Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Soll ich zu Psychologie wechseln?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Soll ich zu Psychologie wechseln?
 
Autor Nachricht
LeiderOhneNamen
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 10.04.2014
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2016 - 02:23:24    Titel: Soll ich zu Psychologie wechseln?

Hallo verehrte Protokollanten,

nachdem ich 4 Semester Physik studiert habe und nur etwa die Hälfte an Credits sammeln konnte, fange ich nun an immer stärker an meiner Studienwahl zu zweifeln.

Zudem habe ich mich schon seit frühester Jugend sehr viel mehr für Inhalte aus der Psychologie interessiert. Da ich nicht den erforderlichen Abischnitt habe, um dies in DE zu studieren, war es vermutlich den größeren Aufnahmehürden , den äußeren Erwartungen und meiner Bequemlichkeit geschuldet, dass ich mich einfach an der Uni meiner Heimatstadt für Physik eingeschrieben habe, anstatt mich auf einem anderen Weg um einen Psychologieplatz zu bemühen.

Da mich eigentlich nur die psychologische Forschung/Neurowissenschaft interessiert und ich auf keinen Fall als Therapeut oder Coach arbeiten möchte, frage ich mich welche Bedingungen dafür erfüllt seien müssen und wie wahrscheinlich es ist, eine Stelle in diesem Bereich zu finden. Also grundsätzlich interessiert mich, ob es überhaupt Sinn macht, Psychologie zu studieren, wenn man nur in diese Richtung möchte und außerdem sozial eher inkompetent ist ? ("bzw. sozial nicht sehr verträglich und eher introvertiert ist")

Einer der Hauptgründe ist offen gesagt auch, dass der Aufwand im Physikstudium ein derart ungesundes Maß bei mir angenommen, dass ich mit meinen Nerven tatsächlich mehr als einmal am Ende war.

Wie sieht das im Vergleich zum Psychologiestudium aus? Ist es auch möglich dies durchzustehen, wenn man eher mit einer sensiblen Seele "gesegnet" wurde.

Bin dankbar für jegliche Auskunft.
konstantin87
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5978

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2016 - 14:29:58    Titel:

Vorab: Nach vier Semestern eines Physik-Studiums zwei bestandene Semester aufweisen zu können, ist etwas, dass die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung höchstwahrscheinlich nicht schaffen würde. Abgesehen von Mathematik selbst ist Physik wohl das mathematisch anspruchsvollste Studium, was es gibt (vor Informatik und den Ingenieurwissenschaften).

Ohne zu wissen wobei du in Physik konkret Probleme hast, wird hier niemand darüber rätseln können, ob du es in Psychologie besser machen würdest. Das ist eine sehr individuelle subjektive Fragestellung, wo du nicht mehr als Mutmaßungen erwarten kannst.
Falls man das überhaupt als "Probleme" bezeichnen kann. Vermutlich brauchen die meisten Physiker grob 4-5 Semester mehr als die Regelstudienzeit bis der Master durch ist.

Kognitive Neurowissenschaften ist jetzt aber auch nichts, was ohne Biotechnologie/Physik/Informatik auskommt. Deshalb solltest du dich sorgfältig darüber informieren. Für ein "Sensibelchen" wird vermutlich auch das kein Durchlauf (letztlich wächst der Mensch aber nur an Herausforderungen. Wer nie gefordert wird und immer nur Dienst nach Vorschrift macht, der wird niemals etwas erreichen).

Ich habe in meinem Leben schon so einige "sozial-inkompatible" Mathematiker, Physiker, Informatiker und teilweise auch Elektroingenieure kennengelernt, selbst unter Professoren. Diese Erfahrung kann man natürlich nicht pauschalisieren, weil sie nicht repräsentativ ist (z.B. im Automotive gibt es viele Abteilungsleiter, die als Informatiker sehr gut auf der sozialen Ebene können).
Darüber musst du dir jedenfalls keine Gedanken machen, ich würde mir aber trotzdem Mühe geben etwas Anschluss zu bekommen.
London Screaming
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 04.04.2013
Beiträge: 198

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2016 - 21:12:08    Titel:

Hallo LeiderOhneName, vorab solltest du wissen, dass du eine solche Entscheidung nicht (allein) auf Basis der Ratschläge in einem mehr oder weniger anonymen Internetforum fällen solltest.
Aber dann trotzdem mal zu meinem Ratschlag Wink : ich sehe das sehr ähnlich, wie Konstantin87; weniger ECTS zu haben, als der Studienplan zum aktuellen Zeitpunkt vorsieht, ist absolut keine Schande, das geht mehreren Leuten so. Das mit dem Ausmaß des Arbeitsaufwandes ist so eine Sache...auch ich war am Anfang meines Studiums (Mathematik) oft ratlos mit den Nerven am Ende und habe mich gefragt, ob ich das gesund durchstehe. Allerdings hat sich gezeigt, dass man erstmal in die Denkstruktur, auf der ein solches Studium aufbaut, reinkommen muss (ich denke in diesem Punkt sind sich Mathe und Physik sehr ähnlich) und wenn man das dann mal geschafft hat, fällt einem Vieles nicht mehr so schwer. Dabei ist aber nicht der Anspruch des Studiums gesunken, vielmehr hat man sich einfach daran gewöhnt und einen gewissen Rhythmus gefunden.
Außerdem muss man in einem solchen Studium immer wieder "Niederlagen" verkraften (damit meine ich jetzt z.B. Aufgaben auf Blättern, die man nicht geschafft hat), das ist allerdings schon etwas, was du im 4. Semester gelernt haben solltest - trotz deiner sensiblen Seele Wink Smile !
Jedenfalls solltest du dich fragen, ob du bereit bist, weiterhin so viel Arbeit in ein Studium zu investieren und ob dich dessen Inhalt so sehr interessiert, dass du dir vorstellen kannst, damit einen (großen) Teil deines Lebens zu füllen (nämlich dein Berufsleben). Wenn du in Physik nicht diese "gewisse" intrinsische Motivation mitbringst dann wird es leider schwer, das durchzustehen, ohne sehr missmutig zu werden; das gilt aber eigentlich für alle Naturwissenschaften.

Zum Thema Psychologie kann ich eigentlich nichts sagen, ich kenne jedoch jemanden, der an dieser Hagener Fernuniversität Psychologie im Bachelor parallel zu seinem Präsenzstudium studiert. Soweit ich weiß, muss man dort "nur" ein Abitur vorweisen und es gibt keinen Numerus Clausus. Ist halt kein Präsenzstudium und für eine Karriere in der Forschung vielleicht zunächst nicht die optimale Ausgangsposition. Aber du kannst ja mal schauen, vielleicht ist das was für dich!

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Glück bei deiner Entscheidung Wink
vorlesungsmuffel
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 22.06.2017
Beiträge: 20
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 23 Jun 2017 - 06:01:05    Titel: Sensibilität ist doch gut fürs Psychologiestudium

Ich finde, gerade dann, wenn jemand besonders sensibel ist, ist er auch besonders gut für das Psychologiestudium und gegebenenfalls für die spätere Praxis gut geeignet.

Nur Mut und auf gehts!
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Soll ich zu Psychologie wechseln?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum