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Liberalismus vs. Marxismus
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derTom
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Anmeldungsdatum: 02.11.2014
Beiträge: 1033

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2015 - 18:14:42    Titel:

Mal eine Auswahl deiner erlesenen Argumente:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Denkfehler von Marx

Marx hatte eine Idee, eine Theorie, das mag für dich falsch sein, aber das es sich um einen Denkfehler handelt ist noch lange nicht belegt, oder widerlegt. Daher ist es bestenfalls eine Gegenthese, welche du zu vertreten behauptest.
Und ob es eine Gegenthese von dir ist, kann man nicht sagen, du sagst ja nichts darüber ausser das alles viel besser ist als in der DDR, Künststück.
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Ob Du das auch mal verstehst? Wohl eher nicht, denn Du betrachtest diese Welt aus einem wohlhabenden meinungsfreien Kapitalismus heraus. Für Dich ist es selbstverständlich, dass Du mit Deinem Geld jedes Jahr in den Staaten Urlaub machst, während Du Dich hier verwundert fragst warum keiner seit dem Irakkrieg Sanktionen gegen die USA fordert. Warum also mit jemandem teilen und dann nur ins FDGB- oder KDF-Heim nach Warnemünde zu dürfen?? Dafür macht sich doch ein echter Prolet nicht weiter den Rücken krumm. Das funktioniert nur in den Kamingesprächen im Country-Club bei einem Single Malt aus dem schottischen Hochland und einem guten Stück Koberind auf dem Teller!

Du vergleichst eine kapitalistische Demokratie mit einer Parteiendiktatur um was zu belegen? Welcher sachliche Fakt verbirgt sich hinter deinem Single Malt/Kobe Rind „Argument“ Für mich ist da nur Neid zu erkennen, obwohl du doch der Ansicht bist wer es sich leisten kann hat es verdient. Also absolut widersprüchlich.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Du hattest Rosa Luxemburg zitiert, die von eben diesem demokratischen Sozialismus oder der sozialistischen Demokratie sprach. Im Gegensatz zu Dir kenne ich diesen schon

Woher? Auf welchem Planeten warst du das du echten Marxismus erlebt hättest? Historisch belegt gab es ein solches System auf diesem Planeten noch nicht.
Nach wie vor tut es mir leid dass du in einer Diktatur aufgewachsen bist. Ein Argument für oder gegen Marxismus ist das aber dennoch nicht.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Mehr Trabbis für alle?

Sinnloses Gebrabbel, wobei, Trabbis sind mittlerweile recht teure Sammlerstücke…

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Der Sozialismus hingegen sammelt diese Unabhängigkeit wieder ein, jeder muss in einem staatlichen Betrieb für den Wohlstand anderer schufften und das Politbüro entscheidet was mit dem Wohlstand passiert. Der Proletarier verkommt zum abhängigen Sklaven, der der absolutistischen Herrschaftsriege nach dem Mund reden muß, weil sonst seine Existenz nichts mehr wert ist.

Er muss gar nicht, er macht es aus freiem Willen, so wie der Feuerwehrmann/frau ins brennende Haus rennt, der ehrenamtliche Helfer ins versuchte Sierra Leone usw. Nur der Maßstab ist ein anderer.
Du zu dem Zeitpunkt wo ein Politbüro die Kontrolle übernimmt haben wir den Marxismus verlassen und die Parteiendiktatur erreicht.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Als ob die autoritäre Herrschaft einer Partei nicht Grundvoraussetzung wäre, um ein widernatürliches System gegen den Mehrheitswillen der Menschen durchzusetzen.

Das sich für das Gemeinwohl einzusetzen widernatürlich ist abermals nur eine These, aber kein Argument. Gegen den Mehrheitswillen hingegen wird im Marxismus gar nichts gemacht.
Belegt also nur das du keine Ahnung hast worum es geht.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

der Solidaritätsgedanke hört beim Menschen auf, wenn er sich außerhalb seiner Primär- und Sekundärgruppe wiederfindet.

Dass diese These nicht allgemeingültig ist hatte ich eindeutig belegt

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Deine Annahme, der Mensch würde schon irgendwie "vernünftig" sein oder werden oder könne dazu gezwungen werden, ist eine falsche

Deine Annahme der Mensch sei von Natur aus ein asozialer Egomane ist nicht belegbar.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Der Nationalesozialismus funktionierte so lange gut, sogar auf nationaler Ebene, solange jeder deutsche für sich selbst spürte, davon zu profitieren. Nur einige wenige kranke Köpfe waren nach 1945 noch überzeugt davon, dass dieser Sozialismus allen Deutschen mehr einbrachte als die zuvor überwundene Demokratie.

Dafür bitte ein neues Thema: Liberalismus vs. Faschismus. Nationalsozialismus hat nur eine namentliche Ähnlichkeit, wer was anderes behauptet ist definitiv vom anderen Stern.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Was für ein Blödsinn auch anzunehmen, wenn wir es bei 17 mio DDR Bürgern nicht geschafft haben, dann liegt es daran, dass der Rest der Welt ja nicht gleichzeitig DDR wurde...

Was für ein Blödsinn anzunehmen dass 16,9 Mio. DDR Bürger zu etwas gezwungen werden können was die übrigen 0,1 Mio. DDR Funktionäre gar nicht wollen. Der Vergleich ist auf so vielen Ebenen einfach nur falsch. Aber mein Bedauern zu deinem Ditaturtrauma habe ich zu genüge zum Ausdruck gebracht und ist eher was für das Psychologie-Forum.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Er [der Liberalismus] definiert kein absolutes Weltbild der undefinierbaren Vernunft in das die Menschen umdenken sollen um sich dann nur mit dem Eigentum der Anderen auseinanderzusetzen.

Der Begründer des Liberalismus macht das doch, sehr anschaulich sogar. Aber der interessiert dich ja nicht. Du bist bestimmt auch gläubiger Katholik und sagst Jesus juckt dich nicht. Ok das war unsachlich, aber der Vergleich passt. Wie kann ich ein Ideal vertreten dessen Ursprung ich nicht kenne?

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Der von Grund auf egoistische Mensch weicht bei absoluter Ergebnisgleichheit dann aus und reduziert seinen Eigenbeitrag

Bleibt immer noch die unbelegte These der Mensch sei von Natur aus ein Egoist. Das mag für den Menschen heute gelten, daraus leitet sich aber kein Anspruch auf Unveränderlichkeit ab.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

jeder Sozialismus ist bisher gescheitert und forderte sogar unzählige Menschenleben, weil er nur über Zwang und Gewalt zu erreichen oder zu halten war! Ob im Großen oder im Kleinen.

Jeder Realsozialismus ist gescheitert und das ist gut so. Diktaturen können scheitern so oft sie wollen, das hat keine Relevanz für andere Ideale.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Denn all die sozialistischen Führer wurden von den egoistischen Massen an die Macht revolutioniert oder gewählt, um der einen reichen Minderheit das Handwerk zu legen. Am Ende waren es die sozialistischen Führer, die sich stattdessen bereicherten. Da sie neben der wirtschaftlichen auch die politische Macht ausübten, wurde ihnen das Ausbeuten der anfangs dummen Massen (neidisches Revolutionieren oder Wählen) auch noch besonders leicht gemacht.

Das bereichern der Führungseliten belegt schon dass es kein Marxismus war, ich kann das noch 100mal runterbeten, es ist und bleibt so, daher nennt man es Realsozialismus, siehe oben. Aber schön dass du behauptest dass alle Menschen die sich von einer scheinsozialistischen Führerschaft haben täuschen lassen dumm waren. Bist du mit deiner Familie nicht auch unter solch einer Täuschung aufgewachsen?

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Leider überlebten viele andere Eure "selbstlosen" Sozialismusexperimente und die damit verbundene Umerziehung zur "Selbstlosigkeit" nicht.

Eure? Wer ist „Eure“? Ich werde zwar meinen echten Namen hier nicht zum Besten geben, aber es ist nicht Honecker, Stalin, Lenin, Mao oder Castro. Aber ich stimme zu, die Opfer der Realsozialistischen Diktaturen sind zu bedauern, die Taten die dazu führten zu verurteilen.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Und ich persönlich bin der Meinung, dass der ein gesunder Egoismus für die Entwicklung des Menschen verantwortlich war.

Und ich persönlich bin der Meinung, dass ungesunder Egoismus für die Entwicklung des Menschen verantwortlich war. Und jetzt kannst du mit der DDR, der Sowjetunion, Kambodscha, Nordkorea und Co kommen, denn das sind Beispiele für ungesunden Egoismus. Gesunder Egoismus hört da auf wo ich anderen Menschen bewusst schade um ein paar € mehr zu verdienen, simpelstes Stichwort: Lebensmittelvernichtung.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Das alle Sozialismusexperimente scheiterten ist ein unumstößlicher Fakt.

Was du Sozialismusexperiment nennst rennt die Wissenschaft Realsozialismus, hatten wir schon oft genug. Und ja das ist ein unumstößlicher Fakt.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Üblicherweise wurde niemand außer den sozialistischen Machthabern reicher, sondern alle nur ärmer.

Wie bereits gesagt, kein Marxismus, alle oder keiner wird reicher oder ärmer. Daraus folgt: bewusste Lüge.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Üblicherweise erfolgte die Überzeugung der restlichen 10-20 Prozent nicht durch Argumente, sondern durch Gewalt und Druck über die Abhängigkeit vom Staat als alleinigen Eigentümer der Wirtschaft.

Zitat:
gab noch keinen echten Marxismus, also auch kein üblicherweise hatten wir schon, aber was versuche ich dir Fakten beizubringen?!

Die restlichen 10-20% haben keine Wahl, genauso wie heute die Menschen keine Wahl haben. Wenn wir annehmen wir haben 10% in Deutschland die eine Diktatur wollen, dann sind sie auch gezwungen sich an das bestehende System zuhalten oder sie werden von der Staatsgewalt aufgehalten. Warum sollte das im Marxismus nicht gelten?
Was soll man sonst machen, die 4,9% FDP-Wähler bekommen ja auch keinen eigenen Staat. Auch im Marxismus steht es jedem Frei seine Meinung zu Äußern und andere zu überzeugen.


koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Hier wiederum definierst Du zentral, dass alle 18 Jahre ein neuer Trabi völlig ausreichend wäre.

Schlicht gelogen, das habe ich nirgendwo behauptet.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Das entspricht dem Naturell der Menschen, denn auch keine Kuh würde den lieben langen Tag auf den Grashalmen herumkauen, wenn das Verdauungssystem der Kuh nur für die ganze Herde arbeitet...Aber jede Kuh würde mit dem mühseligen Graskauen aufhören, wenn sie sowieso immer satt wäre, weil ja die anderen Kühe das Kauen übernehmen.

Menschen stammen von den Kühen ab? Ich dachte von den Affen? Aber beschwer dich ruhig über meine hinkenden Vergleiche…

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Interessant ist dabei ja zum Beispiel der Fall Nordkorea und Kambodscha

Die Musterbeispiele für Diktatur und Militär-Regime, zählt das zu Liberalismus? Weil mit Marxismus haben die nichts. Und ja es waren beides Gruppen die vorgeblich sozialistisch sind. Hat Korea nicht sogar Marxismus aus der Verfassung streichen lassen?

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Sozialismus ist nach Marx, nun mal eine Diktatur. […]Wir wären ja nicht mal so weit auseinander auch Marx war sehr staatskritisch. Er will im Kommunismus sogar ganz ohne ihn auskommen.

Was denn nun? Diktatur ohne Staat? Du widersprichst dir selbst in deinem Trauma getriebenen Linkshass. Oder hast du endlich bemerkt das der Diktatur-Begriff bei Marx ein anderer ist als der wie wir ihn verwenden?

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Und ja, wer jedes Detail einer Volkswirtschaft lenken möchte, sollte auch jedes Detail beschreiben können.

Das gilt nur wenn ich als Einzelperson dieses wollen würde, dieses habe ich aber nie angestrebt, geschweige denn angedeutet. Billiger Versuch davon abzulenken das du nicht eine Frage beantworten kannst.

Was die "Beleidgungsorgie" angeht, ich kann keine gegen dich gerichtete Beleidigung finden, ich interpertiere und vergleiche lediglich dein Verhalten und deine Argumente und teile dir meine Auswertung dazu mit.
Was beleidigt dich daran?

Und was die absolute Wahrheit angeht, solltest du dich da aus dem Fenster lehnen? "Realsozialismus ist Marxismus", "Irakkrieg war legal", Liberalismus hat kein Ziel"... ich glaube du verwechselst da was, denn das sind deine Wahrheiten, die nur von dir anerkannt werden, wissenschaftlich aber widerlegt sind.

Und jetzt kannst du wieder rumjammern, Fakten verdrehen und in DDR-Ostalgie schwelgen. Ich denke jeder ist in der Lage die Substanz deiner "Argumente" selbst zu bewerten.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 08 Jul 2015 - 07:38:38    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:
Mal eine Auswahl deiner erlesenen Argumente:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Denkfehler von Marx

Marx hatte eine Idee, eine Theorie, das mag für dich falsch sein, aber das es sich um einen Denkfehler handelt ist noch lange nicht belegt, oder widerlegt. Daher ist es bestenfalls eine Gegenthese, welche du zu vertreten behauptest.
Und ob es eine Gegenthese von dir ist, kann man nicht sagen, du sagst ja nichts darüber ausser das alles viel besser ist als in der DDR, Künststück.


Es ehrt Dich zwar, wenn Du Marx pauschal seine Utopien abnimmst aber am Ende war jeder Sozialismusversuch auf Marx Idee aufgebaut. Vergleichbar mit einem Bauplan, an dem sich nun schon hunderte, bis tausende Baufirmen versucht haben, der Turm den Marx gezeichnet hatte, stürzte aber jedes Mal ein. Worauf gründest Du denn als oberflächlicher (Details interessieren Dich nicht) Beobachter Dein Gottvertrauen in diese Baupläne? Du sagst lediglich, die Bauarbeiter müssen eben ganz doll vernünftig bauen und am besten ohne Bauleiter sozusagen intuitiv vor sich hinbauen, denn Marx Bauplan ist ein Naturgesetz und kann nicht schief gehen.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 08 Jul 2015 - 07:40:21    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:

Du vergleichst eine kapitalistische Demokratie mit einer Parteiendiktatur um was zu belegen?


Das der Marxismus seine treuesten Freunde unter den Menschen hat, die es sich im Kapitalismus und der Demokratie sehr gut gehen lassen...
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 08 Jul 2015 - 07:45:21    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:


koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Du hattest Rosa Luxemburg zitiert, die von eben diesem demokratischen Sozialismus oder der sozialistischen Demokratie sprach. Im Gegensatz zu Dir kenne ich diesen schon

Woher? Auf welchem Planeten warst du das du echten Marxismus erlebt hättest? Historisch belegt gab es ein solches System auf diesem Planeten noch nicht.


Nun egal ob vollendeter Marxismus oder nicht, Rosa Luxemburg sprach von einem demokratischen Sozialismus, der zu einer "Diktatur des Proletariats" führen soll. Ich bitte Dich lediglich den Weg zu beschreiben, den sie damit meinte. Marx sprach bei der Demokratie nur als Mittel zum Zweck der Machtübernahme über das Staatsgebilde, welches er nicht abschaffen möchte, sondern welches seiner Meinung nach später erübrigt!

dDarum noch mal meine Frage: Was unterscheidet die sozialistische Demokratie, von der, die wir kennen? Vorausgefüllte Wahlzettel? Kenne ich bereits aus einem real existierenden Sozialismus. Oder was meinte Rosa Luxemburg?
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 08 Jul 2015 - 08:04:49    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Der Sozialismus hingegen sammelt diese Unabhängigkeit wieder ein, jeder muss in einem staatlichen Betrieb für den Wohlstand anderer schufften und das Politbüro entscheidet was mit dem Wohlstand passiert. Der Proletarier verkommt zum abhängigen Sklaven, der der absolutistischen Herrschaftsriege nach dem Mund reden muß, weil sonst seine Existenz nichts mehr wert ist.

Er muss gar nicht, er macht es aus freiem Willen, so wie der Feuerwehrmann/frau ins brennende Haus rennt, der ehrenamtliche Helfer ins versuchte Sierra Leone usw. Nur der Maßstab ist ein anderer.
Du zu dem Zeitpunkt wo ein Politbüro die Kontrolle übernimmt haben wir den Marxismus verlassen und die Parteiendiktatur erreicht.


Marx nennt als Beispiel für die Funktionalität dahinter die "Pariser Kommune" Du hingegen sagst der Kommunismus funktioniert im Kleinen nicht, sondern nur im Großen. Denkfehler von Marx? Denn obwohl zur damaligen Zeit vieles verändert wurde, konnte sich das gem. Marx positive Beispiel nicht durchsetzen. Am Ende entstand die von Dir ja abgelehnte Räterepublik...
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 08 Jul 2015 - 08:38:09    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Als ob die autoritäre Herrschaft einer Partei nicht Grundvoraussetzung wäre, um ein widernatürliches System gegen den Mehrheitswillen der Menschen durchzusetzen.

Das sich für das Gemeinwohl einzusetzen widernatürlich ist abermals nur eine These, aber kein Argument. Gegen den Mehrheitswillen hingegen wird im Marxismus gar nichts gemacht.
Belegt also nur das du keine Ahnung hast worum es geht.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

der Solidaritätsgedanke hört beim Menschen auf, wenn er sich außerhalb seiner Primär- und Sekundärgruppe wiederfindet.

Dass diese These nicht allgemeingültig ist hatte ich eindeutig belegt

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

Deine Annahme, der Mensch würde schon irgendwie "vernünftig" sein oder werden oder könne dazu gezwungen werden, ist eine falsche

Deine Annahme der Mensch sei von Natur aus ein asozialer Egomane ist nicht belegbar.


Oh doch das ist sie schon, es gibt eine ganze Reihe von soziologischen Experimenten, die das beweisen. Darunter auch das von mir eingebrachte Experiment mit den Noten. Natürlich gibt es Gegenbeispiele, aber das am Ende jeder Sozialismus daran scheiterte ist immer noch mein Hauptargument. Wenn nicht mal die Führer der Sozialismusversuche zu sozialem Handeln fähig waren, wie kannst Du das von der breiten anonymen Masse annehmen, die nicht mal voll und ganz die marxistische Überzeugung der Führer teilt. Oder nimm aktuell das Beispiel Griechenland, ich bin der festen Überzeugung das jeder Grieche weiß, das mit seinem Nein, die Schwächsten der griechischen Gesellschaft noch mehr erleiden müssen.
Am Ende ist es so, dass der Mensch den Sozialismen solange folgte, wie er persönlich davon profitierte. Keine Minute länger. Innerhalb der anonymen Masse lies sein persönlicher Einsatz für das Große und Ganze schnell nach.

http://www.thomas-hobbes.de/deutsch/menschenbild.html
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 08 Jul 2015 - 08:48:44    Titel:

derTom hat folgendes geschrieben:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:

jeder Sozialismus ist bisher gescheitert und forderte sogar unzählige Menschenleben, weil er nur über Zwang und Gewalt zu erreichen oder zu halten war! Ob im Großen oder im Kleinen.

Jeder Realsozialismus ist gescheitert und das ist gut so. Diktaturen können scheitern so oft sie wollen, das hat keine Relevanz für andere Ideale.


Jede praktische Umsetzung des Marxismus scheiterte, woran aber nur die Umsetzenden nicht jedoch die Idee verantwortlich ist? Dir ist aber schon bewusst, dass diese Versuche alle dem selben Ideal nachstrebten und alle am Menschen selbst scheiterten. Und auch Marx spricht von einer Diktatur. Wenn ich den Nationalsozialismus nicht als solchen bezeichnen darf, solltest Du aber bitte auch beim Originalmarxismus bleiben. Der heißt Diktatur des Proletariats bei zentralistischer Planwirtschaft.

Kommen wir mal zurück auf die praktische Umsetzung, Du sagst kein Politbüro trifft die Entscheidungen sondern die Massen. Das ist eine sehr simplifizierte Darstellung. Ohne hier ins Detail zu gehen kommen wir nicht weiter. Nach Marx sind alle Produktionsmittel in der Hand der Massen. Wie entscheidet diese z.B. in welchen Zeiträumen Dir ein neues Handy zusteht? Nach welchen Kriterien? Per Volksabstimmung? Ein sehr hoher Aufwand. Oder liegt die Entscheidung nach vorher festgelegten Kriterien im VEB "angebissener Apfel"?
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 13 Jul 2015 - 15:32:19    Titel:

Wieder mal Studenten und wieder mal siegt der Egoismus, auch wenn sie sich damit selber schadeten...völlig "unnatürliches" Verhalten dieser künftigen kommunistischen Erdenbürger. Wahrscheinlich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/dozent-an-us-uni-gemeiner-psychotest-mit-studenten-a-1043034.html
bernadette
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Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2015 - 22:31:27    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Wieder mal Studenten und wieder mal siegt der Egoismus, auch wenn sie sich damit selber schadeten...völlig "unnatürliches" Verhalten dieser künftigen kommunistischen Erdenbürger. Wahrscheinlich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/dozent-an-us-uni-gemeiner-psychotest-mit-studenten-a-1043034.html


Zitat:
Aber meistens ist die Versuchung einfach zu groß, sich für sechs mögliche Punkte zu entscheiden. Auch diesmal haben rund 20 Prozent für sechs Punkte gestimmt und damit die Zusatzpunkte für alle zunichtegemacht.
Also wenn sich 80 % sozial verhalten, ist das ein eindeutiger Beweis dafür, dass der Mensch nicht anders kann, als egoistisch zu sein?

Stramme These .... oder halt nicht gelesen, gell, König?
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11564
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BeitragVerfasst am: 14 Jul 2015 - 07:53:19    Titel:

bernadette hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Wieder mal Studenten und wieder mal siegt der Egoismus, auch wenn sie sich damit selber schadeten...völlig "unnatürliches" Verhalten dieser künftigen kommunistischen Erdenbürger. Wahrscheinlich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/dozent-an-us-uni-gemeiner-psychotest-mit-studenten-a-1043034.html


Zitat:
Aber meistens ist die Versuchung einfach zu groß, sich für sechs mögliche Punkte zu entscheiden. Auch diesmal haben rund 20 Prozent für sechs Punkte gestimmt und damit die Zusatzpunkte für alle zunichtegemacht.
Also wenn sich 80 % sozial verhalten, ist das ein eindeutiger Beweis dafür, dass der Mensch nicht anders kann, als egoistisch zu sein?

Stramme These .... oder halt nicht gelesen, gell, König?


Wink) Sie taten das aber in dem Wissen, dass sie Allen schaden, trotzdem war ihnen der persönliche Nutzen wichtiger. Am Ende und nichts anderes schrieb ich, siegte der Egoismus....
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