013 - 19:40:45    Titel:

wenn das geld so locker sitzt, warum werden im ib nicht einfach mehr leute eingestellt? niemand ist nach 10h arbeit am tag noch besonders effizient.
da macht es doch viel mehr sinn 20 leute mit 50k gehalt zu beschäftigen als 10, die doppelt so viel geld kriegen und dafür doppelt so lange arbeiten, aber in dieser zeit wahrscheinlich weniger schaffen als die 20 in der gleichen zeit.
TheConvexity
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 862

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2013 - 20:13:24    Titel:

@Konstantin: Es ist schon schwer genug einen Deal zu managen wenn da 5 Leute operativ drauf sitzen. Wenn dann 10 Köche in der Suppe anfangen rumzurühren und alle nur Teilzeit aufschlagen (i.e. um 17 Uhr weg sind), dann geht gar nichts mehr in diesem Geschäftsbereich. Ist einfach so.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5978

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2013 - 22:54:37    Titel:

seltsamerweise klappt das ansonsten überall, nur hier sind einzelne personen mit +100 stunden pro woche nötig Rolling Eyes "ist halt so" ist aber auch kein argument.
TheConvexity
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 862

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2013 - 23:03:36    Titel:

Zitat:
seltsamerweise klappt das ansonsten überall


Consultants? Nö. => 60 bis 80h Woche
Rechtsanwälte? Nö. => 90 bis 100h Woche

Ich frage mich gerade von welchem "Überall" Du sprichst.
Rudi Carell
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Anmeldungsdatum: 20.12.2007
Beiträge: 535

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2013 - 00:00:16    Titel:

Controller2013 hat folgendes geschrieben:
Haben denn auch Investmentbankenabteilung der kleineren Banken - wie zB SEB - auch so lange Arbeitszeiten, wie die US-amerikanischen Investmentbanken?

Grüße


Man kann keine generellen Zeiten nennen, aber selbst bei vielen (deutschen) kleinen Privatbanken mit M&A sitzt man oft bis 24 Uhr+ im Büro. Bei den Big4 und der ein oder anderen deutschen Bank kann man bis ca. 22/23 Uhr rechnen. Ergo kommst du unter 70h Bruttoarbeitszeit nirgendwo raus, bei vielen Läden geht es Richtung 80-90h+!

Arbeite selbst im M&A und kann die langen Arbeitszeiten nicht so rechtfertigen wie TheConvexity. Es ist absolut möglich, einen Deal vernünftig zu staffen mit 2 Analysts, 1 Associate + den Ebenen darüber. Solange die 3 "operativ" Tätigen gut kommunizieren und die Aufgaben klar verteilt sind, geht das. Einen Deal mit noch mehr Analysts/Associates zu staffen, ist dagegen kaum möglich - dann sind die Leute nicht mehr 100%ig informiert und es wird schwierig von der Kommunikation.

Meiner Meinung nach sind die Gründe eher darin zu suchen, dass
a) VPs und höher aus reiner Bequemlichkeit lieber nur einen Analyst + einen Associate auf einen Deal setzen. Für den VP/Ebene höher ist das einfach ein bisschen mehr Arbeit 3-4 Leute zu koordinieren (als nur 2), effizient läuft es noch immer. Hier hängt also etwas mehr Arbeit beim VP....Aber lieber 2 Personen jeweils am Tag 3-4h mehr ackern lassen und dafür selbst früher gehen und die Eier schaukeln.

b) Understaffing ist ein beliebte Sache aus wirtschaftlicher Sicht. M&A ist letztlich zur Commodity geworden. Wenn ich sehe, wie eng der Preiskampf ist und wie lange bei uns Zeit damit verbracht wird, eine vernünftige (d. h. einerseits kostendeckende und andererseits wettbewerbsfähige) Fee-Struktur aufzusetzen...da muss jedes Mal extrem getüftelt werden. Und Absagen wegen zu hoher Fees kommen bei Pitch-Feedbacks seitens des Kunden relativ häufig vor. M&A ist mittlerweile ein preissensibles Geschäft.
Also lieber das Projekt understaffen, um es profitabel zu halten (wiederum lieber 2 Leute 4-5h mehr pro Tag arbeiten lassen - die Stunden kriegen sie ja letztlich nur im Erfolgsfall über den Bonus bezahlt...wenn der Deal nicht gesigned/geclosed wird, hast du umsonst die Sonderschichten gefahren).

c) Reine Schikane und Ineffizienzen. Wenn ich sehe, wie viele Schleifen gedreht werden, ohne das Endprodukt besser zu machen, kann man sich nur an den Kopf fassen. Jeder VP aufwärts muss auf einen Pitch seinen Scheißhaufen setzen zum Reviermarkieren. Das gilt auch für Teaser/IM und sonstige Präsis. Immer setzt jeder seine Marke, wirft viel Arbeit über den Haufen, streicht Slides für die man Stunden gearbeitet hat etc. pp.!
Bessere Absprachen, klarere Kommunikation, mehr Standards wären hier hilfreich. Aber who cares, wenn der Analyst letztlich seinen Arsch hinhält über die zahlreichen Arbeitsstunden. Nachts schlafen VP und MD doch gemütlich in ihren Bettchen, wenn ich die mark-ups in PowerPoint hacke. Wink

Monkey Business, dem ich relativ zeitig den Rücken kehren werde!!! Laughing
Decimus
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Anmeldungsdatum: 16.07.2009
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2013 - 03:08:31    Titel:

Also hat man beim Investmentbanking einen eher lausigen Studenenlohn?
Controller2013
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Anmeldungsdatum: 16.08.2013
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2013 - 10:28:39    Titel:

Rudi Carell hat folgendes geschrieben:
Controller2013 hat folgendes geschrieben:
Haben denn auch Investmentbankenabteilung der kleineren Banken - wie zB SEB - auch so lange Arbeitszeiten, wie die US-amerikanischen Investmentbanken?

Grüße


Man kann keine generellen Zeiten nennen, aber selbst bei vielen (deutschen) kleinen Privatbanken mit M&A sitzt man oft bis 24 Uhr+ im Büro. Bei den Big4 und der ein oder anderen deutschen Bank kann man bis ca. 22/23 Uhr rechnen. Ergo kommst du unter 70h Bruttoarbeitszeit nirgendwo raus, bei vielen Läden geht es Richtung 80-90h+!

Arbeite selbst im M&A und kann die langen Arbeitszeiten nicht so rechtfertigen wie TheConvexity. Es ist absolut möglich, einen Deal vernünftig zu staffen mit 2 Analysts, 1 Associate + den Ebenen darüber. Solange die 3 "operativ" Tätigen gut kommunizieren und die Aufgaben klar verteilt sind, geht das. Einen Deal mit noch mehr Analysts/Associates zu staffen, ist dagegen kaum möglich - dann sind die Leute nicht mehr 100%ig informiert und es wird schwierig von der Kommunikation.

Meiner Meinung nach sind die Gründe eher darin zu suchen, dass
a) VPs und höher aus reiner Bequemlichkeit lieber nur einen Analyst + einen Associate auf einen Deal setzen. Für den VP/Ebene höher ist das einfach ein bisschen mehr Arbeit 3-4 Leute zu koordinieren (als nur 2), effizient läuft es noch immer. Hier hängt also etwas mehr Arbeit beim VP....Aber lieber 2 Personen jeweils am Tag 3-4h mehr ackern lassen und dafür selbst früher gehen und die Eier schaukeln.

b) Understaffing ist ein beliebte Sache aus wirtschaftlicher Sicht. M&A ist letztlich zur Commodity geworden. Wenn ich sehe, wie eng der Preiskampf ist und wie lange bei uns Zeit damit verbracht wird, eine vernünftige (d. h. einerseits kostendeckende und andererseits wettbewerbsfähige) Fee-Struktur aufzusetzen...da muss jedes Mal extrem getüftelt werden. Und Absagen wegen zu hoher Fees kommen bei Pitch-Feedbacks seitens des Kunden relativ häufig vor. M&A ist mittlerweile ein preissensibles Geschäft.
Also lieber das Projekt understaffen, um es profitabel zu halten (wiederum lieber 2 Leute 4-5h mehr pro Tag arbeiten lassen - die Stunden kriegen sie ja letztlich nur im Erfolgsfall über den Bonus bezahlt...wenn der Deal nicht gesigned/geclosed wird, hast du umsonst die Sonderschichten gefahren).

c) Reine Schikane und Ineffizienzen. Wenn ich sehe, wie viele Schleifen gedreht werden, ohne das Endprodukt besser zu machen, kann man sich nur an den Kopf fassen. Jeder VP aufwärts muss auf einen Pitch seinen Scheißhaufen setzen zum Reviermarkieren. Das gilt auch für Teaser/IM und sonstige Präsis. Immer setzt jeder seine Marke, wirft viel Arbeit über den Haufen, streicht Slides für die man Stunden gearbeitet hat etc. pp.!
Bessere Absprachen, klarere Kommunikation, mehr Standards wären hier hilfreich. Aber who cares, wenn der Analyst letztlich seinen Arsch hinhält über die zahlreichen Arbeitsstunden. Nachts schlafen VP und MD doch gemütlich in ihren Bettchen, wenn ich die mark-ups in PowerPoint hacke. Wink

Monkey Business, dem ich relativ zeitig den Rücken kehren werde!!! Laughing


Rudi, vielen Dank! Arbeitest Du bei einer Investitionsbank oder bei den Big4? Arbeitet man denn wirklich 80 h am Stück ohne Pausen - außer Schlafen natürlich?

Grüße und Danke!
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2013 - 14:17:47    Titel:

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