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Prinzipal-Agent-Theorie am Beispiel Fussball
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donatello89
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Anmeldungsdatum: 28.05.2014
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2014 - 13:55:55    Titel: Prinzipal-Agent-Theorie am Beispiel Fussball

Hallo Gemeinde,

ich hätte ein paar Fragen zur Prinzipal-Agent-Theorie am Bespiel von Fussballtransfers.

Spieler = A
neuer Verein = X
alter Verein = Y

A würde nur wechseln, wenn Lohn X > Lohn Y

Y gibt Spieler nur ab, wenn Wertgrenzprodukt Y - Lohn Y > Ablösesumme

demzufolge...

Ablösesumme > WGP X - W X

Kann man damit die Prinzipal-Agent-Theorie veranschaulichen? Beispiel für Informationsasymmetrie ist, dass der neue Verein nichts über Verletzungsanfällig weiß... als Beispiel

A ist ja Agent, Y ist Prinzipal... nur was ist X? Auch Prinzipal, da Auftraggeber für Spieler oder Agent wegen Verhandlungen mit Y?

Danke für eure Hilfe
Aloha08
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Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 1001

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2014 - 15:44:17    Titel:

Zitat:
Y gibt Spieler nur ab, wenn Wertgrenzprodukt Y - Lohn Y > Ablösesumme


Du hast das Vergleichszeichen falsch herum gesetzt.

Zitat:


demzufolge...

Ablösesumme > WGP X - W X


Die Formel macht keinen Sinn. Warum muss die Ablösesumme höher sein als der Wert, den der Spieler für den neuen Verein hat? Wenn diese Formel stimmen würde, würde der neue Verein die Ablösesumme doch nicht bezahlen

Zitat:

Kann man damit die Prinzipal-Agent-Theorie veranschaulichen? Beispiel für Informationsasymmetrie ist, dass der neue Verein nichts über Verletzungsanfällig weiß...


Theoretisch ja, praktisch eher nein. Heutzutage sind die Verletzungen eh öffentlich und man bekommt so etwas bei den bekannten Spielern ziemlich schnell mit (jeder Verein weiss, dass z.B. Robben Knochen aus Glas hat)
PPastor
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 24.10.2012
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 01 Jun 2014 - 15:14:40    Titel: Re: Prinzipal-Agent-Theorie am Beispiel Fussball

donatello89 hat folgendes geschrieben:
Kann man damit die Prinzipal-Agent-Theorie veranschaulichen?


Nein, definitiv nein, nein, nein!
Zumindest nicht so wie Du es beschreibst.
Du siehst die Vereine hier als (risikoneutrale) Nutzenmaximierer und den Spieler als (passiven) Anlagegegenstand mit unsicheren Zahlungsströmen.

Die Principal-Agent Theory ist aber ein Konstrukt aus der Spieltheorie. Naturgemäß brauchst Du dafür (mindestens) zwei aktive (!) Spieler.

In der PAT sind das entsprechend ein Eigentümer (der die Vorteile aus dem Betrieb zieht) und ein Manager (der den Betrieb leitet und dafür entlohnt wird). Der Eigentümer entscheidet über die Entlohnung des Managers und der Manager entscheidet über seinen Arbeitseinsatz.
Die Informationsasymmetrie beschreibt normalerweise die Tatsache, dass der Eigentümer den Arbeitseinsatz des Managers nicht genau erkennen bzw. nur ungenau messen kann.
Hier spielen natürlich versteckte Eigenschaften (hidden charakteristics) des Managers eine Rolle, da diese den Arbeitseinsatz bzw. die Effizienz sehr beeinflussen können.

In Deinem Beispiel wären die Spieler die zwei Vereine und der Fußballer.

Vereine V(erkäufer) will den Kaufpreis maximieren, seine Alternative (outside option / niedrigster Preis) wäre wie Du sagst "ökonomischer Vorteil - Lohn".

Verein K will seinen Nutzen maximieren, also "Ökonomischer Vorteil - Lohn - Kaufpreis". Seine Alternative wäre einfach 0 bzw. falls er unbedingt einen neuen Spieler braucht, die gleiche Rechnung für einen anderen Spieler.

Spieler S maximiert auch seinen Nutzen, d.h. "Lohn - Aufwand".

Der Aufwand des Spielers beeinflusst wiederum den ökonomischen Vorteil der Vereine. Das genaue Verhältnis kann unter Umständen von Hidden Characteristics (z.B. Verletzungsrisiko) beeinflusst werden. Ich würde mal argumentieren, dass V das kennt, während K hierüber einen Erwartungswert bilden muss.

Jetzt kannst Du ausrechnen, wie viel Lohn S bekommen muss, damit er optimalen Aufwand betreibt. Mit der Information kannst Du dann den Kaufpreis definieren.
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