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1. Staatsexamen mündliche Prüfung Hessen
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> 1. Staatsexamen mündliche Prüfung Hessen
 
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ebbelwoi
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Anmeldungsdatum: 07.06.2016
Beiträge: 7
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2016 - 10:52:38    Titel: 1. Staatsexamen mündliche Prüfung Hessen

Hallo zusammen,

wir habt ihr euch auf die mündliche Prüfung vorbereitet?
Ich habe nun angefangen meine Karteikarten zu wiederholen und informiere mich über die Rechtssprechung.

Habt ihr Tipps für mich, welche für euch besonders hilfreich waren? Z. B. Buchtipps oder gewisse Verhaltenstipps bei der Prüfung selbst?

Vielen Dank im Voraus und ein schönes Wochenende!
LuluLawless
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Anmeldungsdatum: 25.09.2011
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2016 - 16:36:17    Titel:

Generell hängt es ein wenig vom Dozenten und deiner schriftlichen Note ab.

Wenn du eher im unteren Bereich warst, kommen häufig einfache allgemeine Fragen über Grundlagen dran, vielleicht mal ein paar simple Anwendungen in Form von Kurzfällen. Insoweit verwendest du deine Zeit jetzt besser mit Basics als mit der aktuellen Rechtsprechung.

Andere Prüfer bauen manchmal in der Tat aktuelle Entscheidungen in einen Fall ein, aber nicht so häufig, wie man denkt und schon gar nicht a la "Was sagte der BGH jüngst zu XYZ?". Im Zweifel redet der Prüfer über das, was er selbst gut kann. Meist kommt da höchstens ein Aufhänger (zB OMT-Beschluss für Fragen der ultra-vires-Kontrolle).

Insoweit sollte man auch zwischen Praktikern und Professoren unterscheiden. Gerade Amtsrichter und dergleichen stellen Fragen aus ihrem Alltag, nicht zuletzt, weil sie viel Materie wieder vergessen haben. In einer Prüfung bei uns war mal ein Strafrichter dabei, der fast ausschließlich StPO-Fragen zu Haftbefehl, Instanzenzug und Beschwerde stellte und dann zum Abschluss noch ein Standardfall zum Raub vorbrachte.

Insoweit ist es auch keine schlechte Idee, sich bei der Fachschaft die Protokolle aus vorherigen Kampagnen anzusehen. Viele Prüfer recyclen ihre Fragen.


Allgemeine Tipps:

- ganz deutlich auf die Fragen antworten und nicht herumschwafeln; ständig verdeutlichen, dass man noch weiß, was gefragt wurde
- wenn du gar keine Ahnung hast, zumindest ein wenig mutmaßen und auf allgemeine Prinzipien zu sprechen kommen (effet utile, Privatautonomie, Verbraucherschutz, Rechtsstaatsprinzip etc.)
- nachfragen und die Frage neu formulieren lassen, wenn man etwas nicht versteht
- Unsicherheit und Nervosität nicht zeigen; Schüchternheit wird von vielen (leider) als Inkompetenz ausgelegt
- viele viele Fälle machen und deren Lösung ggf. mündlich vortragen, so als ob du jemandem erklärst, wie der Fall zu lösen war, der dich danach gefragt hat
- wenn möglich, Prüfungssituation simulieren; hier gibt es kommerzielle Anbieter oder du fragst einfach Kommilitonen oder einen AG-Leiter
- ansonsten auch keine großen Experimente wagen, wenn du nur wenig Vorbereitungszeit hast; mach das, was dir erfahrenermaßen hilft

Viel Erfolg.
ebbelwoi
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Anmeldungsdatum: 07.06.2016
Beiträge: 7
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2017 - 00:46:50    Titel:

vielen lieben Dank für die wertvollen Tipps Smile
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1202
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2017 - 13:46:46    Titel:

Also, wenn ich das richtig sehe ( https://jpa-wiesbaden-justiz.hessen.de/irj/Justizpruefungsamt_Internet?uid=a71bde6f-830b-11ae-b6df-197ccf4e69f2 ) habt ihr in Hessen auch einen Kurzvortrag.


Wenn du noch ein paar Wochen Zeit hast, solltest du unbedingt noch so 4 oder besser noch (viel) mehr Kurzvorträge machen und dich dabei von Studienkollegen (jeden, den du finden kannst) bewerten lassen.

Dein Kurzvortrag ist nämlich quasi die erste Präsentation deiner Person vor der gesamten Prüfungskommission und es macht unglaublich Eindruck, wenn jemand klar und flüssig am Gesetz orientiert einen Fall lösen kann.

Ich möchte mal behaupten, dass das die Wenigsten deiner Mitgeprüften können werden.


Wenn du mal ne Rechtsreferendar AG besuchen würdest (was natürlich nicht geht, da du da ja - noch - nix verloren hast), würdest de sehen, dass die meisten dortigen Vorträge grottig verlaufen (mit ähhhs und hmmms .. moments .. oh, da bin ich gerade raus und so. Das ändert sich erst spät, nach mehrfacher Übung auf's zweite Staatsexamen hin.


Es macht auf jeden Fall Sinn, den Kurzvortrag vor'm (1. und 2.) Staatsexamen öfter zu üben (gibt auch Vortragsbücher dafür .. mußt de mal recherchieren. Sehe aber gerade, dass auch das JPA Hessen ein paar hochgestellt hat - https://jpa-wiesbaden-justiz.hessen.de/irj/Justizpruefungsamt_Internet?cid=56f793f747c301c774647a1f06d002ae . Bücher dürften aber den Vorteil haben, dass da auch gleich Lösungsvorschläge mitabgedruckt sind).
Wenn du dich da von anderen abheben kannst, fällt das direkt positiv ins Licht.
ebbelwoi
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Anmeldungsdatum: 07.06.2016
Beiträge: 7
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2017 - 14:41:46    Titel:

vielen Dank für deine Tipps. In Hessen haben wir allerdings keinen Kurzvortrag im 1. Examen.
hani125
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1202
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2017 - 20:50:31    Titel:

Ah, na dann. Viel Erfolg für's Erste!
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