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Wie mit ausstehender Kommanditeinlage der KG umgehen?
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Slawa_1991
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Anmeldungsdatum: 12.03.2012
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2013 - 18:23:02    Titel: Wie mit ausstehender Kommanditeinlage der KG umgehen?

Hallo liebes Forum,

ich muss eine Aufgabe lösen und eine Gewinnverteilung bei der KG vornehmen, was natürlich kein Problem darstellt.

Ich habe einen Reingewinn gegeben und die Bilanz am Jahresende. Auf Basis dieser Werte wird die Gewinnverteilung vorgenommen, Auszug aus dem Gesellschaftsvertrag ist auch vorhanden.

Auf der Aktiva Seite der Bilanz steht Ausstehende Einlage 10.000 Euro.

Auf der Passiva Seite der Bilanz steht Kommanditeinlage Person A mit 110.000 Euro.

Dort steht: Ausstehende Kommanditeinlagen werden mit 5 % verzinst und die Kapitalanteile werden auch mit 5% verzinst und der Rest wird im Verältnis 2:1:1 verteilt.

Meine Frage: Ich habe eine Tabelle erstellt, wo alle Kapitalanteile drinn stehen, aber beim kommanditisten ist es unklar, wie hoch sein Anteil ist, also für mich unklar.

Sind es nun 110.000 Euro oder 120.000 Euro oder sogar nur 100.000 Euro. Außerdem steht noch, dass der Kommanditist seine Einlage am 10. August vollständig eingezahlt hat. Muss ich den 10. August berücksichtigen als Verzinsung oder ähnliches?

Vielleicht kann mir jemand helfen?

Danke

Gruß

Slawa
tst
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Anmeldungsdatum: 11.07.2012
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2013 - 22:49:21    Titel: Re: Wie mit ausstehender Kommanditeinlage der KG umgehen?

Slawa_1991 hat folgendes geschrieben:
Meine Frage: Ich habe eine Tabelle erstellt, wo alle Kapitalanteile drinn stehen, aber beim kommanditisten ist es unklar, wie hoch sein Anteil ist, also für mich unklar.

Sind es nun 110.000 Euro oder 120.000 Euro oder sogar nur 100.000 Euro. Außerdem steht noch, dass der Kommanditist seine Einlage am 10. August vollständig eingezahlt hat.


Es ist nicht unklar, wie hoch der Kapitalanteil des Kommanditisten ist. Bilanziell sind 110.000 € erfasst, da aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses bzw. des Gesellschaftsvertrags eine Einlagepflicht des Kommanditisten in dieser Höhe besteht. Der Posten auf der Aktivseite über die ausstehende Einlage hat lediglich den Charakter einer Forderung der KG gegenüber dem Kommanditisten. Für die Beurteilung der Höhe des Kapitalanteils ist es unerheblich, ob die Einlage bereits geleistet wurde oder nicht.

Slawa_1991 hat folgendes geschrieben:
Muss ich den 10. August berücksichtigen als Verzinsung oder ähnliches?


Die ausstehende Einlage muss sowieso verzinst werden, da dies - wie du schreibst - eine Angabe in der Aufgabe ist. Sobald die Einlage gezahlt wurde, muss die Forderung gegenüber dem Kommanditisten ausgebucht werden.
Slawa_1991
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Anmeldungsdatum: 12.03.2012
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2013 - 23:00:03    Titel:

Hallo,

vielen vielen Dank, du hast mir extrem weitergeholfen. ALso muss ich die Gewinnverteilung mit 110.000 euro als kapitalanteil machen?

Aber, wenn er die forderung beglichen hat heisst der Buchungssatz:

Verbindlichkeiten an forderungen.

somit hat er dann einen kapitalanteil von 100.000 euro auf seinem Eigenkapitalkonto. es heisst ja immer soll an haben. ohne gegebkonto kann man ja die forderung nicht rausbuchen.
tst
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Anmeldungsdatum: 11.07.2012
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2013 - 23:21:47    Titel:

Ja, der Kapitalanteil beträgt 110.000 €. Beim Buchungssatz hast du einen Denkfehler. Es ist keine Verbindlichkeit erfasst worden. Die ausstehende Einlage bezieht sich auf einen Teil des Eigenkapitals.

Der korrekte Buchungssatz heißt: Bank an Ausstehende Einlage 10.000 €
Slawa_1991
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Anmeldungsdatum: 12.03.2012
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 10 Nov 2013 - 00:03:10    Titel:

danke für deine hilfe, du hast mir sehr gut geholfen.
noch eine frage habe ich: Dort steht, dass er die einlage später eingebracht hat, aber wie mache ich die verzinsung. dort steht, ausstehende einlage wird mit 5% verzinst. also 110.000 euro für 1 jahr verzinsen und danach noch die 10.000 verzinsen für ca. halbes jahr bis zu dem zeitraum, wo er diese einbezahlt hat?
tst
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Anmeldungsdatum: 11.07.2012
Beiträge: 219

BeitragVerfasst am: 10 Nov 2013 - 01:43:04    Titel:

Keine Ursache. Wegen der Verzinsung denkst du noch zu kompliziert.

Der Kapitalanteil des Kommanditisten beträgt 110.000 €. Davon hat er 10.000 € erst nachträglich bezahlt. Laut der Vereinbarung zur Gewinnermittlung werden in der KG aber auch die Anteile verzinst, die noch nicht eingezahlt wurden. D.h. dem Kommanditisten steht eine Verzinsung auf die 110.000 € zu, egal ob er alle Einlagen schon erbracht hat oder nicht.

Mit anderen Worten: Die 10.000 € sind irrelevant. Verzinst wird der gesamte Kommanditanteil i.H.v. 110.000 €, da hier die 10.000 € schon inbegriffen sind.
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