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Automatisierung zerstört 50% aller Jobs in 20 Jahren
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Automatisierung zerstört 50% aller Jobs in 20 Jahren
 
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Politiker01
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Anmeldungsdatum: 19.11.2010
Beiträge: 355

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 21:20:38    Titel: Automatisierung zerstört 50% aller Jobs in 20 Jahren

Immerhin ist in den USA in den kommenden 20 Jahren rund jeder zweite Job durch Automatisierung gefährdet, sagen der deutsch-schwedische Wirtschaftswissenschaftler Carl Benedikt Frey und sein britischer Kollege Michael A. Osborne.

http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article127674361/Wird-ein-Roboter-bald-meinen-Job-uebernehmen.html

Wir haben 20 Millionen Arbeitslose in der EU - von den restlichen ca 200 Millionen Arbeitsplätzen fallen demnach bis 2035 ganze 100 Millionen weg -dann haben wir - theoretisch - falls das überhaupt möglich ist - 120 Millionen Arbeitslose - auf jeden Fall mindestens 2-3 mal mehr als heute.

Somit ist klar bewiesen, dass Europa keine Einwanderung aus Afrika oder Asien braucht. Die Linken Lügen die Menschen nur an - Zuwanderung von ausserhalb des Kontinents sichert keine Pensionen - sondern schafft noch mehr Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger und somit noch mehr Kosten, Kriminalität und Elend
bernadette
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Anmeldungsdatum: 02.05.2014
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 23:10:50    Titel:

Richtig. Vor 200 Jahren arbeiteten 95% der Menschen in der Landwirtschaft. Heute tun das nur noch 3% in den entwickelten Ländern. Deshalb haben wir eine Arbeitlosenquote von 92%... Rolling Eyes
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 23:36:05    Titel:

bernadette hat folgendes geschrieben:
Richtig. Vor 200 Jahren arbeiteten 95% der Menschen in der Landwirtschaft. Heute tun das nur noch 3% in den entwickelten Ländern. Deshalb haben wir eine Arbeitlosenquote von 92%... Rolling Eyes


Politiker01 sollte sich etwas differenzierter mit den Sachverhalten auseinandersetzen. Du hast schon recht Bernadette, die Beschäftigung verlagerte sich von der Fischerei und Bergbau, dann zur Landwirtschaft, dann zur Industrie und Dienstleistungssektor, jetzt zum IT-Sektor.
Was wir aktuell sehen ist, dass aufgrund der steigenden Automatisierung Menschen in der Industrie und im Dienstleistungssektor arbeitslos werden. Der IT-Sektor kompensiert diese Entwicklung. Aber was passiert, wenn die Rationalisierung sich auch im IT-Sektor fortsetzt? Ich denke du siehst das Problem:
In der Vergangenheit verlagerte sich die Beschäftigung von einem Sektor in den nächsten...nun die Frage an dich Bernadette: Was wird der nächste Sektor sein, in dem die Menschen arbeiten?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5983

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 23:40:21    Titel:

Zitat:
Die Drei-Sektoren-Hypothese beschreibt, dass sich der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit zunächst vom primären Wirtschaftssektor (Rohstoffgewinnung), auf den sekundären (Rohstoffverarbeitung) und anschließend auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) verlagert.

Der Primäre und Sekundäre Sektor sind mehr und mehr der Automatisierung unterworfen und der Bedarf an Arbeitskräften sinkt. Dafür steigt der Bedarf im Tertiären Sektor. Wir befinden uns in der Gesellschaft der Zukunft, einer Dienstleistungsgesellschaft. Heutzutage ist es im Tertiären Sektor zu einem so enormen Anstieg gekommen, dass man begonnen hat diesen zu unterteilen; so hat sich der Quartäre Sektor gebildet, der sich hauptsächlich mit Informationen befasst.

Mithilfe der Anzahl der Erwerbstätigen oder dem Anteil am BSP (Bruttosozialprodukt) in den einzelnen Wirtschaftssektoren kann man sehen, dass Deutschland bis Ende des 19. Jahrhunderts eine Agrargesellschaft und bis in die 70er des 20. Jahrhunderts eine Industriegesellschaft war. Der tertiäre Sektor gewann ab Mitte des 20. Jh. exponentiell an Bedeutung und stieg bzgl. der Wertschöpfung bald über die des sekundären Sektors. Seit diesem Zeitpunkt kann man in Deutschland von einer Dienstleistungsgesellschaft sprechen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Sektoren-Hypothese


wir haben aktuell mehr sozialpflichtige arbeitnehmer als jemals zuvor. das hättest du doch vor dem tertiären sektor auch nie erwartet. warum sollte sich diese entwicklung drehen, warum sollten die menschen keine dienstleistungen mehr benötigen?? wächst die weltwirtschaft nicht jährlich? werden nicht immer mehr menschen geboren? deutschland ist und bleibt eine exportorientierte nation.
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 23:48:27    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Drei-Sektoren-Hypothese beschreibt, dass sich der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit zunächst vom primären Wirtschaftssektor (Rohstoffgewinnung), auf den sekundären (Rohstoffverarbeitung) und anschließend auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) verlagert.

Der Primäre und Sekundäre Sektor sind mehr und mehr der Automatisierung unterworfen und der Bedarf an Arbeitskräften sinkt. Dafür steigt der Bedarf im Tertiären Sektor. Wir befinden uns in der Gesellschaft der Zukunft, einer Dienstleistungsgesellschaft. Heutzutage ist es im Tertiären Sektor zu einem so enormen Anstieg gekommen, dass man begonnen hat diesen zu unterteilen; so hat sich der Quartäre Sektor gebildet, der sich hauptsächlich mit Informationen befasst.

Mithilfe der Anzahl der Erwerbstätigen oder dem Anteil am BSP (Bruttosozialprodukt) in den einzelnen Wirtschaftssektoren kann man sehen, dass Deutschland bis Ende des 19. Jahrhunderts eine Agrargesellschaft und bis in die 70er des 20. Jahrhunderts eine Industriegesellschaft war. Der tertiäre Sektor gewann ab Mitte des 20. Jh. exponentiell an Bedeutung und stieg bzgl. der Wertschöpfung bald über die des sekundären Sektors. Seit diesem Zeitpunkt kann man in Deutschland von einer Dienstleistungsgesellschaft sprechen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Sektoren-Hypothese


Laughing


Ich wiederhole mal meine Frage von oben. Wenn sich die Automatisierung und Rationalisierung auch im Quartären Sektor, der sich hauptsächlich mit Informationen befasst, voranschreitet, was wird der nächste Sektor sein, in dem Menschen arbeiten? Wie heisst dieser? Was ist der Quintärsektor?
Bei wiki ist das die Entsorgungswirtschaft...aber wir werden wohl kaum auf Schrottplätzen 20 Mio. Arbeitsplätze schaffen.
bernadette
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Anmeldungsdatum: 02.05.2014
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 23:49:53    Titel:

Kann ich nicht sagen. Ich sehe nur, dass bisher in gewissen Abständen immer das nächste große Ding gekommen ist, dass das Leben komplett umgestellt hat. Dabei sind alte Jobs vernichtet worden und völlig neue entstanden

Dampfmaschine, Verbrennungsmotor, Computer, Internet - ein Bauer im 19. Jahrhundert konnte sich den Beruf des KFZ-Mechatronikers wohl nicht vorstellen, vor 70 Jahren sah das für Programmierer so aus, vor 30 Jahren galt das gleiche für Web-Designer und App-Programmierer.

Gut, zugegeben, dass es in der Vergangenheit so war, heißt nicht, dass es in der Zukunft genau so ablaufen m u s s. Politiker01 baut seine Argumentation aber auf der sehr einfachen These auf, dass es aufgrund steigender Produktivität in den nächsten 20 Jahren zwangsläufig zu einer Massenarbeitslosigkeit kommen muss. Und das ist schlicht und einfach falsch.
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 23:55:02    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Drei-Sektoren-Hypothese beschreibt, dass sich der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit zunächst vom primären Wirtschaftssektor (Rohstoffgewinnung), auf den sekundären (Rohstoffverarbeitung) und anschließend auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) verlagert.

Der Primäre und Sekundäre Sektor sind mehr und mehr der Automatisierung unterworfen und der Bedarf an Arbeitskräften sinkt. Dafür steigt der Bedarf im Tertiären Sektor. Wir befinden uns in der Gesellschaft der Zukunft, einer Dienstleistungsgesellschaft. Heutzutage ist es im Tertiären Sektor zu einem so enormen Anstieg gekommen, dass man begonnen hat diesen zu unterteilen; so hat sich der Quartäre Sektor gebildet, der sich hauptsächlich mit Informationen befasst.

Mithilfe der Anzahl der Erwerbstätigen oder dem Anteil am BSP (Bruttosozialprodukt) in den einzelnen Wirtschaftssektoren kann man sehen, dass Deutschland bis Ende des 19. Jahrhunderts eine Agrargesellschaft und bis in die 70er des 20. Jahrhunderts eine Industriegesellschaft war. Der tertiäre Sektor gewann ab Mitte des 20. Jh. exponentiell an Bedeutung und stieg bzgl. der Wertschöpfung bald über die des sekundären Sektors. Seit diesem Zeitpunkt kann man in Deutschland von einer Dienstleistungsgesellschaft sprechen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Sektoren-Hypothese


wir haben aktuell mehr sozialpflichtige arbeitnehmer als jemals zuvor. das hättest du doch vor dem tertiären sektor auch nie erwartet. warum sollte sich diese entwicklung drehen, warum sollten die menschen keine dienstleistungen mehr benötigen?? wächst die weltwirtschaft nicht jährlich? werden nicht immer mehr menschen geboren? deutschland ist und bleibt eine exportorientierte nation.


Oh man Konsti, eine Reihe von Stammtischparolen die du hier raushaust.
Sozialpflichtige Jobs ja, gleichzeitig mehr befristete Beschäftigung, unfreiwillige Teilzeit, Minijobs, Aufstocker, etc., Rekordarbeitslosigkeit in den EU-Staaten. Deutschland hat doch mit seiner Exportstärke einen Einfluss auf die anderen EU-Länder. Junge begreife die Zusammenhänge!
Die Menschen brauchen weiterhin Dienstleistungen, nur Dienstleistungen können auch rationalisiert werden. Bsp: Brötchenmaschine statt Bäcker. Robotik generell.
Die Wirtschaft wächst, aber doch nur noch moderat. Erst ab einem Wachstum von 2% kannst du effektive Impulse erwarten. Und endloses Wachstum gibt es schon mal garnicht.
Was die Geburtenrate damit zutun haben soll verstehe ich nicht, aber du wirst dir dabei schon was gedacht haben.


Zuletzt bearbeitet von jo icke eben am 29 Jul 2014 - 00:00:38, insgesamt einmal bearbeitet
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2014 - 23:58:49    Titel:

bernadette hat folgendes geschrieben:
Kann ich nicht sagen. Ich sehe nur, dass bisher in gewissen Abständen immer das nächste große Ding gekommen ist, dass das Leben komplett umgestellt hat. Dabei sind alte Jobs vernichtet worden und völlig neue entstanden


Jo sicher. Bis jetzt hat es immer funktioniert. Die Frage ist wie der neue Sektor aussehen soll. Bis jetzt sehe ich keine Erfindung in Sicht.

Zitat:
Gut, zugegeben, dass es in der Vergangenheit so war, heißt nicht, dass es in der Zukunft genau so ablaufen m u s s. Politiker01 baut seine Argumentation aber auf der sehr einfachen These auf, dass es aufgrund steigender Produktivität in den nächsten 20 Jahren zwangsläufig zu einer Massenarbeitslosigkeit kommen muss. Und das ist schlicht und einfach falsch.


Also zwangsläufig zu einer Massenarbeitslosigkeit wird es nicht kommen, sehe ich auch so. Letzendlich werden auch die Regierungen mit künstlichen Konjunkturprogrammen gegensteuern.
Issomad
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Anmeldungsdatum: 13.05.2012
Beiträge: 411

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2014 - 00:19:03    Titel:

Vielleicht sollte man endlich mal über eine weitere Arbeitszeitverkürzung nachdenken. Die Wirtschaft kann sich das leisten bei immer höherer Produktivität und dann wurde man wieder mehr Menschen in Arbeit bringen können ...

Zudem ist die Aus- und Weiterbildung der einfachen Arbeiter voranzutreiben. Irgendjemand muss ja die neuen Maschinen bauen, programmieren und bedienen ...
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2014 - 00:36:28    Titel:

Issomad hat folgendes geschrieben:
Vielleicht sollte man endlich mal über eine weitere Arbeitszeitverkürzung nachdenken. Die Wirtschaft kann sich das leisten bei immer höherer Produktivität und dann wurde man wieder mehr Menschen in Arbeit bringen können ...


Teilweise ja. Aber bei verkürtzter Arbeitszeit wird das Gut "Arbeit" relativ gesehen teurer. Die ohnehin schon hohen Arbeitskosten steigen. Die Kosten der Arbeitskraft pro Stunde steigen.

Zitat:
Zudem ist die Aus- und Weiterbildung der einfachen Arbeiter voranzutreiben. Irgendjemand muss ja die neuen Maschinen bauen, programmieren und bedienen ...


Auch teilweise ja. Aber statt 20 Bandmitarbeitern gibts nun einen der die Maschine entwickelt und einen der sie bedient. Macht 18 Arbeitslose.
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