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Virtuelle Bilder
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Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2015 - 15:06:41    Titel: Virtuelle Bilder

Hi,

mal ein eher ziemlich grundlegender Sachverhalt:

Warum kann man virtuelle Bilder sehen aber nicht abbilden ?
Und worin besteht der Unterschied zwischen abbilden und fotografieren, denn Spiegelbilder kann man ja fotografieren. Wie würde der Versuch aussehen ein Spiegelbild abbilden zu wollen ?
jh8979
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2207

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2015 - 21:31:01    Titel:

Virtuelles Bild heisst, dass Du keinen Schirm an die Stelle des Bildes stellen kannst auf dem das Bild dann erscheint. z.B. kannst Du einen Schirm einen Meter hinter den Spiegel stellen, aber darauf wird kein Bild von Dir erscheinen, auch wenn Du dich im Spiegel an genau der Position siehst. Reelle Bilder erscheinen hingegen auf einem Schirm (z.B. Kinoleinwand).

Du kannst virtuelle Bilder aber natürlich trotzdem sehen/fotografieren, weil sie ein reelles Bild auf Deiner Netzhaut/der CCD Deiner Kamera liefern.
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2015 - 18:32:04    Titel:

Mal wieder vielen Dank!
Gerade von dir hätte ich aber mehr "Aussage" erwartet Cool Very Happy

Hängt es damit zusammen, dass bei einem virtuellen Bild die Lichtstrahlen nicht ineinanderlaufen ?
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 8296
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BeitragVerfasst am: 10 Mai 2015 - 21:09:26    Titel:

Ja; bei einem virtuellen Bild laufen die Lichtstraheln auseinander (sie divergieren). Das tun sie auch, wenn sie von einem realen Objekt ausgehen.
Daher scheint es dem Auge so, als wäre ein Objekt am scheinbaren (virtuellen) Ausgangspunkt der Strahlen.

Tatsächlich ist das Objekt, von dem die Lichtstrahlen herrühren, aber ganz woanders und das Strahlenbündel, welches vom Objekt kommt, ist durch Spiegelung oder Brechung so "umgebogen", dass ein scheinbarer Ausgangspunkt entsteht.

Schau dir dazu die Bildentstehung am Spiegel und bei der Lupe an. Da wird in beiden Fällen das divergente Lüchtbündel vom Gegenstand durch Reflektion (Spiegel) oder Brechung (Lupe) in eine anderes divergentes Bündel umgewandelt.

Gruß
mike
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2015 - 23:19:28    Titel:

Genau aber ich meinte, warum sich das eine abbilden lässt und das andere nicht. Um ein Bild zu erhalten benötigt man ja mind. zwei Lichtstrahlen, die sich schneiden (?!). Bei einem virtuellen Bild ist das (quasi) nur beim Gegenstand und im Auge so, oder ?

Wobei sich dann eh die Frage stellt, inwiefern diese Anschauungen überhaupt nützlich oder sinnvoll sind, da dieses Lichtmodell nicht unbedingt viel erklärt.
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 8296
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2015 - 07:48:23    Titel:

Es lässt sich beides abbilden. Sowohl ein Spiegel- als auch ein Lupenbild kannst du ja fotogafieren. Da wird das virtuelle Bild auf die Filmebene bzw. den Chip abgebildet, genauso wie es auf die Netzhaut abgebildet wird, wenn du es anschaust.

Der wesentliche Unterschied ist, wie jh8979 schrieb: Du kannst es nicht auf einem Schirm auffangen. Und das spielt durchaus eine Rolle: So besitzt z. B. ein Messokular im Mikroskop eine Messskala. Das Okular besteht aus mehreren Linsen. Und zwischen denen entsteht ein reelles Zwischenbild. Genau dort ist die Skala angebracht. Daher siehst du die Skala gemeinsam mit dem Objekt. Andere Okularbauarten, bei denen ein virtuelles Zwischenbild erzeugt wird, erlauben es nicht, sie als Messokular zu verwenden.

Oder: Im gallileischen Fernrohr kannst du aus dem gleichen Grund (kein reelles Zwischenbild) kein Fadenkreuz anbringen. Im keplerschen schon. Daher ist als Zielfernrohr nur ein keplersches Fernrohr geeignet. Und das braucht dann noch einen Umkehrsatz, weil das Bild sonst kopfsteht. Zum Beispiel Porroprismen (im Feldstecher).

Gruß
mike
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2015 - 10:01:13    Titel:

Ok, meinte ich ja so, sorry. Aber die wesentliche Frage ist ja, warum lässt sich das eine auf einem Schirm abbilden und das andere nicht ?

Oder überlese/übersehe ich das die ganze Zeit ?
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 8296
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2015 - 11:44:01    Titel:

Zitat:
Oder überlese/übersehe ich das die ganze Zeit ?

Ja, bitte lies nochmal deine Frage von gestern 19:32 und merine Antwort dazu.

Gruß
mike
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2015 - 12:43:52    Titel:

M_Hammer_Kruse hat folgendes geschrieben:
Ja; bei einem virtuellen Bild laufen die Lichtstraheln auseinander (sie divergieren). Das tun sie auch, wenn sie von einem realen Objekt ausgehen.
Daher scheint es dem Auge so, als wäre ein Objekt am scheinbaren (virtuellen) Ausgangspunkt der Strahlen.

Das ist soweit klar aber erklärt das, warum sich das eine (auf einem Schirm) abbilden lässt und das andere nicht ? Eigentlich ist das doch ("nur") die Erklärung, warum wir es sehen ?!
Cheater!
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Anmeldungsdatum: 28.10.2007
Beiträge: 5224
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2015 - 15:13:28    Titel:

Ich habe selber nie richtig den Unterschied verstanden, aber nach den Erklärungen von M_Hammer_Kruse und jh8979 sowie den wiki-Einträgen

http://de.wikipedia.org/wiki/Fernrohr#Aufbau_und_Funktionsweise
http://de.wikipedia.org/wiki/Reelles_Bild
http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Bild

ist es nun klar Smile

Bei einem reellen Bild treffen sich dort Lichtstrahlen. Also kann man dort auch einen Schirm aufstellen.
Bei einem virtuellen Bild gehen Lichtstrahlen (scheinbar) von dort aus. Also bringt ein Schirm dort garnix.
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