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Flache Erde - Pythagoras
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Foren-Übersicht -> Mathe-Forum -> Flache Erde - Pythagoras
 
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Glimmerchen
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Anmeldungsdatum: 13.07.2015
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2015 - 22:37:31    Titel: Flache Erde - Pythagoras

Guten Abend zusammen,

ich weiß, ich weiß, es klingt sehr lächerlich; doch in einem christlichen Religionsforum gibt es seit etwa zwei Wochen tatsächlich eine Diskussion, in welcher ein paar Wenige behaupten die Erde wäre flach.
Faktisch gehen sie selbstverständlich auf einige Fakten nicht ein (Satelliten, die dich oben halten und uns umkreisen, am Horizont untergehende Schiffe durch die Erdkrümmung, ...), meine Argumentation basiert dabei auf dutzenden überprüfbaren Nachweisen.

Eine Behauptung dabei ist, dass Sonne und Mond nur etwa 5.000 Kilometer über der Erde sind. Experimentelle Messungen wie durch die Retro-Reflektoren auf dem Mond werden natürlich ebenfalls ignoriert.

Nichts desto trotz habe ich eine Schwierigkeit, eine dort immer wiederkehrende Behauptung fachlich richtig zu entkräften und bitte daher um eure Hilfe bzw. Aufklärung.

Die Argumentation der "Flat-Earht"ler:

"Wenn ich die Distanz von Alexandria nach Syene kenne und auch den aufgespannten Winkel von Alexandria zur Sonne hin, dann kann ich auch die Entfernung zur Sonne ausrechnen.

Wenn der Winkel genau 45 Grad beträgt, dann entspricht die Höhe zur Sonne der Entfernung von Alexandria nach Syene-. (vgl. Satz von Pythagoras)
"


"Tan (alpha') = h/d
h = Tan (alpha') x d

h.... senkrechter Abstand zur Sonne
"

Meine Argumentation dahingehend war:
Mit dieser Methode lässt sich die Position der Sonne - unabhängig der Höhe - nicht bestimmen. Die am Horizont untergehende Sonne hätte mit selber Methode nur noch eine Höhe von wenigen Kilometern.

Das klingt natürlich logisch, allerdings hätte ich das gerne etwas fachlicher/mathematischer begründet, weshalb sich diese Methode auf Himmelskörper nicht anwenden lässt.

Könnt ihr mir helfen?


Mit freundlichen Grüßen,
Glimmerchen
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 8161
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 14 Jul 2015 - 06:52:18    Titel:

So könnte man die Entfernung der Sonne sehr wohl bestimmen, auch wenn sie am Horizont steht. Es ist lediglich eine Frage der Messgenauigkeit.

Die Erdumfangsbestimmung mit jener Methode geht übrigens auf Eratosthenes zurück und nicht auf Pythagoras.

Mit den Messwerten: Abstand der beiden Orte 850 km und Winkelunterschied der Sonne 7,5° bekommt man einen recht brauchbaren Erdumfang - wenn man zugrunde legt, dass die Erde kugelförmig ist und die Sonne so weit weg, dass ihre Strahlen quasiparallel auf die Erde treffen.

Wenn man aber eine flache Erde und eine nahe Sonne annimmt, dann liefern die Werte eine Höhe der Sonne über der Erde von 850 km/tan 7,5°=6450 km.

Zur Entscheidung, ob die Erde flach oder rund ist, taugt das Verfahren nicht. Denn das steckt man schon in die Rechnung hinein.

Gruß
mike
forscher
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Anmeldungsdatum: 13.01.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2016 - 20:45:59    Titel: Ja - stimmt

Ja, es stimmt, das Experiment von Eratosthenes kann nicht als Beweis dafür fungieren, dass die Erde eine Kugel ist - denn die Beobachtungen von ihm können genauso auf einer flachen Erde getätigt werden.

Nachfolgend ein Bild, das dies noch besser illustriert:



Gruss forscher
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
Beiträge: 8161
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2016 - 22:15:21    Titel:

Ja klar ist die Erde rund. Wir leben im Inneren einer Hohlkugel.

Das habe ich neulich messerscharf bewiesen:

Ich habe bei einer Fahrstuhlfahrt meinen Bleistift senkrecht in eine Ecke des Fahrkorbes gestellt. Und was ist passiert? Er ist umgefallen. Nach innen, in Richtung der Kabinenmitte.

Und was soll ich Euch sagen? Ich habe das Experiment in den anderen Ecken wiederholt. Und immer fiel der Bleistift in Richtung zur Mitte um.

Wenn wir an der Oberfläche einer Kugel lebten, dann würden die vier senkrechten Kanten des Fahrkorbs doch nach oben strahlenförmig auseinanderlaufen. Und dann würde der Bleistift sich dort anlehnen können und sicher in der Ecke stehen wie in Abrahams Schoß.

Aber was tut er? Er fällt um. Das beweist: Wenn er in der Ecke steht, dann ist er nach innen geneigt. Weil nämlich die Kanten nach oben zusammenlaufen. Nämlich in Richtung zum Mittelpunkt unserer Hohlkugel, in der wir leben.

Gruß
mike
jh8979
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2180

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2016 - 22:42:43    Titel:

Ich vermisse ja eine Erklärung zu Winkelsummen und Seitenlängen von Dreiecken auf der Erde bei den 200 Beweisen Very Happy
aki261
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Anmeldungsdatum: 04.11.2017
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2017 - 16:51:43    Titel: Nein, stimmt nicht.

Die Sonnenstrahlen treffen immer parallel auf die Erde. Das ist Fakt. Alles andere ist nicht nachprüfbare Spekulation und nicht prognosefähig.. Setzen sie die Sonne doch einfach mal in 100 km Entfernung zur Erde und beobachten sie was passiert? Was für ein Bullshit. Die Beobachtungen beweisen sehr wohl das die Erde eine Kugel ist.

Zuletzt bearbeitet von aki261 am 04 Nov 2017 - 17:22:41, insgesamt 2-mal bearbeitet
aki261
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Anmeldungsdatum: 04.11.2017
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2017 - 16:57:04    Titel: Nein völlig falsch!

Wie leben zur Hälfte auf einem 5-eckigen Dreieck und zur Hälfte auf einer interstellaren Wolke.
aki261
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Anmeldungsdatum: 04.11.2017
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2017 - 17:01:36    Titel: Frage

Wenn die Erde flach sein soll dann ist sie ja vergleichbar mit einem Zylinder (Münze). Welchen Durchmesser und welche Höhe hat die Münze? Wie gelange ich zur Unterseite der Münze? Kann ich auf der schmalen Seite der münze entlang laufen?
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3123

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2017 - 17:41:56    Titel:

Ich habe schon mal etwas von dieser Diskussion gehört.
Hast Du einen Link zu diesem Forum? Ich würde allzu gerne selbst ein Bild davon machen.
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