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Welcher Studiengang ist der schwierigste/einfachste?
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EinMannGBR
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Anmeldungsdatum: 29.08.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 28 Jun 2017 - 21:56:53    Titel: Welcher Studiengang ist der schwierigste/einfachste?

Hallo,

mich würde es mal interessieren, wie ihr den Schwierigkeitsgrad von den gängigen Studiengängen einschätzt.

Ich selbst studiere Jura und finde es nicht so schwer wie immer behauptet wird, habe aber noch kein Examen geschrieben, das anscheinend echt hardcore sein soll. Natürlich sind in Jura 1,x - Noten fast ein Ding der Unmöglichkeit - was halt eben daran liegt, dass das Notensystem einfach ein anderes ist, aber generell kommt es mir eher so mittelschwer vor; mein Arbeitsaufwand ist vermutlich sogar noch geringer als zu Schulzeiten. Mir gefällt daran, dass es primär nicht ums Auswendiglernen, sondern ums Verständnis geht - zumindest scheint mir es so.

Von meinen Freunden, die Maschinenbau/Physik/Chemie etc. studieren, höre ich die ganze Zeit, dass sie teilweise Klausuren mit 90% Durchfallquote haben und sie praktisch keine Freizeit haben und die Ferien mit lauter Laborpraktika etc. voll sind, sodass man gar keinen Urlaub nehmen kann. Bin mir aber auch nicht sicher, ob da übertrieben wird. Mathe soll anscheinend auch übertrieben schwer sein.

Ich selbst habe auch mal PoWi studiert und mir kam es vor wie ein reiner Auswendiglern-Studiengang, um Verständnis schien es da nicht zu gehen.

xoxo
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3056

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2017 - 22:40:28    Titel:

Hi,

erstmal ist es so, dass jedes Studium auf seine Art schwer ist.
Das hängt dann davon ab, wo Deine Interessen liegen.

Außerdem müsste man über "schwer" erstmal reden, also was darunter zu verstehen ist.

Wenn man denkt, 2 Wochen lernen reicht, dann wird das intuitiv als "schwer" empfunden.

Das man aber 2 Monate vorher hätte anfangen können, daran wird garnicht gedacht.

Studium = Interesse (Liebe) + Disziplin + Organistation

mehr nicht. Mit schwer hat das gar nichts zu tun.

Ich z. B. könnte niemals ein Geschichtsstudium durchziehen, weil es mich einfach 0 interessiert.

Ich selbst studiere Mathe und kann Dir aus 1. Hand sagen, dass man Freizeit hat, aber Dir nichts geschenkt wird in diesem Studium.
Machst Du Deine Hausaufgaben nicht, wirst Du zur Prüfung nicht zugelassen.
Und zu Beginn bist Du gut und gerne mal 7 Stunden an Deinen Hausaufgaben dran, davon hast Du 3 die Woche und das geht dann 3 Monate so. Später legt sich das ein wenig, wegen der Routine, die man bekommt, aber Du musst ab der 1. Sekunde am Ball bleiben.

In Mathe ist das halt so:

Wenn ich Dich frage: "Könntest Du Dir ein Mathe-Studium vorstellen?"

Und Du antwortest nicht ab Mitte des Satzes sofort mit "JA!"... dann studiere es nicht. Du wirst nicht glücklich.

Speziell in Mathe brauchst Du 100 % Herz für dieses Fach zu jeder Sekunde.
Ferner kann ein wenig Talent helfen, aber die Liebe ist A und O.

Bist Du dann auch noch bereit auf viel Freizeit zu verzichten, sieht es gut aus.
Denn was man in Mathematik in 1. Linie lernt ist Ausdauer.
Deine Frustrationstoleranz wird ziemlich auf die Probe gestellt.

80 % Durchfallquote entsteht, nicht weil es "schwer" ist, sondern weil die Leute nicht beißen, oder gedacht haben, Mathematik wäre 1 + 1.

Das ist der wahre Grund.
Es geht nur mit Kampf und das kapieren halt viele nicht.

Finde ich Mathematik schwer?
Nein. Ich bin zwar kein Euler oder Gauß, aber ich habe Bock diesen Kampf anzunehmen.

Lustigerweise ist Mathematik von der logischen Seite her sogar das einfachste Studium, weil es deduktiv ist.

In Chemie die Praktika sind ebenfalls aufwendig. Heftig ist das schon.
"Heftig" im Sinne von "Zeit" und darum geht es den Meisten.

Falsch organisiert oder andere Prioritäten oder naiver Zugang zum Studium.

Zu Dir? Was heißt für Dich "schwer"?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5978

BeitragVerfasst am: 02 Jul 2017 - 03:56:49    Titel:

Mehr ist dazu nicht zu sagen. Deniz trifft den Nagel auf den Kopf.

Um zu prüfen wie "schwierig" etwas ist, musst du zunächst definieren was "schwierig" bedeutet. Ein Spitzenabsolvent des Sozialwesens wird wahrscheinlich an Mathe scheitern oder zumindest schlechter abschneiden als ein guter Mathematiker in Mathe. Aber umgekehrt gilt das für den Mathematiker in Sozialwesen auch. Was ist nun schwieriger? Kann man so gar nicht sagen....
EinMannGBR
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Anmeldungsdatum: 29.08.2016
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2017 - 19:19:02    Titel:

Schwierigkeit: inwieweit es darum geht, komplexe Zusammenhänge nachvollziehen und in Form von Prüfungsleistungen reproduzieren zu können, oder aber auch neue Zusammenhänge in der Prüfung auf Papier zu bringen (eigenständige Denkleistungen), im bloßen Gegensatz zu reinem Auswendiglernen.

Denke schon, dass es hier gewaltige Unterschiede zwischen unterschiedlichen Studiengängen gibt. Klar gibt es immer eine subjektive Komponente (was einem eher "liegt"), die meiner Meinung nach aber den kleineren Teil ausmacht.

Weiterhin ist es natürlich auch richtig, dass es aufs Interesse und auf die Lernbereitschaft des Einzelnen in Hinblick auf die unterschiedlichen Fächer ankommt. Dieses sei in dieser Betrachtung aber zu vernachlässigen.

Bei dieser Betrachtungsweise sollte man zu klareren Antworten kommen. Indem man sagt "es kommt eben darauf an" macht man es sich meiner Meinung nach zu einfach.
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3056

BeitragVerfasst am: 03 Jul 2017 - 19:35:56    Titel:

Nein,
Du machst es Dir zu einfach.

Du hast nun eine Definition von "schwer" gegeben.

Zitat:

inwieweit es darum geht, komplexe Zusammenhänge nachvollziehen und in Form von Prüfungsleistungen reproduzieren zu können, oder aber auch neue Zusammenhänge in der Prüfung auf Papier zu bringen (eigenständige Denkleistungen), im bloßen Gegensatz zu reinem Auswendiglernen.


Und genau das ist es, was ich meine.

Die meisten wollen einfach alles geschenkt bekommen.
Nach Deiner Definition ist Mathematik das "schwierigste" Studium.

Das Wort Mathematik heißt (aus dem Griechischen) nämlich "Denken"....

Und genau das wollen die meisten nicht.

Eine andere, vermutlich äquivalente Definition von "schwer" ist:

Zitat:
So wenig Zeit, wie möglich.


Ob die nun äquivalent ist, oder nicht. Da will ich mich jetzt nicht reinsteigern.

Aber es nervt mich gewaltig, ein Studium aus der Sicht zu betrachten.

Denn seine eigenen Birne darf man ruhig mal zum Glühen bringen. Rolling Eyes
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24242

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2017 - 10:05:13    Titel:

Also ich fand mein Mathe-Studium recht einfach, während ich in BWL vor die Hunde gegangen wäre. (Ich hatte schon bei den Veranstaltungen, die sich hauptsächlich an die Informatiker gerichtet haben, fast körperliche Schmerzen davon, wie laaaaaangsaaaam es da vorwärts ging. Das grenzte schon an Folter. Wie halten die BWLer das aus?! Wachkoma?)

SCNR Wink

Ernsthaft: Verschiedene Studiengänge haben halt verschiedene Schwerpunkte, verschiedene Methoden und auch verschiedene Ziele. Für vergleichbar halte ich da wenig. Von einem Begriff als "schwierigstes Studienfach" noch weniger...


Cyrix
Leisha76
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Anmeldungsdatum: 09.05.2017
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2017 - 09:15:46    Titel:

Maschinen Bau --> Schwer
BWL --> Leicht
Crourakder
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Anmeldungsdatum: 26.06.2017
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2017 - 10:01:57    Titel:

Es kommt immer drauf an was dir liegt. Sachen die einem liegen, egal wie komplex sie sind, sind immer leichter als Sachen, die einem schwer liegen.
In meinen Fall wäre es Sprachen an sich.
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