Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Stilmittel eines Gedichtes
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Stilmittel eines Gedichtes
 
Autor Nachricht
darkhuhu
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 22.01.2017
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2017 - 16:00:12    Titel: Stilmittel eines Gedichtes

Hallo liebe Community,

Zitat:
Ein Tanzbär war der Kett entrissen,
Kam wieder in den Wald zurück,
Und tanzte seiner Schar ein Meisterstück
Auf den gewohnten Hinterfüßen.
»Seht«, schrie er, »das ist Kunst; das lernt man in der Welt.
Tut mir es nach, wenns euch gefällt,
Und wenn ihr könnt!« »Geh«, brummt ein alter Bär,
»Dergleichen Kunst, sie sei so schwer,
Sie sei so rar sie sei!
Zeigt deinen niedern Geist und deine Sklaverei.«
*
Ein großer Hofmann sein,
Ein Mann, dem Schmeichelei und List
Statt Witz und Tugend ist;
Der durch Kabalen steigt, des Fürsten Gunst erstiehlt,
Mit Wort und Schwur als Komplimenten spielt,
Ein solcher Mann, ein großer Hofmann sein,
Schließt das Lob oder Tadel ein?


Ich hab bei diesem Gedicht, die Stilmittel raussuchen müssen. Da dies ein Teil meiner mündlichen Note wird. Jetzt wollte ich nur noch von jemandem anderem eine Bestätigung hören, ob diese rhetorischen Mittel richtig sind.


Paranthese : Vers 5 : "das ist Kunst; das lernt man in der Welt."

Hyperbel: "ein alter Bär" Vers 7

Assonanz, Repetitio "Sie sei so rar sie sei"

Ironie: "Ein großer Hofmann" Vers 11

Anitthese: "dem schmeichelei und list, statt witz und tugend ist" Vers 12f.

rhetorische Frage: "Schließt das Lob oder Tadel ein? letzter Vers


Hab ich etwas vergessen oder stimmen ein paar Mittel nicht?

Vielen Dank und schönen Tag noch

L.
Generaltoni
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1728
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2017 - 15:04:51    Titel:

Gottholf Ephraim Lessing:
Der Tanzbär

Ein Tanzbär war der Kett' entrissen,
Kam wieder in den Wald zurück,
Und tanzte seiner Schar ein Meisterstück
Auf den gewohnten Hinterfüßen.
"Seht", schrie er, "das ist Kunst; das lernt man in der Welt.
Tut es mir nach, wenn's euch gefällt,
und wenn ihr könnt!" - "Geh", brummt ein alter Bär,
"Dergleichen Kunst, sie sei so schwer,
Sie sei so rar sie sei,
Zeigt deinen niedern Geist und deine Sklaverei."

Ein großer Hofmann sein,
Ein Mann, dem Schmeichelei und List
Statt Witz und Tugend ist;
Der durch Kabalen steigt, des Fürsten Gunst erstiehlt,
Mit Wort und Schwur als Komplimenten spielt,
Ein solcher Mann, ein großer Hofmann sein,
Schließt das Lob oder Tadel ein?


Das Gedicht hat sicherlich ursprünglich so ausgesehen: mit Autor und mit richtiger Strophenfolge.
*
Hast du dir wirklich eine Liste mit den wichtigsten stilistisch-poetischen Mitteln zugrunde gelegt?
So was steht in jedem Deutsch-Lesewerk...

Oder hier z. B.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_rhetorischer_Stilmittel
- Lies mal da nach, was eine Hyperbel ist...
Auch beim Zitieren (beim Belegen und Benennen der Textstelle - gilt unsere Normalrechtschreibung. Du schreibst auch Begriffe falsch. Warum?
*
Du kannst dich auch aus dieser Interpretation bedienen; damit du ein Gespür bekommst, was solch ein Gedicht, ein didaktisches Kunstwerk, ist:

http://www.keinverlag.de/texte.php?text=288199
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Stilmittel eines Gedichtes
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum