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Sind die Medien in Deutschland objektiv?
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Sind die Medien in Deutschland objektiv?
Ja
25%
 25%  [ 9 ]
Nein
74%
 74%  [ 26 ]
Stimmen insgesamt : 35

Autor Nachricht
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3860

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2017 - 00:26:44    Titel:

Einmal der Bericht über die schockierende Facebook-Stream-Straftat mit Fotos der Tatverdächtigen mit Nennung von Alter und Hautfarbe der mutmasslichen Täter:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/chicago-vier-personen-wegen-verbrechens-aus-hass-angeklagt-a-1128813.html


Und einmal, nein zweimal der Bericht über die schockierende Facebook-Stream-Straftat ohne ohne Foto und Aussehen der mutmasslichen Täter (der obige Fall wird sogar als Zusammenhang aufgegriffen):

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schweden-vermutlich-gruppenvergewaltigung-auf-facebook-live-gestreamt-a-1131353.html
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/vergewaltigung-live-bei-facebook-schwedische-polizei-fahndet-nach-beweisvideo-a-1131563.html
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2017 - 17:30:43    Titel:

Hier mal ein Beispiel, wie sich die Kritiker der Pressefreiheit eine "objektive" Berichterstattung vorstellen.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/silvester-in-der-fressgass-ein-sex-mob-den-keiner-gesehen-hat-14865014.html

>>Die Polizei in Frankfurt hat bisher keine Hinweise darauf, dass es in der Silvesternacht auf der Freßgass in Frankfurt zu vielen Übergriffen auf Frauen durch Migranten gekommen ist. Das wurde gestern in einem Bericht der „Bild“-Zeitung behauptet. „Es gibt nichts Neues, wir haben weiter keine entsprechenden Anzeigen vorliegen“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Zwei Anzeigen wegen Körperverletzung, zwei Festnahmen, mehr habe es in der Silvesternacht rund um die Freßgass nicht gegeben.

Auch Mitarbeiter in Lokalen in der Nähe der Freßgass zeigten sich von den Vorwürfen, die erst sechs Wochen nach Silvester erhoben wurden, überrascht. „Bei uns war es absolut friedlich, auch vor der Tür. Und ich habe nichts anderes von der Freßgass gehört“, sagte eine Mitarbeiterin der Bar „The Parlour“, die an Silvester gearbeitet hat. Auch im „Der Grieche“ wurde Silvester gefeiert, „aber es gab keine Zwischenfälle“, sagte ein Angestellte. Weitere Frankfurter Gastronomen berichteten gegenüber der „Frankfurter Neuen Presse“, ihnen sei nichts aufgefallen, was den Schilderungen ihres Kollegen nahe komme. Auch auf einen Aufruf der Zeitung in den Sozialen Netzwerken hin meldete sich niemand. Reporter des Stadtmagazins „Journal Frankfurt“ berichteten von „einem ruhigen Bild“, das sich an Silvester in der Freßgass geboten habe.<<

>>Alle wollen wissen: Stimmt das?

Seitdem stehen in den Lokalen und bei der Polizei die Telefone nicht mehr still, alle wollen wissen: Stimmt das? Und falls ja: Wie kann es sein, dass davon niemand etwas mitbekommen hat, es weder Videos in den sozialen Netzwerken noch Anzeigen bei der Polizei gibt? Und das, obwohl sich nach den Vorfällen an Silvester 2015/2016 in Köln alle Medien auf dieses Thema konzentrierten?<<

>>Ob er noch andere Zeugen für die angeblich schlimmen Zustände an Silvester hat? Er verweist auf den Betriebsleiter der „Victory Bar“ in Frankfurt, die genau neben dem „First In“ auf der Freßgass liegt. Der sagte am Telefon gleich: „Hören Sie mir auf mit Silvester, da möchte ich nicht mehr dran denken.“ Dann erzählte der Mann, der in Äthiopien geboren wurde, aber doch, dass es zu einer Massenschlägerei in seinem Laden gekommen sei. „Ich habe ein Flasche über den Kopf bekommen und wurde ohnmächtig, unter den Folgen leide ich bis heute.“

Die Gewalt sei von einer Gruppe ausgegangen, die arabisch aussah, zumindest einer habe aber gut Deutsch gesprochen. „Ich weiß aber nicht sicher, ob das Araber waren oder nicht.“ Die Polizei hat die Identität eines Verdächtigen mittlerweile ermittelt: Es ist ein Georgier. Der andere Verdächtige, gegen den wegen einer Gewalttat auf der Freßgass an Silvester ermittelt wird, ist laut Polizei ein Deutscher.<<

Aus 900 Flüchtlingen werden am Ende ein Deutscher und ein Georgier.

Eine seit Jahrzehnten für ihren gut recherchierten Qualitätsjournalismus bekannte Tageszeitung machte daraus:

http://www.bild.de/bild-plus/regional/frankfurt/frankfurt-am-main/sex-mob-silvester-50124352,view=conversionToLogin.bild.html

>>Sex-Mob tobte in Frankfurter Restaurant-Meile<<
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 07 März 2017 - 18:57:51    Titel:

Und schon wieder aktive Fake-News Verbreitung von Seiten der AfD. Komisch, was da unter objektiver Berichterstattung verstanden wird und noch komischer, dass hier von AfD-Anhängern unablässig Medienschelte betrieben wurde. Nun sieht man auch warum? Oder was die AfD unter "Mut zur Wahrheit" versteht. Man muß sich nur trauen und richtig laut seine Lügen verbreiten, das ist also ist die Wahrheit der AfD...Hetze, Hetze und Hetze.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-landesverband-will-fake-news-zu-schweden-nicht-loeschen-a-1137680.html
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24247

BeitragVerfasst am: 07 März 2017 - 19:53:10    Titel:

Naja, der Berliner AfD-Chef hat doch seine Linie im Wahlkampf zur Abgeordnetenhaus-Wahl letztes Jahr recht klar gemacht: "Perception is Reality" -- Nur das Gefühl, nicht die Wahrheit zählt. Wenn man als AfD das Gefühl davon erzeugt, dass Einwanderung oder schon die Aufnahme von Flüchtenden den Untergang bedeuten würden, dann werden die Menschen auch danach handeln. So gehen rechte Demagogen eben vor. Und, dass sich ein Björn Höcke ganz bewusst an Propaganda-Minister Goebbels orientiert (sowohl im Inhalt wie auch in der Wortwahl und dem Duktus der Vortragsweise), kommt nicht von ungefähr. Denn offenbar hat dieses Vorgehen ja schon mal ganz gut funktioniert...

Die AfD geht ähnlich vor wie die völkisch-nationalen Kreise in den 1920ern. Die geistigen Vordenker sind aber durchaus schon deutlich weiter. Die Überwindung der Demokratie mit der "Altparteien", die Gleichschaltung der Bildungseinrichtungen und Medien, der Nationalismus -- ja zum Teil auch der Faschismus (wenn etwa Höcke als "Landolf Ladig" in rechten Hetzblättern, die Holocaust-Leugner und Alt-Nazis als Helden stilisieren, veröffentlicht und versucht der "Neuen Rechten" einen intellektuellen Anstrich zu geben) -- sind dabei durchaus mittelbar greifbar, wenn man die rechten Think Tanks im Hintergrund betrachtet, mit denen man gut vernetzt ist. Natürlich steht dergleichen noch nicht so im Wahl- oder Partei-Programm der AfD. Das 25-Punkte-Prgroamm der NSDAP aus den 1920ern enthält auch noch keine "Endlösung der Judenfrage". Die Gedanken waren bzw. sind aber schon da. Man beahcte etwa die ständige Provokation, von der die AfD lebt. Und wie diese sich weiter entwickelt. Man versucht, rechts-nationales, rechts-populistisches und auch rechts-extremistisches Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft zu bringen...


Cyrix
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3860

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2017 - 13:20:29    Titel:

Eine Sternstunde der Lückenpresse von Spiegel Online.
Wenn man das Problem nicht beim Namen nennen darf - oder will..:

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/antisemitismus-junge-verlaesst-schule-in-berlin-friedenau-nach-angriffen-a-1141494.html
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24247

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2017 - 13:35:44    Titel:

Komisch:; Das Problem - Antisemitismus - steht doch direkt in der Überschrift des Artikels. Was genau soll jetzt da nicht genannt worden sein?!

Cyrix
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2017 - 13:53:59    Titel:

Die Frage dürfte wohl lauten, von wem der Junge antisemitisch beleidigt wurde. Ein kleinen Hinweis auf die Herkunft der Täter, lässt sich wohl hier finden:

Wie die englischsprachige Wochenzeitung "The Jewish Chronicle" berichtet, habe die Familie des Jungen die Friedenauer Gesamtschule in Berlin ausgewählt, da sie dafür bekannt sei, multikulturell zu sein.
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3860

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2017 - 13:58:39    Titel:

Man muss nur auf einen der beiden verlinkten Zeitungsartikel (Jewish Chronicle, Tagesspiegel) klicken.

Die geben auch beide die Einordnung für den Leser, dass es sich da eben nicht um ein Phänomen handelt, dass sich (auf Seiten der "Täter") unspezifisch durch "alle" Gesellschaftsteile und Schichten zieht - sondern eben um ein Problem, dass vorrangig und weit überproportional ganz spezifische Gesellschaftsteile betrifft.

Diese werden auch ganz konkret beim Namen genannt.
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3860

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2017 - 14:17:26    Titel:

PS: offensichtlich ist Spiegel Online ja in anderem Kontext auch gar nicht abgeneigt, eine gewisse inhaltliche "Einordnung" von Berichten selbst vorzunehmen - selbst wenn sich das aus dem Text der objektiven Berichterstattung gar nicht ergibt. Beispiel: wenn Hamburger Bürger aus (Zitat) "Umweltschutzaspekte(n)" gegen ein Bauprojekt gerichtlich vorgehen, trifft Spiegel Online ja auch schon mal die Einordnung als "Rassismus" (momentan dritter Beitrag von oben, vom 28.03.).

Dafür hat man sogar webseiteneigene thematische Schwerpunkte, die man sich auch kontextfremd nicht zu schade zu verlinken ist (siehe Stichwort-Link "Rassismus" im Bericht über den Schüler).
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3860

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2017 - 17:18:27    Titel:

Die Lügenpresse vom Spiegel mal wieder in schönster Aktion:
Man veröffentlicht eine "Bestsellerliste" (was ist an diesem Begriff nicht zu verstehen?) - aber eben nur manipuliert:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/finis-germania-wie-ein-rechtsextremes-buch-von-der-bestsellerliste-verschwand-1.3603399
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