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Maschinenbau Entscheidung
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ArizonaTea x
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Anmeldungsdatum: 03.12.2013
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2014 - 23:32:20    Titel: Maschinenbau Entscheidung

Hallo Leute,

ich steht zur Zeit vor der Entscheidung, was genau ich studieren möchte und würde dabei mal euren fachmännischen Rat dazu anhören.

Für mich war eigentlich schon immer klar, dass ich etwas technisches studieren möchte. Sprich in meinem Fall Maschinenbau. Konnte mich seit klein auf für alles rund ums Automobil begeistern, weshalb sich das eben schon sehr früh im Kopf verankert hat. ^^
Jetzt stehen mir drei Alternativen zur Auswahl.

1. Fahrzeugtechnik an der Hochschule Esslingen
2. Maschinenbau an der Hochschule Reutlingen
3. Duales Studium Maschinenbau Produktionstechnik an der DHBW Stuttgart Campus Horb.

Zu 3: Dualer Partner wäre ein sehr gut dastehendes Unternehmen mit 4000 Mitarbeitern, Filialen in mehr als 30 Ländern und sehr guter Ausbildung. Hab da schon einen Eindruck beim Gespräch bekommen. Und direkt ein Tag später gleich die Zusage. Also scheinen sie schon Interesse auch an mir zu haben.

Meine Frage ist jetzt nur. Mein Traumberuf wäre natürlich aufgrund des Interesses an Automobilen, später in der Entwicklung bei Daimler oder Porsche zu landen. Sind einfach beides Hersteller aus der Region. Vermutlich wäre die beste Variante, dann eben auch direkt Fahrzeugtechnik zu studieren.

Hab mich aber auch schon bisschen informiert, und es gibt natürlich auch zahlreiche Entwicklungsingenieure dort, die allgemeinen Maschinenbau studiert haben.
Meine Frage ist jetzt einfach, ob ich irgendwie auch die Möglichkeit noch hätte, wenn ich zuerst an der dualen Hochschule Maschinenbau Produktionstechnik studiere, ich überhaupt noch irgendwelche Chancen hätte zu einem der zwei Autohersteller zu wechseln? Spezialisierung beim dualen Studium ist Schneidwerkzeuge, wobei die Spezialisierung meines Wissen nach nur sehr gering ist. Also quasi, ich studier Dual, arbeite vielleicht ein zwei Jahre bei dem Unternehmen und setzt dann eventuell noch einen Master in Richtugn Fahrzeugtechnik drauf? Oder verbau ich mir da den Weg?

Vorteil vom dualen Studium wäre eben, dass ich bereits verdienen würde und ich noch daheim wohnen bleiben kann erstmals. Maschinenbau in Reutlingen wäre auch noch erreichbar von Zuhause. Esslingen ist schon weiter weg, müsste dann mit dem Auto eine Strecke 40min fahren.

Oder ich studier Dual Maschinenbau, setzt direkt den Master drauf, arbeite ein paar Jahre bei dem Unternehmen um mich dann mit Berufserfahrung bei einem Automobilhersteller zu bewerben?

Mein Kopf denkt irgendwie "Für Fahrzeugentwicklung brauchst du Fahrzeugtechnik". Wenn ich allerdings bei meinem dualen Studium mit guten Noten glänze, dann hab ich trotzdem noch Chancen später mit Fahrzeugen zu tun zu haben? Sind ja auch nur Maschinen^^

Was würdet ihr mit raten? Smile

Danke!
ArizonaTea x
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Anmeldungsdatum: 03.12.2013
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2014 - 17:09:41    Titel:

Hat niemand einen Rat?
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2014 - 17:33:24    Titel: Re: Maschinenbau Entscheidung

ArizonaTea x hat folgendes geschrieben:
Meine Frage ist jetzt nur. Mein Traumberuf wäre natürlich aufgrund des Interesses an Automobilen, später in der Entwicklung bei Daimler oder Porsche zu landen. Sind einfach beides Hersteller aus der Region. Vermutlich wäre die beste Variante, dann eben auch direkt Fahrzeugtechnik zu studieren.

Entwicklung ist immer so eine Sache.

Daimler selbst hat ein großes duales Programm bereits seit Jahrzehnten und man kann dort mit entsprechender Leistung weit kommen. Sie sehen das nicht als Schmalspurstudium. Bei Porsche bin ich mir nicht sicher, wie es dort ankommt.

Auf der anderen Seite muss man immer bedenken, dass Forschung und Entwicklung nicht selten eher den rein akademisch "höher" angesehenen Studienngängen zugetraut wird. Aus dem Bauch heraus würde ich daher, im Zweifel, immer zu einem Vollzeitstudiengang tendieren. Ob Fahrzeugtechnik dann besser ist als allgemeiner Maschinenbau? Keine Ahnung. Ich denke darauf kommt es letztlich weniger an.

Zitat:
Meine Frage ist jetzt einfach, ob ich irgendwie auch die Möglichkeit noch hätte, wenn ich zuerst an der dualen Hochschule Maschinenbau Produktionstechnik studiere, ich überhaupt noch irgendwelche Chancen hätte zu einem der zwei Autohersteller zu wechseln? Spezialisierung beim dualen Studium ist Schneidwerkzeuge, wobei die Spezialisierung meines Wissen nach nur sehr gering ist.

Duale Studiengänge haben enorme Vorteile. Der große Nachteil ist auch gleich der große Vorteil: Sie spezialisieren. Es ist danach natürlich nicht unmöglich noch, vor allem in artverwandte Bereiche zu wechseln, es ist aber sicherlich nicht einfacher. Ein Vollzeitstudium könntest Du hingegen versuchen auf die Entwicklungssparten auszurichten. Von der Modulwahl angefangen als auch in den Praktika.

Zitat:
Also quasi, ich studier Dual, arbeite vielleicht ein zwei Jahre bei dem Unternehmen und setzt dann eventuell noch einen Master in Richtugn Fahrzeugtechnik drauf? Oder verbau ich mir da den Weg?

Ein Schwarz-Weiß gibt es hier nicht, nur einige Dinge zum abwägen.
Wenn Du Studium plus x-Jahre in einem anderen Bereich machst, dann hast Du darin Erfahrung, ob danach aber mit Hilfe des Masters die Möglichkeit besteht leichter in die Entwicklung vom Daimler zu wechseln ist damit nicht gesagt, ebenso gut könntest Du Nachteile dadurch haben. Der PUnkt ist, dass Du in dem Moment in einer "Erfahrungssituation" bist, die es evtl. schwer macht, die als Fastbeginner in einem anderen Bereich einzusetzen....auf der anderen Seite könnte diese Erfahrung aber auch Dein großer Vorteil sein, weil Du eben, evtl. Entwicklungserfahrung, wenn auch aus einem anderen Bereich mitbringst.
...Du siehst, so einfach ist die Frage gar nicht zu beantworten. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo zwischen den Fronten.


Zitat:
Vorteil vom dualen Studium wäre eben, dass ich bereits verdienen würde und ich noch daheim wohnen bleiben kann erstmals. Maschinenbau in Reutlingen wäre auch noch erreichbar von Zuhause. Esslingen ist schon weiter weg, müsste dann mit dem Auto eine Strecke 40min fahren.

Die Vorteile werden häufig genannt. Verdienst - ok. "Zuhause wohnen bleiben" ist aus meiner Sicht kein Vorteil, sondern, was Entwicklung und persönliche Reife angeht eher ein Nachteil. Aber darüber kann man streiten.

Zitat:
Oder ich studier Dual Maschinenbau, setzt direkt den Master drauf, arbeite ein paar Jahre bei dem Unternehmen um mich dann mit Berufserfahrung bei einem Automobilhersteller zu bewerben?

Auch eine Möglichkeit mit Vor- und Nachteilen.
Man könnte auch überlegen einen Bachelor zu machen, arbeiten zu gehen, um danach evtl. noch einen Master draufzusatteln.

Zitat:
Mein Kopf denkt irgendwie "Für Fahrzeugentwicklung brauchst du Fahrzeugtechnik".

Jain. Lass es mich mit einem BWL-Beispiel sagen, da kenne ich mich besser aus, wer im Marketing arbeiten möchte, kann ja auch BWL studieren und muss keinen Spezialstudiengang Marketing machen.
Wie gesagt, Spezialisierungen haben immer den Vorteil, dass man diesen einzelnen Bereich meist besser kann als die "Generalisten". Gleichzeitig ist das aber auch ein Nachteil, weil diese Spezialisten dann häufig nur begrenzt über den Tellerand blicken (können).
Oder lass es mich noch etwas plakativer sagen: Beim Daimler wie bei Porsche arbeiten sogar einige Akkustiker in der Fahrzeugentwicklung...weit, weit weg von Fahrzeugtechnik.

Zitat:
Wenn ich allerdings bei meinem dualen Studium mit guten Noten glänze, dann hab ich trotzdem noch Chancen später mit Fahrzeugen zu tun zu haben? Sind ja auch nur Maschinen^^

Ist nicht unmöglich.

Letztlich musst Du eine Entscheidung finden, mit der DU leben kannst. Ich würde mich vielleicht noch mit dem einen oder anderen Entwicklungsingenieur auseinandersetzen - z.B. über XING. Es ist nicht so, dass jeder auf Deine Fragen gewartet hat, aber teilweise bekommt man, wenn man diese Leute fragt, auch gute Antworten.
Ebenso könntest Du gucken ob es bei den Personalabteilungen Ansprechpartner gibt für Absolventen. Wenn ja, auch die kann man damit nerven, was evtl. besser wäre.
rotH
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Anmeldungsdatum: 07.02.2014
Beiträge: 884

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2014 - 14:35:00    Titel:

Im Endeffekt kommt es immer darauf an, was der Personalchef bzw. dein fachlicher Vorgesetzter denkt. Das hängt widerum davon ab welchen Weg er in seinem Leben gegangen ist und natürlich auch stark davon welche Erfahrungen er mit Leuten gemacht hat, die dies oder jenes mitbrachten.
Das hängt allerdings auch wieder vom Zufall ab, denn Person mit Lebensweg A war vielleicht allgemein eine Pfeife und Person mit Lebensweg B halt ein Überflieger.
Das selbst heisst noch lange nicht, dass Lebensweg A für diese Stelle schlecht und Lebensweg B absolut perfekt ist...

Und vielleicht bist du am Bewerbungstag auch so gut drauf oder schlecht gelaunt, dass dein Gespräch absolut perfekt oder eben katastrophal läuft. Oder dein Gegenüber ist schlecht/gut drauf.
Oder einer mit genau deinem Werdegang hat gerade eine Anlage in die Luft gejagt Laughing Auch das kommt vor...

Soll heissen:
Es gibt keinen optimalen Lebenslauf um mit 30 beim Daimler in der Entwicklungsetage den weissen Kittel überreicht zu bekommen...

Ich bin elektr. Antriebstechniker. Elektromotoren und FUs machen etwa 20% meines Tagesgeschäftes aus...

In der Fahrzeugentwicklung arbeiten Mechatroniker, Elektrotechniker, Maschinenbauer, Physiker, Luft- und Raumfahrttechniker und sicherlich auch Mathematiker, Informatiker, Chemiker, Kunststoffspezialisten, usw.

Sicherlich arbeiten da auch Fahrzeugtechniker...

Mit Fahrzeugtechnik schiesst du dich eben sehr auf diesen Bereich ein. Die Vorlesungen werden sehr speziell darauf ausgerichtet sein und du wirst wenig Gelgenheit haben nach links und rechts zu gucken.

Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass man sein Studium möglichst breit aufstellen sollte. Hier ein bißchen dort ein bißchen.
Die Spezialisierung erfolgt im Job noch früh genug. Und dann oft sehr tief und sehr eng...
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