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Der TÜV und das Perpetuum mobile
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Der TÜV und das Perpetuum mobile
 
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Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 1034

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:48:51    Titel:

Progressive hat folgendes geschrieben:

Ich habe von dem zugrundeliegenden Versuchsaufbau leider (noch) keine Ahnung aber mich interessiert zitierter Sachverhalt.
Warum und inwiefern spielt das denn eine Rolle ? Intuitiv sehe ich das, physkalisch aber nicht.


Auf einen zylindrischen Körper wirken vier Kräfte, welche die vertikale Gleichgewichtslage, also die Schwimmhöhe beeinflussen:
Gewichtskraft, hydrostatische Druckkraft von der Unterseite, Druckkraft durch Luftdruck auf Oberseite und vertikaler Kraftanteil an der Benetzungslinie. Der Benetzungswinkel ist von den verwendeten Materialien/Flüssigkeiten abhängig, aber für den Versuch als konstant anzusehen. Damit ist der angesprochene nach unten wirkende, vertikale Anteil nur noch von der Länge der Benetzungslinie abhängig, also vom Durchmesser des Schwimmers.

In Bild 1 habe ich drei verschiedene Kapillare mit jeweils gleichem Schwimmer dargestellt. Da unabhängig vom Wasserstand im Kapillar die Benetzungslinie immer gleich lang ist, haben alle drei Schwimmer die selbe Schwimmhöhe.

In Bild 2 habe ich einen gestuften Schwimmer.
In der linken und mittleren Situation gibt es keinen Höhenunterschied des Schwimmers, da der Wasserstand im Kapillar unterhalb des Absatzes bleibt.
In der rechten Situation ist der Wasserstand im engen Kapillar über den Absatz gestiegen. Nun gibt es kürzere Benetzungslinie und damit eine geringere nach unten wirkende Kraft, der Schwimmer steigt etwas nach oben, bis wieder eine Gleichgewichtssituation entstanden ist.

Das ist genau die in den Videos erkennbare Situation.






edit:
Genau genommen muss man beim stufenförmigen Schwimmer in Bild 2 rechts wohl eine weitere Kraft berücksichtigen. Auf den ringförmigen Teil der Oberseite, welcher nun unterhalb des Wasserspiegels im Kapillar liegt, wirkt ein Unterdruck, abhängig von der Lage des Schwimmers und der Wasserhöhe im Kapillar. Dieser unterstützt ebenfalls den Aufstieg des Schwimmers.
Und da die dem Luftdruck ausgesetzte Deckfläche nun auch geringer ist, sinkt dieser nach unten gerichtete Kraftanteil ebenfalls.

Man sieht leicht, dass die Form des Schwimmers also sehr wohl Einfluss auf das Schwimmverhalten hat.

Weidenbusch und sein alter ego MC dementieren dies jedoch und tun so, als sei dies nicht relevant. Es würde ja auch die schöne Illusion vom PM zerstören.

MfG. Frank


Zuletzt bearbeitet von Frankx am 21 März 2014 - 17:17:21, insgesamt einmal bearbeitet
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:49:50    Titel:

jh8979 hat folgendes geschrieben:
Progressive hat folgendes geschrieben:

Wenn das Patentamt quasi obligatorisch ein PM verbietet, muss es sich ja wiederum auf etwas berufen.
Ist das "die herrschende Meinung" der Fachwelt, welche dann quasi als juristischer Faktor hinzugezogen wird ?

"Das Deutsche Patent- und Markenamt weist Patentanmeldungen, die ein Perpetuum mobile zum Gegenstand haben, unter Verweis auf die mangelnde Ausführbarkeit der Erfindung (gewerbliche Anwendbarkeit) nach § 1 PatG zurück. Der potenzielle Erfinder könnte einen Schutz seiner Erfindung nur dadurch erreichen, dass er dem Deutschen Patent- und Markenamt einen funktionstüchtigen Prototypen präsentiert."
http://de.wikipedia.org/wiki/Perpetuum_mobile#Patentierbarkeit_von_Perpetua_mobilia

§ 1 PatG: "Patente werden für Erfindungen [...] erteilt, sofern sie [...] gewerblich anwendbar sind."

PS: Eine interessante Randnotiz: "Die Pariser Akademie der Wissenschaften beschloss bereits 1775, keine Patentanträge auf ein Perpetuum Mobile mehr zur Prüfung anzunehmen."
und
"Proposals for such inoperable machines have become so common that the United States Patent and Trademark Office (USPTO) has made an official policy of refusing to grant patents for perpetual motion machines without a working model. "
http://en.wikipedia.org/wiki/Perpetual_motion#Patents


cool, danke!

Eine Erfindung liegt insbesondere dann nicht vor, wenn sie gegen anerkannte physikalische Gesetze verstößt

Wann gilt denn etwas als anerkannt ? ^^
Madame Curie
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Anmeldungsdatum: 20.10.2008
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:49:55    Titel:

jh8979 hat folgendes geschrieben:
Madame Curie hat folgendes geschrieben:

blödsinn zu verzapfen überlasse ich dir, das kannst du besser. die kosten entstehen hauptsächlich durch die mechaniken, welche die schwimmer horizontal verschieben, denn dagegen ist eine armbanduhr schon grobmotorisch.

Welche Kosten entstehen denn da? Die Schwimmer sind ja recht gross, Feinmechanik sieht anders aus. Davon abgesehen, selbst wenn es Feinmechanik wäre: Diese eine seit Jahrhunderten wohl beherrschte Kunst.


hier siehst du http://www.hwcv.net/energiebilanz-details/ welche arbeit die mechaniken leisten müssen anhand der roten pfeile. davon abgesehen mussen die schwimmer bzw der schlitten so geführt werden, dass sie nicht am kapillar anwanden können. mach nen vorschlag, wie das einfach gehen soll. wäre super.

vg

mc
Madame Curie
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Anmeldungsdatum: 20.10.2008
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:51:23    Titel:

Progressive hat folgendes geschrieben:


Wann gilt denn etwas als anerkannt ? ^^



wenn es zB der energieerhaltungssatz ist.

vg

mc
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:52:32    Titel:

Madame Curie hat folgendes geschrieben:
Progressive hat folgendes geschrieben:


Wann gilt denn etwas als anerkannt ? ^^



wenn es zB der energieerhaltungssatz ist.

vg

mc


Laughing

ja ach xD

Aber anerkannt war ja auch mal der Äther und die Quantenmechanik wurde ja auch mal nicht anerkannt und so.

Im Jahre 2003 widerlegte Hans Weidenbusch, durch die EADS bestätigt, den so genannten Impulserhaltungssatz, und somit einen der wichtigsten Hauptsätze der Physik.
Durch die EADS bestätigt ??
jh8979
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2207

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:56:57    Titel:

Progressive hat folgendes geschrieben:

Wann gilt denn etwas als anerkannt ? ^^

Darüber lässt sich sicherlich in einigen Fällen streiten.

Aber wenn es weder ein funktionierendes "proof of principle" noch einen funktionierender Prototyp gibt und zusätzlich die Erklärung wie es funktionieren soll physikalisch falsch ist, dann kann man schonmal davon ausgehen, das hier etwas nicht stimmt...
Madame Curie
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Anmeldungsdatum: 20.10.2008
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:57:32    Titel:

Progressive hat folgendes geschrieben:

Durch die EADS bestätigt ??


http://www.hwcv.net/eads-anschreiben/

vg

mc
jh8979
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2207

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 15:58:12    Titel:

Progressive hat folgendes geschrieben:

Im Jahre 2003 widerlegte Hans Weidenbusch, durch die EADS bestätigt, den so genannten Impulserhaltungssatz, und somit einen der wichtigsten Hauptsätze der Physik.
Durch die EADS bestätigt ??

Wer nicht sofort widerspricht, der gilt als Bestätiger in dieser Welt Smile
Madame Curie
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Anmeldungsdatum: 20.10.2008
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 16:01:02    Titel:

jh8979 hat folgendes geschrieben:
Progressive hat folgendes geschrieben:

Wann gilt denn etwas als anerkannt ? ^^

Darüber lässt sich sicherlich in einigen Fällen streiten.

Aber wenn es weder ein funktionierendes "proof of principle" noch einen funktionierender Prototyp gibt und zusätzlich die Erklärung wie es funktionieren soll physikalisch falsch ist, dann kann man schonmal davon ausgehen, das hier etwas nicht stimmt...


ja genau, und wenn der tüv es nicht schafft ein perpetuum mobile zu widerlegen, bzw eine real existierende apparatur, deren wirkungsgrad > 1,0 ist, obwohl das den tüv deshalb viel geld kostet, weil er es nicht konnte, dann kann man davon ausgehen, dass die apparatur existiert und einen wirkungsgrad > 1,0 hat.

vg

mc
Madame Curie
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Anmeldungsdatum: 20.10.2008
Beiträge: 361

BeitragVerfasst am: 21 März 2014 - 16:04:03    Titel:

jh8979 hat folgendes geschrieben:
Progressive hat folgendes geschrieben:

Im Jahre 2003 widerlegte Hans Weidenbusch, durch die EADS bestätigt, den so genannten Impulserhaltungssatz, und somit einen der wichtigsten Hauptsätze der Physik.
Durch die EADS bestätigt ??

Wer nicht sofort widerspricht, der gilt als Bestätiger in dieser Welt Smile


die eads schreibt wörtlich

"Wir danken Ihnen nochmals sehr für Ihren Besuch und die beeindruckende Präsentation Ihrer Erfindung in unserem Hause am 05.08.03.

Wir haben seither Ihre Videoaufnahmen des Versuchsaufbaues in mehreren Gremien unseres Hauses begutachtet und das Prinzip des Ruhepunktbeschleunigers diskutiert. Ein wesentliches Element Ihrer Erfindung scheint uns die Tatsache zu sein, dass Sie die Gültigkeit des Impulserhaltungssatzes außer Kraft setzen.

Wir können Ihnen nur empfehlen, sich mit Ihrer durchaus erstaunlichen Erfindung ...."


willkommen in der realität.

vg

mc
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