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Eigentumserwerb bei einer Versteigerung
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robert1405
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Anmeldungsdatum: 14.08.2011
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2014 - 15:10:53    Titel: Eigentumserwerb bei einer Versteigerung

Moin Moin,

ich habe im Sachenrecht folgenden Sachverhalt zu lösen:

A ersteigert von B auf einer Auktion eine Palette Mikrowellen. Nachdem A den Zuschlag von B erhalten hat, bekommt er einen Abholschein, mit dem er sich die Ware im Lager abholen kann. Aber A fährt erst nach Hause. Im späteren Verlauf der Auktion wird diese Palette versehentlich erneut versteigert und C, der erst später zur Auktion kam, hat den Zuschlag erhalten erhalten. C geht sofort zu Lager, läd die Palette ein und fährt sie nach Hause.

Kann A von C die Herausgabe der Palette verlangen?

Die Tatbestandsmerkmale von §§ 985, 986 BGB sind ja:
1. A ist Eigentümer
2. C ist Besitzer
3. C ist nicht zum Besitz berechtigt.


Mir stellen sich jetzt folgende Fragen:

1. Ist A Eigentümer? - Die Einigung über die Übertragung hat stattgefunden, aber auch die Übergabe nicht!? Oder wird die durch § 868 BGG i.V.m. § 930 BGB ersetzt, weil B die Palette im Lager verwahrt?
Falls A kein Eigentümer ist, kann er natürlich auch nicht die Herausgabe verlagen.

2. Falls A Eigentümer ist, ist C dann nicht auch Eigentümer. Immerhin hat er die Palette ja gutgläubig erworben. Die Tatbestandsmerkmale für den gutgläubigen Erwerb sind damit ja auch erfüllt. Dann müsste C auch Eigentümer sein, aber das ist ja irgendwie nicht möglich oder?


Vielen Dank für eure Hilfe!
Robert
bdirk75
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Anmeldungsdatum: 19.12.2011
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2014 - 15:56:12    Titel:

Moin,

abgesehen davon, dass die Frage im Juraforum besser aufgehoben ist ist der Sachverhalt sehr merkwürdig.

- Was für eine Auktion, öffentliche, eBucht oder ähnliche?
- Abholschein oder Lagerschein?
- Ist einer der 3 Kaufmann oder 2 oder alle?
- Wieso A von C? B verlangt doch sicherlich Herausgabe!
- Wer Eigentümer ist, ist zu prüfen, genauso, wer Besitzer ist, wenn hier auch eindeutig!


Zitat:
Mir stellen sich jetzt folgende Fragen:

1. Ist A Eigentümer? - Die Einigung über die Übertragung hat stattgefunden, aber auch die Übergabe nicht!? Oder wird die durch § 868 BGG i.V.m. § 930 BGB ersetzt, weil B die Palette im Lager verwahrt?
Falls A kein Eigentümer ist, kann er natürlich auch nicht die Herausgabe verlagen.

2. Falls A Eigentümer ist, ist C dann nicht auch Eigentümer. Immerhin hat er die Palette ja gutgläubig erworben. Die Tatbestandsmerkmale für den gutgläubigen Erwerb sind damit ja auch erfüllt. Dann müsste C auch Eigentümer sein, aber das ist ja irgendwie nicht möglich oder?


Stellen sich "dir" diese Fragen oder sind das "die Fragen" zum Sachverhalt?

Ansonsten triffst du hier nur Feststellungen (Eigentümer, Besitzer, Einigung....). Bitte mit entsprechender Rechtsgrundlage begründen.

Und nicht das HGB vergessen, da es sich bei "einer Palette Mikrowellen" sicherlich nicht um einen bürgerlichen Kauf handelt!
bdirk75
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Anmeldungsdatum: 19.12.2011
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2014 - 16:14:19    Titel:

Also korrekterweise müsste man natürlich Punkt für Punkt abprüfen, da hab ich jetzt aber keine Lust zu.

Ich sag einfach mal was aus dem Bauch raus.

C ist sowohl Besitzer, als auch Eigentümer, denn er hat die sachliche und die rechtliche Sachherrschaft erlangt.

A hätte nicht verkaufen dürfen, hat er jedoch gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war A auch noch Eigentümer (Abholschein ist kein Übergabeersatz). C ist gutgläubiger Erwerber und wird damit Eigentümer.

Herausgabeansprüche hat damit weder A, noch B.

Allerdings handelt es sich um einen Gattungskauf (sagt meine Glaskugel, Angaben im Sachverhalt fehlen), so dass A zur Ersatzlieferung verpflichtet ist.

A könnte sich gegebenenfalls Schadenersatzpflichtig gegenüber B gemacht haben, soweit bei B ein "Schaden" entstanden ist.

So, das ist nur eine Schnellschusslösung, also bitte keine dummen Kommentare. Das alles durchzuprüfen dauert natürlich.
robert1405
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Anmeldungsdatum: 14.08.2011
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2014 - 17:15:27    Titel:

Hey bdirk,

vielen Dank für deine Antwort. Die Frage hat sich auch schon erledigt. Ich hab von anderer Seite eine super Antwort bekommen Smile

Kann geschlossen werde, danke für eure/deine Hilfe!
bdirk75
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Anmeldungsdatum: 19.12.2011
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2014 - 17:25:58    Titel:

Das freut mich für dich.

Trotzdem wäre es schön, wenn du die "Lösung" hier reinstellen kannst, dann haben auch andere was davon.

Auch das ist Sinn und Zweck eines Forums, nicht nur seine Fragen beantwortet zu bekommen!
bdirk75
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Anmeldungsdatum: 19.12.2011
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2014 - 19:14:43    Titel:

"Von anderer Seite"!

Warum sagst du nicht hier: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/306794,0.html ?????

Den Gattungskauf hat er übrigens vergessen, und damit hat er eben doch einen Herausgabeanspruch auf eine Ersatzlieferung! Laughing [/url]
robert1405
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Anmeldungsdatum: 14.08.2011
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2014 - 14:57:04    Titel:

Hey

Immer mit der Ruhe Wink ich steck gerade voll im Prüfungsstress ^^
Ich hab's doppelt gepostet weil ich mir schon gedacht habe, dass das ne Frage an die Juristen ist.

Tortzdem nochmal vielen vielen Dank und hier der Link zur Lösung:

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewtopic.php?p=2382487#2382487

Bis die Tage Wink
.rOYAL
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Anmeldungsdatum: 12.12.2012
Beiträge: 325
Wohnort: FFM

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2014 - 15:37:18    Titel:

bdirk75 hat folgendes geschrieben:

Den Gattungskauf hat er übrigens vergessen, und damit hat er eben doch einen Herausgabeanspruch auf eine Ersatzlieferung! Laughing [/url]

Nach den schuldrechtlichen Ansprüchen gegen den Versteigerer war gar nicht gefragt. Im Übrigen gibt es keinen "Herausgabeanspruch auf eine Ersatzlieferung". Herausverlangen lässt sich nur ein konkreter Gegenstand.
bdirk75
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Anmeldungsdatum: 19.12.2011
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 29 Jun 2014 - 17:08:11    Titel:

@.rOYAL

Ist mir schon klar, war ja auch nur ein Schnellschuss, hab ich aber geschrieben! Wink

Und wenn du schon so genau bist (dies ist das BWL-Forum), dann ist der Fall garnicht lösbar, weil jede Menge Informationen fehlen!

Laughing
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