Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Was verrät uns das Doppelspaltexperiment über die Realität?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Was verrät uns das Doppelspaltexperiment über die Realität?
 
Autor Nachricht
Jens Blume
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.02.2009
Beiträge: 496

BeitragVerfasst am: 30 März 2016 - 13:44:36    Titel:

Zur Unschärferelation:
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCpfm%C3%BCllersche_Unbestimmtheitsrelation
Multivista
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 30 März 2016 - 15:08:13    Titel:

Gut. Und was heisst das nun?
Jens Blume
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.02.2009
Beiträge: 496

BeitragVerfasst am: 30 März 2016 - 15:41:16    Titel:

Multivista hat folgendes geschrieben:
Gut. Und was heisst das nun?


Unschärfe anders und für den einfachsten Fall formuliert (siehe wiki):
Um eine Frequenz von 1 Hz zu bestimmen, muss das Signal mindestens 1 s lang gemessen werden.

Der Doppelspaltversuch wird völlig überzogen erklärt, obwohl er wie alle physikalischen Effekte durch die Wellenlehre i. w. S. bereits zu verstehen ist.

Anderes bekanntes Beispiel ist der Photoeffekt, bei dem es sich offensichtlich um einen Resonanzeffekt handelt. Ähnlich wie bei Radiogeräten, bei welchen erst ab einer bestimmten Frequenz Sender empfangen werden können, setzt der Photoeffekt ein, wobei die Energie proportional zur Frequenz der jeweiligen Welle ist. Für ein Elektron an der Oberfläche einer Zinkplatte oder eines anderen Festkörpers ist eine bestimmte (materialabhängige) Energie erforderlich, um es abzutrennen (Austrittsarbeit). Nimmt nun ein Elektron mehr als seine Bindungsenergie im Gitter des Materials auf, so kann es herausgelöst werden, usw...
Multivista
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 30 März 2016 - 16:00:54    Titel:

Danke Jens!

Ich bin kein studierter Physiker. Dafuer aber Philosoph.

Heisst das nun, dass man aus dem "Doppelspalt-Phaenomen" wohl besser nicht den Schluss zieht, es verhalte sich so auch in der "normalen" Welt, dass man nicht postulieren kann...

dass der Beobachter eine Wirkung auf den Beobachtungsgegenstand ausuebt/ausloset?
Jens Blume
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.02.2009
Beiträge: 496

BeitragVerfasst am: 30 März 2016 - 16:20:00    Titel:

Multivista hat folgendes geschrieben:
...
Heisst das nun, dass man aus dem "Doppelspalt-Phaenomen" wohl besser nicht den Schluss zieht, es verhalte sich so auch in der "normalen" Welt, dass man nicht postulieren kann...

dass der Beobachter eine Wirkung auf den Beobachtungsgegenstand ausuebt/ausloset?


Eine Beeinflussung findet immer statt, nur kann und muss nicht jede Beeinflussung berücksichtigt werden, so wäre z. B. im obigen Versuchsaufbau jeder Spalt korrekterweise durch elektrische und magnetische Beläge zu berücksichtigen, welche Energie aufnehmen und wieder abstrahlen können, macht man das nicht treten scheinbar unerklärliche Effekte auf.
breeze
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 510

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2016 - 20:03:48    Titel:

Das Doppelspaltexperiment ist so gerne als Beispiel genommen, weil es eben auch zeigt, daß die vorhergesagten Interferenzmuster nicht nur auftreten, wenn man massenhaft Photonendurch die beiden Spalte schickt und dabei von ihrer Welleneigenschaft ausgeht, sondern eben auch wenn man das Experiment so gestaltet, daß nur noch einzelne Photonen durch die Spalte gehen. D.h. mit der Vorstellung es handele sich um ein projektilähnliches Objekt was das "fliegt" trifft man definitiv nicht die Vorstellung. Mindestens kann man sagen, daß die Tatsache, daß sich Interferenz auch bei einzelnen Photonen die durch beide Spalte gehen, zeigt, unsere Vorstellung von der Physik des "einzelnen" Photons erheblich in Unruhe bringt. Der "Beobachter" an dieser Stelle wird jetzt repräsentiert durch den Versuch der Messung des genauen Wegs des Photons. Ich messe oder beobachte und merke dabei, dass es mir nicht gelingt, den Ort des Photons (also den Spalt den es wählt) durch Messung zu bestimmen und gleichzeitig die Interferenz aufrecht zu erhalten. Sobald ich also dem Photon hinter die Karte schauen will, (z.B. , durch einen Detektor an einem Spalt) verhält es sich so, daß das Phänomen, was ich zu ergründen suche (die Interferenz) , verschwindet. Daraus (aus dieser Beobachtung, und es ist zunächst einmal nur eine Beobachtung) leitet man nun die Analyse ab, daß es keinen Sinn ergibt, vom Zustand eines Quantenteilchens VOR der Messung überhaupt zu sprechen.Das wiederum bedeutet dann wohl, daß die Messung - also der Beobachter - den Zustand erst erzeugt. Wenn man nicht immer gleich in wilde philosophische Didaktik verfällt, dann glaube ich, kann man sich an diese Aussage durchaus gewöhnen. hier ein Zitat von Anton Zeilinger zu dem Thema (es ist aus dem Buch "Einsteins Schleier") "Wir sind also gezwungen, das Interferenzphänomen nicht als kollektives Phänomen vieler Teilchen zu sehen, sondern als Phänomen jedes einzelnen Teilchens."

Viele Grüße,
breeze
Jens Blume
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.02.2009
Beiträge: 496

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2016 - 20:17:56    Titel:

Der gesamte Versuch ist zu überdenken, da es keine echten Doppelspalte, im Sinne einer glatten undurchdringlichen dünnen Fläche mit zwei exakten Spalten gibt (vgl. Kristallgitter, Röntgenstrahlung), sondern die vermeintlichen Spalten bestehen aus Molekülen (d. h. aus elektrischen Ladungen o. Quellen). Der vermeintlichen Teilchenanteil im elektromagnetischen Feld existiert auch nicht, anderfalls würde sich mindestens ein Anteil des Lichtes durch Brechung in optisch dichtere Medien beschleunigen, was nicht der Fall ist.

Zuletzt bearbeitet von Jens Blume am 20 Mai 2016 - 18:00:46, insgesamt 3-mal bearbeitet
jh8979
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2207

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2016 - 20:51:10    Titel:

Ein ganz grosser Experte...
Jens Blume
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.02.2009
Beiträge: 496

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2016 - 22:21:12    Titel:

Das Experiment funktioniert auch mit Kugeln (vgl. Galtonbrett, Stöße entsprechen der Interferenz), somit ist das Doppelspaltexperiment auch nicht als Wellennachweis geeignet.

Zuletzt bearbeitet von Jens Blume am 20 Mai 2016 - 18:02:01, insgesamt einmal bearbeitet
jh8979
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2207

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2016 - 23:26:39    Titel:

Jens Blume hat folgendes geschrieben:
Das Experiment funktioniert auch für Kugeln, somit ist das Doppelspaltexperiment auch nicht als Wellennachweis geeignet.

Aha... Gut das wir Dich haben...
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Was verrät uns das Doppelspaltexperiment über die Realität?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 3 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum