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Geplantes Freihandelsabkommen oder Ende des Rechtsstaates?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Geplantes Freihandelsabkommen oder Ende des Rechtsstaates?
 

Ist das geplante Freihandelsabkommen mit den USA sinnvoll?
ja
30%
 30%  [ 9 ]
nein
70%
 70%  [ 21 ]
Stimmen insgesamt : 30

Autor Nachricht
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 25 Aug 2016 - 07:12:43    Titel:

bernadette hat folgendes geschrieben:
Ich nehme an, der Beitrag unseres Königs soll aufzeigen, dass die Verbraucherschutzstandards in den USA höher sind als hier. Ist es da wirklich wünschenswert, dass die strengen amerikanischen Richtlinien durch TTIP aufgeweicht werden (gegenseitige Anerkennung von Standards heißt nämlich, dass der niedrigere reicht...) ?

Der Beitrag spricht auch klar gegen Antiamerikanismus bei TTIP Gegnern: ihnen liegen Wohl und Gesundheit der amerikanischen Bevölkerung offensichtlich genauso am Herzen wie das der Europäer.


natürlich, alle Regierungen weltweit streben nur danach Standards, die sie selbst festlegten, endlich aufweichen zu können....damit Wähler, wie Du, das nicht merken, wurden dafür Verträge und Verhandlungen erfunden, auf die man verweisen kann. Das geht dann vielleicht mal soweit, dass sogar Schulpflicht und die öffentliche Kanalisation wieder zurückgefahren und zurückgebaut werden könnten. Durch Dummheit und Fäkalseuchen könnten die Regierungen weltweit ihre eigenen Bevölkerungen soweit dezimieren, dass sie dann bald ganz allein die Welt bevölkern könnten, um endlich in jedem Vergnügungspark nah am Eingang parken zu können und keine Warteschlangen mehr vor den Achterbahnen und betrunkenen Teetassen vorfinden. Darum bist Du natürlich gegen TTIP, wegen der Fahrgeschäfte, oder??
bernadette
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Anmeldungsdatum: 02.05.2014
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2016 - 16:23:34    Titel:

Nimm deine Pillen, Herzchen.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2016 - 06:30:55    Titel:

bernadette hat folgendes geschrieben:
Nimm deine Pillen, Herzchen.


Und ich dachte es reicht wenn Wir auf Deinem niedrigen Niveau (Standard) miteinander diskutieren... weil gegenseitige Anerkenntnis immer heißt sich nach unten zu orientieren.
bernadette
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Anmeldungsdatum: 02.05.2014
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2016 - 21:27:02    Titel:

Nimm einfach deine Pillen. Wenn du dann noch einen ernsthaften Diskussionsbeitrag verfassen willst, dann tu es, ansonsten troll dich bitte in ein anderes Forum.
bernadette
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Anmeldungsdatum: 02.05.2014
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2016 - 15:48:25    Titel:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/die-neue-angst-vor-der-globalisierung-14396436-p3.html

Zitat:
Der renommierte Arbeitsmarktforscher David Autor vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) spricht von dreieinhalb lausigen Jahrzehnten, die Amerikas Arbeiter hinter sich haben. Während der letzten fünfzehn Jahre hatte nach seiner Analyse die Konkurrenz aus China eine zerstörerische Wirkung auf Teile des amerikanischen Arbeitsmarktes. Zwischen 1999 und 2011 seien anderthalb Millionen Arbeitsplätze in Regionen verlorengegangen, die vor allem chinesischer Importkonkurrenz ausgesetzt waren. Arbeiter vermochten sich viel schlechter an die neuen Verhältnisse anzupassen, als erwartet worden war. Viele endeten in der Arbeitslosigkeit oder meldeten sich erwerbsunfähig.


Das hat natürlich politische Folgen.

Zitat:
Auch in Europa hadern nun viele mit der Globalisierung: Gegen das Transatlantische Freihandels- und Investorenschutzabkommen TTIP gibt es so starken Gegenwind, dass immer mehr Politiker hinter vorgehaltener Hand die Chancen für einen Abschluss nur noch als gering sehen. In Frankreich bekommt der rechtsnationale Front National unter Marine Le Pen viel Zulauf, die eine protektionistische Politik verspricht – sowohl in wirtschaftlichen Fragen als auch bei der Migration.

In Osteuropa geben ebenfalls national orientierte Politiker den Ton an. Offene Grenzen sehen sie als bedrohlich an. Die wachsende Präsenz des Islams beunruhigt viele Wähler, Terroranschläge durch radikalisierte Muslime verstärken die Unsicherheitsgefühle. Die jahrelange starke Immigration spielte auch beim Brexit-Votum eine Rolle. Auch im Vereinigten Königreich fühlen sich gerade einfache Arbeiter und die untere Mittelschicht an den Rand gedrängt und abgehängt.


Zitat:
Inzwischen werden Studien wie die von MIT-Forscher Autor sehr ernst genommen. Die Arbeitsplatzverluste in einigen Sektoren und problematische Verteilungseffekte kann man nicht einfach ignorieren.


Naja, egal, hauptsache, ein paar profitieren von den Freihandelsabkommen, gelle, König. Der Rest ist egal.

Zum Glück gibt es ja eine einfache Lösung:

Zitat:
Zwar sind auch hierzulande einige Branchen durch asiatische Billigkonkurrenz verdrängt worden. Doch die Beschäftigungsgewinne auf der Exportseite waren so viel größer, dass die Verluste kaum ins Gewicht fielen. Offenkundig passt die Industriestruktur Deutschlands mit ihren traditionellen Stärken Automobil, Maschinenbau, Chemie und anderen Qualitätsprodukten genau zur globalen Nachfrage, gerade auch in den Schwellenländern. Deutschland ist damit unter den alten Industrieländern tatsächlich ein Ausnahme-Profiteur der Globalisierung.


Das heißt, wenn die restlichen Staaten vom Freihandel profitieren müssen, müssen sie einfach nur alle auf Maschinenbau, Chemikalien, Autos und andere Qualitätsprodukte setzen. Dann fahren alle Länder Exportüberschüsse ein und sind glücklich. Unser König findet diesen Gedankengang bestimmt lohkich. Gelle?

Tja, und man stelle sich vor, selbst hierzulande profitieren nicht mal ansatzweise alle. Auch hier stagnierten über 10 Jahre die Medianeinkommen bzw. waren leicht rückläufig. Woher wohl die Skepsis gegenüber Freihandel und Globalisierung hierzulande kommt?

Abgesehen davon, schauen wir mal, wie weit das mit der globalen Arbeitsteilung überhaupt noch geht.

http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/die-laufschuhe-naeht-und-klebt-bald-ein-roboter--125285249.html

Zitat:
Im Moment produzieren Roboter billiger. An Visionen mangelt es in der Branche aber nicht. Eines Tages werde jeder Verbraucher einen 3-D-Drucker zu Hause haben und damit seine Schuhe selbst herstellen, meinte jüngst Nike-Vorstand Eric Sprunk. Verkaufen würden die Sportartikler dann nur noch die Designdateien ihrer Produkte.


Aber Freihandel ist ja immer nützlich, schafft Unmengen Jobs und Wohlstand und ohne sind wir alle dem Verderben ausgesetzt, sterben an Hunger und Unterernährung und es wird einen globalen Atomkrieg geben und am Ende muss unser König, wenn er dann die Familienpleiteklitsche erbt, womöglich noch volle Erbschaftssteuern zahlen, um ganz Deutschland allein zu finanzieren. Wenn das keine Apokalypse ist.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2016 - 08:18:20    Titel:

bernadette hat folgendes geschrieben:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/die-neue-angst-vor-der-globalisierung-14396436-p3.html

Zitat:
Der renommierte Arbeitsmarktforscher David Autor vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) spricht von dreieinhalb lausigen Jahrzehnten, die Amerikas Arbeiter hinter sich haben. Während der letzten fünfzehn Jahre hatte nach seiner Analyse die Konkurrenz aus China eine zerstörerische Wirkung auf Teile des amerikanischen Arbeitsmarktes. Zwischen 1999 und 2011 seien anderthalb Millionen Arbeitsplätze in Regionen verlorengegangen, die vor allem chinesischer Importkonkurrenz ausgesetzt waren. Arbeiter vermochten sich viel schlechter an die neuen Verhältnisse anzupassen, als erwartet worden war. Viele endeten in der Arbeitslosigkeit oder meldeten sich erwerbsunfähig.


Das hat natürlich politische Folgen.

Zitat:
Auch in Europa hadern nun viele mit der Globalisierung: Gegen das Transatlantische Freihandels- und Investorenschutzabkommen TTIP gibt es so starken Gegenwind, dass immer mehr Politiker hinter vorgehaltener Hand die Chancen für einen Abschluss nur noch als gering sehen. In Frankreich bekommt der rechtsnationale Front National unter Marine Le Pen viel Zulauf, die eine protektionistische Politik verspricht – sowohl in wirtschaftlichen Fragen als auch bei der Migration.

In Osteuropa geben ebenfalls national orientierte Politiker den Ton an. Offene Grenzen sehen sie als bedrohlich an. Die wachsende Präsenz des Islams beunruhigt viele Wähler, Terroranschläge durch radikalisierte Muslime verstärken die Unsicherheitsgefühle. Die jahrelange starke Immigration spielte auch beim Brexit-Votum eine Rolle. Auch im Vereinigten Königreich fühlen sich gerade einfache Arbeiter und die untere Mittelschicht an den Rand gedrängt und abgehängt.


Zitat:
Inzwischen werden Studien wie die von MIT-Forscher Autor sehr ernst genommen. Die Arbeitsplatzverluste in einigen Sektoren und problematische Verteilungseffekte kann man nicht einfach ignorieren.


Naja, egal, hauptsache, ein paar profitieren von den Freihandelsabkommen, gelle, König. Der Rest ist egal.

Zum Glück gibt es ja eine einfache Lösung:

Zitat:
Zwar sind auch hierzulande einige Branchen durch asiatische Billigkonkurrenz verdrängt worden. Doch die Beschäftigungsgewinne auf der Exportseite waren so viel größer, dass die Verluste kaum ins Gewicht fielen. Offenkundig passt die Industriestruktur Deutschlands mit ihren traditionellen Stärken Automobil, Maschinenbau, Chemie und anderen Qualitätsprodukten genau zur globalen Nachfrage, gerade auch in den Schwellenländern. Deutschland ist damit unter den alten Industrieländern tatsächlich ein Ausnahme-Profiteur der Globalisierung.


Das heißt, wenn die restlichen Staaten vom Freihandel profitieren müssen, müssen sie einfach nur alle auf Maschinenbau, Chemikalien, Autos und andere Qualitätsprodukte setzen. Dann fahren alle Länder Exportüberschüsse ein und sind glücklich. Unser König findet diesen Gedankengang bestimmt lohkich. Gelle?

Tja, und man stelle sich vor, selbst hierzulande profitieren nicht mal ansatzweise alle. Auch hier stagnierten über 10 Jahre die Medianeinkommen bzw. waren leicht rückläufig. Woher wohl die Skepsis gegenüber Freihandel und Globalisierung hierzulande kommt?

Abgesehen davon, schauen wir mal, wie weit das mit der globalen Arbeitsteilung überhaupt noch geht.

http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/die-laufschuhe-naeht-und-klebt-bald-ein-roboter--125285249.html

Zitat:
Im Moment produzieren Roboter billiger. An Visionen mangelt es in der Branche aber nicht. Eines Tages werde jeder Verbraucher einen 3-D-Drucker zu Hause haben und damit seine Schuhe selbst herstellen, meinte jüngst Nike-Vorstand Eric Sprunk. Verkaufen würden die Sportartikler dann nur noch die Designdateien ihrer Produkte.


Aber Freihandel ist ja immer nützlich, schafft Unmengen Jobs und Wohlstand und ohne sind wir alle dem Verderben ausgesetzt, sterben an Hunger und Unterernährung und es wird einen globalen Atomkrieg geben und am Ende muss unser König, wenn er dann die Familienpleiteklitsche erbt, womöglich noch volle Erbschaftssteuern zahlen, um ganz Deutschland allein zu finanzieren. Wenn das keine Apokalypse ist.


Worum geht es jetzt? Das Hochlohn-Europa in den Hochlohn-USA zu Lohndumping anregt? Durch TTIP? Wie wir bereits festgestellt haben richtet sich die Freihandelskritik ja fast ausschließlich gegen dieses Abkommen. Die 130 bereits bestehenden mit deutlich ärmeren Volkswirtschaften wurden ja alle akzeptiert und stehen bis heute nicht auf dem Programm der TTIP Gegner.

https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Markt-Handel-Export/_Texte/BilateraleFreihandelsabkommen.html

>>Studien zeigen: Freihandelsabkommen können dazu beitragen, Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende Arbeitsplätze zu sichern. Werden Zölle oder andere, ungerechtfertigte, Handelsbeschränkungen abgebaut - etwa durch Zusammenarbeit der Regelungsbehörden - , eröffnet das der wettbewerbsfähigen deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft vor allem für qualitativ hochwertige Produkte neue Perspektiven.<<

>>So müssen beispielsweise alle Produkte, die in der EU vertrieben werden, die hier geltenden Standards zur Produktsicherheit einhalten. Dies gilt auch für Importerzeugnisse. Außerdem bieten bilaterale Abkommen die Chance, bestimmte Themen aufzugreifen, die im multilateralen Rahmen schwerer durchsetzbar sind. So versucht die EU etwa, auch Umwelt- und Sozialregelungen in ihre bilateralen Abkommen zu integrieren. Auch im Tierschutz verfolgt die EU das Ziel, Zusammenarbeit bei Tierschutzstandards in den Abkommen festzuschreiben. <<

>>Synergien in der Außenpolitik werden auch durch die bereits abgeschlossenen Verhandlungen mit Mittelamerika und den Andenstaaten Kolumbien, Peru und Ecuador erwartet. Mit entwicklungspolitischem Schwerpunkt werden Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) mit den Afrikanischen, Karibischen und Pazifischen Ländern und Regionen (AKP) verhandelt. Diese umfassen auch Freihandelsabkommen. Wegen der traditionell engen Beziehungen dieser Länder zu EU-Staaten wird ihnen ein vollständiger zoll- und quotenfreier Marktzugang in die EU gewährt; dies soll mit dazu beitragen, ihre wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.
Trotz des Ansatzes "Freihandel" können sich die AKP-Staaten aber bei sensiblen Produkten, vor allem im Agrarbereich gegen EU-Importe schützen. So können sie ihre eigene Landwirtschaft weiter entwickeln.<<

>>Die Abkommen sind weitgehend fertig verhandelt und teilweise schon in Kraft: So wurde das regionale Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) mit den Karibik-Staaten (CARIFORUM) im Oktober 2008 unterzeichnet und seit Dezember 2008 vorläufig angewandt. Mit den Regionen Westafrika (ECOWAS), Südliches Afrika (SADC) und Ostafrika (EAC) konnten die Verhandlungen abgeschlossen werden. Die Abkommen müssen jeweils noch von den einzelnen Staaten ratifiziert werden. Mit den Regionen Pazifik, Südöstliches Afrika und Zentralafrika konnten Interim-WPAs mit einzelnen Staaten (Papua-Neuguinea, Fidschi, Mauritius, Madagaskar, Simbabwe, den Seychellen und Kamerun) abgeschlossen werden; diese werden ebenfalls bereits angewandt. Die Verhandlungen auf regionaler Ebene werden fortgeführt.
Die am wenigsten entwickelten Länder erhalten in der EU unabhängig davon vollständig zoll- und quotenfreien Marktzugang für ihre Waren.<<
bernadette
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Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2016 - 20:39:05    Titel:

Zitat:
Worum geht es jetzt? Das Hochlohn-Europa in den Hochlohn-USA zu Lohndumping anregt? Durch TTIP?
Ganz simpel: nach Amerika importieren, dort umlabeln, nach Europa weiterexportieren. Vernachlässigt natürlich die Transportkosten, das tun die Modelle, auf denen die rosigen Prognosen der Freihandelsapologeten beruhen, aber auch und das sollte daher kein Problem für dich sein.

Zitat:
Wie wir bereits festgestellt haben richtet sich die Freihandelskritik ja fast ausschließlich gegen dieses Abkommen. Die 130 bereits bestehenden mit deutlich ärmeren Volkswirtschaften wurden ja alle akzeptiert und stehen bis heute nicht auf dem Programm der TTIP Gegner.
Wäre ich du, würde ich jetzt herausstellen, dass die TTIP Gegner natürlich gegen TTIP vorgehen. Deshalb heißen sie ja TTIP Gegner. Die anderen Gegner werden halt anders bezeichnet.

Ansonsten räume ich ein, dass das auch ein Fehler war. Wir exportieren subventionierte Geflügelabfälle (ja, gut kann man drüber streiten, ob bspw. Schenkel Abfall sind, dann nenn es halt Nebenprodukte) dahin und machen die örtliche Wirtschaft kaputt, die damit nicht konkurrieren kann. Ist ein Fehler. Und? Ich versuch wenigstens, was zu ändern, wenn mir was schlecht aufstößt. Kannst du von dir dasselbe sagen oder bleibst bei der Ansicht, och nö, hat mich früher auch nie gestört, deshalb machen wir jetzt ewig so weiter?


>>So müssen beispielsweise alle Produkte, die in der EU vertrieben werden, die hier geltenden Standards zur Produktsicherheit einhalten.

Ja, und? Wenn im Rahmen von Freihandelsabkommen niedrigere Standards vereinbart werden, müssen diese in nationales und EU-Recht umgesetzt werden. Was die Argumentation ad adsurdum führt.

>> So versucht die EU etwa, auch Umwelt- und Sozialregelungen in ihre bilateralen Abkommen zu integrieren. Auch im Tierschutz verfolgt die EU das Ziel, Zusammenarbeit bei Tierschutzstandards in den Abkommen festzuschreiben. <<

Das kann man auch alles ohne TTIP machen, wenn man will.

Zitat:
>>Studien zeigen: Freihandelsabkommen können dazu beitragen, Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende Arbeitsplätze zu sichern.
Und warum sind durch NAFTA in den USA laut offizieller Untersuchung des Kongresses dann 1 Million netto verlorengegangen? Sollte doch eigentlich nicht passieren können.
bernadette
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Anmeldungsdatum: 02.05.2014
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2016 - 20:50:41    Titel:

Es ist ja nicht das erste Mal, das solche Schweinereien versucht wurden. Das gleiche gab es schon mal in den 90ern:

https://de.wikipedia.org/wiki/Multilaterales_Abkommen_%C3%BCber_Investitionen

Zitat:


„Die Entstehung von Aktivistengruppen droht die öffentliche Ordnung, die rechtmäßigen Institutionen und den demokratischen Prozeß zu untergraben. […] Es müßten Regeln aufgestellt werden, um die Legitimität dieser aktivistischen regierungsunabhängigen Organisationen zu klären, die vorgeben, die Interessen großer Teile der Zivilgesellschaft zu vertreten.“

– Geneva Business Dialogue


Zitat:

- Meistbegünstigungsklausel: Investoren und Investments eines MAI-Mitglieds dürfen nicht schlechter gestellt werden als die eines anderen MAI-Mitglieds

- Auflagen an Regelungen: bestimmte Regelungen für Investoren, wie Beschäftigung einheimischer Arbeitnehmer, "local content"-Regeln, Mindestquoten für den Export von Gütern oder Verpflichtungen zum Technologietransfer, sollen untersagt sein

- Enteignungen: Dürfen nur im öffentlichen Interesse und im Zusammenhang mit sofortiger, angemessener Entschädigung vorgenommen werden. Als Enteignung werden auch nationale Umwelt- und Sozialabgaben verstanden.

- Verbot staatlicher Betätigung: Die Interessenvertretungen der Bürger und des Nationalstaates sowie dessen administrative Teilorganisationen dürfen keinerlei wirtschaftliche Betätigung ausüben.

- Staatshaftung: Nationalstaaten haften für alle Vermögensschäden der Investoren, die aufgrund von Protesten und Unruhen entstehen. Schadensersatzpflicht besteht ferner für Mindererlöse durch nationale Gesetze oder Verordnungen, wenn in einem anderen Mitgliedsland des MAI diese Gesetze nicht bestehen.

- Konfliktlösungsmechanismus: In Konfliktfällen entscheidet ein autarkes Entscheidungsgremium. Entscheidungen müssen nicht begründet werden, die Nationalstaaten haben kein Recht auf Akteneinsicht.


Tja, bleibt immer noch ein Problem: dir zufolge müsste, sollte und könnte Freihandel ja nur Gewinner können und wenn Handel erst einmal völlig frei ist und ihm sämtlihce anderen Interessen untergeordnet sind, entsteht Utopia.

Die Realität sieht nun einmal anders aus, wie der von mir verlinkte Artikel in der wirschaftsfreundlichen! FAZ! belegt. Wozu von dir natürlich keine Fakten kamen, sondern der Verweis auf Absichtserklärungen und sollte/könnte/müsste.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2016 - 21:06:25    Titel:

bernadette hat folgendes geschrieben:

Ansonsten räume ich ein, dass das auch ein Fehler war. Wir exportieren subventionierte Geflügelabfälle (ja, gut kann man drüber streiten, ob bspw. Schenkel Abfall sind, dann nenn es halt Nebenprodukte) dahin und machen die örtliche Wirtschaft kaputt, die damit nicht konkurrieren kann. Ist ein Fehler. Und? Ich versuch wenigstens, was zu ändern, wenn mir was schlecht aufstößt. Kannst du von dir dasselbe sagen oder bleibst bei der Ansicht, och nö, hat mich früher auch nie gestört, deshalb machen wir jetzt ewig so weiter?


Dein Beitrag ist null konstruktiv, Du bist dagegen, so wie die meisten TTIP Gegner. Mit zum Teil haaresträubenden Begründungen. Das Gefälle zwischen den Partnern fast aller anderen Abkommen ist deutlich höher somit auch das beschriebene Risiko von temp. Verwerfungen. Trotzdem ist auch dort der Nutzen höher als der Schaden. Und ausgerechnet bei TTIP, wo zwei Wirtschaftszonen mit fast vergleichbaren Standards, deren wechselseitigen Handelbeschränkungen auf uralten politisch motivierten Strafzöllen beruhen, mögliche innere Auswirkungen auf die beiden Witschaftszonen vernachlässigbar wären kommt die Fundamentalblockade. Bei TTIP würde es aber Schwellenländern einfacher machen, durch Erreichen der TTIP Standards beizutreten und so in beiden Zonen handeln zu können. Derzeit braucht ein technisches Gerät in Europa CE in Deutschland TÜV und in den Staaten eine UL Zulassung. Später nur eine nach den TTIP Regeln.

So lassen sich auch die nützlichen Nebenerscheinungen, Umwelt, Tierschutz, Arbeitsschutz in Schwellenländern umsetzen. Mit dem Versprechen auf Marktzugang steigen auch dort die Standards eher als 500 Dauerbetroffene Claudia Roths in diplomatischer Mission es erreichen könnten.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 01 Okt 2016 - 09:55:18    Titel:

Julius_Dolby hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
http://www.zeit.de/2016/38/ttip-gegner-kritik-kapitalismus-positive-botschaften

Demokratiedefizite bei der Beteiligung nationaler Parlamente, die Macht der Konzerne und die Rettung der deutschen Kultur, über Schwellenländer und Rechtsstaatsprinzipien. Das ist allerdings ziemlich kompliziert. Deshalb reicht es vielen, ihren diffusen Ängsten gute Titel zu geben. TTIP wird zu einer Chiffre für Böses. Vielleicht ist der Gedanke der Freiheit insgesamt durch die Auswüchse eines falsch verstandenen Kapitalismus in Verruf geraten.

Bullshit. Die Demokratiedefiziere und die Macht der Konzerne sind zwei fundamental Hauptkritikpunkte an TTIP. Und an der Umgehung von Parlamenten, der Aushebelung parlamentarischer Kontrolle und demokratischer und rechtsstaatlicher Entscheidungsprozesse ist auch nichts so wahnsinnig "kompliziertes".



der deutsche Kunde in einem Rechtsstaat, mit Gewaltenteilung, unabhängiger Justiz und hohem Verbraucherschutz muß vor den bösen USA geschützt werden, weil?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-kanzleramt-streicht-hinweis-auf-rechte-von-vw-kunden-a-1114763.html

die US Kunden halten bereits das Geld in den Händen...
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