Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

BWL + Wirtschaftspsychologiestudium
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> BWL + Wirtschaftspsychologiestudium
 
Autor Nachricht
MarkusW26
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.02.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2015 - 11:59:56    Titel: BWL + Wirtschaftspsychologiestudium

Hallo zusammen,

ich mache derzeit eine Ausbildung (vor kurzem erst begonnen) und beabsichtige nun, parallel dazu noch ein Studium zu absolvieren. Meine Wahl fiel dabei auf BWL + Wirtschaftspsychologie, da ich beides sehr interessant finde und mir für meine späteren Planungen (Unternehmensberatung, o.Ä.) auch recht nützlich sein dürfte.

Nun habe ich an der FOM nachgefragt. Dort brauchte ich aber einen Studierfähigkeitsnachweis für NRW, da ich mein Abi in BW gemacht habe. Anscheinend bekommt man diesen aber erst, wenn man mind. 2 Jahre Berufserfahrung nachweisen kann, was bei mir nicht der Fall ist.

Könnt ihr mir vielleicht im Raum Stuttgart und Umgebung eine Hochschule empfehlen, die diese Studiengänge nebenberuflich anbietet? Evtl. würde ich auch ein Fernstudium machen, weiß aber nicht, welche Anbieter da wirklich seriös sind und um das im Lebenslauf ein so gutes Bild abgäbe, wie bei einem Präsenzstudium.

Vielen Dank.
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2015 - 12:54:04    Titel: Re: BWL + Wirtschaftspsychologiestudium

MarkusW26 hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

ich mache derzeit eine Ausbildung (vor kurzem erst begonnen) und beabsichtige nun, parallel dazu noch ein Studium zu absolvieren.

Was heißt "vor kurzem erst begonnen" - zum Halbjahr oder letzten August/ September?

Ich persönlich kann aus Erfahrung sagen, dass ich erst einmal das erste Lehrjahr ins Land gehen lassen würde, bevor ich mich mit einem zusätzlichen Studium belaste. Das Studium, selbst klassische BWL plus Industriekaufmann, ist schon etwas anderes und die Schnittstellen sind recht übersichtlich. Zudem sollte man bedenken, dass für eine spätere Karriere - insbesondere auch mit Blick auf kompetitive Umfelder wie Unternehmensberatung - auch erstklassige Noten in der Ausbildung erwartet werden.


Zitat:
Meine Wahl fiel dabei auf BWL + Wirtschaftspsychologie, da ich beides sehr interessant finde und mir für meine späteren Planungen (Unternehmensberatung, o.Ä.) auch recht nützlich sein dürfte.

Nun habe ich an der FOM nachgefragt. Dort brauchte ich aber einen Studierfähigkeitsnachweis für NRW, da ich mein Abi in BW gemacht habe.

Wie bitte?

Du hast die Allgemeine Hochschulreife und die wollen einen Studierfähigkeitsnachweis? Das Zeugnis IST ein Studierfähigkeitsnachweis...

Oder hast Du die FHR? Das würde erklären, warum Du erst noch den praktischen Teil nachweisen müsstest.


Anderer Punkt: Bedenke, dass Unternehmensberatungen einen starken Hang zu zwei Arten von Absolventen haben....

1.) Vollzeit - nebenberufliche Studiengänge sind gar nicht so gerne gesehen und
2.) universitär.

Die FOM oder auch die Euro-FH die ein ähnliches Studium als Fernstudium anbietet sind beides aus dieser Sicht doppelt-suboptimal. 1.) Berufsbegleitend und 2.) auch noch einer FH.
Es ist nicht unmöglich damit in die UB reinzukommen, auch das aus eigener Erfahrung, aber es macht die Sache nicht wirklich einfacher. Die meisten scheitern. Zumal die Noten erstklassig sein sollten.

Wenn Du wirklich in die UB möchtest oder Dir zumindest den Weg dorthin möglichst offen halten möchtest, würde ich die Ausbildung durchpowern und anschließen Vollzeit an eine Uni gehen oder zumindest Vollzeit an eine FH. Mit beidem steigen Deine Chancen...
MarkusW26
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.02.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2015 - 13:30:44    Titel:

Die Doppelbelastung kann ich nicht beurteilen, da ich den Ablauf eines Studiums nicht kenne, aber ich habe mir bisher eigentlich schon eingeredet, dass ich das schaffen müsste. Ich habe die letzten Jahre immer verschiedene Dinge parallel zueinander gemacht und kam damit bestens klar.

Dass es aber nicht gerne gesehen ist, wenn man mehrere Dinge zugleich macht, überrascht mich. Ich ging bei meiner Überlegung eher davon aus, dass das positiv gesehen werden müsste im Sinne von "Der bewältigt zwei Dinge gleichzeitig mit guten Leistungen". Dass das genau umgekehrt ist, hätte ich nun nicht erwartet.

Ich habe tatsächlich "nur" die FHR, wusste nicht, dass ich in diesem Falle noch 2 Jahre Berufserfahrung nachweisen muss. Das hat ja mit der Schulbildung an sich nichts zu tun, daher erschließt sich mir die Logik dahinter nicht so ganz. Wenn dem so ist, hätte sich Anliegen aber leider ohnehin erledigt, denn dann muss ich so oder so wohl oder übel bis zum Ende meiner Ausbildung warten, bis ich die 2 Jahre habe. Das ist sehr schade...
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2015 - 14:24:51    Titel:

MarkusW26 hat folgendes geschrieben:
Die Doppelbelastung kann ich nicht beurteilen, da ich den Ablauf eines Studiums nicht kenne, aber ich habe mir bisher eigentlich schon eingeredet, dass ich das schaffen müsste. Ich habe die letzten Jahre immer verschiedene Dinge parallel zueinander gemacht und kam damit bestens klar.

Keine Ahnung was oder wie Du Dinge parallel gemacht hast, aber für die allermeisten ist Beruf und Studium eine ziemlich harte Nuß die auch viele nicht schaffen.
Letztlich sehe ich es aber so, dass man es nur beurteilen kann, wenn man es probiert. Soviel aber jetzt schon, für weitere Dinge neben Ausbildung/ Beruf und Studium wird nicht mehr viel Zeit bleiben.


Zitat:
Dass es aber nicht gerne gesehen ist, wenn man mehrere Dinge zugleich macht, überrascht mich.

Jain - es ist nicht die Doppelbelastung die hier aus Sicht der Unternehmensberatungen problematisch ist. Von der Seite gibt es eigentlich keine bessere Schule.
Damit aber diese Parallelität erreicht werden kann ist das akademische Niveau dieser Studiengänge zugunsten anwendungsorientiert-akademischer Lehre angepasst. Auch wenn das jetzt abwertend klingt - ich selbst bin einen ähnlichen Weg wie die FOM gegangen - so gilt es vielen in diesen Branchen als "Schmalspurstudium" vom rein akademischen Niveau. Ob dieses immer so der tragisch ist oder deswegen A besser oder schlechter als B ist, darüber lässt sich streiten, dass es einen Unterschied gibt, leider nicht.

Nächster immer wieder und leider auch im gewissen Rahmen richtiger Aspekt ist, dass universitäre Vollzeitler aufgrund des Studiensystems es meist etwas leichter fällt sich mit unbekannten Dingen auseinanderzusetzen und selbstständig Lösungen zu finden. Das methodische Vorgehen ist anders als an FH, weit weniger verschult und berufsbegleitende Studiengänge sind meist kaum anders als Schule.

Unter den klassischen Anbietern berufsbegleitender Studiengänge gilt die FernUni Hagen als die anspruchsvollste Universität in Deutschland und selbst die kämpft mit dem Schmalspurimage bei UB und Co - und das obwohl sich Voll- und Teilzeitstudium nicht in einem Komma unterscheiden.

Zitat:
Ich ging bei meiner Überlegung eher davon aus, dass das positiv gesehen werden müsste im Sinne von "Der bewältigt zwei Dinge gleichzeitig mit guten Leistungen". Dass das genau umgekehrt ist, hätte ich nun nicht erwartet.

Wie beschrieben - das Problem liegt woanders. Nicht in der Doppelbelastung und der gezeigten Disziplin- und Motivationsfähigkeit.

Zitat:
Ich habe tatsächlich "nur" die FHR, wusste nicht, dass ich in diesem Falle noch 2 Jahre Berufserfahrung nachweisen muss. Das hat ja mit der Schulbildung an sich nichts zu tun, daher erschließt sich mir die Logik dahinter nicht so ganz.

Die FHR hat grundsätzlich zwei Bestandteile: den schulischen und den praktischen. Beide sind nötig um sie komplett zu haben. Das ist allerdings kein wirkliches Geheimnis...wenn jemand die FHR macht und ihm das entgeht, dann zeugt das nicht von Aufmerksamkeit.

Daneben würde ich vorsichtig sein von "Abitur" oder "Abi" zu sprechen - das hast Du nicht. Wenn überhaupt ein Fachabitur und auch darüber kann man sich bei strenger Auslegung auch schon streiten (weil Fachabitur im eigentlichen Sinne die fachgebundene Hochschulreife meint und erst später häufig Synonym für die FHR genutzt wurde)

Zitat:
Wenn dem so ist, hätte sich Anliegen aber leider ohnehin erledigt, denn dann muss ich so oder so wohl oder übel bis zum Ende meiner Ausbildung warten, bis ich die 2 Jahre habe. Das ist sehr schade...

Guck mal bei den anderen Anbietern die es noch so gibt, was da ggf. möglich ist.
MarkusW26
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.02.2015
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2015 - 15:39:57    Titel:

Habe mich nun schlau gemacht und werde warten, bis die erforderliche Berufserfahrung vorhanden ist. Vielen Dank auch für die Infos und Ratschläge, die haben mir sehr weitergeholfen.

Eine letzte Frage ist aber noch offen, die ich bisher nicht abschließend klären konnte: Was genau zählt als Berufserfahrung? Zählt dazu auch die Zeit der Ausbildung oder nur das, was nach der Ausbildung geleistet wurde?
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2015 - 12:20:47    Titel:

MarkusW26 hat folgendes geschrieben:
Was genau zählt als Berufserfahrung? Zählt dazu auch die Zeit der Ausbildung oder nur das, was nach der Ausbildung geleistet wurde?


Es gibt keine klare Definition, sondern ist immer etwas abhängig vom Betrachter, dem betrachtenden Unternehmen und auch ganz besonders von der Stelle.

Vereinfacht gesagt gilt als Berufserfahrung alles praktische, was Du nach einer Ausbildung/ Studium an Erfahrung gesammelt hast, was auf die Wunschstelle anwendbar ist.

Das hat jetzt mehrere Dimensionen. Zum einen muss es natürlich vom Abschluss passen, zum anderen vom Fachbereich usw.

Erfahrung aus dem Vertrieb wird man ggf. im Rechnungswesen nicht anerkennen und umgekehrt. Wenn ein akademischer Abschluss gewünscht ist, dann kann es sein, dass alles an Erfahrung VOR dem Bachelor/ Master nicht gezählt wird, auch wenn Du Jahre nach der Ausbildung gearbeitet hast. Kann aber auch sein, dass es Arbeitgeber anteilig anerkennen oder ganz....usw.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> BWL + Wirtschaftspsychologiestudium
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum