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Herausgabeanspruch §985
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saschlin
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Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2016 - 19:41:37    Titel: Herausgabeanspruch §985

Hey Leute, ich hätte mal eine Frage zum Herausgabeanspruch §985 BGB und hoffe jemand von euch kann mir helfen. Ich schreibe gerade meine Hausarbeit und stehe irgendwie auf dem Schlauch. Und zwar lautet der Sachverhalt zusammengefasst so :

Der O besitzt bis zu seiner Flucht ein teures Gemälde, dass er bei seiner Flucht zurücklassen muss. Was dann mit dem Bild genau passiert ist unklar, jedoch landet es im Besitz des V, der es irgendwann nicht mehr haben möchte und mit dem Sperrmüll entsorgt. Der K findet dieses Bild auf dem Sperrmüll und nimmt es mit. E, der Enkel des O, kriegt das durch Zufall mit und verlangt Herausgabe des Bildes, da er der Meinung ist es gehört zu seinem Erbe.

So jetzt zu dem eigentlichen Problem das ich habe.

Gefragt ist nach dem Anspruch E gegen K. Jedoch kann ich den Anspruch doch nicht prüfen ohne V mit einzubeziehen oder ? Ich hab irgendwie die Befürchtung das ich in der Prüfung was durcheinander gebracht habe. Diese schaut wie folgt aus :

I. Herausgabeanspruch E gegen K gemäß §985 BGB

1. Besitz des K

2. Eigentum des E ?

a) Ursprüngliche Eigentumslage : O war Eigentümer

b) Eigentumsverlust O an V durch Dereliktion (-)

c) Eigentumsverlust des O an die Stadt gemäß §929, 932 BGB (-)

d) Eigentumsverlust des O durch Ersitzung des V §937 BGB (+)

e) Eigentumserwerb des K durch Aneignung §958 BGB (+)

3. Ergebnis : E hat keinen Anspruch gegen K, weil O das Eigentum schon vor seinem Tod verloren hat und E somit nie geerbt hat.



Darf ich das so einfach prüfen? Weil eigentlich ist ja nur der Anspruch E gegen K gefragt, aber um zu erläutern wie K das Eigentum erlangt hat muss ich doch auch auf V eingehen oder nicht ? Bin irgendwie verwirrt. Vielen Dank schon mal für eure Hilfe
Ronnan
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 08.09.2008
Beiträge: 2294
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2016 - 09:24:15    Titel:

hm

also an sich ist das völlig ok und auch tyisch
man prüft eben chronologisch, wie sich die eigentumsverhältnisse verändert haben

allerdings ist es für die bejahnung eines 985er gegen k völlig irrelevant, ob k eigentümer ist, solang es nur e nicht ist

damit könnte man an sich bereits nach der erseitzung die prüfung unter verweis darauf abbrechen, dass kein erneuter eigentumserwerb des o der e in betracht kommt

spielt die eignetümerstellung gerade des k vielleicht noch an anderer stelle eine rolle, sodass man es dann dort behandeln kann?
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