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schluss machen
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hanna
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Anmeldungsdatum: 25.07.2005
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2005 - 23:48:34    Titel: schluss machen

hallo,
hört sich jetzt vielleicht doof an - aber ich weiß wirklich nicht weiter.
ich möchte nicht mehr mit meinem freund zusammen sein. es gibt dafür keinen bestimmten grund. ich empfinde einfach nichts mehr für ihn. wahrscheinlich haben wir uns auseinandergelebt.
wir sind schon fast 6 jahre zusammen.
der grund warum ich es bisher nicht getan habe ist, dass ich ihn nicht verletzen will. ich habe regelrecht angst, dass er sich etwas antut.
was mach ich nur? ich möchte ihm auch keine falschen hoffnungen machen. ich bin mir meiner sache ziemlich sicher. auch wenn ich es lange verdrängt habe.
habe leider keine erfahrung im schluss machen.
wie habt ihr schluss gemacht? brauche etwas beistand. wenn ich nur daran denke, bricht es mir das herz.
Kitana
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Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 26 Jul 2005 - 06:59:25    Titel:

Das 'Schluss machen' klingt immer gerade so als müsste man nur hingehen und sagen 'hey, es ist jetzt vorbei, du kannst gehn'. Wenn man sich gerade mitten in der Pubertät befindet, mag das eine scheinbar adäquate Lösung sein, aber später, wenn die Beziehungen, die man führt, etwas länger und intensiver werden ist das ganze natürlich nicht mehr so einfach. Ich habe einmal länger als ein Jahr gebraucht, von der Entscheidung mich zu trennen bis zur Umsetzung dieses Beschlusses. Vielleicht bist du einfach noch nicht so weit? Immerhin hat es seine Zeit gebraucht, sich auf die Beziehung einzulassen und sie zu intensivieren. Das wirft man nicht mal einfach so mir nichts dir nichts über Bord...

Frauen gehen oft ziemlich verworrene Wege, um Beziehungen zu beenden: nehmen sich sogenannte 'Auszeiten', verweigern sich sexuell, suchen sich einen neuen Freund oder sogar gleich einen komplett neuen Freundeskreis... bei manchen scheint sogar schon eine neue Frisur zu helfen Wink Gerade so als würden sie Indizien hinterlassen, die der 'ungeliebte' Freund einsammeln soll und ihn möglichst auf die richtige Fährte locken sollen. Das hat den Zweck, dass man die unangenehme Wahrheit nicht selbst auszusprechen braucht, sondern 'bequem' darauf wartet, dass der Partner von allein irgendwann darauf kommt, dass er nicht mehr geliebt wird. Das klingt nicht nach einer Ideallösung? Ist es auch ganz bestimmt nicht. Eins ist sicher; den schmerzhaftesten Teil, und der gehört immer zum Schlussmachen dazu, schiebt man dadurch nur vor sich her: offene Gespräche sind unumgänglich, wenn man die Sache für beide Seiten so reibungslos wie möglich beenden will. Auf Kuhhandel ('ich tue alles, was du willst, wenn du nur bei mir bleibst' 'ich tue mir etwas an' usw.) sollte man sich dann nicht mehr einlassen. In einzelnen Fällen schafft man es vielleicht sogar mit dem anderen hinterher noch befreundet zu bleiben (sofern derjenige die Trennung einigermaßen akzeptieren kann).

Zu guter Letzt: jemand, der damit droht sich etwas anzutun oder sich tatsächlich etwas antut, gehört in therapeutische Behandlung *hust* Solche Drohungen sind definitiv keine Basis für eine Beziehung und wenn du deine Bereitschaft als Empfänger solcher Drohungen zu deutlich signalisierst, wirst du eventuell mit dem Terror auskommen müssen, der genau in diese Bresche schlägt (hab das selber bei einer Freundin mitangesehen: ihr Exfreund stand plötzlich auf dem Dach ihres Elternhauses, hat ihr geschrieben er wolle sie und sich umbringen und ähnliches). Wenn er sich etwas antun 'will' nachdem du ihn verlassen hast, ist das nicht dein Problem! (egal wie gemein das jetzt auch klingen mag) Menschen müssen lernen mit Trennungen zu leben, das gehört einfach dazu. Menschen, die Druckmittel benutzen, um Beziehungen zu erzwingen, sind krank - und das nicht unbedingt vor Liebe
Lissi Lu
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Anmeldungsdatum: 13.07.2005
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 26 Jul 2005 - 11:09:39    Titel:

Hallo Hanna,

ich stimme Kitanas Ausführungen voll und ganz zu.

Mag sein, dass ich deinen Text falsch interpretiere, aber beim Lesen kam es mir so vor, dass du dir mit deinen Trennungsabsichten gar nicht so sicher bist. Stehst du denn voll hinter deiner Entscheidung?

Wenn nicht, dann nutze doch mal ein paar Tage oder ein Wochenende, an dem du ganz allein bist. Wenn du feststellst, dass du dich auf die Rückkehr freust, deinen Freund doch irgendwie vermisst hast, dann habt ihr noch eine gute Chance.

Manchmal ist es nämlich nur eine innere Unzufriedenheit in uns, die uns alles anzweifeln lässt.

Probiere es aus. Wenn du dir über den nächsten Schritt ganz klar bist, dann wird es dir auch leichterfallen, dich ggf. zu trennen.

Alles Gute wünscht dir
herzlichst
hanna
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Anmeldungsdatum: 25.07.2005
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 26 Jul 2005 - 12:11:52    Titel:

Danke an Euch beide für die ausführlichen Antworten,

es beruhigt mich, dass ihr das auch so seht, dass es ein langer Prozess ist. Hab schon gedacht ich sei feige und es geht nur mir so.
Die Erkenntnis, dass ich in der Beziehung nicht glücklich werden kann kam mir nicht erst gestern. Ich knabbere schon seit einiger Zeit daran. Kann gar nicht sagen wie lange. Zumindest mache ich mir seit einem halben Jahr sehr intensiv Gedanken darüber. Ich weiß, dass der Schritt nötig ist um zufriedener zu werden. Sicher wird es auch für mich nicht einfach sein am Anfang. Aber ich mach mir vor allem Sorgen um Ihn. Ich denke, dass er langsam eigentlich auch zu der Erkenntnis gekommen sein sollte. Er ist zur Zeit auch unzufrieden. Aber er klammert sich trotzdem noch an jeden kleinen Strohhalm.

Kitana, ich mußte über Deine Beschreibung "Frauen gehen oft verworrene Wege" schmunzeln. Du triffst den Nagel wirklich auf den Kopf Smile
trifft fast alles zu. Nur nen neuen Freund habe ich nicht. Das könnte ich ihm nicht antun.
suns81n3
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Junior Member


Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 67
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2005 - 16:34:44    Titel:

Hallo Hanna....

Ich habe mir gerade die Beiträge hier durchgelesen und musste ein wenig schmunzeln...
Irgendwie scheinen Frauen wirklich wie Kitana gesagt hat verworrene Wege zu gehen...

Ich habe mich also hingesetzt und erstmal überlegt, wie es bei mir so ist/war.
Ich glaube, dass auch ich immer diese angesprochenen verworrenen Wege gegangen bin und die Männer "gezwungen" habe sich von mir zu trennen, damit ich es nicht machen muss! Teilweise auf suptile Art, bei einem auch auf eine sehr heftige Art und Weise!
Sprich ich habe mich sowohl sexuel verweigert und habe mich abgenabelt. Ihn einfach nicht mehr an mich rangelassen (auf emotionaler Basis). Bei anderen habe ich einfach aus Kleinigkeiten ein riesen Drama gemacht!
Auf der anderen Seite war es auch mal der Fall, dass ich mich einfach wieder mit meinem EX getroffen habe (hinter'm Rücken meines damaligen Freundes)....
Das Ende war aber immer gleich! Nicht ich, sondern die Männer haben sich von mir getrennt...
Ich glaube jetzt mittlerweile, wenn ich mir das so überlege, war ich feige, weil ich den letzten Schritt nicht gehen und dann alleine dastehen wollte.... Bescheuert, ich weiss.... Embarassed

Das soll dich jetzt nicht angreifen, denn ich kann nur von mir reden!

Habe auch seit Samstag eine Trennung hinter mir und ich muss sagen, dass ich auch dieses Mal zu feige war den letzten Schritt zu machen! Obwohl ich schon seit langem gemerkt habe, dass ich in der Beziehung keinen Sinn mehr sehe...
Ich kann dir also daher nicht wirklich einen Tip geben, wie man sowas am besten macht!

ABER:
Ich wünsche dir ganz viel Kraft das ganze durchzustehen und das richtige zu machen! Wink

Grüße
suns81n3
Innova
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Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.04.2005
Beiträge: 1827
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2005 - 16:44:49    Titel:

Wenn er selber schon gemerkt hat, dass etwas nicht stimmt wird es nicht ganz so schwer. Wenn er aber tatsächlich noch sehr an dir hängt wirst du es nicht umgehen können ihm weh zu tun. Egal auf welche wirre Art und Weise der Schlussstrich gezogen wird - es gibt keine die nicht mindestens einem von beiden weh tut. Einzige Ausnahme wäre, wenn beide keine Gefühle mehr hätten.

Im Grunde bleibt dir nur eins: Sprich mit ihm, sag ihm wies dir geht, sag ihm dass du das Gefühl hast nicht mehr glücklich zu sein, sag ihm was du dir für die Zukunft wünschst. Führ das offenste Gespräch das du je mit ihm geführt hast und sei dir dabei bewusst, dass es nichts mehr zu verlieren sondern nur noch zu gewinnen gibt. Vielleicht blockt er ab - was schade wäre - vielleicht spricht er aber auch mal ebenso offen mit dir. Trennungsgespräche sind wenn mans richtig macht die ehrlichsten Gespräche die man in einer Beziehung führt weil man endlich mal alles sagt was einem schon so lange auf der Seele brennt und das MUSS gesagt werden damit beide mit der Beziehung abschließen können.

Und bitte: Keine Sätze wie "wir können doch Freunde bleiben" oder "ich mag dich total und du bist total super aber lieben kann ich dich nicht mehr" und dergleichen. Natürlich ist es möglich danach wieder eine Freundschaft aufzubaun aber das braucht Zeit und es müssen BEIDE wollen. Da können Wochen, Monate oder Jahre dazwischen liegen bis eine Freundschaft wieder möglich ist und auch dann eigentlich nur, wenn man vorher mal alles ausgesprochen hatte was schief gelaufen ist damit man danach wieder von vorne anfangen kann.

Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück! Und so alt der Spruch auch ist, so wahr ist er auch: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...!
RayOfHope
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Anmeldungsdatum: 25.03.2007
Beiträge: 5
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 14:51:13    Titel:

Hallo Ihr,

möchte mal an all diejenigen ein paar Worte richten, die im Moment überlegen, ob und wie sie sich von ihrer Freundin/ ihrem Freund trennen sollen.

Auf den ersten Blick scheint es ja ganz einfach und logisch zu sein: Wenn man für den Partner keine Liebe mehr empfindet, sollte man Schluss machen!

Doch so einfach ist es eben nicht, wie so vieles im Leben......

Deshalb stellt euch doch bitte einmal folgende Fragen:

1. Was empfinde ich noch für meinen Partner, wenn ich sie/ihn sehe und mit ihr/ihm rede?
2. Wie groß ist meine Sehnsucht nach ihr/ihm, wenn wir uns eine zeitlang nicht gesehen haben?
3. Gucke ich mich auf der Straße, in Bus und Bahn wieder nach andern Frauen/ Männern um?
4. Was überwiegt in meiner Beziehung: Die positiven oder negativen Momente?
5. Hab ich selbst keinen Mut dazu, die Beziehung zu beenden, aus Angst vor der Einsamkeit oder aber fühle ich mich von meinem Partner emotional erpresst (Stichwort: Angst, dass sie/er sich nach der Trennung was antut), so dass ich mich nicht traue ihr/ihm weh zu tun?

Wenn ihr ganz ehrlich zu euch selbst seid und tief in euch reinhört, werdet ihr sicher die richtigen Antworten bekommen und dann ist eigentlich auch schon klar, was ihr tun müsst:

Seid zu euch selbst und eurer Partnerin/ eurem Partner offen und ehrlich und redet mit ihr/ihm über all eure Gefühle und Gedanken/ Sorgen und zwar nicht erst, wenn’s zu spät ist und ihr kurz vorm Schlussmachen steht, sondern immer dann, wenn euch grad was nicht passt (“Kommunikation ist alles!“).

Wenn ihr wirklich keine Gefühle mehr für eure Freundin/ euren Freund empfindet und nur aus Gewohnheit, falschen Hoffnungen und Pflichtgefühlen oder aus Angst vor der Reaktion des andern noch zusammenbleibt, dann sammelt endlich all eure Kraft und euren Mut zusammen, um euch aus diesem Dilemma zu befreien und sorgt auch dafür, dass der andre nach dem Schock, den ihr ihm zufügt, aufgefangen wird (z.B. könnt ihr ihm oder den Eltern raten, dass sie/er sich professionelle psychologische Hilfe suchen soll etc.). Alles andre ist nur Schauspiel und verletzt nur eure eigene Seele, die sich irgendwann wie in einem emotionalen Gefängnis eingesperrt fühlt!

(Manchmal muss man, wenn doch noch Gefühle im Spiel sind, aber einfach nur mehr an der Beziehung arbeiten, lernen, sich in den andern hineinzuversetzen und auch kompromissbereit sein! Wenn’s euch die Partnerschaft wert ist, dann kämpft um sie!!).

Wenn ihr jedoch merkt, dass es nichts bringt, dann macht Schluss, indem ihr mit eurer Freundin/ eurem Freund von Auge zu Auge redet und es ihr/ ihm in einem einfühlsamen ruhigen Gespräch schonend beibringt. Natürlich tut so etwas weh (weiß ich aus eigener Erfahrung), aber anders geht es nun mal nicht....

Also, seid mutig und ehrlich zu euren Partnern und vor allem auch zu euch selbst, seid konsequent und wagt den Schlussstrich, dann öffnet sich bald schon eine neue Tür, ihr werdet’s sehen!!!

Ganz liebe Grüße,

Eure “RayOfHope“ Very Happy
dajana_lawrenz
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Anmeldungsdatum: 22.02.2007
Beiträge: 35
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 18:03:59    Titel:

oh gott,

es hat mich fast umgehauen, als ich diesen beiträge hier gelesen habe.

zuerst einmal: ich berichte von der anderen seite, nicht ich musste schluss machen, sondern mein freund hat vor 2 wochen mit mir schluss gemacht. genau aus den gründen die so viele hier aufführen, seine liebe hat einfach nicht mehr ausgereicht, um mit mir eine beziehung zu führen.
ich schätze mich glücklich, dass er stets offen und ehrlich zu mir war, denn bereits zu weihnachten habe ich von ihm erfahren, dass er für mich nicht mehr so empfindet, wie er es am anfang getan hat.
wir waren seit juli 2005 zusammen und für mich war das leben mit ihm immer das, was ich mir gewünscht hatte. im januar 2006 ist er dann auch schon aus hannover zu mir nach halle gezogen. im märz 2006 sind wir dann auch in eine gemeinsame wohnung gezogen. ich ging in meiner neuen rolle voll auf und habe jeden tag genossen, auch den alltag, der sich dann einschlich. außerdem kann ich sagen, dass wir den besten sex hatten, den man sich vorstellen kann. wir hatten eine sehr schöne zeit miteinander, doch ich merkte, dass der alltag ihn langsam unglücklich machte. er hing den ganzen tag vorm pc und zockte, das fing an mich zu reizen, denn er beachtete mich nicht mehr, nur wenns sein musste. zu weihnachten eskalierte die situation dann und ich wollte meine sachen packen. wir hatten geplant , dass er nach weihnachten für eine weile nach hannover zu seinen freunden und eltern fährt. doch das klappte nicht, weil er mich nach diesem streit nicht alleine lassen wollte, und wir hatten geschworen unsere beziehung wieder aufzupolieren. aber nix geschah, der alltag blieb, aber er hatte aufgehört zu zocken. ich merkte, dass das seine unzufriedenheit noch mehr steigerte, da er sich langweilte. ich versuchte vieles... kleine überraschungen, hier ein geschenk, da sein lieblingsessen. im januar lernte er dann ein mädel in den usa kennen und sie lud ihn ein. er hatte zu mir gesagt, dass sie bescheid wusste, dass da nichts laufen wird, weil er eine freundin hat. mich ließ es aber nicht in ruhe, weil ich irgendwie ein unsichereres gefühl im bauch hatte. durch recherche fand ich dann heraus, dass er ihr nix gesagt hatte, nur dass EINE freundin in seiner wohnung lebt, aber für die empfindet er nichts. ich rief ihn sofort an, er kam nachhause... wir redeten viel... und ich erfuhr, dass er sich seiner gefühle nicht mehr sicher ist, vor allem, wenn er nicht in meiner nähe ist, doch er ist sich auch nicht so 100%ig sicher, dass er die beziehung beenden würde. er meinte er wolle solange warten, bis er sich sicher ist, ob er das noch will oder nicht. für mich war es natürlich ein schock, weil ich für ihn wie am ersten tag empfand.
nach diesem tag hatten wir viele glückliche tage, ich ließ ihn wieder zocken, was ihm ein stück zufriedenheit wiedergab, wir lachten viel, alberten viel rum, und hatten spass. ich hatte irgendwo eine innere gewissheit, dass er sich nun doch für die beziehung entschieden hatte, obwohl er nie was gesagt hatte. doch am 6.märz erwischte ich ihn wieder beim flirten im internet, ich fand es nicht schlimm, flirten darf man schließlich, doch daraus ergab sich wieder die situation und die bestätigung, dass er sich immernoch nicht sicher ist, ob er die beziehung weiterhin will. nach langer rede, beschloss ich dann meine koffer zu packen, um wenigstens eine trennung auf zeit zu erwirken, damit er sich klar wird, ob er mich noch will oder nicht. aber ich sagte ihm, dass ich nicht weiß, ob ich zurückkommen kann oder nicht, weil ich angst habe, dass er sich seinen gefühlen immernoch nicht sicher ist. an diesem abend war ich die ernste person die keine träne vergoss, doch er weinte, und meinte ich solle nicht gehen, sondern dass wir akzeptieren sollten, dass wir eine beziehung mit problemen haben. ich blieb, doch hatte kein gutes gefühl. danach folgte eine woche mit ziemlich viel stillschweigen, ich merkte, dass er viel nachdachte und er hatte auch keine lust mehr auf sex. dann am sonntag den 11., als er mal wieder den sex verweigerte, sagte ich, dasses besser sei doch meine koffer zu packen und zu gehen. allerdings wollte ich damit keine trennung auf dauer bewirken, sondern eher auf zeit. was dann kam raubt mir bis heute den abend... er stimmte zu. es war eine grauenhafte nacht, wir schliefen beide nicht. während ich meine koffer packte und fast zusammengebrochen wär, saß er auf dem bett und weinte. er entschuldigte sich 1000mal, dass seine gefühle nicht mehr für eine beziehung reichen und er das nicht mehr will und er versprach mir, trotzdem immer für mich da zu sein. er weinte, weil er mir nie so wehtun wollte, wie er es in dem moment tat. am nächsten morgen, als ich mit den koffern ging, gab er mir den letzten kuss, um den ich ihn gebeten hatte. das war das letzte mal, dass ich ihn gespürt habe.


seitdem sitze und wohne ich wieder bei meinen eltern, seit 2 wochen, und hoffe tag für tag, dass es irgendwann aufhört wehzutun.
und am schlimmsten ist es, wenn ich merke, dass es wirklich das ist was er wollte, er kommt ohne mich gut klar, baut sich einen neuen freundeskreis auf. am anfang hatte ich immernoch die hoffnung, dass er merkt, dass er ohne mich nicht kann. doch die hoffnung ist gestorben.

ich habe meine fehler eingesehen, ich habe ihn zu sehr eingeengt, und habe nicht eingesehen, warum er alleine weggehen will, wenn wir nicht mal zusammen weggegangen sind. und wenn er alleine weggegangen ist, habe ich 23°° angerufen und gefragt, wann er nachhause kommt. vor allem hatte er stets ein schlechtes gewissen alleine wegzugehen, wenn ich allein zuhause saß und mich gelangweilt habe.
doch auch die einsicht bringt seine gefühle nicht wieder. Crying or Very sad




so, das zu meinem beitrag, aus der sicht der anderen seite, der seite der verlassenen.


mfg die di
RayOfHope
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Anmeldungsdatum: 25.03.2007
Beiträge: 5
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 26 März 2007 - 20:46:33    Titel:

Liebe Di,

erst mal tut es mir wirklich sehr sehr leid für dich, kann sehr gut nachempfinden, was du momentan durchmachst !!! Crying or Very sad
(mein „Freund“ hat mich ebenfalls vor zwei Wo verlassen, aber wir waren erst paar Wochen zusammen. Hab ihn über’s Internet kennengelernt und für mich war’s Liebe auf den 1. Blick...für ihn anscheinend nicht, obwohl er dasselbe gesagt hat! Auf jeden Fall ist es sehr verletzend für mich gewesen, trotz der kurzen Zeit (oder gerade deswegen?!), denn er hat es mir zudem auch noch per e-mail/ sms mitgeteilt, einfach nur feige und respektlos, seitdem hab ich nie wieder was von ihm gehört!) Sad

Deine Geschichte find ich aber schlimmer, denn so wie du’s beschreibst, hattest du dich schon total auf ein Leben mit deinem “Traummann“ eingestellt und wahrscheinlich auch schon das ein oder andre für eine gemeinsame Zukunft geplant und erträumt.
Jetzt ist deine Seifenblase, die nach und nach immer kleiner wurde, plötzlich doch geplatzt, trotz deiner unzähligen Bemühungen und hoffnungsvollen Versuche, ihn (bestenfalls) für immer “an dich zu binden“! Jetzt stehst du da, völlig geschockt und desillusioniert, fallengelassen und hart aufgeknallt auf dem kalten Boden der Tatsachen....DAS TUT WEH!!!
Und eine Trennung tut immer weh, dass muss sie auch, denn so wie ich mal auf zahlreichen websites im Internet gelesen hab, muss man, um diesen Trennungsschmerz richtig überwinden und verarbeiten zu können, vier Phasen durchlaufen, erst dann kann man damit abschließen und ist wieder offen für eine neue, vielleicht dann auch die “wahre“ Liebe:

Bewältigung von Liebeskummer/Trennungsschmerz:

1 Verleugnung: Panik und Hoffnung auf Rückkehr wechseln einander ab. Beruht vielleicht alles auf einem Mißverständnis?

2. Chaos: Es steht fest meine Liebe ist gescheitert. Schmerz, Sehnsucht, Wut, Angst vor der Einsamkeit und das Gefühl, versagt zu haben, geben sich die Hand. Abwechseln wird der (Ex) Partner beschimpft, um dann im nächsten Augenblick wieder die Schuld bei sich selbst zu suchen.

3. Selbstmitleid: Das Chaos beruhigt sich, eine depressive Grundstimmung stellt sich ein. Die meisten versuchen in dieser Zeit, Zerstreuung zu finden und sich abzulenken.

4. Neuorientierung: Endlich gewinnt man etwas Distanz. Die Schuld am Scheitern wird nicht mehr nur beim andern oder sich selbst gesucht, sondern bei beiden. Langsam beginnt die Suche nach neuen Lebensinhalten.

5. Anerkennen: Die Vergangenheit schmerzt noch, wird aber als Teil des eigenen Lebens akzeptiert. Man beschließt, Lebensänderungen und aus den gemachten Fehlern zu lernen.

Du kannst dich ja mal selbst im Internet über das Thema informieren, was du ja auch schon begonnen hast, denn sonst wärst du ja nicht hier im Forum gelandet...gib doch einfach mal das Stichwort „Trennungsschmerz“ ein, dann findest du auch gleich zahlreiche Tips, wie du dich in den einzelnen Phasen am besten verhalten solltest, um das alles durchzustehen (z.B. solltest du auf totalen Abstand gehen, also kein Telefonterror, keine mails, sms etc, heul dich bei Freunden aus, aber Vorsicht! Wenn du dich zu oft wiederholst und sie nur noch volljammerst, wenden sie sich möglicherweise irgendwann ab! Denk jetzt nur noch an DICH und nicht an ihn, tu, was gut ist für deine Seele und mach dir keine Gedanken um seine Gefühle/ Gedanken!).

Es wird bestimmt nicht einfach sein in den nächsten Tagen....draußen scheint die Sonne und der Frühling beginnt und in deinem Herzen sind lauter dunkle Wolken...aber glaub mir: DU SCHAFFST DAS! Du bist nicht die Erste und auch nicht die Letzte, die diese Hölle durchgehen muss! Und am Ende, wenn du’s wirklich geschafft hast und die Sonne wieder scheint, kannst du echt stolz auf dich sein und wirst dich dann auch stärker fühlen!!!

Diese verlorene Liebe war nicht die „Wahre“, denn so wie du es beschrieben hast war es wohl eher eine einseitige Liebe, und zwar warst DU diejenige in eurer Beziehung, die mehr geliebt hat. (Du hast dich ständig um ihn bemüht, während er sich schon längst innerlich von dir abgewandt hatte und zum Schluss hat er wahrscheinlich nur geheult, weil er gesehn hat, was für ein ignorantes A..... er war, sorry). Finde es stark und sehr richtig von dir, dass du ihn zum Schluss verlassen hast, auch wenn du’s nicht so richtig wolltest, du siehst, es MUSSTE einfach so sein!!!
Du hast wirklich was Besseres verdient Di, nämlich einen Mann, der dich wirklich liebt, dich wertschätzt und sich um dich bemüht, um das Feuer am Lodern zu halten!!!

Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Worten ein wenig Trost und Hoffnung geben konnte....

Alles Liebe und gaaaanz viel Kraft und Mut!!!

Wünscht "RayOfHope"
kiebitz
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Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 08 Okt 2008 - 20:33:53    Titel:

Mein erster Beitrag hier in diesem Forum in der Hoffung auf ähnlich tröstende Antworten zu stoßen, wie ich sie hier zuhauf gelesen habe.

(Sicherheitshalber zu erklärung erwähnt: Ich bin männlich)
Ich habe eine beste Freundin, die mit einem Freund von mir zusammen war/ist. Es war nicht unbedingt ein guter Freund von mir und das ist auch eher nebensächlich.
Das wichtige ist, dass sie ihn nicht mehr liebt und ihm das auch gesagt hat. Es gab schon öfter in dieser Beziehung Streit und "Unstimmigkeiten" aber bisher ist alles glimpflich abgelaufen. Allerdings haben beide unter diesen Problemen sehr gelitten und er hat sich auch immer wieder für sein Verhalten entschuldigt, aber Menschen ändern sich fast nie..

Sie hat ihm also gesagt, dass sie Ihn nicht mehr liebt, dass sie, wenn sie ihn küsst nicht mehr das gleiche spürt wie vorher (...) . Das Problem ist, er sieht es nicht ein. Er akzeptiert nicht, dass es aus ist. Er telefoniert oft mit ihr und nutzt fast jede freie Minute um mit ihr zu reden, um zu versuchen ihr zu erklären, dass jetzt alles besser wird. (Besser als bei den Malen davor, wo eine Pause auch nur kurzzeitige Änderung brachte.)

Sodele, eine Lösung hierfür zu finden viel mir in den Beiträgen recht leicht (und bin sogar schon selbst drauf gekommen): Ignorieren.

Das Problem bei der Sache ist: Für meine Freundin ist es erst vorbei, wenn er es auch einsieht. Das heißt, solang er es nicht einsieht fühlt sie sich - da sie ihn immer noch sehr mag - verpflichtet mit ihm zu reden und quasi jeden Tag das selbe mit ihm durchzukauen. In der Hoffnung darauf, dass er es irgendwie verstehen wird.

Andere Ideen gingen in die selbe Richtung: erstmal auf Abstand gehen etc. aber das Problem des Unverständnisses lösen diese Dinge leider auch nicht.

Gibt es einen Mittelweg zwischen schwarz und weiß?
Also, hat meine beste Freundin die Möglichkeit ihm irgendwie klar zu machen wie es ist?
Wie sollte man das am besten machen, wenn rationale Gründe nicht helfen?

Ich hoffe, die Situation ist klar geworden und (falls sie das ist) bin ich im vorraus dankbar für die Antworten.
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