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Gesamtschulderinnenausgleich
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leofriedrich1
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Anmeldungsdatum: 24.03.2014
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 24 März 2014 - 00:56:12    Titel: Gesamtschulderinnenausgleich

sitze jetzt schon seit einiger zeit über folgender frage:

b und c sind dem a gegenüber schadensersatzpflichtig, wobei b der erfüllungsgehilfe des c ist (b ersatzpflicht aus delikt, c aus vertrag mit schutzwirkung zugunsten dritter und delikt). mitverschulden des a ist gegeben sodass jeden 1/3 der verantwortung trifft. die pflichtverletzung des c besteht jedoch ausschließlich darin, den c nicht hinreichend überwacht zu haben)

angenommen der c ersetzt dem a den kompletten schaden, welche ansprüche c gegen b?

(fall war folgendermaßen c ist hauseigentümer und beauftragt den b mit winterdienst ohne diesen im folgenden hinreichend zu überwachen. c kommt winterdienst nicht nach-a, der lebensgefährte der mieterin z ist stürzt)

normalerweise hätte ich bei 3000 € gesamtschaden gesagt :
"Ein befriedigendes Ergebnis ist nur zu erzielen, wenn man das Prinzip der Gesamtschuld mit dem Abwägungsprinzip des § 254 BGB in Einklang bringt und die Einzelabwägung mit einer aus der Gesamtschau gewonnenen Solidarabwägung (Gesamtabwägung) verknüpft. Das sei an einem Beispiel verdeutlicht. A hat durch eigene Unvorsichtigkeit und durch die Beteiligung des B und C einen Unfallschaden erlitten. Ist der Unfallbeitrag der drei Beteiligten gleich hoch und beträgt der Schaden des A 3.000 DM, so führt die Einzelabwägung dazu, daß der Unfallbeitrag des A im Verhältnis zu dem des B gleich hoch ist (1:1). Daher hat A von B 1.500 DM zu beanspruchen. Das gleiche gilt für das Verhältnis des A zu C. Verlangt nun A von B und C Schadensersatz, so ist nach dieser Einzelabwägung weiter zu prüfen, welcher Anteil der drei Beteiligten sich bei einer Gesamtschau ihrer Verantwortung für den Unfall ergibt. Da aus dieser Sicht A, B und C je 1/3 der Verantwortung trifft, hat A nur 1/3 seines Schadens (1.000 DM) selbst zu tragen, während er von B und C insgesamt 2/3 (2.000 DM) ersetzt verlangen kann. Die Verbindung dieser Abwägungsergebnisse (Einzel- und Gesamtabwägung) führt zu folgender Lösung: "B und C haben an A insgesamt 2.000 DM zu zahlen, jedoch kann jeder von ihnen nur auf Zahlung von höchstens 1.500 DM in Anspruch genommen werden". Oder anders ausgedrückt: "A kann von B 1.500 DM, von C ebenfalls 1.500 DM, von beiden zusammen aber nicht mehr als 2.000 DM ersetzt verlangen". Der Ausgleich zwischen B und C bleibt auch hier dem Innenverhältnis überlassen. Hat C die von ihm geschuldeten 1.500 DM an A gezahlt, so schuldet B ihm 500 DM als Schadensausgleich. A kann, da er in Höhe von 1.500 DM befriedigt ist, von B nur noch 500 DM beanspruchen. Hat C 2000 DM an A gezahlt, so schuldet B ihm 1000 DM als Schadensauseich." (aus http://ruessmann.jura.uni-sb.de/rw20/Haftung/hiig.htm#3)

Jetzt die Frage: wie könnte man sauber das problem lösen, dass b der erfüllungsgehilfe des c ist (und der sich ja b's verantwortung zurechnen lassen muss-allerdings ja nur im außenverhältnis oder?) sowie die tasache dass sich ein "schädiger (bei der frage eines für ihn entlastenden mitverschuldens eines anderen)nicht darauf berufen kann er sei nicht hinreichend überwacht worden"?

zu den fällen dass b erfûllungsgehilfe des a ist gibt es ja jede menge literatur, die konstellation wie oben macht mir jetzt seit tagen zu schaffen!
über hilfe würde ich mich freuen!
l. friedrich
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