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Sind die Medien in Deutschland objektiv?
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Sind die Medien in Deutschland objektiv?
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Nein
74%
 74%  [ 26 ]
Stimmen insgesamt : 35

Autor Nachricht
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
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BeitragVerfasst am: 28 Apr 2016 - 13:57:47    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:

Diese Aussage ist zwar korrekt, aber -wie bereits ausfuehrlich dargestellt- sind diese Anhaenger der 'woertlichen Auslegung' im Christentum nur bei kleinen Randgruppen zu finden, waehrend dies bei den muslimischen Religionen den 'Mainstream' darstellt, insbesondere bei den Staatsreligionen in Saudi-Arabien und Iran.


Der Islam hanbalitischer Rechtsschule in der speziellen Ausprägung des Wahhabismus spielt in Saudi-Arabien eine große Rolle

Es wird geschätzt, dass sich 89 % bis 95 % der Iraner zur Staatsreligion der Zwölfer-Schia und die verbleibenden 4 % bis 10 % zum sunnitischen Islam bekennen;[64] das Bekenntnis zum Schiitentum gehört zu den Eigenschaften, die den Iran am stärksten von seinen Nachbarn unterscheiden.


Danke fuer die Steilvorlage. Na, wie interpretiert denn die "Islamische Republik" Iran den Islam ? Auch da ist Steinigung fuer Ehebrecherinnen oder Homosexuelle normal - weil vom Koran so vorgeschrieben :

"Gemäß der Verfassung der Islamischen Republik Iran ist die offizielle Religion des Iran der Islam und zwar die dschafaritische Rechtsschule, die Zwölferschia. Nach Artikel 4 der Verfassung müssen sämtliche zivilen, strafrechtlichen, finanziellen, ökonomischen, administrativen, kulturellen, militärischen, politischen und alle übrigen Gesetze und Vorschriften im Einklang mit den islamischen Grundsätzen stehen. Darüber wachen die islamischen Rechtsgelehrten des Wächterrates.

Beispielsweise ist im iranischen Strafgesetzbuch die vorgesehene Strafe für eine verheiratete Frau, die außerehelichen Geschlechtsverkehr gehabt hat, die Steinigung. Der Wächterrat behauptet, dass die besagte Strafe der islamischen Scharia entspreche und unabänderlich sei. Der Wächterrat verursacht mit seiner stets traditionellen Auslegung der islamischen Scharia in manchen Fällen politische Spannungen in der Gesellschaft.

Niemand hat dann das Recht, sich ihm zu widersetzen. Die Gegner werden als Apostaten bezeichnet.

Die undemokratischen islamischen Staaten verstecken sich hinter dem Islam, ignorieren unter Berufung auf ihre eigene Auslegung des Islam die Demokratie und verletzen die Menschenrechte.

Als Beispiel kann die diskriminierende Situation der Frauen in vielen islamischen Staaten, beispielsweise in Saudi-Arabien, angeführt werden. Wenn die Menschen und somit die Frauen dort, die die Hälfte der Gesellschaft bilden, das Recht hätten, ihre wahren Vertreter zu wählen, würde sich die rechtliche Situation der Frauen sehr ändern."

Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi

http://www.igfm.de/iran/hintergrund/dr-shirin-ebadi-die-wirkung-des-islam-auf-das-iranische-rechts-und-gerichtssystem/


Politisches System des Iran

In einem islamischen Staat ist ferner die Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Jurisprudenz aufgehoben. Als höchste Instanz tagt ein Religiöser Rat, der die Regierung über die entsprechenden islamischen Gesetze unterrichtet. Religion und Staat bilden eine Einheit und sind nicht getrennt.

Der Wächterrat prüft Gesetze und Personen auf Übereinstimmung mit den Prinzipien des Islam sowie auf Konformität mit der Verfassung. Durch sein umfassendes Vetorecht stellt er die wichtigste Institution zur Einflussnahme des Obersten Rechtsgelehrten dar.

In der Islamischen Republik Iran gilt das islamische Recht, die Schari'a, ausgeformt durch das Strafgesetz der Islamischen Republik Iran.

https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_des_Iran
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
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BeitragVerfasst am: 28 Apr 2016 - 14:38:59    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Man kann natürlich weiterhin so tun als könne man eines Tages statt der Juden die Moslems einer Endlösung zuführen aber Du bist ja kein ..... Laberblubber!

Gaehn...den Spruch 'die Moslems sind die neuen Juden' bringst Du immer dann, wenn Dir die Argumente ausgehen :

"De facto sind Muslime meilenweit davon entfernt, die neuen Juden Europas zu sein. Das war schon falsch, als es der damalige Chef des Essener Zentrums für Türkeistudien Faruk Sen 2008 geschrieben hatte, und es ist es auch heute noch.


nachdem sich eure politischen Arme europaweit verbünden, insbesondere mit den russischen Faschisten um Putin ist doch wohl klar in welche Richtung ihr im Augenblick arbeitet. Natürlich derzeit alles noch unter dem Deckmantel eines zur Schau gestellten "ich bin zwar kein, aber...." Gelabers. Darum ist es Dir auch so wichtig, den Islam nur auf seine härtesten Ausprägung zu reduzieren,

Fuer Dich muss automatisch jeder Islam-Skeptiker ein Faschist sein, vielleicht weil Du selbst Muslim bist.

Und zweitens ist selbstverstaendlich nicht der 'liberale' Islam ein Problem, sondern der, welcher sich explizit auf die Regeln des Korans bezieht, also Dinge wie Schlagen der Ehefrau (Sure 4:34), Verbot der Heirat mit Nicht-Muslimen (5:5), Todesstrafe fuer den Abfall vom Glauben ( 2:217, 9:73-74, 88:21, 5:54, 9:66.), etc. etc. etc.

Ob jemand keinen Alkohol trinkt, kein Schweinefleisch isst oder Vegetarier ist, ist seine Privatsache, nur soll er dass bitte nicht von anderen Leuten fordern.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 28 Apr 2016 - 15:45:55    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:

Diese Aussage ist zwar korrekt, aber -wie bereits ausfuehrlich dargestellt- sind diese Anhaenger der 'woertlichen Auslegung' im Christentum nur bei kleinen Randgruppen zu finden, waehrend dies bei den muslimischen Religionen den 'Mainstream' darstellt, insbesondere bei den Staatsreligionen in Saudi-Arabien und Iran.


Der Islam hanbalitischer Rechtsschule in der speziellen Ausprägung des Wahhabismus spielt in Saudi-Arabien eine große Rolle

Es wird geschätzt, dass sich 89 % bis 95 % der Iraner zur Staatsreligion der Zwölfer-Schia und die verbleibenden 4 % bis 10 % zum sunnitischen Islam bekennen;[64] das Bekenntnis zum Schiitentum gehört zu den Eigenschaften, die den Iran am stärksten von seinen Nachbarn unterscheiden.


Danke fuer die Steilvorlage. Na, wie interpretiert denn die "Islamische Republik" Iran den Islam ? Auch da ist Steinigung fuer Ehebrecherinnen oder Homosexuelle normal - weil vom Koran so vorgeschrieben :


Nö, im Koran gibt es keine einzige Stelle oder gar Erwähnung von Homosexualität. Ich glaube auch nicht, dass diese Länder eine wesentlich andere Rechtsdefinition hätten, wären sie mehrheitlich christlich. Das ist Dein Denkfehler überhaupt, Du tust so als würde sich "die Religion" einer Gesellschaft bedienen und diese zwingen sich so oder so zu verhalten. Religion ist kein selbstdenkendes Wesen, dass bewußte Entscheidungen trifft. Vielmehr ist es umgekehrt, Gesellschaften bedienen sich der Religion oder anderen Ideologie und zwar dort um so mehr, je weniger ein stabiles Staatswesen oder ein Sozialsystem vorhanden sind. Sprich, eine Gesellschaft die nicht allgemein sozial absichert sondern auf die Familie setzt, wird Taten, die das Absicherungssystem "Familie" beschädigen, immer sehr hart sanktionieren. Ein Familienvater, der plötzlich merkt, dass er eigentlich Männer liebt, wird seine Frau und seine 3 Kinder nicht mehr entsprechend versorgen, er selbst würde, wenn er sich nie dazu entschlossen hat, gegen seine Natur eine Frau zu heiraten und Kinder zu zeugen, im Alter unversorgt bleiben. Das Gleiche gilt auch für die Ehebrecherin. Der allgemeine gesellschaftliche Druck das Versorgungssystem Familie aufrecht zu erhalten, ist sehr hoch und mangels rechtsstaatlichen System bleibt man eben bei den bekannten religiösen Vorschriften um die Familie zu schützen. Die Sozialismusexperimente oder Atatürks Säkularisierung in Ländern des nahen Ostens sollten Dir doch gezeigt haben, wie falsch Du liegst mit Deiner These.

Du hast z.B. sicherlich auch schon in Deutschland von vielen Seiten gesagt bekommen, dass bei weniger staatlicher Absicherung oder staatlicher Umverteilung die sozialen Spannungen zunehmen würden. Und schau mal welche Vergehen in Deutschland von der Öffentlichkeit sehr stark geächtet werden, da steht Steuerhinterziehung oder Sozialbetrug ganz weit oben, direkt neben Mord und Kindesmissbrauch. Zumindest wenn es um herausgestellte Persönlichkeiten geht. Das hat den genau gleichen Hintergrund. Würden diese negativen Beispiele Schule machen, wäre der Sozialstaat am Ende. Darum sattelte ein Finanzminister auch schon mal die Kavallerie oder der Staat betätigt sich als Hehler und begeht selber einen Rechtsbruch nur um die miesen Steuerhinterzieher/Abzocker zur Strecke zu bringen. Oder nimm die DDR, ohne Mauer wäre sie schon Anfang der 70ger Jahre am Ende gewesen, was also war die schwerwiegendste Tat? Richtig sich dem Zwang zur Solidarität und Gleichheit durch Republikflucht zu entziehen. Wäre die Familie, das Sozialsystem, würde eine AfD mit ihrem Programm (nicht der Flüchtlingsteil) deutlich mehr Zustimmung erfahren. Jede Frau, die Angst haben müßte zur Alleinerzieherin zu werden, nur weil der Kindsvater schwul ist oder seine Ehefrau jede Woche betrügt, wäre eine dankbare AfD Wählerin.

Und zurück zum Islam, ja die Gesellschaften in den islamischen Ländern haben natürlich der "Kirche" oder den Geistlichen Führern auch sehr weitreichende weltliche Macht verliehen. War im Christentum nicht anders. Allerdings zeigen uns doch viele Beispiele, dass der gesellschaftliche Rückhalt für diese Machtkonzentration mehr und mehr zurückgeht. Die islamische theokratische Machtelite verhält sich dabei auch nicht anders als es die christliche Machtelite in Europa früher tat oder ein Putin auch heute noch macht, man zettelt Konflikte an, um der Gesellschaft zu demonstrieren, dass es ohne die Machtelite nur noch Chaos und Zerstörung gäbe und nichts fürchtet der einfache Mensch mehr, als dieses neue und völlig unbekannte Etwas, was dem Unterdrücker folgen könnte. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach und wenn sich ein Schwuler im Iran möglichst unauffällig und konform verhält, passiert ihm genauso wenig wie dem Schwulen in Moskau der Putin im Parteiapparat das Handtuch hält. In einer freien und aufgeklärten Gesellschaft mit entsprechendem staatlichen Systemen muss das aber niemand mehr. Das ist der Schlüssel und nicht tumbe Religionskritik oder Warnung vor einem Buch. Damit zeigst und beweist Du nur die gleiche gesellschaftliche Rückständigkeit, die Du dem Islam unterschieben möchtest.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 28 Apr 2016 - 15:55:52    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Man kann natürlich weiterhin so tun als könne man eines Tages statt der Juden die Moslems einer Endlösung zuführen aber Du bist ja kein ..... Laberblubber!

Gaehn...den Spruch 'die Moslems sind die neuen Juden' bringst Du immer dann, wenn Dir die Argumente ausgehen :

"De facto sind Muslime meilenweit davon entfernt, die neuen Juden Europas zu sein. Das war schon falsch, als es der damalige Chef des Essener Zentrums für Türkeistudien Faruk Sen 2008 geschrieben hatte, und es ist es auch heute noch.


nachdem sich eure politischen Arme europaweit verbünden, insbesondere mit den russischen Faschisten um Putin ist doch wohl klar in welche Richtung ihr im Augenblick arbeitet. Natürlich derzeit alles noch unter dem Deckmantel eines zur Schau gestellten "ich bin zwar kein, aber...." Gelabers. Darum ist es Dir auch so wichtig, den Islam nur auf seine härtesten Ausprägung zu reduzieren,

Fuer Dich muss automatisch jeder Islam-Skeptiker ein Faschist sein, vielleicht weil Du selbst Muslim bist.


Ach bitte, wer Einwanderung, nach religiöser Überzeugung, steuern möchte, den Bau von Moscheen einschränken, die freie Religionsausübung verhindern möchte oder einer ganzen Religionsgemeinschaft die Taten einzelner Verblendeter oder einfach nur Krimineller anlastet, ist kein Skeptiker mehr, er ist ein aktiver Gegner und bekämpft statt zu kritisieren oder zu verstehen.
Und darin sind auch die Parallelen zum Kampf des Faschismus gegen das Judentum zu suchen. Die NSDAP trat ja auch anfangs nicht mit dem Versprechen an, 6 mio Juden einer Endlösung zuzuführen, nein erst mal wurden die Juden für jedes Problem verantwortlich gemacht (Weltfinanzjudentum=Weltwirtschaftskrise), dann stellte man fest, dass deren Kultur nicht zur deutschen Kultur passen würde (Propagandafilme wie "der ewige Jude"), dann begann man die Religionsausübung einzuschränken (Höhepunkt die Reichskristallnacht) und erst danach begannen die Deportationen und das industrialisierte Morden.
tokyob
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BeitragVerfasst am: 29 Apr 2016 - 16:28:05    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:
Danke fuer die Steilvorlage. Na, wie interpretiert denn die "Islamische Republik" Iran den Islam ? Auch da ist Steinigung fuer Ehebrecherinnen oder Homosexuelle normal - weil vom Koran so vorgeschrieben :
Nö, im Koran gibt es keine einzige Stelle oder gar Erwähnung von Homosexualität.

Ja klar, wenn man Sure 26, Verse 165–168 oder 7. Sure, Verse 80-81 ignoriert :
"Vergeht ihr euch unter allen Geschöpfen an Männern und lasset eure Frauen beiseite, die euer Herr für euch geschaffen hat? Nein, ihr seid ein Volk, das die Schranken überschreitet. "Wenn du (davon) nicht abläßt, o Lot, so wirst du gewiß einer der Verbannten sein. Ich verabscheue euer Treiben."
"Wollt ihr denn etwas Abscheuliches begehen, wie es noch keiner von den Menschen in aller Welt vor euch begangen hat? Ihr gebt euch in eurer Sinnenlust wahrhaftig mit Männern ab, statt mit Frauen."

Und die "Islamische Republik Iran" ist ja soo tolerant gegenueber den Schwulen, weil es der Koran und sein Prophet auch waren :

"Homosexualität ist in der Islamischen Republik Iran geächtet. Die Scharia, das islamische Rechtssystem, verdammt Homosexualität als todeswürdiges „Verbrechen“. Das iranische Strafrecht bedroht Homosexuelle mit Peitschenhieben und der Todesstrafe [Gesetz über die islamischen Strafen vom 8. Mordad 1370 / 30. Juli 1991]:

Art. 110 Die hadd-Strafe für Homosexualität [bei Männern] in der Form des Verkehrs ist die Todesstrafe. Die Tötungsart steht im Ermessen des religiösen Richters.

hadd-Strafen sind nach islamischer Rechtsauffassung solche Strafen, die „Rechtsansprüche Gottes” betreffen. Ihr Strafmaß steht fest, der Richter hat dabei keinen Ermessensspielraum. Bei ta’zir-Strafen hat er einen solchen Spielraum.

Ein offenes Leben gleichgeschlechtlicher Orientierung ist im Iran unmöglich. Obwohl ein Teil der iranischen Bevölkerung liberal eingestellt ist, gibt es trotzdem sehr starke gesellschaftliche Vorbehalte. Insbesondere die Anhänger des Regimes betrachten Homosexualität als Verstoß gegen die „göttliche Ordnung“. "

http://www.igfm.de/iran/appelle/iran-keine-todesstrafe-fuer-homosexualitaet/

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Ich glaube auch nicht, dass diese Länder eine wesentlich andere Rechtsdefinition hätten, wären sie mehrheitlich christlich.

Falsch. Es geht hier nicht um Mehrheiten, sondern um Staatsreligion. Im Iran ist die geistliche und weltliche Macht eins, das 'islamische Ideal' des Kalifats. In Saudi-Arabien gibt es seit 1744 einen Pakt zwischen den Sauds und den Wahabiten zur gegenseitigen Machterhaltung.
Im Westen hat dagegen der Staat innerhalb von Jahrhunderten die Macht der Kirche erfolgreich zurueckgedraengt.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Das ist Dein Denkfehler überhaupt, Du tust so als würde sich "die Religion" einer Gesellschaft bedienen und diese zwingen sich so oder so zu verhalten. Religion ist kein selbstdenkendes Wesen, dass bewußte Entscheidungen trifft. Vielmehr ist es umgekehrt, Gesellschaften bedienen sich der Religion oder anderen Ideologie und zwar dort um so mehr, je weniger ein stabiles Staatswesen oder ein Sozialsystem vorhanden sind.

Das ist falsch. Gerade in den Golfstaaten wie Iran oder Saudi-Arabien ist die Religion am deutlichsten ausgepraegt. Diese sind aber deutlich stabiler und haben funktionierende Sozialsysteme im Vergleich zu z.B. Aegypten oder Lybien.
In Laendern wie Saudi-Arabien oder Iran benutzen die Herrschenden und religioesen Anfuehrer die Religion, um die Gesellschaft in ihrem Sinne zu steuern und ihre Macht zu erhalten, zu legitimieren und auszuweiten. Zur Unterdrueckung des Volkes eignet sich der Islam durch seine repressive Haltung nun mal aber deutlich besser als z.B. der Buddhismus.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Oder nimm die DDR, ohne Mauer wäre sie schon Anfang der 70ger Jahre am Ende gewesen, was also war die schwerwiegendste Tat? Richtig sich dem Zwang zur Solidarität und Gleichheit durch Republikflucht zu entziehen.

Gute Analogie. Die DDR hatte -genau wie der Islam- den Anspruch auf die absolute Wahrheit und die ueberlegene Ideologie zu sein, die sich am Ende durchsetzen wird. Insofern ist das 'schlimmste Verbrechen', sich dieser totalitaeren und repressiven Zwangsideologie zu entziehen, also Austritt aus der Gemeinschaft. Jeder Republikfluechtling oder Konvertit aus dem Islam stellt das ganze Gebaeude in Frage und wird damit entsprechend mit dem Tod bedroht/bestraft.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Und zurück zum Islam, ja die Gesellschaften in den islamischen Ländern haben natürlich der "Kirche" oder den Geistlichen Führern auch sehr weitreichende weltliche Macht verliehen. War im Christentum nicht anders. Allerdings zeigen uns doch viele Beispiele, dass der gesellschaftliche Rückhalt für diese Machtkonzentration mehr und mehr zurückgeht.

Nein, tut er nicht, ganz im Gegenteil. Staaten wie Saudi-Arabien, Iran oder Qatar propagieren ihre konservative Auslegung des Islam weltweit und selbst einst liberale Laender wie die Tuerkei, Malaysia oder Marocco fangen an, sich mehr an Sharia und Islam zu orientieren.

Auch in Deutschland gilt :
"Tatsächlich kann man aber sagen, dass Muslime insgesamt frommer werden. Religion in einer fundamentalistischen Weise wird gerade für einen Teil der muslimischen Jugend immer wichtiger. Sie versuchen, nach der strengen Lehre aus dem siebten Jahrhundert die Welt und das eigene Tun strikt in Erlaubtes (halal) und Verbotenes (haram) zu trennen.
Das halte ich schon deswegen für bedenklich, weil dadurch der Einzelne überhaupt nicht mehr nachdenkt. Man hält sich nur noch an Regeln, die man nicht in Frage stellt. Gerade Salafisten vertreten einen regelgetreuen Vorschriftsislam, in dem jede nur erdenkliche Handlung entweder gottgefällig oder sündhaft ist. Das strikte Weltbild ist für verunsicherte Jugendliche attraktiv. Plötzlich erscheint die Welt geordnet und mit einem Sinn versehen. Dazu kommt eine kuschelige Gruppe, in der man, solange man alles mitmacht, unglaublich viel Anerkennung und Solidarität erfährt. Und im Jenseits werden dann alle Wünsche erfüllt."
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/islamforscherin-susanne-schroeter-ueber-pierre-vogel-14196097.html

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Damit zeigst und beweist Du nur die gleiche gesellschaftliche Rückständigkeit, die Du dem Islam unterschieben möchtest.
Natuerlich besitzen die islamisch gepraegten Staaten im Vergleich zu Deutschland oder Westeuropa eine 'gesellschaftliche Rückständigkeit'. Da gibt es nichts zu unterschieben, sondern das ist eine Tatsache.
Kanzlerakte
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Anmeldungsdatum: 14.04.2016
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BeitragVerfasst am: 30 Apr 2016 - 13:23:35    Titel:

Die Antwort ist ja!

Warum kannst Du dir hier anhöhren:
https://www.youtube.com/watch?v=Ry3NzkAOo3s

Brigitte Gabriel gives FANTASTIC answer to Muslim woman claiming all Muslims are portrayed badly » T


In dem Video sind leider ein paar unbelegte Behauptungen, aber die Kernaussage ist richtig.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Man kann natürlich weiterhin so tun als könne man eines Tages statt der Juden die Moslems einer Endlösung zuführen aber Du bist ja kein ..... Laberblubber!

Gaehn...den Spruch 'die Moslems sind die neuen Juden' bringst Du immer dann, wenn Dir die Argumente ausgehen :

"De facto sind Muslime meilenweit davon entfernt, die neuen Juden Europas zu sein. Das war schon falsch, als es der damalige Chef des Essener Zentrums für Türkeistudien Faruk Sen 2008 geschrieben hatte, und es ist es auch heute noch.


nachdem sich eure politischen Arme europaweit verbünden, insbesondere mit den russischen Faschisten um Putin ist doch wohl klar in welche Richtung ihr im Augenblick arbeitet. Natürlich derzeit alles noch unter dem Deckmantel eines zur Schau gestellten "ich bin zwar kein, aber...." Gelabers. Darum ist es Dir auch so wichtig, den Islam nur auf seine härtesten Ausprägung zu reduzieren,

Fuer Dich muss automatisch jeder Islam-Skeptiker ein Faschist sein, vielleicht weil Du selbst Muslim bist.


Ach bitte, wer Einwanderung, nach religiöser Überzeugung, steuern möchte, den Bau von Moscheen einschränken, die freie Religionsausübung verhindern möchte oder einer ganzen Religionsgemeinschaft die Taten einzelner Verblendeter oder einfach nur Krimineller anlastet, ist kein Skeptiker mehr, er ist ein aktiver Gegner und bekämpft statt zu kritisieren oder zu verstehen.
Und darin sind auch die Parallelen zum Kampf des Faschismus gegen das Judentum zu suchen. Die NSDAP trat ja auch anfangs nicht mit dem Versprechen an, 6 mio Juden einer Endlösung zuzuführen, nein erst mal wurden die Juden für jedes Problem verantwortlich gemacht (Weltfinanzjudentum=Weltwirtschaftskrise), dann stellte man fest, dass deren Kultur nicht zur deutschen Kultur passen würde (Propagandafilme wie "der ewige Jude"), dann begann man die Religionsausübung einzuschränken (Höhepunkt die Reichskristallnacht) und erst danach begannen die Deportationen und das industrialisierte Morden.


Und, dass alles geplant ist sieht man hier:
https://www.youtube.com/watch?v=jgMtj1F8hOs
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2016 - 10:22:18    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
tokyob hat folgendes geschrieben:
Danke fuer die Steilvorlage. Na, wie interpretiert denn die "Islamische Republik" Iran den Islam ? Auch da ist Steinigung fuer Ehebrecherinnen oder Homosexuelle normal - weil vom Koran so vorgeschrieben :
Nö, im Koran gibt es keine einzige Stelle oder gar Erwähnung von Homosexualität.

Ja klar, wenn man Sure 26, Verse 165–168 oder 7. Sure, Verse 80-81 ignoriert :
"Vergeht ihr euch unter allen Geschöpfen an Männern und lasset eure Frauen beiseite, die euer Herr für euch geschaffen hat? Nein, ihr seid ein Volk, das die Schranken überschreitet. "Wenn du (davon) nicht abläßt, o Lot, so wirst du gewiß einer der Verbannten sein. Ich verabscheue euer Treiben."
"Wollt ihr denn etwas Abscheuliches begehen, wie es noch keiner von den Menschen in aller Welt vor euch begangen hat? Ihr gebt euch in eurer Sinnenlust wahrhaftig mit Männern ab, statt mit Frauen."


Ja, das ist die Geschichte von Sodom, aus dem alten Testament. Und wenn ich mir die richtigen Kommentatoren des Koran raussuche ist damit eben nicht Homosexualität gemeint. Außer bei Christen und Juden.

>>Es ist zu beachten, dass die Anspielung auf homosexuelles Begehren und Tun Lot als rhetorische Frage und Vorwurf gegenüber den Männern des Volkes, das zu warnen er bestimmt ist, in den Mund gelegt wird. Zweitens handelt es sich um Männer, die verheiratet sind - die Ehefrauen werden ja ausdrücklich erwähnt. Und drittens tun sie ja anscheinend etwas ganz Neues, "was keiner in der Welt je zuvor getan hat" (Sure 7:80; 29:2Cool. Dies passt ganz und gar nicht zu dem, was wir heute über Homosexualität wissen und was wir unter Lesbisch- oder Schwulsein verstehen. Der gewöhnliche moderne Schwule ist nicht mit einer Frau verheiratet und außerdem weiß er, dass es Homosexualität immer und überall in der Menschheit gegeben hat, und zwar in sehr unterschiedlichen Formen. Man muss also fragen, was ist wirklich das Vergehen der Leute von Sodom? Außerdem muss man folgendes wissen: im Koran werden legendarische und mythische Geschichten (teils mit biblischem Hintergrund wie in diesem Falle) erzählt, in einer Mischung aus Reimdichtung und Prosa vorgetragen (Qur'an = 'Vortrag, Rezitation'), um bestimmte geistige Wahrheiten zu vermitteln - und immer geht es auch um Glauben und Unglauben. Diese Geschichten werden zudem ausdrücklich als "Geschichten" bezeichnet (siehe etwa 12:3) und als solche muss man sie verstehen, nicht als "historische" Berichte, und - im Falle der Lotgeschichte - keinesfalls als geschichtliche oder moraltheologische Abhandlung über Homosexuelle. Die Texte, die den Anspruch erheben, Offenbarung Gottes zu sein, wollen gelesen und bedacht werden. Moderne Menschen werden sie anders lesen und andere Aspekte darin erblicken als die Alten es getan haben. Der Koran, so einige neuere Kommentatoren, spricht jeden Menschen direkt an, fordert ihn zum selbständigen Nachdenken auf und will nicht nur durch die Brille der Auslegung der mittelalterlichen oder modernen Gelehrten wahrgenommen werden. Dass letztere ein Auslegungsmonopol, beanspruchen steht auf einem ganz anderen Blatt, ist jedenfalls nicht koranisch begründbar.

Ein weiterer Aspekt, der unbedingt beachtet werden sollte, ist der, dass einige der Lot-Geschichten des Korans nahelegen, dass das eigentliche Vergehen der Sodomiter die angestrebte Vergewaltigung der Engel war, die als Gesandte (in Gestalt von Männern) zu Lot kamen (besonders Sure 11:78f; 15:68-71; 54:37); hierzu vergleiche man den Bericht im ersten Buch Mose (Genesis, Kapitel 19:4-9). Es geht somit um Übergriffe und Vergewaltigung, um Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Verletzung des Gastrechts. Die Lot-Geschichte hat jedoch nichts mit Liebe, Beziehung, Freundschaft zu tun. Aus der Erzählung kann also nicht auf die Verurteilung homosexuell liebender Männer - und offensichtlich erst recht nicht auf Frauen - geschlossen werden.<<

Außer natürlich man interpretiert den Koran wortwörtlich, was gerade im Islam faktisch unmöglich ist, da der Koran bereits kurz nach Entstehung umfangreicher Interpretationen unterlag, aus welchen sich die vielen unterschiedlichen Strömungen des Islam ableiteten. Das Christentum hingegen war sehr lange in sich sehr konsistent. Auch in der Glaubenslehre und Interpretation der Bibel. Der einfache Gläubige mußte die meiste Zeit den offiziellen Interpretationen folgen, der die Sprache der Bibel und die Sprache des Katechismus, Latein, ja gar nicht verstand. Anders als im Christentum wird vom gläubigen Moslem erwartet die Sprache des Koran zu lernen um ihn zu verstehen und sich von ihm leiten zu lassen. Der Islam setzt also die persönliche Interpretation des "Wort Gottes" als Glaubensbekenntnis voraus. Das Christentum kommt ohne aus und bedient sich zentraler Auslegungen.

Und nun zurück zu meiner Behauptung, die Du einfach beiseite wischt, warum sollte sich eine christliche Gesellschaft mit einer ähnlichen Stellung der Familie ein liberaleres Recht zulegen? Es gibt dafür kein Beispiel in der Geschichte.

Und wieder einmal muß ich meine Frage wiederholen, warum der Koran wortwörtlich, hier auch noch insbesondere Teile, die aus der Bibelgeschichte stammen, ausgelegt werden muß, die Bibel ausdrücklich nicht, es sei denn sie ist Teil des Korans???
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2016 - 10:27:08    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Ich glaube auch nicht, dass diese Länder eine wesentlich andere Rechtsdefinition hätten, wären sie mehrheitlich christlich.

Falsch. Es geht hier nicht um Mehrheiten, sondern um Staatsreligion. Im Iran ist die geistliche und weltliche Macht eins, das 'islamische Ideal' des Kalifats. In Saudi-Arabien gibt es seit 1744 einen Pakt zwischen den Sauds und den Wahabiten zur gegenseitigen Machterhaltung.
Im Westen hat dagegen der Staat innerhalb von Jahrhunderten die Macht der Kirche erfolgreich zurueckgedraengt.


Spannend der Staat hat die Macht der Kirchen zurückgedrängt? War Luther etwa Beamter? Wenn ja in welcher Behörde? Und wie stellte der Staat das denn an? Wieder mal ist dein Problem, dass Du Kunstbegriffen ein eigenständiges Denken und Handeln zutraust. In Deiner Welt sitzen Religion und Staat am Verhandlungstisch und knobeln aus wer als nächstes wen durch was unterdrücken darf.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2016 - 10:31:49    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Das ist Dein Denkfehler überhaupt, Du tust so als würde sich "die Religion" einer Gesellschaft bedienen und diese zwingen sich so oder so zu verhalten. Religion ist kein selbstdenkendes Wesen, dass bewußte Entscheidungen trifft. Vielmehr ist es umgekehrt, Gesellschaften bedienen sich der Religion oder anderen Ideologie und zwar dort um so mehr, je weniger ein stabiles Staatswesen oder ein Sozialsystem vorhanden sind.

Das ist falsch. Gerade in den Golfstaaten wie Iran oder Saudi-Arabien ist die Religion am deutlichsten ausgepraegt. Diese sind aber deutlich stabiler und haben funktionierende Sozialsysteme im Vergleich zu z.B. Aegypten oder Lybien.
In Laendern wie Saudi-Arabien oder Iran benutzen die Herrschenden und religioesen Anfuehrer die Religion, um die Gesellschaft in ihrem Sinne zu steuern und ihre Macht zu erhalten, zu legitimieren und auszuweiten. Zur Unterdrueckung des Volkes eignet sich der Islam durch seine repressive Haltung nun mal aber deutlich besser als z.B. der Buddhismus.


Und zurück zum Islam, ja die Gesellschaften in den islamischen Ländern haben natürlich der "Kirche" oder den Geistlichen Führern auch sehr weitreichende weltliche Macht verliehen. War im Christentum nicht anders.

Die islamische theokratische Machtelite verhält sich dabei auch nicht anders als es die christliche Machtelite in Europa früher tat oder ein Putin auch heute noch macht, man zettelt Konflikte an, um der Gesellschaft zu demonstrieren, dass es ohne die Machtelite nur noch Chaos und Zerstörung gäbe und nichts fürchtet der einfache Mensch mehr, als dieses neue und völlig unbekannte Etwas, was dem Unterdrücker folgen könnte. Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach und wenn sich ein Schwuler im Iran möglichst unauffällig und konform verhält, passiert ihm genauso wenig wie dem Schwulen in Moskau der Putin im Parteiapparat das Handtuch hält.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2016 - 10:38:12    Titel:

tokyob hat folgendes geschrieben:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Und zurück zum Islam, ja die Gesellschaften in den islamischen Ländern haben natürlich der "Kirche" oder den Geistlichen Führern auch sehr weitreichende weltliche Macht verliehen. War im Christentum nicht anders. Allerdings zeigen uns doch viele Beispiele, dass der gesellschaftliche Rückhalt für diese Machtkonzentration mehr und mehr zurückgeht.

Nein, tut er nicht, ganz im Gegenteil. Staaten wie Saudi-Arabien, Iran oder Qatar propagieren ihre konservative Auslegung des Islam weltweit und selbst einst liberale Laender wie die Tuerkei, Malaysia oder Marocco fangen an, sich mehr an Sharia und Islam zu orientieren.


Die Reformation des Christentums und die danach folgende Ära der Aufklärung war doch auch kein gradliniger Prozess, er dauerte Jahrhunderte und ist bis heute nicht abgeschlossen. Mal sind die einen auf dem Vormarsch mal die anderen. Auch nach dem allgemein festgestellten Tot des Sozialismus wagte man ihn in anderen Ländern gerade neu oder in Deutschland wird ein Sozialist zum Minipräsi gewählt. Was also soll der Hinweis auf temporäre Gegenentwicklungen aussagen? Nichts
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