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Von Maschinenbau zu Bauingenieurswesen wechseln?
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xexix19xx
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Anmeldungsdatum: 30.01.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 23 März 2017 - 05:33:57    Titel: Von Maschinenbau zu Bauingenieurswesen wechseln?

Hallo, ich am verzweifeln. Ich studiere jetzt im 3. Semester Maschinenbau an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Bin allerdings noch ganz am Anfang, da ich in dieser Zeit Vollzeit als Promoter gearbeitet habe und meinen Tätigkeiten als Student nicht nachkommen konnte. Mein Problem ist, das ich nicht genau weiß was ich will. Ich habe mich schon immer für die Technik interessiert. Alle meine Praktikas und die Fachhochschulreife habe ich im Madchinenbau absolviert. Ich habe die letzten Zeit meine Interessen im Bau bemerkt. Etwas zu erschaffen was man auch sieht und weiß hier habe ich mitgewirkt. Die ganze Umwelt besteht aus Bauwerken, Mann hat die Sachen halt vor der Nase. Ich will einen Job mit Abwechslung. Wo ich auch viel unterwegs bin ( bei Bau z.B. auf Baustellen) und nicht die ganze Zeit im selben Gebäude am Rechner sitze und nur an CAD Zeichnungen sitze. Ich weiß halt nicht wie die Realität aussieht. Ist die Industrie eintönig? Ich stelle es mir so vor, dass ich im Maschinenbau sehr in die Materie rein gehe, lange Zeit an einem Komponennten beschäftigtbin, welches man am Ende nicht mal wirklich sieht. Bei Bau hingegen stelle ich es mir so vor, das man viel individueller arbeitet, in kürzeren Abschnitten neue Einzelprojekte hat, die man auch sehen kann wie sie entstehen und dann ist man schon am nächsten Projekt eine Brücke, Gebäude oder sonstiges was Einzelprojekte und kein Massenprodukt ist was man lange Zeit entwickelt. Wie schaut es aber wirklich aus? Kann Maschinenbau auch so sein wie ich den Bau beschrieben habe oder ist es das Mitwirken an Bauprojekten eventuell gar nicht so ? Dazu kommt noch, wie schaut es aus wenn man sich später Selbstständig machen möchte? In der Baubranche ist das wohl einfacher ?

Damals wo ich mich für Maschinenbau eingeschrieben habe, war ich eigentlich der festen Entschlossenheit das es das richtige ist. Bin halt immer von Motoren oder sonstiges begeistert gewesen. Allerdings auch vom Brückenbau und dort sieht man vieles mehr an den Teilen und kann es eventuell einfacher verstehen. Finde es halt auch faszinierend wenn ich ins Taal schaue und die Autobahnbrücken sehe. Ich denke jetzt halt, dass man im Bau viel mehr macht, es auch sieht und viel Abwechselung hat. Bei Maschinenbau hingegen ist man eventuell in einem großen Projekt an einem winzigen Teil beschäftigt, was später in dem ganzen einfach untertaucht.

Was könnt ihr zu meinen Gedanken sagen, sehe ich die Dinge eventuell komplett falsch? Wie schaut die Arbeit der verschiedenen Ingenieure wirklich aus? Ist es auch Möglich als z.B. Maschinenbauer irgendwann im Bau zu landen oder halt anders herum ?
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 971

BeitragVerfasst am: 24 März 2017 - 09:29:52    Titel:

Zitat:
Ich will einen Job mit Abwechslung. Wo ich auch viel unterwegs bin ( bei Bau z.B. auf Baustellen) und nicht die ganze Zeit im selben Gebäude am Rechner sitze und nur an CAD Zeichnungen sitze.

Im Maschinenbau (Konstruktion) dürfte die Arbeit am CAD eher die Regel sein. Es gibt aber auch Leute in der Inbetriebnahme oder Projektierung, die recht häufig durch die Lande fahren um Maschinen aufzustellen oder neue Projekte beim Kunden anzuschieben. Auch der normale Konstrukteur hat Kontakt zu Kunden und muss gelegentlich bei Konstruktionsvorstellungen oder Kundenänderungswünschen (an älteren Maschinen) auf die Piste.

Zitat:

Bei Bau hingegen stelle ich es mir so vor, das man viel individueller arbeitet, in kürzeren Abschnitten neue Einzelprojekte hat, die man auch sehen kann wie sie entstehen und dann ist man schon am nächsten Projekt eine Brücke, Gebäude oder sonstiges was Einzelprojekte und kein Massenprodukt ist was man lange Zeit entwickelt.


Kommt drauf an, wo man tätig ist. Im Sondermaschinenbau (Automatisierungstechnik) sind die Projekte sehr abwechslungsreich und von eher kurzfristiger Natur (meist nur ein paar Wochen). Eine Brücke oder ein größeres Gebäude dauert imho deutlich länger.

Zitat:
Dazu kommt noch, wie schaut es aus wenn man sich später Selbstständig machen möchte?

Als Maschinenbauer (Konstrukteur) benötigst du nur einen PC und die entsprechende Software. Selbständige Maschinenbau-Ingenieure werden derzeit überall gesucht und recht gut bezahlt. Man arbeitet mehr für Stammkunden. Dadurch ist der Preisdruck nicht so hoch wie im Baugewerbe. Allerdings sollte man vor der Selbständigkeit etwas Erfahrung gesammelt haben.
xexix19xx
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Anmeldungsdatum: 30.01.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 07 Apr 2017 - 12:38:15    Titel:

Frankx hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ich will einen Job mit Abwechslung. Wo ich auch viel unterwegs bin ( bei Bau z.B. auf Baustellen) und nicht die ganze Zeit im selben Gebäude am Rechner sitze und nur an CAD Zeichnungen sitze.

Im Maschinenbau (Konstruktion) dürfte die Arbeit am CAD eher die Regel sein. Es gibt aber auch Leute in der Inbetriebnahme oder Projektierung, die recht häufig durch die Lande fahren um Maschinen aufzustellen oder neue Projekte beim Kunden anzuschieben. Auch der normale Konstrukteur hat Kontakt zu Kunden und muss gelegentlich bei Konstruktionsvorstellungen oder Kundenänderungswünschen (an älteren Maschinen) auf die Piste.

Zitat:

Bei Bau hingegen stelle ich es mir so vor, das man viel individueller arbeitet, in kürzeren Abschnitten neue Einzelprojekte hat, die man auch sehen kann wie sie entstehen und dann ist man schon am nächsten Projekt eine Brücke, Gebäude oder sonstiges was Einzelprojekte und kein Massenprodukt ist was man lange Zeit entwickelt.


Kommt drauf an, wo man tätig ist. Im Sondermaschinenbau (Automatisierungstechnik) sind die Projekte sehr abwechslungsreich und von eher kurzfristiger Natur (meist nur ein paar Wochen). Eine Brücke oder ein größeres Gebäude dauert imho deutlich länger.

Zitat:
Dazu kommt noch, wie schaut es aus wenn man sich später Selbstständig machen möchte?

Als Maschinenbauer (Konstrukteur) benötigst du nur einen PC und die entsprechende Software. Selbständige Maschinenbau-Ingenieure werden derzeit überall gesucht und recht gut bezahlt. Man arbeitet mehr für Stammkunden. Dadurch ist der Preisdruck nicht so hoch wie im Baugewerbe. Allerdings sollte man vor der Selbständigkeit etwas Erfahrung gesammelt haben.


Was denkt ihr über das Bauwesen im allgemeinen? Ist die Branche wirklich so heruntergewirtschaftet wie das immer behauptet wird und die Löhne schlechter ?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5978

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2017 - 03:21:20    Titel:

Die Wahrscheinlichkeit als Maschinenbau-Ing im Bau zu landen ist sehr gering. Bedien eine beliebige Suchmaschine zu der seit 10 Jahren steigenden Anzahl von Studenten. Warum sollten Unternehmen jemand fachfremdes einstellen, wenn es genug passende gibt? ...

Selbstständig kannst du sowohl als Maschinenbau-Ing als auch als Bauing werden. Bedenke jedoch das demnächst mit dem Umschwung auf Elektroautos viele Maschinenbauer unnötig werden, weil ein Elektromotor prinzipbedingt einfacher, kostengünstiger und robuster ist.

Auf der anderen Seite: Was findest du an Wolkenkratzern oder Brücken so interessant? Die Optik? Bedenke das da hunderte Menschen dran gearbeitet haben und man auch viele wichtiger Dinge oft nicht sieht. Für das Design sind aber gewöhnlich eher Architekten und nicht Bauingenieure verantwortlich. Letztere kümmern sich eher um Statik und Projektmanagenent.

Einer Kumpel ist wöchentlich mehrere Tage auf Baustellen. Das bedeutet, dass er seine Freundin manchmal über Monate nur am Wochenende sieht, wenn eine neue Baustelle am anderen Ende des Landes ist. Im Extremfall bei einem sehr grossen Projekt kann das auch über Jahre so gehen.

Ich habe einige Bauings im Freundeskreis und bei denen sind die Auftragsbücher auf Jahre voll. Deutschland fängt auch wegen der niedrigen Zinsen endlich an seine morade Infrastruktur zu modernisieren. Das gilt auch für die Bahn. Deshalb würde ich zu Bauingenieurwesen tendieren.

Sicherer sind heutzutage aber eher Studiengänge die etwas mit Informatik oder Elektrotechnik zutun haben (Smarthome, Industrie 4.0, Internet of Things, Cloud, eMobility, 5G, ...). Eventuell ist Mechatronik was für dich. Da kann man auch Inbetriebnahme die Welt sehen (wenn nicht gerade gearbeitet wird xD).
baufred
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Anmeldungsdatum: 20.09.2009
Beiträge: 134
Wohnort: Wolfsburg/San Fulgencio Urb. La Marina

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2017 - 23:20:51    Titel:

... na dann melde ich mich als "alter Sack" zu Wort (seit 10 Jahren im Vorruhestand):
kurze Vita:
> Hauptschulabschluss
> Bauzeichnerlehre (Architekturbüro) > war im Studium in den Hauptfächern schon mehr als die halbe "Miete" - Dank an meinen seinerzeitigen Berufsschullehrer!
> begleitend zur Lehre BAS > Berufsaufbauschule mit Fachschulreife (Vorläufer des Fach-Abis)
> 6 Semester Architektur - Schwerpunkt Baubetrieb (kann man fast als "abgespecktes" Bauing.-Studium, aber speziell f. d. "Hochbau", betrachten > Baukonstruktion, Statik, Baustoffkunde usw.> Examen mit 22J.!!)
> 4 Jahre Architekturbüro in Berlin und am Heimatstandort
> 2 Jahre Hochbauamt eines Landkreises
> 16 Jahre hauseigene Bauplanung in der Automobilindustrie (hierbei 2 Jahre Spanien + 1 Jahr Tschechien > Grossbaustellen > Planung und Schnittstellenbetreuung > 3-4 Tg./Wch. im Ausland ... dabei noch 4 Jahre Spanisch gelernt!! - als Rentner hab ich davon jetzt meine Vorteile Wink
> 14 Jahre dto. > leitend in der Bauinstandhaltung am Standort

... heisst, mein Berufsleben war dermaßen über die Jahre abwechslungsreich und brachte einen gewaltigen Erfahrungsschatz mit sich, der auch im Gehalt honoriert wurde ...

... falls noch die Frage nach EDV-Einsatz kommen sollte > ja, CAD-Anwendung, Statikprogramm(e) und ähnliches wurde mal so nebenbei in der Freizeit per Fortbildung "eingebaut" - heute baue ich meine PC's selber Wink - auch als Rentner macht Fortbildung noch Spass ...

Die Frage stellt sich aber, ob die heutigen Bachelorstudiengänge "in der Tiefe" mit den damaligen Studiengängen mithalten können ...

Saludos ...
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