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Akademikerarbeitslosigkeit/Fachkräftemangel
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jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2017 - 17:11:49    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Jedes Jahr machen rund 400.000 Absolventen ihren Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität, Tendenz steigend. Ingenieuren oder Informatikern gelingt der Sprung vom Uni- ins Berufsleben oft leicht. Für andere ist er schwieriger, beispielsweise für Biologen oder Geisteswissenschaftler wie Marie*. Sie ist zum ersten Mal hier und heute Brökers erste Kundin. Marie ist 30 Jahre alt, hat Ethnologie und Indologie studiert, Abschluss sehr gut. Nach dem Studium hat sie eine Auszeit genommen, um einen Roman zu schreiben. Dessen Ende ist aber, wie sie sagt, noch nicht in Sicht.Nebenbei jobbt sie in einem Restaurant. Heute sitzt sie hier und sagt, sie wolle gerne Journalistin werden. Marie spricht lange, erzählt, schweift ab, Bröker unterbricht sie kaum - nur ein einziges Mal, sie fragt: "Warum?"


Aha, eine 30jährige "Schriftstellerin" die mal irgendwas studiert hatte, irgendwas nebenbei in einem Restaurant arbeitet aber eigentlich irgendwas ganz anderes werden will, sobald sie irgendwie ihr Buch fertig geschrieben hat, soll mich jetzt davon überzeugen, dass der in Deinen Augen sowieso nicht existierende Fachkräftemangel durch 4.0 irgendwann zu Arbeitslosigkeit führen wird, wie bei Marie??

Rolling Eyes Rolling Eyes Rolling Eyes

Vielleicht ist ja auch deswegen vergeblich auf der Suche nach einer Arbeit:

Marie spricht lange, erzählt, schweift ab

Klingt für mich nicht wie eine talentierte Journalistin mit Schwierigkeiten bei der Jobsuche, sondern klingt eher wie eine junge Frau, die sowieso nicht weiß was sie mal werden möchte.


Ja Luis ich weiss, dass 5 Mio. Arbeitsplätze vernichtet werden und immer mehr Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnisse arbeiten sind alles nur irrationale und diffuse Ängste, von denen du nicht überzeugt bist. Außerdem sind die Ersteller der Studie bestimmt alles nur Nazis und Rassisten.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
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BeitragVerfasst am: 20 Feb 2017 - 17:18:45    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Außerdem sind die Ersteller der Studie bestimmt alles nur Nazis und Rassisten.


ehrlich? Woraus leitest Du das denn jetzt ab?
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11495
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BeitragVerfasst am: 21 Feb 2017 - 17:16:42    Titel:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mehr-als-eine-million-stellen-in-deutschland-sind-unbesetzt-a-1135599.html

>>In Deutschland hat es nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern noch nie so viele freie Stellen gegeben wie im Schlussquartal 2016. Mit 1,044 Millionen habe die Zahl der freien Jobs sogar über dem bisherigen Rekordniveau von Ende 2015 gelegen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach sind 81 Prozent der freien Stellen sofort zu besetzen. Auch das sei ein neuer Höchststand, berichtet das IAB. "Die Ergebnisse zeigen eine anhaltend gute und robuste Arbeitsmarktnachfrage in ganz Deutschland", sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.

Dabei sind die freien Stellen zwischen Ost- und Westdeutschland nahezu gleich verteilt: Denn von den bundesweit rund eine Million freien Jobs waren im vierten Quartal etwa 800.000 in Westdeutschland und rund 240.000 in den neuen Bundesländern im Osten. Gemessen an der Bevölkerungsquote sind die freien Stellen zwischen den beiden Regionen in etwa gleich verteilt, schließlich leben rund 81 Prozent aller Menschen in Westdeutschland.

Für rund zwei Drittel der Stellen ist eine Berufsausbildung erforderlich, in 16 Prozent sogar ein akademischer Abschluss. Nur rund jede fünfte Stelle kommt auch für Ungelernte in Frage. <<
jo icke eben
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BeitragVerfasst am: 21 Feb 2017 - 17:50:51    Titel:

Wer mal etwas über das eigentliche Problem unseres Wirtschaftssystems erfahren möchte, der möge sich diese gelungene Reportage über das Geldsystem anschauen:

Experten warnen bereits vor neuen Blasen. Beispiel Immobilien: Nicht nur in deutschen Großstädten explodieren die Preise. In London kostet ein Einzimmerappartement locker mehr als eine Million Euro. Und immer mehr Geld wandert weg von der realen Wirtschaft in den spekulativen Bereich. Im globalen Casino finden hochkomplexe Finanzwetten statt. Zocken ohne jede Kontrolle. Die Profiteure des Spiels stehen von vornherein fest. Die Reichen werden noch reicher, bei uns und weltweit. "Die Geldflut hat zu einer gefährlichen Umverteilung geführt ", kritisiert Prof. Max Otte, "wer hat, dem wird gegeben".

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/die-grosse-geldflut-100.html
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 27 Feb 2017 - 17:26:19    Titel:

Ja also 4.0, hier heißt es nun, bis 2025 würden 30.000 Arbeitsplätze digitalisiert werden. In anderen Studien sollten es hingegen 5 mio bis 2020. Da wir ja nun schon 2017 haben, scheinen die 30.000 realistischer zu sein...unlösbar ist anders.

https://www.welt.de/wirtschaft/video162413691/Digitalisierung-wird-Deutschland-30-000-Arbeitsplaetze-kosten.html
jo icke eben
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BeitragVerfasst am: 27 Feb 2017 - 17:57:12    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Ja also 4.0, hier heißt es nun, bis 2025 würden 30.000 Arbeitsplätze digitalisiert werden. In anderen Studien sollten es hingegen 5 mio bis 2020. Da wir ja nun schon 2017 haben, scheinen die 30.000 realistischer zu sein...unlösbar ist anders.

https://www.welt.de/wirtschaft/video162413691/Digitalisierung-wird-Deutschland-30-000-Arbeitsplaetze-kosten.html


Am besten war das Interview mit der Soziologin:
Indem man man eben ähm Leuten Bildung anbietet oder eben auch ähm Zeiten ähm wo man eben auch Zeiten wo man eben auch ähm sich an neue Anforderungen herantastet und ähm sich äh freischaufeln kann um äh und auch sozial abgesichert ist in dieser Zeit.

herrlich...aber lassen wir uns mal überraschen, wo all die Taxifahrer, LKW Fahrer und Kassiererinnen in Zukunft arbeiten werden...ich vermute mal, darauf hast du und deine Soziologin ähm eben auch ähm keine Antwort.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 28 Feb 2017 - 09:37:12    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Ja also 4.0, hier heißt es nun, bis 2025 würden 30.000 Arbeitsplätze digitalisiert werden. In anderen Studien sollten es hingegen 5 mio bis 2020. Da wir ja nun schon 2017 haben, scheinen die 30.000 realistischer zu sein...unlösbar ist anders.

https://www.welt.de/wirtschaft/video162413691/Digitalisierung-wird-Deutschland-30-000-Arbeitsplaetze-kosten.html


Am besten war das Interview mit der Soziologin:
Indem man man eben ähm Leuten Bildung anbietet oder eben auch ähm Zeiten ähm wo man eben auch Zeiten wo man eben auch ähm sich an neue Anforderungen herantastet und ähm sich äh freischaufeln kann um äh und auch sozial abgesichert ist in dieser Zeit.

herrlich...aber lassen wir uns mal überraschen, wo all die Taxifahrer, LKW Fahrer und Kassiererinnen in Zukunft arbeiten werden...ich vermute mal, darauf hast du und deine Soziologin ähm eben auch ähm keine Antwort.


Du hast die Antwort sogar abgeschrieben, es fällt Dir nur schwer sie zu akzeptieren. Wo haben denn die Droschkenkutscher, Kohleträger oder Näherinnen gearbeitet nachdem deren Arbeitsplätze motorisiert oder automatisiert wurden. Die Landwirtschaft kommt heute noch mit 10 Prozent der früheren menschlichen Arbeitskraft aus und die Arbeitslosigkeit liegt aktuell noch mal wo? Irgendwie komisch, wenn dann eine neue neue Technologie für Dich nur und das ohne jede Ausnahme, in die Arbeitslosigkeit führen kann??
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2017 - 12:34:34    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:
koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
Ja also 4.0, hier heißt es nun, bis 2025 würden 30.000 Arbeitsplätze digitalisiert werden. In anderen Studien sollten es hingegen 5 mio bis 2020. Da wir ja nun schon 2017 haben, scheinen die 30.000 realistischer zu sein...unlösbar ist anders.

https://www.welt.de/wirtschaft/video162413691/Digitalisierung-wird-Deutschland-30-000-Arbeitsplaetze-kosten.html


Am besten war das Interview mit der Soziologin:
Indem man man eben ähm Leuten Bildung anbietet oder eben auch ähm Zeiten ähm wo man eben auch Zeiten wo man eben auch ähm sich an neue Anforderungen herantastet und ähm sich äh freischaufeln kann um äh und auch sozial abgesichert ist in dieser Zeit.

herrlich...aber lassen wir uns mal überraschen, wo all die Taxifahrer, LKW Fahrer und Kassiererinnen in Zukunft arbeiten werden...ich vermute mal, darauf hast du und deine Soziologin ähm eben auch ähm keine Antwort.


Du hast die Antwort sogar abgeschrieben, es fällt Dir nur schwer sie zu akzeptieren. Wo haben denn die Droschkenkutscher, Kohleträger oder Näherinnen gearbeitet nachdem deren Arbeitsplätze motorisiert oder automatisiert wurden.


Jedenfalls wird der Droschenkutscher nicht als Entwickler im Frontend bei Firma XY angefangen. Das wäre ungefähr so, als würdest du ihm erklären wollen wie man Differentialgleichungen berechnet, er aber gerade mal 1+2 berechnen kann. Aber wollen wir das noch einmal sachlich aufschlüsseln. Du und deine Soziologin sprecht von Bildung. Es ist allerdings völlig klar, dass der 53-jährige Fernfahrer Mike nicht einfach mal so in einen hochqualifizierten Job wechseln kann, egal wie viel Bildung Ihr ihm anbietet. So jemand wird wird nicht Fuß fassen können. Er fühlt sich vom System abgehängt und das ist sicher keine irrationale Angst. Dann bist du der Erste, der sich darüber beschwert, wenn Leute für den Brexit stimmen und Trump wählen...

Dann hast du weiterhin einen Artikel gepostet, der "nur" von einem Verlust von 30.000 Jobs spricht. Alle anderen Artikel sprechen allerdings von 5 Mio. Da keiner von uns eine Glaskugel hat, können wir es nicht genau vorhersagen. Das neue Jobs entstehen werden, ist auch Fakt. Allerdings bin ich ein Freund von, im Gegensatz zu dir, sachlichen Argumenten. Ich hatte dir eine Liste von Berufen vorgelegt, die in den nächsten Jahren überflüssig werden, u.a. Taxifahrer, Busfahrer, Kassiererinnen, der MediaMarkt Mitarbeiter, Jobs in der Verwaltung, usw. Daher sehe ich keinen Verlust von 30.000 Jobs, sondern einen weitaus höheren.

Dann sprecht Ihr weiter von der sozialen Absicherung. Erzähl doch mal wie Ihr die Menschen sozial absichern wollt? Du bist ja gegen ein Grundeinkommen.

Zitat:
Die Landwirtschaft kommt heute noch mit 10 Prozent der früheren menschlichen Arbeitskraft aus und die Arbeitslosigkeit liegt aktuell noch mal wo?


Ja wie hoch ist denn die Arbeitslosigkeit mit und ohne den statistischen Tricks? Wie haben sich die a-typischen Beschäftigungsformen in der Zeit entwickelt?

Zitat:
Irgendwie komisch, wenn dann eine neue neue Technologie für Dich nur und das ohne jede Ausnahme, in die Arbeitslosigkeit führen kann??


Genau hier liegt dein Denkfehler. Du sprichst immer wieder von einer "neuen Technologie". Es kommt aber nicht eine einzige Maschine oder eine neue Technologie, die drei Menschen arbeitslos macht, sondern eine völlig neue wirtschaftliche Entwicklung, die praktisch ganze Berufszweige überflüssig machen wird. Wir haben bereits jetzt in Europa eine Massenarbeitslosigkeit. Ich sehe nicht, wo die neuen Jobs angeblich herkommen sollen, die du siehst.
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 28 Feb 2017 - 13:58:52    Titel:

jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Genau hier liegt dein Denkfehler. Du sprichst immer wieder von einer "neuen Technologie". Es kommt aber nicht eine einzige Maschine oder eine neue Technologie, die drei Menschen arbeitslos macht, sondern eine völlig neue wirtschaftliche Entwicklung, die praktisch ganze Berufszweige überflüssig machen wird. Wir haben bereits jetzt in Europa eine Massenarbeitslosigkeit. Ich sehe nicht, wo die neuen Jobs angeblich herkommen sollen, die du siehst.


Bleiben wir beim Droschkenkutscher, seinem Helfer auf dem Kutschbock, den Pferdepflegern im Stall den Bauern, die Hafer und Heu produzieren mußten und alle wurden mehr oder weniger arbeitslos, weil Daimler das Automobil erfand. heute ist die Automobilindustrie der größte Arbeitgeber in Deutschland. Bis zu 5 mio Arbeitsplätze hängen dran.

Gut, dass du den 53 jährigen Berufskraftfahrer ansprichst. Sofern ihn die Gesundheit noch 10 Jahre lang fahren läßt, braucht er angesichts der aktuellen Zahlen wohl noch keine Angst haben, dass er in dieser Zeit durch ein selbstfahrendes System ersetzt wird. wenn jetzt nur noch 30.000 bis 2025 statt 5 mio bis 2020 Arbeitsplätze wegfallen sollen, ist der zeitliche Bezug mindestens so wichtig wie die geschätzte Anzahl. Bisherige Studien sahen den Wegfall ab 2015 beginnend. Also die ersten 3 Jahre sind keine Arbeitsplätze wegefallen sondern oh Wunder bereits 2 mio zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden. Damit hat sich die von Dir nun schon mehrfach zitierte Studie als haltlos und übertrieben dargestellt. Oder meinst Du wirklich in den nächsten drei Jahren werden noch 7 mio Menschen durch Maschinen ersetzt? Ersetzt würde auch nur seine Anwesenheit im Führerhaus. Kontrolle des Fahrzeugzustandes, Reifenwechsel, Füllstände überprüfen und ausgleichen, Ladungssicherung, Be- und Entladung, Abwicklung der Dokumente, Unfallort absichern und erste Hilfe leisten könnte der LKW auch noch nicht allein etc. würden ja erst mal immer noch notwendig sein.
jo icke eben
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Beiträge: 4136

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2017 - 15:53:07    Titel:

koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben:
jo icke eben hat folgendes geschrieben:
Genau hier liegt dein Denkfehler. Du sprichst immer wieder von einer "neuen Technologie". Es kommt aber nicht eine einzige Maschine oder eine neue Technologie, die drei Menschen arbeitslos macht, sondern eine völlig neue wirtschaftliche Entwicklung, die praktisch ganze Berufszweige überflüssig machen wird. Wir haben bereits jetzt in Europa eine Massenarbeitslosigkeit. Ich sehe nicht, wo die neuen Jobs angeblich herkommen sollen, die du siehst.


Bleiben wir beim Droschkenkutscher, seinem Helfer auf dem Kutschbock, den Pferdepflegern im Stall den Bauern, die Hafer und Heu produzieren mußten und alle wurden mehr oder weniger arbeitslos, weil Daimler das Automobil erfand. heute ist die Automobilindustrie der größte Arbeitgeber in Deutschland. Bis zu 5 mio Arbeitsplätze hängen dran.


Jo und das Automobil kann jetzt selbstständig fahren. Jetzt könnte man argumentieren, ja aber die nächste Erfindung kommt bestimmt und wird Millionen neue Jobs schaffen. Vielleicht. Nur wo ist diese Erfindung bis jetzt und befreit Europa von seinen 20 Mio. Arbeitslosen und schafft neue Jobs für die Taxifahrer und Kassiererinnen? Man kann nicht tausende neue Startups gründen, irgendwann gibt es auch eine Grenze für Innovationen.

Ich versuche dir es anders zu erklären. Wir alle kennen die Drei Sektoren Theorie, richtig? Erst arbeitete die Menschheit in der Fischerei, Bergbau. Dann kam die Industrie. Dann Dienstleistungen. Die Jobs aus der Industrie verlagerten sich in den Dienstleistungssektor. Dann kam die IT und die Jobs verlagerten sich wieder. Nun findet mit der Digitalisierung die nächste große Automatisierungswelle statt. Das ist an sich auch nicht schlimm, die Jobs verlagern sich wieder in einen anderen Sektor. Nur wohin? Wie heisst der neue Sektor, in den sich die Jobs verlagern werden? Siehste...und genau da liegt die Crux...es weiss niemand. Wie gesagt, vielleicht gibt es die nächste große Erfindung. Solange es diese aber noch nicht gibt und kein neuer Sektor entsteht, werden deutlich mehr Jobs vernichtet, als neue entstehen.

Zitat:
Sofern ihn die Gesundheit noch 10 Jahre lang fahren läßt, braucht er angesichts der aktuellen Zahlen wohl noch keine Angst haben, dass er in dieser Zeit durch ein selbstfahrendes System ersetzt wird.


Nö, aber sein 43-jähriger Kollege Horst.

Zitat:
Also die ersten 3 Jahre sind keine Arbeitsplätze wegefallen sondern oh Wunder bereits 2 mio zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstanden.


...hatten wir schon 300 Mal davor. Weil im gleichen Zeitraum sich die Zahl der Einwohner um 3 Mio. erhöht hat, neue Jobs durch die Flüchtlingskrise entstanden sind (die aber bald wieder wegfallen) und in Europa eine Massenarbeitslosigkeit herrscht...der wichtigste Grund, die a-typischen Beschäftigungsformen haben sich erhöht.

Zitat:
Oder meinst Du wirklich in den nächsten drei Jahren werden noch 7 mio Menschen durch Maschinen ersetzt?


Wie kommst du auf 7 Mio.? Und ja, die Frage ist nur, wie definierst du den Wegfall von Jobs? Wenn wir natürlich die Kassiererin wegrationalisieren und sie stattdessen als Minijobberin neu einstellen, dann fallen natürlich keine 5 Mio. Jobs weg.

Zitat:
Kontrolle des Fahrzeugzustandes, Reifenwechsel, Füllstände überprüfen und ausgleichen, Ladungssicherung, Be- und Entladung, Abwicklung der Dokumente, Unfallort absichern und erste Hilfe leisten könnte der LKW auch noch nicht allein etc. würden ja erst mal immer noch notwendig sein.


...und glaubst nun, dass es daran scheitern soll, weil der LWK keinen Füllstand überprüfen kann? Zunächst mal könnte er das, das ist technisch schon seit Jahrzehnten möglich. Die Be- und Entladung wird bei der Firma vor Ort gemacht, dazu brauchst du keinen Fahrer. Ich finde es gar nicht mal schlimm, wenn Mike arbeitslos wird, er bräuchte nur eine soziale Absicherung. Aber du bist weiterhin gegen das Grundeinkommen...
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