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Ausbildung als Steuerfachangestellter bei den Big 4
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Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
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BeitragVerfasst am: 22 März 2014 - 17:03:13    Titel:

Das ist letztlich Ansichtssache.

Über das gesamte Arbeitsleben wirst Du sicherlich - rein monetär betrachtet - mit der Ausbildung sehr wahrscheinlich nicht eklatant besser, wahrscheinlich aber auch nicht eklatant schlechter fahren.

Eine Ausbildung hat ihren größten Nachteil für spätere Studenten vor allem in dem Zeitverlust. Selbst wenn man es kurz halten kann, sind es immer zwischen 18 und 24 Monaten. Die Vorteile im Bereich höheres Einstiegsgehalt usw. sind hingegen nicht übermäßig groß. Ob sie den Zeitverlust jemals aufwiegen? Fraglich.

Davon unabhängig hat eine Ausbildung aber auch Vorteile - bei Werksstudenten ist der sicherlich am besten, auch monetär messbar. Ich kenne durchaus größere Unternehmen, die klar differenzieren im Gehalt, ob der Werksstudent eine einschlägige Ausbildung hat oder nicht.

Der größte Vorteil ist allerdings die persönliche Reife. Zum einen sind es einfach knapp zwei Jahre mehr, die man hat um erwachsener zu werden, zum anderen ist es auch eine gute Schule mal ganz unten in der unternehmensinternen Hierarchie gestanden zu haben. Der größte Vorteil, den ich bei Studenten immer wieder gesehen habe, man entwickelt ein gutes Verständnis was und wozu im Studium gelernter Stoff angewendet werden kann und wozu er nötig ist. Da hatte ich schon oft interessante Diskussionen in der Vorlesung wo man dachte, dass die "nie-Azubis" wirklich auf einem anderen Stern wohnen. Aber die Ex-Azubis sind vor allem zielstrebiger im Studium und wissen auch viel mehr was sie wollen. Die Fragen nach "was für einen Schwerpunkt soll ich machen" o.ä. stellen die meist nie.

Ausbildung bringt daher vor allem in der Persönlichkeit etwas. Eine Ausbildung hingegen unter den Aspekten "bessere Chancen" oder fachlicher Vorsprung für das Studium zu beginnen, kann ich nicht (mehr) empfehlen.
Lykorion
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Anmeldungsdatum: 25.09.2011
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BeitragVerfasst am: 23 März 2014 - 18:40:23    Titel:

Naja also ich weiß, dass ich später auf jedenfall im rechtlichen Bereich arbeiten möchte.
Also es war bislang so, dass ich immer Jura studieren wollte und bin dewegen extra auf eine FOS mit juristischem Schwerpunkt gegangen (Rechtslehre und Staats- und Verwaltungskunde waren Hauptfächer)

Rechnungswesen habe ich auch in der Schule war aber nur mittelmaß weshalb ich mich natürlich etwas frage, ob es das wirklich sein soll.

Die Frage, welchen Schwerpunkt ich im Studium wählen werde, hat sich damit direkt für mich erübrigt.

Gerne würde ich auch was technisches wie Wirtschaftsingeneurswesen studieren aber habe einfach überhaupt keine Ahnung von Technik bzw. Mathe und Physik sind bei mir so im Mittelfeld von den Noten her (Physik eher 2er Bereich)
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
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BeitragVerfasst am: 23 März 2014 - 18:51:59    Titel:

Lykorion hat folgendes geschrieben:

Also es war bislang so, dass ich immer Jura studieren wollte und bin dewegen extra auf eine FOS mit juristischem Schwerpunkt gegangen (Rechtslehre und Staats- und Verwaltungskunde waren Hauptfächer)

Rechnungswesen habe ich auch in der Schule war aber nur mittelmaß weshalb ich mich natürlich etwas frage, ob es das wirklich sein soll.


warum wählst du ausgerechnet den steuerfachangestellten, wenn rechnungswesen nicht dein ding ist? dann solltest du doch eher zum anwalt. da aber ein jura-studium auch so schon lange dauert, mach es lieber direkt. wechseln kannst du immer noch, wenn es dir nicht gefallen sollte. wir müssen eh bis 67 arbeiten.

du brauchst für ein technisches studium nicht alles aus dem abi perfekt beherrschen. im gegenteil: es geht selbst bei mathe mit mengen usw. los, aber dann geht es halt sehr schnell. das ist aber kein problem, wenn man von anfang an fleißig ist.
Lykorion
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Anmeldungsdatum: 25.09.2011
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BeitragVerfasst am: 23 März 2014 - 19:18:37    Titel:

Weil die Ausbildung extrem viel Recht ist. Rechnungswesen ist halt ein anderer Teil. Es ist aber so, dass ich in Rechnungswesen eine 2-3 habe und das auch eigentlich kann. Nur liegen da einfach nicht meine Interessen. Das größte Interesse besteht einfach wirklich im rechtlichen Bereich nur habe ich momentan nicht mehr so große Lust auf Schule weshalb ich gerne auch erst einmal eine Ausbildung machen würde.


Beim Rechtsanwalt habe ich mal ein Praktikum gemacht und weiß, dass die Ausbildung und auch der spätere Beruf an sich extrem schlecht bezahlt wird.

Bei der kleineren Steuerberaterkanzlei wird man vielleicht auch nur als Tippse (in meinem Fall eher Tippser) eingestellt nur werde ich vorraussichtlich meine Ausbildung zum Steuerfachangestellten bei einem Big 4 Unternehmen machen, weil ich einfach denke, dass ich dort gut gefördert werde (die haben einfach das Geld für Seminare etc.) und sich das im Lebenslauf auch sehr gut macht.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5985

BeitragVerfasst am: 23 März 2014 - 20:27:49    Titel:

und warum sollten die big 4 ihre steuerfachangestellten so extrem mehr fördern ein als steuerberater? wenn sie jemanden bräuchten, der ihren job übernimmt, dann würden sie diesen ausschreiben und ordentlich bezahlen.

zum job des steuerberaters gehören auch bilanzen, also ich würde mir das gut überlegen, wenn mir rechnungswesen nicht liegt. ich empfand das immer als den einfachen part des steuerrechts.
Lykorion
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Anmeldungsdatum: 25.09.2011
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BeitragVerfasst am: 23 März 2014 - 23:18:28    Titel:

Ich habe ja gar nicht gesagt, dass mir Rechnungswesen nicht liegt. Ich kann das eigentlich auch ganz oke, wie gesagt 2er bis 3er Bereich. Nur liegen meine Interessen einfach mehr im rechtlichen Bereich sprich Jura. Wenn ich dual Studieren würde, würde ich auch Wirtschaftsrecht studieren und im Studium auch den Schwerpunkt auf Steuern legen, weil ich einfach Interesse an rechtlichen Sachverhalten habe.
Gozo
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BeitragVerfasst am: 24 März 2014 - 08:40:02    Titel:

Recht und Rechnungswesen sind untrennbar miteinander verwoben. Das Rechnungswesen ist die Grundlage für die spätere Besteuerung und hat ganz erheblichen Einfluß, auch und insbesondere für die Beratung.

Steuerberatung hat in erster Linie nichts mit "Rechtswissenschaften" zu tun, sondern bedient sich vornehmlich des Steuerrechtes. Mandantenbuchhaltung, Buchhaltung, Bilanzierung usw. ist ein ganz, ganz wesentlicher Teil des Steuerberaters (und des Examens) - und Buchführung ein sehr wichtiger Teil der Ausbildung zum SFA.

Im Moment steigt bei mir etwas die Angst, dass Du gar nicht so genau weißt, worauf Du Dich da einlässt.

Wenn Du im Rechnungswesen bislang nicht sonderlich viel Spaß gehabt hast und nur mittelmaß warst, dann habe ich Zweifel, dass Du an dem Beruf letztlich Spaß haben wirst und schon gar an der Ausbildung.

Wenn Du Spaß an juristischen Sachverhalten hast, dann würde ich mir eher überlegen ob man nicht eine Ausbildung als Rechtspfleger macht - wobei ich nicht weiß, ob dafür nicht eine AHR nötig ist - oder mir versuchen ein möglichst generalistischen, auf allgemeine Rechtswissenschaft ausgelegten LL.B. zu finden.

Mit einem Schwerpunkt Steuern wirst Du immer mit Rechnungswesen zu tun haben - zwangsläufig. Wenn das wirklich Dein Traum und Ziel ist - geh ihn....nur irgendwie scheint das eigentlich nicht so.
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