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Hochschullehrer NRW, Hochschulrecht
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greenko
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Anmeldungsdatum: 29.10.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2014 - 22:58:12    Titel: Hochschullehrer NRW, Hochschulrecht

Bei uns an der ETechnik-Fakultät an der Uni darf man Abschlussarbeit auch sonstwo machen, die Bedingung ist, dass ein "Hochschullehrer" die Arbeit betreut, d.H. Erstprüfer/Erstgutachter ist.
Der Zweitprüfer/Zweitgutachter (Prof.) muss von unserer Fakultät stammen, was nicht so wild ist.


Wie ist es wenn die Erstprüfer/Erstgutachter Person von benachbarten Uni kommt, ein Dr.-Ing. ist und Lehrstuhlvertretung macht (kein Prof. Titel) ?
Darf der auch Arbeit erstbetreuen.


Zuletzt bearbeitet von greenko am 14 Jul 2014 - 22:19:47, insgesamt einmal bearbeitet
supernova85
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Anmeldungsdatum: 13.03.2013
Beiträge: 312

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2014 - 11:38:38    Titel:

Ich habe auch an einer Uni in NRW studiert. Meine beiden Diplomarbeiten habe ich an außeruniversitären Forschungseinrichtungen geschrieben. In den beiden Fällen mussten -zumindest an meiner Uni- die Erstgutachter Professoren aus den Fakultäten sein, an denen ich studiert habe. Zweitgutachter durften Forschungsleiter (nicht unbedingt Professoren) aus den jeweiligen Instituten sein.
Kurz gefasst: in meinem Fall war es genau umgekehrt wie du beschrieben hast.

Am besten sollte man sich in solchen Fällen an den Fachstudienberater seines Studiengangs wenden.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24255

BeitragVerfasst am: 08 Feb 2014 - 19:45:03    Titel:

Ein Hochschullehrer ist eine Person, die einen ordentlichen Lehrauftrag erfüllen kann, sprich habilitiert ist oder eine Anstellung als Junior-Professor besitzt (oder eben eine Professur inne hat). Der normale Post-Doc hat hier formal NICHT die notwendige Qualifikation!


Cyrix
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2014 - 01:52:06    Titel:

Zuerst solltest Du den guten Herrn erstmal fragen, ob er dazu ueberhaupt willig waere.
Wenn er zusagt, klaere das mit dem Pruefungsamt ab. Viel Erfolg.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5732
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2014 - 11:42:16    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Ein Hochschullehrer ist eine Person, die einen ordentlichen Lehrauftrag erfüllen kann, sprich habilitiert ist oder eine Anstellung als Junior-Professor besitzt (oder eben eine Professur inne hat). Der normale Post-Doc hat hier formal NICHT die notwendige Qualifikation!


Möchte ich einschränken, da der Begriff "Hochschullehrer" je nach HS durchaus etwas anders definiert wird. Grundsätzlich sind Hochschullehrer Personen mit einem Lehrauftrag in Sinne einer Professur.
Für eine ordentliche Professur müssen die aber nicht zwangsläufig habilitiert und in einigen Fällen nicht einmal zwanghaft promoviert sein. Das wird man aber an den Unis sehr viel seltener finden, ist aber an der FH nicht unwahrscheinlich. Viele FH-Professoren verfügen nicht über die Habilitation und auch auf eine Promotion kann in Ausnahmefällen bei einer Berufung verzichtet werden.

Jetzt geht es hier allerdings ja nicht um FH sondern um eine Uni/Unis.
Aber auch hier kenne ich verschiedene, akzeptiert Vorgehensweisen. Supernova85 hat eine auch mir und nicht nur in NRW bekannte Variante genannt, dass der Zweitbetreuer von extern kommen kann, solange er die wissenschaftliche Eignung für eine solche Betreuung nachweisen kann. In der Regel ist es die Promotion oder zumindest einen reichhaltigen wissenschaftlichen Background bei einem gleichwertigen Abschluß zum Prüfling (was dann die Forschungseinrichtungen durchaus einschließt).
Ich kenne es aber auch, dass der Erstbetreuer, ebenfalls bei wissenschaftlicher Eignung, extern sein kann, solange der Zweitbetreuer aus der hauseigenen Fakultät kommt und Prof. ist. Was dann als Erstbetreuer durchgeht - bspw. Prof einer FH, Führungskraft einer Forschungseinrichtung etc. - ist dann durchaus nicht immer gänzlich klar und im Zweifelsfall eine Einzelfallentscheidung.
Allerdings kenne ich es auch, dass, wenn Erst- oder Zweitbetreuer von Extern kommt, dieser auch zwingend eine HS-Professur oder (!) wenigstens die Habil. (ohne Ruf) haben muss. Zwischen FH und Uni wird dabei aber seltener Unterschieden als früher.

Ich würde es mit tokyobob halten, nur dass ich persönlich erst das Prüfungsamt bzgl. der grundlegenden Möglichkeit interviewen würde...aber das ist Geschmackssache.
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 10 Feb 2014 - 12:49:00    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Ein Hochschullehrer ist eine Person, die einen ordentlichen Lehrauftrag erfüllen kann, sprich habilitiert ist oder eine Anstellung als Junior-Professor besitzt (oder eben eine Professur inne hat). Der normale Post-Doc hat hier formal NICHT die notwendige Qualifikation!


Der Status Hochschullehrer ist nicht nicht an die Qualifikation, sondern an die Position gebunden. So ist etwa auch ein Vertreter/ Verwalter einer Professur unabhängig von der venia legendi oder einer Lebenszeitprofessur in allen Rechten und Pflichten gleichgestellt. Dies gilt von Abschlussarbeit bis hin zur Promotion. Die Lebenszeitprofessur ist in den meisten Landeshochschulgesetzen und immer mehr noch in der Praxis ohnehin nicht mehr an eine Habilitation gebunden, es gibt verschiedene "gleichwertige Alternativen", über die am Ende Berufungskommission, Präsidium und in letzter Konsequenz auch das Ministerium entscheiden. Hier ist alles möglich, Gozo hat die gängigsten Ausnahmen bereits aufgezählt.
Den Begriff des "ordentlichen Lehrauftrages" lese ich zwar ab und an (gerne führen ihn gerade Personen ohne venia legendi/ Professur), allerdings ist mir nicht ganz klar was sich dahinter verbirgt. Gängig ist die Annahme, dass lediglich ein Hochschullehrer Vorlesungen halten darf und der Mittelbau auf Seminare beschränkt bleibt. Das entspricht aber auch an Universitäten gelinde gesagt nicht mehr der Realität.
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