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Mathestudium, Lehramt, ohne ein Brain zu sein
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Farina1996
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Anmeldungsdatum: 02.11.2016
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2016 - 15:32:45    Titel: Mathestudium, Lehramt, ohne ein Brain zu sein

Studiere jetzt im 1. Semester und wir Lehrämter sitzen da mit den Bachelor Leuten zusammen...
Ich wusste vorab, dass es nichts mit Schulmathe zu tun hat und hart werden wird...es wurde aber immer gesagt, dass es mit Fleß machbar ist....und als späterer Lehrer kommt es ja eh darauf an den Stoff gut zu vermitteln, und nicht die Wissenschaft weiterzubringen.

Ich bin kein Superbrain aber halt fleißig...doch mir kommt es nach den paar Wochen so vor als kratzt man mit normalem IQ trotz Fleiß gerade so an der Bestehensmarke...nicht so motivierend. Irgendwie fehlt dann auch die Motivation sich mit den schwierigen Aufgaben zu beschäftigen, weil man denkt, dass man das eh nicht hinbekommt...
Mich interessiert ja die Mathematik aber langsam frage ich mich echt, ob man das als Normalo hinbekommt.
Hat vlt. jemand Tips bzw. denkt ihr, dass es irgendwann besser wird?
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2016 - 17:21:43    Titel:

Hi,

Zitat:
und als späterer Lehrer kommt es ja eh darauf an den Stoff gut zu vermitteln
.

Richtig, aber um das Thema gut zu vermitteln, muss man halt ein wenig Background haben und Background in Mathematik ist halt diese "knallharte" Theorie.

Einfaches Beispiel.

Irgendwann in Algebra untersucht man den gemeinsamen Nenner. Also für was er eigentlich da ist? Warum gibt es, wenn man multipliziert keinen gemeinsamen Nenner? Und warum teilt man einen Bruch, in dem man mit dem Kehrwert multipliziert?

Das ist für uns so selbstverständlich, dass man vergisst, dass es eine mathematische Motivation dafür gibt. Nichts ist Zufall. Damit muss man sich erstmal anfreunden.

Dieses Studium beantwortet Fragen nach dem "Warum wird etwas genauso gemacht?"

Und meine Erfahrung mit Lehrämtlern ist es (hatte sie selbst mehrere Semester in meinem Studium), dass diese das genau nicht so sehen.
Eher "Brauch ich eh nicht blabla".

Eben doch. Man will Lehrer werden, das heißt, man sollte sich schon ein wenig auskennen, selbst wenn man Differenzierbarkeit nie so beweisen wird, wie in der Uni. Irgendein Schüler wird fragen.

Und dann kommt die Antwort: "macht man halt so".

Um das zu vermeiden, sitzen die L3er im Bachelor-Kurs, zurecht, wie ich finde.

Mathe-L3 ist eh schon sehr sporadisch, um nicht zu sagen einfach. Noch einfacher würde bedeuten, dass planlose Studenen tatsächlich Lehrer werden.

Frag mal bei Dir im Kurs, wieso Lehramt?

Ein Teil wird sagen: "Mathe LK 13 Punkte."
Ein weiterer Teil: "Mangelfach, Jobgarantie."
Ein weiterer Teil: "Hatte keine Ahnung, ich werde Leherer."

Alles schon gehört.

Sehr wenige werden sagen: "Weil ich Bock darauf habe, Mathematik endlich mal anständig zu vermitteln."

Zu welcher Gruppe gehörst Du?

Als Lehrer hast Du eine rießen Verantwortung. Dazu gehört eben auch mal Bachelor-Kurse zu belegen und zeigen, dass man bereit ist, seine Freizeit zu opfern. Talent ist nicht schlecht, aber nicht notwendig. Aber ganz ohne geht es halt auch nicht.

Mathe ist nicht etwas, was man einfach so studiert.
Man muss sich klar sein, wie Mathematik arbeitet.
Man muss richtig Bock darauf haben und bereit sein, viel viel Freizeit dafür zu opfern.

Viel Erfolg!!!
jh8979
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2035

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2016 - 17:53:17    Titel:

Deniz hat es ja im wesentlichen schon alles gesagt. Daher von mir nur nochmal kurz in anderen Worten:
Ein Mathelehrer muss in der Lage sein exakt aufzuschreiben wie z.B. Stetigkeit definiert ist (Fuer alle epsilon existiert ein delta ...) und zwar möglichst ohne lange nachzudenken. Das Beherrschen des Faches ist eine notwendige Bedingung, um ein guter Lehrer zu sein (aber keine hinreichende).

In voller Exakt- und Vollstaendigkeit wird man in der Schule selten Mathematik unterrichten und so abstrakt wie an der Uni offensichtlich auch nicht. Aber das was man unterrichtet darf nie falsch sein, nur weil es didaktisch vereinfacht wurde.

Und vllt nochmal direkt zu Dir:
Farina1996 hat folgendes geschrieben:

Ich bin kein Superbrain aber halt fleißig...

Superbrains werden da die wenigsten sein. Dass Du fleissig bist, ist das wichtigste. Auch bei den "richtigen" Mathe-Bachelorstudenten werden genug ihre Probleme haben. Und glaub mir: Nächstes Semester wirst Du Dir über die "schweren" Themen des zweiten Semesters den Kopf zerbrechen und wehmütig auf das erste Semester zurückblicken, dessen Themen Dir jetzt so einfach vorkommen... Smile
Farina1996
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Anmeldungsdatum: 02.11.2016
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2016 - 19:16:28    Titel:

Danke:)
Also meine Motivation ist auf jeden Fall mal guten Unterricht zu geben, nicht so wie die meisten meiner Mathelehrer:D
Es erscheint halt alles so gewaltig und wie ein Fass ohne Boden...
jh8979
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Anmeldungsdatum: 04.07.2012
Beiträge: 2035

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2016 - 19:56:28    Titel:

Farina1996 hat folgendes geschrieben:

Es erscheint halt alles so gewaltig und wie ein Fass ohne Boden...

Das geht den meisten so.

Arbeite jetzt fleissig und hart mit. Das sind die Grundlagen, die Dir nachher das Leben extrem vereinfachen.
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