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Liberalismus vs. Marxismus
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koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 11:08:48    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:
Man müsste den Kindern in Familie und Schule vermitteln das Wir besser ist wie Ich.


Und dann würde sich das Ich tatsächlich wohler fühlen?? Warum?

Ich bin so aufgewachsen, Du in den Niederlanden nicht. Ich empfand das als Unterdrückung, wie viele so Aufgewachsene es im Herbst 1989 auch sahen und sich aus dieser Unterdrückung befreiten...
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24251

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 13:06:04    Titel:

Ohne jetzt ein Pladoyer für die Planwirtschaft halten zu wollen, aber...

Also die Behauptung, dass "der freie Markt" keine Überproduktionen liefern würde, ist doch schon recht "interessant". Und dann auch noch den europäischen Milchmarkt nach Abschaffung der staatlichen Kontrolle der Produktionszahlen (aka Planwirtschaft, die hier abgeschafft wurde, sodass nun der Markt die Preisbildung durchführen soll) als Beispiel anzuführen... o.O

Der Schweinezyklus ist ja der Fachbegriff, dass genau im freien Markt es periodisch immer wieder zu Mangel und Überproduktion kommt...


Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 14:34:55    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Ohne jetzt ein Pladoyer für die Planwirtschaft halten zu wollen, aber...

Also die Behauptung, dass "der freie Markt" keine Überproduktionen liefern würde, ist doch schon recht "interessant". Und dann auch noch den europäischen Milchmarkt nach Abschaffung der staatlichen Kontrolle der Produktionszahlen (aka Planwirtschaft, die hier abgeschafft wurde, sodass nun der Markt die Preisbildung durchführen soll) als Beispiel anzuführen... o.O

Der Schweinezyklus ist ja der Fachbegriff, dass genau im freien Markt es periodisch immer wieder zu Mangel und Überproduktion kommt...


Cyrix


Trotzdem bleibt in diesem Beispiel der staatliche Eingriff die Ursache für die Milch- und Butterberge. Im Übrigen wurde die Planwirtschaft in diesem Bereich nicht abgeschafft sondern durch ein gestaffeltes Fördermodell ersetzt. Und das Wirtschaft in Zyklen läuft ist nun wirklich kein Geheimnis. Die Reaktionszeit in der Planwirtschaft liegt beim Beispiel DDR innerhalb der 5 Jahrpläne, das Politbüro hätte heute also gerade mal beschlossen I-Phone 3 bis zum Jahr 2020 auslaufen zu lassen. Oder um mal beim Beispiel Milchbauer zu bleiben, der könnte seine Eimer füllen und hätte dann ohne Abnehmer ein existenzielles Problem. Im Ur-Kapitalismus gäbe es also keine Milchberge, sondern eine kurze Zeit lang besonders billigen Joghurt und Steaks bis sich der Anbietermarkt bereinigt hätte. Diese Selbstregulierung fehlt völlig, um das Versprechen des Kommunismus in Form stabiler Versorgung und dauerhafter Beschäftigung erfüllen zu können muß die Wirtschaft, wie von Tom ja auch schon beschrieben, mein schwankendes Einkaufsverhalten (Beispiel meine historische Waschmaschine) mit Milch- und Butterbergen arbeiten oder wenn die Ressourcen geschont werden sollen, mit dem Mangel arbeiten.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24251

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 15:31:46    Titel:

Also was die Milch angeht, half die Milchquote, die jedem Bauern eine bestimmte Produktionsmenge zugewiesen hat, klar den Preis auf der Höhe zu halten, wie er sowohl für die Bauern wie den Verbraucher offenbar angemessen erschien. Nach Auslaufen der Milchquote schossen die Produktionszahlen deutlich nach oben, es gibt ein massives Überangebot und die Preise gehen in den Keller. Nun schreien die Milchbauern wieder nach Unterstützung, da sie nicht mehr kostendeckend produzieren können -- wenn sie nicht gerade ein Großbetrieb sind. (Und die EU-Kommission kauft Milchpulver, um den Preis künstlich zu stützen.)

Der Übergang vom Plan (zugewiesene Quoten) zum freien Markt (jeder produziert, so viel er will) hat also gerade zur derzeitigen Situation geführt...


Im übrigen will ich bei weitem nicht das Wirtschaftssystem der DDR verteidigen. Allerdings ist auch eine freie Marktwirtschaft kein Hort der Glückseeligkeit, wo alles perfekt funktioniert.

Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 16:09:25    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Der Übergang vom Plan (zugewiesene Quoten) zum freien Markt (jeder produziert, so viel er will) hat also gerade zur derzeitigen Situation geführt...


Cyrix


natürlich, wenn ich als Staat mehrere Jahrzehntelang die Bereinigung auf der Anbieterseite verhindere, indem ich Preise und Produktionsmengen vom Markt abkoppele, entsteht genau so etwas. Aber nicht der Markt war die Ursache, sondern der staatliche Eingriff. Ohne diese Eingriffe hätte sich die Anbieterseite der Nachfrageseite angepasst. Sicherlich kann man das mindestens so gut mit sozialer Fürsorge begründen wie die Explosion der Sozialausgaben "Jeder sollte von irgendwas immer irgendeine Menge haben sollen" aber man sieht ja wo das hinführt. Bisher konnten diese staatsgelenkten Wirtschaftssysteme Ihre Versprechen nie halten. und der Staat wird auch seine sozialen versprechen nicht mehr halten können, nicht mal mehr durch Steuerzuschüsse, bei der nächsten Konjunkturdelle, wird man all die schön Wahlgeschenke der Sozialpolitiker wieder einkassieren müssen. So wie sein Versprechen allen Milchbauern auf Ewigkeit das Geschäftsmodell, die Arbeit und das Einkommen erhalten zu können.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24251

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 16:16:07    Titel:

Aha. Bei einem Wechsel von einem funktionierenden System in eines mit Verwerfungen ist also das erstgenannte daran Schuld.

Drehst du eigentlich immer alles so, bis es dir in den Kram passt, völlig unabhängig von den Inhalten?...

Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 16:28:11    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Aha. Bei einem Wechsel von einem funktionierenden System in eines mit Verwerfungen ist also das erstgenannte daran Schuld.

Drehst du eigentlich immer alles so, bis es dir in den Kram passt, völlig unabhängig von den Inhalten?...

Cyrix


äh was?

Bitte bleib mal beim chronologischen Ablauf, mit der Industrialisierung in der Landwirtschaft stieg die Produktionsmenge an. Weil man sich als Staat oder EU aber um die Bauern "kümmerte", versprach man ihnen, das Geschäftsmodell auf ewig zu erhalten, daraus entstanden in den späten 70er und frühen 80er Jahre die Butterberge und Milchseen, von denen wir reden. In den 90gern stieß auch dieses Modell an seine Grenzen, es war nicht mehr finanzierbar, die weltweiten Verwerfungen führten zu beschleunigtem Höfesterben andernorts, weil die EU mit ihren Milch- und Butterseen den Weltmarkt ruinierte und in den 90gern kam dann das Umdenken. Und heute möchten staatliche Bauernschützer dieses Modell gern wieder einführen, weil man wieder mal die Bereinigung der Anbieterseite verhindern möchte.

http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaft-ab-in-den-milchsee_id_3462497.html
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 10 März 2017 - 18:18:06    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Aha. Bei einem Wechsel von einem funktionierenden System in eines mit Verwerfungen ist also das erstgenannte daran Schuld.

Drehst du eigentlich immer alles so, bis es dir in den Kram passt, völlig unabhängig von den Inhalten?...

Cyrix


Das ist bei ihm die übliche Vorgehensweise...ob du dir das weiter antun willst sei dir überlassen.
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