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Geplantes Freihandelsabkommen oder Ende des Rechtsstaates?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Geplantes Freihandelsabkommen oder Ende des Rechtsstaates?
 

Ist das geplante Freihandelsabkommen mit den USA sinnvoll?
ja
30%
 30%  [ 9 ]
nein
70%
 70%  [ 21 ]
Stimmen insgesamt : 30

Autor Nachricht
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 15:33:53    Titel:

Frankx hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Na zumindest dürftest Du es schwer haben in Mexiko Fürsprecher für einen Subventionsabbau zu finden. Weil es die eigenen Bauern viel schwerer treffen würde und die eigenen Verbraucher ebenfalls.

Zur Zeit mag das so sein, aber das war nicht die Frage.


nein das war gar keine Frage, zu dieser wird es erst, wenn man die Höhe der Subventionen vergleicht. Bis dahin war es eine Behauptung aus einer Deiner Studien und eine Forderung durch Dich, bevor Handelsschranken fallen, sollen doch mal bitte erst alle Subventionen gestrichen werden. das würde die mexikanischen Bergbauern wieder konkurrenzfähig machen und Mexiko wäre sicher vor Billigimporten.
Mexikanischer Bergbauer 12,5 Prozent seines Einkommens, er könnte also aus dem Stand 12,5 teurer werden, der US Bauer jedoch nur 9,8 Prozent, wenn man bei Ernteausfällen die Höfe einfach sterben lässt. Aber wir haben je festgestellt, dass sich Mexikos Bürger viel stärker ausgebeutet fühlen, wenn die Preise steigen. Liegt wohl daran, dass Nafta immer nur in deutschen Untersuchungen ganz doll schlimme Folgen hat, vor allem die, dass sich Mexiko bis 1950 ganz allein versorgen konnte und seit dem durch Nafta viele mio Bergbauern erst in die Slums und dann in die USA vertrieben wurden.
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
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BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 15:39:03    Titel:

Zitat:
Wie in meinem Link beschrieben, als Ernteausfallkredite.

Diese Entwicklung gab es erst seit kurzem. Beim Start von Nafta sah das noch anders aus.

Zitat:
Die Angaben in Prozent sind angesichts unterschiedlicher durchschnittlicher Einkommen und unterschiedlicher Preisniveaus die aussagekräftigeren.

Das bezweifle ich. Abgesehen davon sollten bei der Gesamtbetrachtung durchaus auch der Rest der mehreren Hundert mrd Dollar Subventionen mit betrachtet werden. Würden sie keine Rolle spielen, könnte man sie sich auch sparen.

Zitat:
Noch dazu die Subventionen in Mexiko direkt auf den Preis durchschlagen, da jeder Maisbauer automatisch subventioniert wird. In den USA dienen sie nur dem wirtschaftlichen Erhalt eines Betriebes, wenn ihm eine Naturkatastrophe die Ernte verhagelt.
siehe oben
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 971

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 15:44:03    Titel:

Zitat:
das würde die mexikanischen Bergbauern wieder konkurrenzfähig machen und Mexiko wäre sicher vor Billigimporten.


Nein, es geht nicht darum sie wieder konkurrenzfähig zu machen.
Der Zug ist abgefahren, da sie ihre Äcker längst verloren haben.

Das hätte man beim Start von Nafta berücksichtigen müssen. Nun ist es zu spät. Jetzt spielen längst andere Faktoren eine Rolle.

Angesichts der Erfolgsgeschichte von Nafta ging es eigentlich um die Frage, in wieweit Nafta als Vorlage für neue Freihandelsabkommen dienen könnte.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
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BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 15:47:27    Titel:

Frankx hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wie in meinem Link beschrieben, als Ernteausfallkredite.

Diese Entwicklung gab es erst seit kurzem. Beim Start von Nafta sah das noch anders aus.


Klar, vom Start an brauchte Mexiko ja auch noch bis 2008, bis alle Einfuhrbeschränkungen aufgehoben waren...und trotzdem können mexikanische Bauern schon seit 1950 nicht mal das eigene Land versorgen. was aber keinen Nafta Kritiker davon abhält zu behaupten, dass das erst durch Nafta passierte. Nafta-Kritiker dürfen deshalb auch Lebensmittelhilfen für arme Familien als Agrarsubvention diffamieren und wenn die USA Mais in die Flüchtlingslager schickt, gilt auch das plötzlich als Agrarsubvention. Bis zum Start von Nafta gab es natürlich auch keine Landflucht und die Einkommen in Mexiko waren alle gerecht verteilt auf Mega-Top-Riesen-Niveau.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 15:54:24    Titel:

Frankx hat folgendes geschrieben:
Zitat:
das würde die mexikanischen Bergbauern wieder konkurrenzfähig machen und Mexiko wäre sicher vor Billigimporten.


Nein, es geht nicht darum sie wieder konkurrenzfähig zu machen.
Der Zug ist abgefahren, da sie ihre Äcker längst verloren haben.

Das hätte man beim Start von Nafta berücksichtigen müssen. Nun ist es zu spät. Jetzt spielen längst andere Faktoren eine Rolle.

Angesichts der Erfolgsgeschichte von Nafta ging es eigentlich um die Frage, in wieweit Nafta als Vorlage für neue Freihandelsabkommen dienen könnte.


Nein mein Beitrag geht darum, was passieren wird, gäbe es keinen Freihandel. Was meinst Du? Mexiko müßte doch angesichts unserer Auswertungen und Studien zu Nafta größter Trump-Unterstützer in Lateinamerika sein, oder? Endlich mal was gegen die Landflucht, so ein junger Mexikaner kann sich sicher nichts schöneres vorstellen als das Erbe der Maja noch 5.000 Jahre fortzuführen, durch steinzeitlich gelebte Landwirtschaft in Museumsdörfern. Und die 12 mio Nafta-Flüchtlinge sind bestimmt auch schon alle auf dem Rückweg aus der Ausbeutung. Trump braucht gar keine Mauer mehr und wenn dann nur um die bereits eingebürgerten Mexikaner von der Rückreise abzuhalten. Aber halt, da gibt es ja noch eine Hintertür, Nafta war jetzt so lange so schlimm, dass alle Flächen in Mexiko nun Monsanto und der deutschen Bank gehören....bis auf die 70 Prozent mit Hacke und Spaten, die sich nur selbst versorgen können.
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
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BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 15:55:54    Titel:

Beantworte doch einfach meine Frage, besonders den zweiten Teil:
Zitat:
Wenn also die tollen amerikanischen Agrarkonzerne soooo viel produktiver sind, wozu noch mal benötigten sie Subventionen und warum verkauften sie ihre Produkte in Mexiko dann unter ihren eigenen Erzeugerpreisen?



Zitat:
und trotzdem können mexikanische Bauern schon seit 1950 nicht mal das eigene Land versorgen.

Auch wenn du diesen Satz wie ein Mantra vor dir herträgst. Abgesehen davon, dass du bisher keine Quelle preisgibst, spielt das für die oben genannten Fragen absolut keinerlei Rolle. Es ging niemals nie darum, ob, seit wann und wieviel Mexiko Lebensmittel importiert, sondern nur darum, zu welchen Bedingungen, respektive zu welchen Preisen.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 15:59:50    Titel:

Frankx hat folgendes geschrieben:
Beantworte doch einfach meine Frage, besonders den zweiten Teil:
Zitat:
Wenn also die tollen amerikanischen Agrarkonzerne soooo viel produktiver sind, wozu noch mal benötigten sie Subventionen und warum verkauften sie ihre Produkte in Mexiko dann unter ihren eigenen Erzeugerpreisen?



sagt "Der preußische Stürmer"? Der, der behauptet hat, dass sich Mexiko bis 1994 noch allein mit Mais versorgen konnte?
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 971

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 16:02:01    Titel:

Zitat:
Mexiko müßte doch angesichts unserer Auswertungen und Studien zu Nafta größter Trump-Unterstützer in Lateinamerika sein, oder?

Du raffst es nicht? Man kann die Auswirkungen nicht mehr rückgängig machen, Trump hin oder her. Es ist für die arbeitslosen Bauern schlicht egal, ob jetzt Nafta gekündigt würde oder nicht.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 16:02:02    Titel:

Frankx hat folgendes geschrieben:
darum, ob, seit wann und wieviel Mexiko Lebensmittel importiert, sondern nur darum, zu welchen Bedingungen, respektive zu welchen Preisen.


Zu möglichst niedrigen, sonst wäre ja wieder Nafta schuld...wie man an der Tortilla-Krise sah. Mexiko hatte damals sogar ohne Not die Einfuhrbeschränkungen für US-Mais aufgehoben, um mehr von diesem negativen Nafta-Beispiel konsumieren zu können.
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 971

BeitragVerfasst am: 30 Jan 2017 - 16:17:57    Titel:

Zitat:
Zu möglichst niedrigen, sonst wäre ja wieder Nafta schuld...wie man an der Tortilla-Krise sah. Mexiko hatte damals sogar ohne Not die Einfuhrbeschränkungen für US-Mais aufgehoben, um mehr von diesem negativen Nafta-Beispiel konsumieren zu können.


OK, du hast gewonnen.
Da du wieder von der Tortillakrise anfängst und meine diesbezüglichen Antworten ignorierst, sehe ich keinen Grund die Diskussion hier fortzusetzen.

Wenn man, wie ich, nur die Lügenpresse und die Lügenwissenschaftler mit ihren Lügengutachten im Rücken hat, gehen einem irgendwann die Argumente aus.

War eh blöd von mir, mich wieder darauf einzulassen. Es gibt sinnvollere Möglichkeiten, Zeit zu verschwenden.

Achte du nur weiter schön darauf, dass überall die Flüchtlinge nett behandelt werden.

In diesem Sinne.....
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