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Ungerechtigkeit im Studium?
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risify
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Anmeldungsdatum: 06.07.2017
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2017 - 20:40:52    Titel: Ungerechtigkeit im Studium?

Hallo zusammen,

ich bin Studentin der Uni Köln. Für ein Seminar möchte ich mit euch eine Gruppendiskussion über Ungerechtigkeiten im Studentenleben führen.

Was fällt euch als erstes zum Stichwort „Ungerechtigkeiten im Studium“ ein? Wann habt ihr euch bspw. das letzte Mal unfair behandelt gefühlt?
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3056

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2017 - 23:27:39    Titel:

Man könnte ja über das ECTS diskutieren.

Hier ein Ausschnitt aus dem Dokument
http://www.uni-frankfurt.de/53743352/workload_arbeitsbelastung_und_credits.pdf

Seite 3:
"Der Leser, der ECTS und die Aspekte der Arbeitsbelastung bereits sehr genau kennt, liest vielleicht nur die Missverständnisse, um herauszufinden,
ob er dazu eventuell noch weitere Erklärungen benötigt. Für
den „normalen Leser“ mag dies nicht ausreichend sein. Er ist eventuell
noch nicht so sicher, ob die bislang präferierte Meinung substantiell
richtig ist bzw. wünscht sich weitere Hilfestellung. Dieser
Leser könnte zusätzlich zu den Missverständnissen die Definitionen
und die Praxistipps heranziehen und, wenn nötig, findet er
weitere Erläuterungen im Text."

Seite 4:
Das European Credit Transfer and Accumulation System (kurz
ECTS) ist „ein studierendenorientiertes System zur Akkumulierung
und Übertragung von Credits, das auf der Transparenz von Lernergebnissen
und Lernprozessen basiert. Es dient dazu, die Planung,
Vermittlung, Evaluation, Anerkennung und Validierung
von Qualifikationen
bzw. Lerneinheiten sowie die Mobilität der Studierenden
zu erleichtern.“

Seite 6 (letzter Absatz):
"Obwohl immer auf die Relativität der Anzahl der Credits hingewiesen
wird, interpretieren und behandeln viele Institutionen die
Credits als absolute Größe.
Eine Anerkennung bzw. Anrechnung
erfolgt oft auf der Basis der identischen Anzahl der Credits. Seltener
wird eingesehen, dass es ein reiner Zufall ist, wenn Credits einer
Hochschule für ein Modul X genau mit der Anzahl der Credits
übereinstimmen, die an einer anderen Bildungsinstitution ebenfalls
für das Modul X vergeben wurden. Dies kann solange nur
zufällig sein, solange es keine Verbindlichkeit hinsichtlich einer
Modulgröße gibt. Die Anzahl der Credits ist nur ein Anhaltspunkt,
aber keinesfalls ausreichend, um eine Anerkennung zu automatisieren."

Seite 12:
"Die Lernplangestaltung stützt sich auf den nationalen Qualifikationsrahmen, Qualifikationsdeskriptoren und Niveaubeschreibungen.
Die Verantwortung dafür liegt bei jeder einzelnen Hochschule
und ihrem akademischen Personal (vgl. ECTS Users’ Guide)."

Und so weiter. Lesenswertes Dokument.

Ziel ist es, Studieninhalte vergleichbar zu machen.
Okay, so weit die Idee. Eigentlich ganz nett.
Gleichzeitig wird gesagt, dass sowieso jede Uni macht, was sie will, weil sie die Verantwortung übernimmt.

Hab' ich noch nie verstanden und werde ich auch nie.

Es geht nicht hier nicht direkt um die Modularisierung, weil in der Vergangenheit oft das Geschrei groß war "Diplom war besser", dabei haben 99 % nie Diplom studiert.
Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.
Das habe ich auch nie so ganz verstanden.

Beispiel:

30 CP entsprechen 900 Stunden Arbeitsaufwand im Semester.
In Mathe bei mir hat man intensiv die 16 Wochen im Semester studiert.
Hausarbeiten, wie in anderen Studiengängen hat man nicht.

Das macht eine 56,25 Stundenwoche.
Ich hatte oft eine 50+ Woche. Das passt.
Gegen Ende der Ferien wurde sich dann nochmal reingelesen und hat das Wichtigste wiederholt.

Nimmt man die vollen 6 Monate, wird daraus eine knappe 35 Stundenwoche.

Hier auch was Interessantes.
Seit 82/83 werden regelmäßig (alle zwei, drei Jahre) Befragungen zu Zeitaufwand durchgeführt. Das sind gute 35 Jahre.

Resultat:
http://hochschulanzeiger.faz.net/magazin/themen/karriere-machen/zeitaufwand-im-studium-so-viel-zeit-investieren-studenten-in-ihr-studium-13587326.html

Auszug:
Soziologen: 22,6 h/Woche
Veterinärmediziner: 44,6 h/Woche

Was hier jetzt noch interessant wäre, wie lange für die Studiengänge das Semester geht.
Ich denke bei Soziologen zieht sich das Semester ein wenig länger wegen Hausarbeiten. Frage ist, ob sich das auf die gesamten 6 Monate zieht, dann wäre es vergleichbarer Aufwand, wie z. B. mit Mathematik.

Vielleicht sagt Dir das Thema zu.
Crourakder
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Anmeldungsdatum: 26.06.2017
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2017 - 09:57:12    Titel:

Ich finde es auch manchmal ungerecht, das von bestimmten Personengruppen mehr erwartet wird als von anderen. Dachte das sollte alles neutral ablaufen (Mann, Frau, Deutscher, Migrant, usw.)
Leisha76
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Anmeldungsdatum: 09.05.2017
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2017 - 11:01:11    Titel:

Ich finde den ganzen Bologna-Mist unfair. Wenn ich mir von Älteren anhören muss, Studium hatte man soviel Zeit, bla, bla.
Ich bin froh wenn ich die Kurse unter einem Hut bekomme.
Von Noten wollen wir nicht mal anfangen.
czarnywilk
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Anmeldungsdatum: 07.07.2017
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2017 - 12:49:02    Titel:

Hallo zusammen!

Ich bin ebenfalls in dem Seminar der Verfasserin, daher werden wir die Gruppendiskussion quasi gemeinsam moderieren.
Ihr habt ja nun schon einige Punkte bezüglich Ungerechtigkeiten genannt, das ist super. Wir werden euch zusätzlich noch ein paar spezifische Fragen stellen.
(Danke an Deniz für den Link, das ist sehr hilfreich!)

Zunächst: Habt ihr euer Wunschstudienfach und euren Wunschstudienort erhalten? Welche Probleme gab es dabei?
czarnywilk
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Anmeldungsdatum: 07.07.2017
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2017 - 17:53:19    Titel:

An Leisha76:
Was genau meinst du mit "von Noten wollen wir nicht mal anfangen"? Hast du da schlechte Erfahrungen gemacht?

An Deniz:
Hältst du es also für ungerecht, dass der Arbeitstaufwand für verschiedene Studiengänge unterschiedlich hoch ist? Oder liegt das Problem darin, dass die ECTS einen vergleichbaren Arbeitsaufwabd vortäuschen, den es vermutlich gar nicht gibt?
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