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Akademikerarbeitslosigkeit/Fachkräftemangel
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Akademikerarbeitslosigkeit/Fachkräftemangel
 
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koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11564
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BeitragVerfasst am: 13 Okt 2016 - 15:54:38    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Das es bedingungslos sein muß, sagst Du erst jetzt.


Neeee, Du blödes Naziarschloch. Daher noch einmal:

DU sagtest:

Wir haben doch bereits heute ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Daraufhin sagte ICH:

Echt? Wir haben schon ein bedingungsloses Grundeinkommen...wäre neu für mich.

Daraus schließt DU:

Jo icke eben hat also gesagt, dass er ein bedinungsloses Grundeinkommen einführen möchte.
Also Ludwig, Du kleine Ratte, zur Frage, möchte ich ein "bedinungsloses Grundeinkommen" oder " Grundeinkommen" hatte ich mich also überhaupt nicht geäußert. Und nein, nicht Mausgerutscht...ich habe mich darauf einfach nicht festgelegt.

Zitat:

Ein Grundeinkommen existiert bereits jetzt, es ist aber nicht bedingungslos.


Nein, Du krankes Schwein. Ein Grundeinkommen gibt es nicht. Was Du meinst ist Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Rente.

Zitat:
Inklusive Deiner Haltung zur "Zuwanderung in unsere Sozialsysteme" würde ein bedingungsloses GE diesen Zuwanderungsdruck ja noch erhöhen


Der Druck, ja. Für die Einreise in die EU gelten Regeln. Das heisst, wenn Wirtschaftsmigranten in die EU wollen, also keine Flüchtlinge, müssen wir die Einreise entsprechend verweigern.

Zitat:
sollte Deine Meinung richtig sein, dass Flüchtlinge in erster Linie keine Sicherheit sondern einen großzügigen Sozialstaat suchen.


Ersetze "Flüchtlinge" durch "Wirtschaftsmigranten", dann haben wirs.

Zitat:
Was auch jetzt schon helfen würde zu Verhindern das Menschen durch Maschinen ersetzt werden.


Also wieder die Menschen zurück ins Mittelalter schießen, wo jeder wieder am Band steht und Waren in der Manufaktur produziert werden. Soll das Deine Lösung sein?

Zitat:
Wie wird Euer Grundeinkommen finanziert, wenn die Diskussionsgrundlage ein Verlust von 2/3 der vorhandenen Arbeitsplätze bildet?


Na wenn 2/3 Deiner gelben FDP Hirnmasse nur aus Dünnschiss bestehen, wird Dich Christian Lindner nie mehr im Intimbereich streicheln und Du wirst Deine Vermittlertätigkeiten im individuellen Koitalmanagement wohl vergessen können blubb, Pupsekacke.


mal insgesamt zu Diskussionsstil und dem verdrehen von Zitaten, wobei es bei Joicke tatsächliche Lese-Verständnis-Schwäche ist

Horst hat folgendes geschrieben:
Nun ja, es gibt schon einige, die diese Entwicklung zu 4.0 kritisch betrachten, doch darüber sich in einem Forum mit Foren-Trolls unterhalten zu wollen, die nichts weiter können als Meinungen anderer zu verdrehen oder sinnlos zu zitieren, ist praktisch nur verplemperte Zeit. Wer etwas mehr Hirn besitzt, nachfolgend noch ein Video, in dem der Autor aus einem anderen Blickwinkel ebenfalls davon ausgeht, dass die Entwicklung zu 4.0 so nicht funktionieren kann.

https://www.youtube.com/watch?v=qax614YYB-Q
Horst
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Anmeldungsdatum: 09.09.2004
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BeitragVerfasst am: 15 Okt 2016 - 12:04:38    Titel:

Warum mein letzter Post bisher nur angezeigt wird, wenn man unten 1 Tag einstellt, weiß ich nicht.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Wie? Industrie?? Was möchtest Du denn mit einem Handy, dass 10 Jahre halten würde?? Snake 2 und Teletennis spielen? Warum sollte Dein Marken Shirt 5 Jahre halten, wenn es nächsten Sommer schon nicht mehr en vouque wäre? Der Heizkessel in Deinem Haus bringt Dir nichts, wenn er wie früher 40 bis 50 Jahre halten würde, wenn die CO2 und Verbrauchswerte jedes Jahr besser werden sollen, Dein Auto von vor 10 Jahren bietet nur noch halb so viel Sicherheit, Effizienz und dafür doppelt so hohen Verbrauch...das sind alles Dinge, die wir so wollen und die darum von der Industrie geliefert werden!

Habe erst heute danach gesucht, was sich so finden lässt:

Wege aus der Wegwerfgesellschaft
Zitat:
Herausgekommen ist eine 308-seitige Studie, die zeigt, wie sich die Lebensdauer von Produkten vergrößern und die Wegwerfmentalität von Konsumenten verändern ließe.
...
Maria Krautzberger, die Chefin des Umweltbundesamts, fordert mehr Transparenz. "Konzerne sollten, soweit möglich, die voraussichtliche Lebensdauer eines Geräts angeben", sagt sie. "Und zwar am besten in Nutzungsstunden, nicht in Jahren."
Noch wichtiger ist der Behördenchefin, dass Anreize geschaffen werden, Produkte länger zu nutzen. Denn der immer schnellere Austausch von Elektrogeräten hat verheerende Folgen für die Umwelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/geplante-obsoleszenz-gibt-es-nicht-verschleiss-wird-aber-kalkuliert-a-1076735.html


Und das dürften wohl die Ergebnisse der Studie von Umweltbundesamt dazu sein, habe die nur kurz überflogen:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_11_2016_einfluss_der_nutzungsdauer_von_produkten_obsoleszenz.pdf
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11564
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2016 - 12:17:09    Titel:

Horst hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Alternativ und selbst das reicht schon, falls es erst mal nur ein teutonisches bedingungsloses Grundeinkommen sein soll, mit welcher Höhe könnte man denn verhindern, dass man in Torgelow reich wird und gleichzeitig in München nicht mal ein Tiefgaragenplatz mieten könnte und in welchem Zeitraum wäre es umsetzbar?

Das war wohl die Schweizer Idee:
Zitat:
Der Vorschlag ist, den Teil des Einkommens, den man unbedingt zum Leben braucht, allen bedingungslos zu gewähren.

http://www.grundeinkommen.ch/

Und wenn eine Großstadtzulage unbedingt zum Leben dazugehört, dann gehört sie halt dazu, darin würde ich kein Problem sehen. Was da als Armutsgrenze in jedem einzelnen Land berechnet ist, ist nun einmal unterschiedlich und regionale Unterschiede innerhalb der Länder gibt es zusätzlich überall. Somit könnte die Höhe eines Grundeinkommens z.B. bei 80 % bis 90 % des Betrages angesetzt werden. Also angenommen die Armutsgrenze liegt in Deutschland im Durchschnitt bei 980 Euro (Stand 2012), könnte ein durchschnittliches Grundeinkommen zwischen 800 und 900 Euro betragen, plus einer Großstadtzulage sowie Wohn- und Kindergeld. Über die eigentliche Höhe usw. könnte ja immer wieder gestritten werden, ist ja jetzt bei Rentenerhöhungen usw. nicht anders.


Ich habe das Grundeinkommen bisher so verstanden, dass es alle anderen Sozialleistungen ersetzt. Es müßte so hoch sein, dass keine ergänzenden Leistungen, wie Wohn- oder Kindergeld notwendig würden. Kindern müßte es demzufolge auch zur Verfügung stehen. Auf diesem Gedanken beruhen auch die Finanzierungsvorschläge. Der Teil der Beamten, die derzeit mit der Berechnung und Auszahlung von über 180 verschiedenen Sozialleistungen beschäftigt sind, könne damit deutlich reduziert werden.

Unterschiedliche Lebenshaltungskosten zu ermitteln, daraus unterschiedliche Höhen an Grundeinkommen festzulegen und zu überprüfen um dann dadurch entstehende Wanderungsbewegungen und Missbrauchsmöglichkeiten einzudämmen, würden nach Deinem Vorschlag diese Beamten weiter beschäftigen. Wobei die Frage der Finanzierung, vor allem im Sinne des eigentlichen Themas, Wirtschaft 4.0, ja eh noch nicht beantwortet wurde.
Horst
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Beiträge: 112
Wohnort: Sachsen-Anhalt

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2016 - 13:56:17    Titel:

Ob es jemals ein Grundeinkommen geben wird oder nicht, das steht zwar bislang noch in den Sternen, doch alle Parteien diskutieren zumindest darüber, so dass es eines Tages (in 10 bis 15 Jahren, erste Experimente bereits früher) real werden könnte. Ob dann mehr ein bedingungsloses Grundeinkommen oder eher ein mit Bedingungen verknüpftes Bürgergeld daraus wird, darüber müssten sich dann die Fraktionen einigen und beschlussfähige Kompromisse finden, die von der Mehrheit getragen werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen#Deutschland_2

Dass eine alleinerziehende Mutter mit ein bis zwei Kindern nicht mehr Geld erhält als ein Single, kann und wird es nicht geben. Beim finnischen Experiment soll es ja auch zusätzlich Wohngeld geben.

Zitat:
Zusätzlich zum Grundeinkommen werden sie weiterhin Wohngeld beziehen ...

Somit muss es sicherlich weiterhin Ämter geben, bei denen jedoch die Verwaltung vereinfacht werden könnte.
Bei den Steuern und der Finanzierung, wenn ich das so lese, weiß ich nicht, was wirklich gegen das finnische Experiment sprechen sollte. Er sagt ja nicht, dass es gar keine Wertschöpfungsteuer geben sollte, sondern nur, dass es allein damit nicht getan ist. Letztendlich würden Unternehmen dann in Länder abwandern, in denen es diese Steuer in der Höhe nicht gibt bzw. eine Steuer auf Automaten und Roboter nicht gibt.

Zitat:
Wenn Maschinen und Software einen großen Teil der Arbeitsleistung in einer Gesellschaft übernehmen, könnte die Wertschöpfung oder Produktion stärker besteuert werden, um damit ein Grundeinkommen zu finanzieren. Aalto schüttelt energisch den Kopf. "Mit höheren Steuern für Unternehmen allein kann es nicht funktionieren", sagt er. "Wir müssen unsere Steuerbasis verbreitern."
Sicher könne über neue Steuermodelle nachgedacht werden. Wichtiger aber sei ihm der Gedanke des sozialen Ausgleichs. Das finnische Grundeinkommen soll es nicht für Spitzenverdiener geben, ab einer bestimmten Einkommenshöhe müsste die Besteuerung stärker greifen als heute.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/grundeinkommen-finnland-versuch-kuenstliche-intelligenz/komplettansicht

Jetzt sehe ich auch meinen Post, der ist auf Seite 15 gelandet (weil ich da zitierte?) und wurde nicht ans vorläufige Ende angehängt.
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/311786,140.html
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4246

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2016 - 14:50:11    Titel:

Horst hat folgendes geschrieben:
Warum mein letzter Post bisher nur angezeigt wird, wenn man unten 1 Tag einstellt, weiß ich nicht.

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Wie? Industrie?? Was möchtest Du denn mit einem Handy, dass 10 Jahre halten würde?? Snake 2 und Teletennis spielen? Warum sollte Dein Marken Shirt 5 Jahre halten, wenn es nächsten Sommer schon nicht mehr en vouque wäre? Der Heizkessel in Deinem Haus bringt Dir nichts, wenn er wie früher 40 bis 50 Jahre halten würde, wenn die CO2 und Verbrauchswerte jedes Jahr besser werden sollen, Dein Auto von vor 10 Jahren bietet nur noch halb so viel Sicherheit, Effizienz und dafür doppelt so hohen Verbrauch...das sind alles Dinge, die wir so wollen und die darum von der Industrie geliefert werden!

Habe erst heute danach gesucht, was sich so finden lässt:

Wege aus der Wegwerfgesellschaft
Zitat:
Herausgekommen ist eine 308-seitige Studie, die zeigt, wie sich die Lebensdauer von Produkten vergrößern und die Wegwerfmentalität von Konsumenten verändern ließe.
...
Maria Krautzberger, die Chefin des Umweltbundesamts, fordert mehr Transparenz. "Konzerne sollten, soweit möglich, die voraussichtliche Lebensdauer eines Geräts angeben", sagt sie. "Und zwar am besten in Nutzungsstunden, nicht in Jahren."
Noch wichtiger ist der Behördenchefin, dass Anreize geschaffen werden, Produkte länger zu nutzen. Denn der immer schnellere Austausch von Elektrogeräten hat verheerende Folgen für die Umwelt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/geplante-obsoleszenz-gibt-es-nicht-verschleiss-wird-aber-kalkuliert-a-1076735.html


Und das dürften wohl die Ergebnisse der Studie von Umweltbundesamt dazu sein, habe die nur kurz überflogen:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_11_2016_einfluss_der_nutzungsdauer_von_produkten_obsoleszenz.pdf


Ah, das Obsoleszenz Problem...ein ganz simple Zwickmühle: Die Folgen für die Umwelt, die in der Studie beschrieben werden, sind soweit korrekt. Wenn wir allerdings Produkte verwenden, die 20 Jahre oder länger halten, werden wir dementsprechend auch keine neuen Produkte kaufen. Die Folge wird sein, dass Millionen von Arbeitsplätzen vernichtet werden, da die Menschen keine bzw. weniger Elektrogeräte konsumieren werden. Ich denke, du erkennst die Zwickmühle. Die Frage ist, wie wir diese durchbrechen können.
Horst
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BeitragVerfasst am: 15 Okt 2016 - 19:28:00    Titel:

Weiterentwicklung soll sein, doch nicht um jeden Preis in möglichst kurzer Folge. Von brennenden Akkus bei Smartphones oder manipulierten Verbrauchswerten bei Autos, statt ausgereiften und bewährten Modellen, hat niemand etwas.

Dass es auch anders geht, beweist z.B. Hasselblad.

Zitat:
Im Bereich der digitalen Fotografie bietet Hasselblad digitale Kamerarückwände an, die an die analogen Modelle montiert werden können. So werden aus analogen Modellen vollwertige Mittelformat-Digitalkameras.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hasselblad

Der Massenmarkt ist sicherlich ein Geschäft und der Verbraucher sieht meist nur den Preis, doch etwas mehr Baukastenprinzip ließe sich sicherlich auch auf einige andere Bereiche übertragen, wenn gleich nicht auf alle Bereiche. Doch wo es möglich wäre, da ließen sich dann die Baugruppen austauschen, die gegenwärtig noch weiter entwickelt werden.

In der Produktion wird es, wo bisher noch nicht geschehen, sicherlich zum Abbau von Stellen kommen. Aber diese ist ja ohnehin oft zu monoton, als dass die wirklich für Menschen als dauerhafter Arbeitsplatz geeignet wäre. Wenn ich es so betrachte, diente der Mensch im letzten Jahrhundert nur als Ersatz für noch fehlende Automatisierungen und Roboter und könnte durch 4.0 vollständig durch sich selbstorganisierende Produktionsabläufe befreit werden. Gut, das war etwas übertrieben ausgedrückt.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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BeitragVerfasst am: 16 Okt 2016 - 08:42:14    Titel:

Horst hat folgendes geschrieben:

Dass eine alleinerziehende Mutter mit ein bis zwei Kindern nicht mehr Geld erhält als ein Single, kann und wird es nicht geben. Beim finnischen Experiment soll es ja auch zusätzlich Wohngeld geben.

Zitat:
Zusätzlich zum Grundeinkommen werden sie weiterhin Wohngeld beziehen ...

Somit muss es sicherlich weiterhin Ämter geben, bei denen jedoch die Verwaltung vereinfacht werden könnte.
Bei den Steuern und der Finanzierung, wenn ich das so lese, weiß ich nicht, was wirklich gegen das finnische Experiment sprechen sollte. Er sagt ja nicht, dass es gar keine Wertschöpfungsteuer geben sollte, sondern nur, dass es allein damit nicht getan ist. Letztendlich würden Unternehmen dann in Länder abwandern, in denen es diese Steuer in der Höhe nicht gibt bzw. eine Steuer auf Automaten und Roboter nicht gibt.

Zitat:
Wenn Maschinen und Software einen großen Teil der Arbeitsleistung in einer Gesellschaft übernehmen, könnte die Wertschöpfung oder Produktion stärker besteuert werden, um damit ein Grundeinkommen zu finanzieren. Aalto schüttelt energisch den Kopf. "Mit höheren Steuern für Unternehmen allein kann es nicht funktionieren", sagt er. "Wir müssen unsere Steuerbasis verbreitern."
Sicher könne über neue Steuermodelle nachgedacht werden. Wichtiger aber sei ihm der Gedanke des sozialen Ausgleichs. Das finnische Grundeinkommen soll es nicht für Spitzenverdiener geben, ab einer bestimmten Einkommenshöhe müsste die Besteuerung stärker greifen als heute.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/grundeinkommen-finnland-versuch-kuenstliche-intelligenz/komplettansicht

Jetzt sehe ich auch meinen Post, der ist auf Seite 15 gelandet (weil ich da zitierte?) und wurde nicht ans vorläufige Ende angehängt.
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/311786,140.html


Wenn man nicht jegliche Fortpflanzung der eigenen Bürger direkt im Keim ersticken möchte, sollte eine Mutter mit zwei Kindern aber deutlich mehr erhalten als der Single ohne Kinder. Oder warum sollte sich jemand die Lasten der Elternschaft noch zusätzlich aufbürden?

Ebenfalls noch mal grundsätzlich, höhere Einkommensbezieher gleich doppelt zu bestrafen, erstens durch Ausschluss vom Grundeinkommen und zweitens durch noch höheren Beitrag zu dessen Finanzierung wirft die gleiche Frage auf, warum der Einzelne sich dann noch für eine Arbeit entscheiden sollte?

Nun zur Finanzierung. In Deinem Wikilink gibt es unterschiedliche Modelle. Die Konsumbesteuerung oder die Wertschöpfungssteuer kommen meinem Vorschlag am nächsten. Die grundsätzlichen Probleme regional unterschiedlicher Lebenshaltungskosten wenn ein GE alle zusätzlichen Sozialleistungen ersetzen soll und eine Lösung zu 4.0 bleiben aber bei allen Modellen unbeantwortet. Letzteres wohl weil noch viel zu neu.

Mit Eurem neuerlichen Schwenk, aus Resourcenschutzgründen die Produktion von Gütern noch zusätzlich einzuschränken, befördert Ihr noch eine weitere Verschärfung des Finanzierungsproblems.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 17 Feb 2017 - 15:50:36    Titel:

Industrie 4.0, für einige die Antwort auf den Fachkräftemangel kommt nur langsam voran, ein Grund ist der Fachkräftemangel...

https://www.springerprofessional.de/industrie-4-0/industrie-4-0-hype-managementmode-oder-echte-revolution-/11102442

>>Industrie 4.0 schreitet langsam voran

Unternehmen nähern sich der Industrie 4.0 tatsächlich nur zögerlich an, was zunächst einmal recht handfeste Gründe hat: Die Investitionskosten sind hoch und der Markt an Fachkräften nahezu abgeräumt. Mehr als 700 Unternehmen gaben der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) für die Studie "Industrie 4.0: Status Quo und Perspektiven in Deutschland" Auskunft. Dass die strategische Bedeutung von Industrie 4.0 für Unternehmen in den kommenden fünf Jahren zunehmen wird, davon sind die meisten Befragten zwar überzeugt, aber nur moderat: 57 Prozent entschieden sich für die Variante "eher zunehmen" und nur 23 Prozent für "stark zunehmen".<<
jo icke eben
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BeitragVerfasst am: 17 Feb 2017 - 19:37:34    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Industrie 4.0, für einige die Antwort auf den Fachkräftemangel kommt nur langsam voran, ein Grund ist der Fachkräftemangel...

https://www.springerprofessional.de/industrie-4-0/industrie-4-0-hype-managementmode-oder-echte-revolution-/11102442

>>Industrie 4.0 schreitet langsam voran

Unternehmen nähern sich der Industrie 4.0 tatsächlich nur zögerlich an, was zunächst einmal recht handfeste Gründe hat: Die Investitionskosten sind hoch und der Markt an Fachkräften nahezu abgeräumt. Mehr als 700 Unternehmen gaben der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) für die Studie "Industrie 4.0: Status Quo und Perspektiven in Deutschland" Auskunft. Dass die strategische Bedeutung von Industrie 4.0 für Unternehmen in den kommenden fünf Jahren zunehmen wird, davon sind die meisten Befragten zwar überzeugt, aber nur moderat: 57 Prozent entschieden sich für die Variante "eher zunehmen" und nur 23 Prozent für "stark zunehmen".<<


Jedes Jahr machen rund 400.000 Absolventen ihren Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität, Tendenz steigend. Ingenieuren oder Informatikern gelingt der Sprung vom Uni- ins Berufsleben oft leicht. Für andere ist er schwieriger, beispielsweise für Biologen oder Geisteswissenschaftler wie Marie*. Sie ist zum ersten Mal hier und heute Brökers erste Kundin. Marie ist 30 Jahre alt, hat Ethnologie und Indologie studiert, Abschluss sehr gut. Nach dem Studium hat sie eine Auszeit genommen, um einen Roman zu schreiben. Dessen Ende ist aber, wie sie sagt, noch nicht in Sicht. Nebenbei jobbt sie in einem Restaurant. Heute sitzt sie hier und sagt, sie wolle gerne Journalistin werden. Marie spricht lange, erzählt, schweift ab, Bröker unterbricht sie kaum - nur ein einziges Mal, sie fragt: "Warum?"

Wie Marie bekommen viele Absolventen Absagen und suchen und warten weiter. Experten sprechen von "Sucharbeitslosigkeit". In der Zeit, rät Bröker, darf man auf keinen Fall den Anschluss verlieren. "Jobben Sie, nehmen Sie ein fachlich passendes Ehrenamt auf oder machen Sie zur größten Not noch ein weiteres Praktikum."


http://www.spiegel.de/karriere/kein-job-nach-der-uni-wenn-akademiker-arbeit-suchen-a-988096.html

Entsprechend könne schon mehr als ein Viertel der Ausbildungsplätze nicht mehr besetzt werden. Denn auch IT-System-Elektroniker, Informatikkaufleute oder Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung müssen etwas können. Wenn nur noch diejenigen eine Berufsausbildung machen, die mit Müh' und Not ihren Namen schreiben können, hat die Wirtschaft ein Problem.

http://www.wiwo.de/erfolg/jobsuche/akademiker-schwemme-wir-haben-keine-jobs-fuer-all-die-akademiker/13399740.html

Ihr Studium hat Sandra mit der Note 1,3 abgeschlossen. Mit ihrem Bachelor in Politikwissenschaften bewarb sie sich gleich danach bei unterschiedlichen Unternehmen, auf ausgeschriebene Stellen und initiativ. Eineinhalb Jahre sind vergangen, 170 Bewerbungen verschickte sie. Doch es hagelte nur Absagen. "Mit Ausnahme einiger Aushilfsjobs hat mir bislang niemand eine feste Arbeitsstelle angeboten", sagt Sandra. Sie schrieb einen Brief an unsere Redaktion, weil sie nicht mehr weiterweiß.

http://www.rp-online.de/panorama/wissen/bildung/so-schwer-kann-die-jobsuche-nach-dem-studium-sein-aid-1.6102440

Als sie ihren Uni-Abschluss in der Tasche hatte, war sich Katharina Neureuter sicher, schnell auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Voraussetzungen erfüllte sie: BWL-Abschluss mit Note 1,7, Berufserfahrung, drei Fremdsprachen und mehrmonatige Auslandsaufenthalte. Mit Softwarekursen hatte Neureuter ihrem Lebenslauf weitere Pluspunkte hinzugefügt. Doch rund 90 Bewerbungen und ebenso viele Absagen später holte sie die Realität ein. Die 27-Jährige aus der Nähe von Heidelberg stand kurz davor, Hartz IV zu beantragen. Fachlichen Bezug zum Studium, angemessene Aufgaben und ein Umfeld, das den persönlichen Vorstellungen entspreche - das erwarteten viele Absolventen von ihrem ersten Job, sagt Gregor Fabian, der für das Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover den Berufsstart von Akademikern untersucht. "Wenn man nach diesen Vorgaben geht, ist etwa jeder Fünfte atypisch beschäftigt", erläutert der Wissenschaftler. Besonders Geisteswissenschaftler täten sich schwer. Als "länger und holpriger" beschreibt Fabian ihre Suche nach einer passenden Stelle im Vergleich zu Absolventen technischer oder naturwissenschaftlicher Fächer.

http://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-der-Abschluss-nichts-bringt-article10429596.html

Die Einstellungspraxis hat sich zugunsten von Arbeitgebern verändert. Die Folge sind zunehmend befristete Arbeitsverhältnisse, niedrigere Gehälter, kritischere Selektion von Bewerbern und so weiter. Dies spüren nicht nur gestandene Arbeitskräfte, auch der eine oder andere Hochschulabsolvent ist arbeitslos trotz der Ausbildung zum Ingenieur.

http://www.ingenieurkarriere.de/magazin/karrierestrategie/woran-liegt-es-wenn-ein-ingenieur-laengere-zeit-arbeitslos-ist
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11564
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2017 - 16:43:37    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Jedes Jahr machen rund 400.000 Absolventen ihren Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität, Tendenz steigend. Ingenieuren oder Informatikern gelingt der Sprung vom Uni- ins Berufsleben oft leicht. Für andere ist er schwieriger, beispielsweise für Biologen oder Geisteswissenschaftler wie Marie*. Sie ist zum ersten Mal hier und heute Brökers erste Kundin. Marie ist 30 Jahre alt, hat Ethnologie und Indologie studiert, Abschluss sehr gut. Nach dem Studium hat sie eine Auszeit genommen, um einen Roman zu schreiben. Dessen Ende ist aber, wie sie sagt, noch nicht in Sicht.Nebenbei jobbt sie in einem Restaurant. Heute sitzt sie hier und sagt, sie wolle gerne Journalistin werden. Marie spricht lange, erzählt, schweift ab, Bröker unterbricht sie kaum - nur ein einziges Mal, sie fragt: "Warum?"


Aha, eine 30jährige "Schriftstellerin" die mal irgendwas studiert hatte, irgendwas nebenbei in einem Restaurant arbeitet aber eigentlich irgendwas ganz anderes werden will, sobald sie irgendwie ihr Buch fertig geschrieben hat, soll mich jetzt davon überzeugen, dass der in Deinen Augen sowieso nicht existierende Fachkräftemangel durch 4.0 irgendwann zu Arbeitslosigkeit führen wird, wie bei Marie??

Rolling Eyes Rolling Eyes Rolling Eyes

Vielleicht ist ja auch deswegen vergeblich auf der Suche nach einer Arbeit:

Marie spricht lange, erzählt, schweift ab

Klingt für mich nicht wie eine talentierte Journalistin mit Schwierigkeiten bei der Jobsuche, sondern klingt eher wie eine junge Frau, die sowieso nicht weiß was sie mal werden möchte.
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