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Benachteiligung wegen Muttersprache
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Malli124
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Anmeldungsdatum: 03.09.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2016 - 10:41:34    Titel: Benachteiligung wegen Muttersprache

Hallo ihr Smile
Ich löse gerade diesen Fall und bin mir unsicher ob mein Lösungsweg der richtige ist.

Herr K bewarb sich im März 2016 um eine befristete Stelle als Bürohilfe bei T, die für die Unterstützung eines Buchprojekts benötigt wurde. Neben guten PC-Kenntnissen und ersten Erfahrungen in der Büroarbeit enthielt die Stellenausschreibung die Anforderung „Deutsch als Muttersprache“. Tatsächlich ist die Muttersprache von Herrn K Russisch, er spricht jedoch fließend und fehlerfrei Deutsch. Wegen seiner Kenntnisse und der fehlerfreien Beherrschung der deutschen Sprache war er objektiv für die Stelle sehr gut geeignet. Stattdessen wurde Herr A eingestellt, dessen Eltern Deutsche sind und der in Deutschland aufgewachsen ist.
K fühlt sich diskriminiert und verlangt eine angemessene Entschädigung in Geld. Zu Recht?


Meine Lösungsskizze:
I.Anspruch Y gegen F auf angemessene Entschädigung aus § 15 II AGG

Voraussetzung: Verstoß gegen Benachteiligungsverbot des § 7 AGG

a) Unmittelbare Benachteiligung ( § 3 II AGG) des Y wegen eines Grundes gem. 1 AGG (+)

- Beweislastumkehr (§ 22 AGG)

b) Keine Rechtfertigung gem. § 8 I AGG

Rechtsfolge: Angemessene Entschädigung für immateriellen Schaden

immaterieller Schaden (-)

Beschränkung auf drei Monatsgehälter gem. § 15 II AGG
Anspruch Y gegen F auf Ersatz des Vermögensschadens aus § 15 I AGG


Ab hier bin ich mir unsicher ob es richtig von mir ist;
1.Voraussetzung
a) Verstoß gegen Benachteiligungsverbot des § 7 I AGG (+)

b) Vertretenmüssen der B §276 BGB (+) - Beweislastumkehr

2.Rechtsfolge: Ersatz des Vermögensschadens. Vorliegen eines Vermögensschadens (-): Keine Anhaltspunkte im Sachverhalt, dass Y ohne Benachteiligung eingestellt worden wäre.



Bin ich auf dem richtigen Weg oder kann er doch Geld verlangen?
Danke
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