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Westliche Schuld am instabilen Islam ?
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Foren-Übersicht -> Geschichte-Forum -> Westliche Schuld am instabilen Islam ?
 
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Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 16 März 2015 - 22:25:25    Titel: Westliche Schuld am instabilen Islam ?

Michael Lüders: Der Westen hat aus Fehlern nichts gelernt!

"Wer den
Wind sät" heißt das neue Buch des Islamexperten Michael Lüders. Seiner Meinung
nach ist es der Westen, der in der arabischen und islamischen Welt den Wind sät:
Amerikas Interventionen und Europas Doppelmoral stürzten den Orient seit
Jahrzehnten ins Chaos.

http://www.deutschlandfunk.de/leipziger-buchmesse-michael-lueders-der-westen-hat-aus.1310.de.html?dram:article_id=314290

Klar ist, dass der Westen - spaetestens seit 9/11 - Fehler gemacht hat.

Auch die Implemetierung eines staates Israel in Palestina war nicht gerade klug.

Doch wenn man die Geschichte der araber/Islam der letzten 150 Jahre ansieht, dann duerften die dort selbst ziemlich viel verbockt haben und noch weiter selbst Instabilitaeten hervorgerufen haben / noch hervorrufen.

Die Religion in dieser Kultur bekriegen sich ja gegenseitig schon genug.

Was denkt Ihr?

MultiVista


Zuletzt bearbeitet von Multivista am 23 März 2015 - 20:03:23, insgesamt einmal bearbeitet
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 23 März 2015 - 08:08:11    Titel:

Historischer Hintergrund :
Schon in vorislamischer Zeit war der Nahe Osten zwischen den Grossmaechten Byzanz und Persien stark umkaempft. So wechselten z.B. Aegypten und Palaestina mehrfach den Besitzer. Auch auf der Arabischen Halbinsel gab es staendige Kleinkriege zwischen den verschiedenen Beduinenstaemmen.
Es ist Mohammeds grosser Verdienst, diese Kleinkriege unter den Arabern beendet zu haben und sie alle unter das gemeinsame „Zelt“ des Islam gestellt zu haben. Die kriegerische Energie der Araber wurde erfolgreich in Eroberungsfeldzuege kanalisiert.
Da den Arabern aber irgendwann die Puste ausging, warben sie auslaendische Soeldner wie die Tuerken an, die als Ottomanen schliesslich selbst die Herrschaft in grossen Teilen der Islamischen Welt erlangten.
Das Ottomanische Reich wurde dann bis nach dem Ersten Weltkrieg hauptsaechlich unter den Kolonialmaechten England, Frankreich und Italien aufgeteilt, wobei bei der Gebietseinteilung auf ethnische oder religioese Zugehoerigkeiten wenig Ruecksicht genommen wuerde. Viele Versprechungen, wie die eines ‚panarabischen Reiches‘ oder Kurdenstaates wurden gebrochen und pro-westliche Kolonialregierungen eingesetzt, die z.T. keinen Rueckhalt in der Bevoelkerung hatten.

Das sind bis heute die beiden Hauptgruende fuer Aufstaende und Buergerkriege in der Region, also :
+ ethnische und religioese Konflikte durch willkuerliche Staatsgrenzen
+ mangelnde Legitimation und Verantwortung der Regierenden gegenueber dem Volk

Religioeser Hintergrund :
Obwohl die islamische Welt bis heute vom Idealzustand der ‚Umma‘, der harmonischen Gemeinschaft aller Muslime traeumt, zerfiel diese schon beim Tod Mohammeds, weil er leider keine Anweisungen fuer seine Nachfolge hinterlassen hatte. Die eine Gruppe unterstuetzte Mohammeds Neffen und Schwiegersohn Ali („Shiat Ali“ = Shiiten), waehrend die andere Gruppe Nachfolger aus dem „Establishment“ in Mekka unterstuetzen (Sunniten). Nach der Ermordung Alis wurden die Schiiten in der Schlacht von Kerbala geschlagen und der Enkel Mohammeds getoetet. Dies besiegelte die bis heute andauernde Spaltung der islamischen Welt in Sunniten und Shiiten.
Auch zu erwaehnen ist der bis heute gueltige „Deal“ zwischen den wahabitischen Geistlichen und den Sauds von 1744. Damit sicherten sie sich gegenseitig die Herrschaft ueber geistliche und weltliche Angelegenheiten, womit die Herrschaft der Sauds bis heute reglioes legitimiert wurde und umgekehrt das Saudi-Arabische Herrscherhaus massiv die weltweite Verbreitung des Wahabismus/Salafismus unterstuetzt.
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 23 März 2015 - 08:08:38    Titel:

Zustand Heute:
Es gibt mehrere ‚player‘, die alle einen Fuehrungsanspruch in der Islamischen Welt beanspruchen.


Aegypten (85 mio Einwohner, $ 230 bn BSP, $ 3,000/Kopf, Praesidialdemokratie, sunnitischer Islam, Araber)
Ueber Jahrhunderte war Aegypten das wirtschaftliche und geistige Zentrum der Region. Hier befindet sich die staatliche Al-Azhar Universitaet, die beruehmteste und angesehenste in der Islamischen Welt.
1952 stuerzte eine Gruppe von Offizieren den Koenig und das Land erlebte unter dem Praesident Nasser eine wirtschaftliche und kulturelle Bluete, die die arabische Welt dominierte. Agypten foerderte einen sozialistisch gepraegten Pan-Arabismus, der sich auch gegen die Monarchien in anderen Staaten richtete.

Tuerkei (80 mio Einwohner, $ 850 bn BSP, $ 10,000/Kopf, Praesidialdemokratie, sunnitischer Islam, Tuerken)
Bis zum 1. Weltkrieg beherrschte die Tuerkei weite Teile der arabischen Welt. Nachdem Aufgrund seiner grossen Bevoelkerungszahl ist die Tuerkei einer der staerksten Wirtschaftsmachte der Region. Nach vergeblichen Versuchen, Anschluss an die EU zu finden, besinnt sich die Tuerkei jetzt wieder auf ihre islamischen Wurzeln und sucht staerkere Bindungen zur arabischen Welt.

Iran (75 mio Einwohner, $ 500 bn BSP, $ 6,000/Kopf, Autoritaere Theokratie, shiitischer Islam, Perser)
Schon im Altertum war Persien ein unabhaengiges Grossreich, dass die Eroberung durch die ‚rueckstaendigen‘ Araber nie richtig verwunden hat. Man weiterhin auf seine eigenstaendige jahrtausendealte Kultur, Schrift und Sprache stolz.
Nach der „Islamischen Revolution“ im Iran forderte Ayatolla Khomeni deren Export und forderte den Sturz der „korrupten“ Herscherhaeuser der Region, insbesondere der pro-amerikanische Regierung in Saudi-Arabien. Der Iran unterstuetzt seitdem subversive Akivitaeten von schiitischen Milizen wie der Hisbolla. Ein Atomprogramm soll weiterhin die Vormachtstellung sichern.

Saudi-Arabien (25 mio Einwohner, $ 600 bn BSP, $ 25,000/Kopf, absolute Monarchie, Wahabismus = fundamentale Auspraegung des sunnitischen Islam, Araber)
Da sich die Heiligen Staetten Mekka und Medina in Saudi-Arabien befinden, erhebt das Land einen Fuehrungsanspruch im Islam. Aufgrund der Symbiose zwischen Saudis und Wahabiten unterstuezt das Land massiv den Aufbau von Moscheen im Ausland und die Ausbildung von Geistlichen (z.B. Leute wie Pierre Vogel). Durch wikileaks wurde verdeutlicht, wie die mehreren tausend Mitglieder des Saud-Klans den Oelreichtum des Landes zu grossen Teilen in ihre eigene Tasche stecken.


Qatar (0.5 mio Einwohner, $ 180 bn BSP, $ 300,000/Kopf, absolute Monarchie, Wahabismus, Araber)
Durch Erdoelvorkommen und geringe Bevoelkerung eins der wohlhabendsten Laender der Erde, das seinem massiven Reichtum zum Erlangen von internationalem Einfluss einsetzt. Sportveranstaltungen wie die Handball WM oder Fussball-WM, oder der Fernehsender Al Jazeera unterstuetzten dieses Ziel. Qatar finanziert auch islamische Extremisten in anderen Laendern.

Von Israel mal abgesehen, lassen sich so gut wie alle Konflikte in der Region auf diese Spannungsfelder zurueckfuehren.

Beispiel Syrien : Der diktatorisch regierende Praesident im Ein-Parteien-Staat ist ein Alavit, der ueber eine sunnitische Mehrheit regiert. Da die Alaviten zu den Shiiten gehoeren, wird die Regierung vom Iran massiv unterstuetzt. Andererseits finanzieren Saudi-Arabien und Qatar die sunnitische Opposition und angeblich auch IS. Letztlich destabilisiert auch die Tuerkei das Nachbarland.

Beispiel Aegypten: Die Berichterstattung von Al-Jazeera (Qatar) soll einen wesentlichen Einfluss auf den „Arabischen Fruehling“ und die Machtergreifung der fundamentalistischen Moslem-Brueder in Aegypten gehabt haben
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 23 März 2015 - 20:27:14    Titel:

Danke. Sehr interessant.


P.S.

http://www.deutschlandfunk.de/irak-das-ursprungsland-der-westlichen-zivilisation.911.de.html?dram:article_id=314896
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 24 März 2015 - 08:59:02    Titel:

Uerigens sind im Jemen gerade wieder 150 Menschen bei Selbstmordattentaten getoetet worden.

Im Jemen unterstuetzt der Iran mit Geld und Waffen den Aufstand der schiitische Houthi Rebellen im Norden, waehrend Saudi-Arabien die Sunniten unterstuetzt.
Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 566

BeitragVerfasst am: 23 Jun 2015 - 17:50:33    Titel:

Es ist wohlfeil und letztlich billig, immer "dem Westen" die Schuld zu geben. Letztlich ist der Islam in sich instabil, die verschiedenen Glaubensrichtungen gönnen sich nicht das Schwarze unter dem Fingernagel. Der Westen sollte sich dezent zurückhalten und taktische Bündnisse eingehen und seine Interessen wahren. Das bedeutet vor allem: Stabilität in der Golfregion. Ob es uns gefällt oder nicht: die Ölmonarchien, so fundamentalistisch sie auch sein mögen, müssen unterstützt werden. "Freunde" werden wir eh niemals
Max Musterman
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Anmeldungsdatum: 09.02.2011
Beiträge: 145

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2015 - 02:56:56    Titel: Geschichtsklitterung

Zitat:
Es ist Mohammeds grosser Verdienst, diese Kleinkriege unter den Arabern beendet zu haben.


Rolling Eyes dummes Zeug. Die Wurzeln des späteren Konflikts zwischen Sunniten und Schiiten finden sich noch zu Lebzeiten Mohammeds.

und
Zitat:
Westliche Schuld am instabilen Islam ?


ist noch dümmeres Zeug eines dummen Buchverkäufers. Einen stabilen Islam gab es nie, Begründung siehe oben und im Lauf der Zeit gab es wie in jeder Religion / Ideologie weitere Abspaltungen, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, wers wissen will guckt in die WP
Edelgard
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Anmeldungsdatum: 17.09.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2015 - 11:13:13    Titel:

Snapdragon hat folgendes geschrieben:
Letztlich ist der Islam in sich instabil, die verschiedenen Glaubensrichtungen gönnen sich nicht das Schwarze unter dem Fingernagel. Der Westen sollte sich dezent zurückhalten und taktische Bündnisse eingehen und seine Interessen wahren. Das bedeutet vor allem: Stabilität in der Golfregion. Ob es uns gefällt oder nicht: die Ölmonarchien, so fundamentalistisch sie auch sein mögen, müssen unterstützt werden. "Freunde" werden wir eh niemals

Seit dem Mittelalter haben sich die Bürger der westlichen Länder Freiheiten und Menschenrechte errungen, die ihre heutigen Bevölkerungen als unverzichtbar empfinden. Hand in Hand damit erfolgte der Aufbau unserer hochtechnisierten Welt. Durch ihren Ölreichtum gelangten die arabischen Länder in kürzester Zeit auch in den Genuss dieser Technisierung. Dies geschah wohl zu schnell, als dass ich in dem bei uns gewohnten Ausmaß die Menschenrechte entwickeln können hätten. Diesbezüglich befindet sich der arabische Raum deshalb quasi noch im Mittelalter.
Die Geschichte lehrt, dass Araber nicht weniger als andere Völker dazu neigen, ihren Machtbereich nach Möglichkeit über jedwede Grenzen auszudehnen. In den Lebenzeiten der heute lebenden Menschen fehlten ihnen dazu wegen ihres lange währenden technologischen Rückstands lediglich die technischen Möglichkeiten. Durch ihren neuen Reichtum sind sie jedoch im Begriff, diesen Rückstand aufzuholen. Deshalb kommt für den Westen die Gefahr auf, unter arabische Herrschaft zu geraten. Vor allem die Vorstellung, dadurch die über Jahrhunderte erreichten Freiheiten und Menschenrechte wieder zu verlieren, dürfte vielen hier unerträglich sein.
So schlimm die blutigen Spaltungsszenarien des Islam auch sein mögen, so kann dem Westen in seinem eigenen Friedensinteresse doch nur daran gelegen sein, dass die Araber ihre martialischen Energien möglichst lange untereinader ausleben, und uns verschonen.

Diesem westlichen Interesse dient ein instabiler Islam in der Region.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2015 - 14:44:35    Titel:

Die (interne) Lage des Islams nur mit den letzten zehn oder auch 150 Jahren erklären zu wollen ist ungefähr genauso sinnvoll wie das jetzige Deutschland ausschließlich auf Bismarck und Hitler zu reduzieren.

Sicherlich gab es im Umgang mit dem Islam (von Seiten "Andersgläubiger") immer wieder Fehlverhalten, aber da muss man neben 9/11 schon weit früher anfangen und wenigstens die Kolonialisierung mitnehmen. Aber auch das greift schon zu kurz, rein zeitlich. Auch die Kreuzzüge sollte man schon bedenken, oder die Einnahme christlicher Städte durch islamische Truppen in den Jahrhunderten davor.

Von diesen "externen" Einflüssen mal abgesehen (vielleicht sollte man bedenken, dass sicherlich nicht nur immer "die anderen" Schuld sind), sollte man die internen Aspekte des Islams, der Umma, verheimlichen. Bereits in den frühen Jahren des Islams, ich meine beim 4. bzw. 5. Kalifen, ging bereits ein tiefer Riss durch die Glaubensgemeinschaft, was letztlich zur Differenz zwischen Sunniten und Shiiten führte, die bis heute noch eine wesentliche Uneinigkeit ausmacht. Der große Vorteil des Islams, womit auch seine extrem schnelle Ausbreitung im Vergleich zum bspw. Christentum einherging, war die starke Verschränkung von weltlicher und religiöser Macht, bei einer gewissen Dezentralität. So etwas führte letztlich die Umma in verschiedene Richtungen und zur Abkapselung einzelner Bereiche (wie bspw. auch in unterschiedliche Rechtsschulen usw.). Das macht die Sache bis heute nicht einfacher.

Von aussen betrachtet nehmen wir "Andersgläubige" den Islam ja gerne als homogene Glaubensgemeinschaft war. Im besten Fall sehen wir Shiiten und Sunniten als Katholisch bzw. Evangelisch in unserem Denken. Das ist aber weit gefehlt. Denn während RK und EL sich aus unterschiedlichen Glaubensansätzen entwickelten, so steht hinter der Trennung der beiden hauptsächlichen islamischen Strömungen nichts weiter als eine Familienfehde um die Nachfolge Mohammeds, es ging hier schlicht um Macht und Einfluss, weswegen die Nachwirkungen bis heute völlig anders sind als die teilweise ja schon blutigen in der Christenheit.
tokyob
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Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 3096
Wohnort: Tokyo, Japan

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2015 - 04:03:24    Titel: Re: Geschichtsklitterung

Max Musterman hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Es ist Mohammeds grosser Verdienst, diese Kleinkriege unter den Arabern beendet zu haben.


Rolling Eyes dummes Zeug. Die Wurzeln des späteren Konflikts zwischen Sunniten und Schiiten finden sich noch zu Lebzeiten Mohammeds.


Wenn Du so argumentierst, musst Du noch weiter zurueckgehen und die Sache richtig erklaeren :
Mohammed war in Mekka spaetens seit seiner 'Erleuchtung' ein Aussenseiter, der von dem dortigen Establishment im wahrsten Sinne des Wortes 'mundtot' gemacht werden sollte. Erst in Medina schaffe er es, genug Anhaenger zu versammeln und zuerst Mekka und dann den Rest der Halbinsel zu erobern (oder 'zu einen' oder 'zu befrieden'). Nach seinem Tod wurde seine Familie dann vom Establishment in Mekka, dem maechtigen Umayyaden-Klan der Quraisch ausgebootet und sogar getoetet. Interessanterweise gehoerte Mohammed auch zu einer (allerdings unbedeutenden) Nebenlinie der Quarisch...

Nochmal : Nachdem Mohammed die Araber unter dem Islam vereinigt hatte, herrschte erstmal untereinander Friede. Von diesem Idealzustand der ‚Umma‘, der harmonischen Gemeinschaft aller Muslime, traeumen die Menschen bis heute und machen den Westen, die korrupten Regime, die religioesen Abweicher, oder wen auch immer verantwortlich.

Waehrend aber der islam+Koran fuer die 'hinterwaelderischen Araber des Mittelalters' einen deutlichlicher Fortschritt bedeutete (z.B. dass die Frauen immerhin die Haelfte erben konnten, statt gar nichts, oder die Zahlung der Zakat-Almosensteuer fuer die Unterstuetzung der Armen), natuerlich die Situation in der heutigen Zeit genau umgekehrt...
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