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Ist die FOS wirklich leichter als das Gymnasium (Bayern)?
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Baerchen72
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Anmeldungsdatum: 18.12.2015
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2016 - 00:46:32    Titel: Ist die FOS wirklich leichter als das Gymnasium (Bayern)?

Hallo,

Ich habe vor nach der 10. Klasse vom Gymnasium auf die Fos zu wechseln, hab auch schon eine Anmeldung unter Vorbehalt erhalten, weil es noch unklar ist, ob ich einen Platz erhalte. Der Grund für meinen Wechsel ist zum Einen der Berufswunsch später Soziale Arbeit zu studieren und mit der Fos-Ausbildung besser gewappnet zu sein. Zum Anderen habe ich aber auch Angst, dass wenn ich auf dem Gymnasium weiter mache, mein Abi zu schlecht ausfallen wird für einen guten NC. Die Fos in Bayern gilt ja als besonders schwer und die Schulleiterin hat mir noch einmal versichert, dass es nicht einfacher werden würde. Aber einen Unterschied im Hinblick auf die Schwierigkeit muss es ja geben. Ich hab mir bereits die Lehrpläne angeschaut; in Mathe scheint es ja irgendwie schon nahe ans normale Abi-Niveau zu kommen, oder nicht? Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Fos in Bayern?
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3056

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2016 - 01:04:25    Titel:

Ich habe damals FOS Technik in München gemacht. Diese gilt ja z. B. als besonders schwer in Bayern.
Dabei ist der Unterricht derselbe, wie auf den anderen FOSen auch. Lediglich die LKs sind anders. Ich hatte halt Mathe und Physik.

Ob das nun schwerer oder einfacher ist, als auf einem Gymnasium weiß ich nicht, da ich den Weg über das Gymi nicht gegangen bin.

Was die FOS aber "hart" macht, ist, dass das Abi-Niveau in 1,5 Jahren erreicht wird, wenn auch mit Abstrichen, da ja noch das halbjährige Praktikum dazu kommt.
Mittlerweile gibt es ja das G8. Also die Stoffdichte dürfte sich nicht mehr so unterscheiden.

Ich denke, beide haben so Ihre Eigenheiten.
Auf der FOS hast Du halt dann keine störenden Fächer mehr, wie Musik, Biologie. Das fand ich eigentlich ganz angenehm.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5736
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2016 - 08:58:00    Titel:

Vielleicht sollte man hier etwas aufpassen, ggf. nicht Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.

Von welchem Abschluss reden wir im Rahmen der FOS genau? Ich weiß nicht, wie es in Bayern ist, aber bspw. in NRW wäre es wahrscheinlich die Fachhochschulreife (FHR) und somit NICHT direkt vergleichbar mit dem Abitur (AHR).

Betrachtet man diese zwei unterschiedlichen Abschlüsse ist die FHR an einer FOS aber auch nur bedingt "leichter" als die AHR an einem allgemeinbildenden Gym - kurz gesagt, es ist weniger Stoff.

Vergleichen wir hier beide male eine AHR, dann ist das mit dem leichter oder schwerer schon ganz und gar nicht mehr so einfach zu sagen, da der Lehrplan in nicht wenigen Fächern faktisch identisch ist. Da gibt es dann lediglich die Unterschiede, die Schulen untereinander so mitbringen.

Der Worst Case kommt übrigens immer dann, wenn Leute eine berufsorientierte AHR machen anstreben, aber dann im Verlaufe erst merken, dass sie den falschen Zweig für sich gewählt haben. Ein einfaches Zurück gibt es dann nicht (mehr) und ein Wechsel an eine andere Schule hilft meist nicht - wenn überhaupt möglich.

Ansonsten haben die gymnasialen Oberstufen meist zwei wesentliche Vorteile und nicht selten einen ordentlichen Nachteil.

Vorteile: Fachbezug - wenn Du wirklich an dieser Spezialisierung interessiert bist, dann hilft es ungemein zu lernen etc. Es macht schlicht mehr Spaß (aus eigener Erfahrung). Daraus resultiert dann meist auch ein anderer Punkt - häufig sind diese Richtungen etwas anwendungsorientierter und weniger abstrakt als am Gym. Es hilft vielen Menschen, wenn sie wissen warum sie bestimmte Dinge machen (bspw. Kurvendiskussionen, Simplex, Vektorrechnung etc.) - als sie einfach nur stur auswendig lernen zu müssen.

Nachteil: Aus meiner Sicht, aber das hängt sehr von der Schule ab, gravierendste Nachteil bei uns war, dass die Auswahl an Fächern sehr begrenzt war. Leistungskurse oder Schwerpunktkurse sind zum wesentlichen Teil vorgeschrieben und die Wahlmöglichkeiten sind häufig dann auch noch begrenzt (so bspw. mussten wir zwanghaft Physik machen, Chemie und Bio wurden als naturwissenschaftliche Fächer gar nicht angeboten, die Wahl des 2. LK war auch begrenzt zwischen Englisch und Mathe, manche haben daran echt geknapst...) Damit muss man eben auch dann einfach leben. Richtig schwer ist es aber wirklich erst, wenn Du Dich in der Spezialisierung geirrt haben solltest. Da solltest Du Dir echt sicher sein.
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3056

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2016 - 13:29:45    Titel:

Gozo hat folgendes geschrieben:
Es hilft vielen Menschen, wenn sie wissen warum sie bestimmte Dinge machen (bspw. Kurvendiskussionen, Simplex, Vektorrechnung etc.) - als sie einfach nur stur auswendig lernen zu müssen.


Es hilft vielen Menschen auch mal in das Mathebuch zu gucken. Da gibt es x Mio Beispiele zur Kurvendiskussion/Rekonstruktion (Skischanze, Straßenbau) und zur Extremwertprobleme (Cola-Dose, Tetrapack,...), wer unbedint auf Anwendung steht. Das kann also keine Ausrede sein.
Außerdem kann man das selbst ohne viel Mühe ergoogeln, um sich einen Überblick zu schaffen, für was Kurvendisk. gut sein könnte.

Wer Mathe auswendig lernt, hat sich doch selbst nie eine Chance gegeben, dieses Fach halbwegs zu verstehen. Gesellschaftlich wird es sogar noch toleriert. "Kann halt nicht jeder." Das ist einfach nicht richtig.
Es ist kein Wunder, dass dann in der 11./12. Klasse die Probleme anfangen, dass das Ganze ja eine Hexe erfunden hätte und ich mathematisch ja nicht so begabt bin. Da kräht kein Hahn nach.

Aber versuchen, einen VZW zur Entscheidung von Hoch- oder Tiefpunkt oder f´´(x) = 0 für Wendepunkte wirklich nachzuvollziehen, das machen die wenigsten. Dabei ist es doch wahrlich nicht kompliziert.

Und zum Schluss sollten viele ebenfalls verstehen, dass Mathematik DAS Fach für Problemlösung ist. Hier lernt man, ruhig, mit Ausdauer und ohne Druck ein Problem logisch anzugehen. Dabei geht es nicht darum, ob ich jemals ein Kreuzprodukt oder arcsin brauchen werde.
Man sollte sich damit anfreunden, dass man in diesem Fach mehr lernen kann, als das von vielen behauptete Rechnen.

Wer dem Fach keine Chance gibt, hat keine Chance, so einfach ist das.
Baerchen72
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Anmeldungsdatum: 18.12.2015
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 27 Mai 2016 - 00:33:58    Titel:

Bei uns in Bayern gibt es keine LKs. Wir haben die Fächer, die wir weiterführen wollen und die Abitur-Fächer gewählt, aber bei uns gibt es weder GK noch LK. Ich hatte überlegt die Fos bis zur 12. also zur FHR zu machen und danach evtl. die Fos 13 für die AHR.
Hier ist mal ein Stundenplan einer Fos in Bayern im Sozialwesen (mein angestrebter Zweig).
Man hat also auch hier einen festen Stundenplan ohne GK und LK, lediglich Profilfächer gibt es.
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